Ihr Lieben,

in den letzten Tagen ist so viel passiert, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Vielleicht erkläre ich erst mal die Überschrift dieses Posts. „Meins“ heißt er deshalb, weil ich euch nicht mehr alles erzählen kann. Das hat ganz langsam angefangen, in mir, weil ich gewisse Sachen über meine Kinder nicht mehr teilen wollte.

Ich habe zwar schon immer auf ihre Privatsphäre geachtet. Aber jetzt, wo sie in Riesenschritten auf ihre Teenagerzeit zugehen, ist es mir nochmal wichtiger. Wir machen so viele kleine Entwicklungsschritte – und irgendwie haben die in der Öffentlichkeit nichts verloren. Die will ich in der Familie lassen. Ich möchte, dass sie meins sind. Denn es fühlt sich an, als würde ich was kaputt machen und etwas Heiliges wegnehmen, wenn ich hier darüber schreibe.

Manchmal fällt es mir dann schwer, überhaupt zu schreiben – schließlich will ich das teilen, was mich bewegt. Nur dass ihr euch nicht wundert, wenn es zwischendurch ruhiger ist. Wir sind einfach gerade auf dem Weg in die nächste Familienphase – und da brauchen wir viel Zeit im Inner Circle.

Trotzdem wollte ich euch zum Wochenende an meinen Gedanken der letzten Tage teilhaben lassen und an Dingen, die mich begeistert haben und die ich unternommen habe. Ein paar Fundstücke aus dem Internet sind auch dabei, fast in der Tradition der „Happy Weekend Entertainment“-Posts, die es auf meinem Blog immer wieder gibt. Also: Here we go.

Ich habe endlich meine Regulars wiedergetroffen. Nachdem Betti lange im Ausland war und Mareike an einem tollen Geheimprojekt arbeitet (Pssst), haben wir es am Donnerstag endich mal wieder im Quartett geschafft. Die Dritte im Bunde wie immer die liebe Claire aka Cappumum.

 

#theregulars are back in town. Mann, war das schön, euch wiederzusehen @cappumum @mamiundgoer @muttisoyeah

Ein Beitrag geteilt von Svenja Walter (@meinesvenja) am

Am Freitag war ich dann bei Burda. Auf dem Bild seht ihr nur noch die Hälfte der Mannschaft, weil ich natürlich wieder vergessen habe, ein Gruppenfoto zu machen. Da unterrichte ich den ganzen Tag soziale Netzwerke und Suchmaschinenoptimierung und Content und vergesse, meinen eigenen Social Media Content zu produzieren. Tststs. ;-)

Am Samstag habe ich mich mit meinem nächsten Großprojekt beschäftigt. Denn die Kinder sind aus ihren Kinderzimmern rausgewachsen und es ist schon lange Zeit für die Jugendzimmer. Problem ist nur, dass bei uns zwei Kinderzimmer, die ungefähr gleich groß sind, mit einem Kinderbad und einem Kinder WC am Ende des Flures im 1. OG liegen. Und die Kinder wollten eben nebeneinander „wohnen“.

Trotzdem: Die Zimmer sind zu klein – und das Riesenspielzimmer, das wir haben, wird nur noch einmal die Woche zum Filmabend genutzt. Das macht ja überhaupt keinen Sinn. Vor allem nicht, weil das Spielzimmer eigentlich eine Einliegerwohnung ist – mit eigenem Bad und Empore. Also ein TRAUM für eine 13-jährige, die sich gerne schminkt und eincremt und Masken macht und zurückzieht und überhaupt.

Die jetzt folgenden Bilder sind alle ein bisschen zugerümpelt, weil wir schon mitten im Umräumprozess sind. Aber ein paar Sneak Peeks wollte ich euch trotzdem zeigen – also eher alles „Vorher“ als „Nachher“ ;-)

Wir waren Samstag bei Ikea und im Obi und haben den restlichen Tag damit verbracht, Möbel zusammenzuschrauben. Farblich sind wir in der Pastellpalette gelandet und heute geht’s ans Streichen.

Am Montag baut mein Bruder dann den Kletterturm ab (da werde ich richtig melancholisch, den haben meine Kinder jetzt 10 Jahren lang bespielt – hier das Beweisvideo von 2011, Gott waren die da noch klein…) und dann sehen wir weiter.

Gerade, als ich das Video oben noch mal angeschaut habe, ist es mir nochmal klarer geworden, warum ich heute manchmal Sachen für mich behalten muss. Ich teile ja schon so lange so viel öffentlich. Auch, wenn ich das ja angefangen habe, um andere zu motivieren und zu inspirieren, Neues zu wagen, ist doch viel mehr daraus geworden, als ich je hätte träumen können.

Schon irgendwie irre.

Aber zurück zur Gegenwart. Ein Buch habe ich diese Woche gelesen, was mir gut gefallen hat. „Chasing slow“ von Erin Loechner. Erins Blog Design for mankind war einer der ersten, die ich 2007 gelesen habe. In dem Jahr, als ich Blogs für mich entdeckt habe. Erin schreibt darüber, wie ihr Blog immer größer und erfolgreicher wurde. Es folgten eine eigene Fernsehsendung und gefühlte hundert Opportunities und Hetzerei. Und dann, mit einer Reise in ein Entwicklungsland, die Erkenntnis: Hier scheinen alle viel glücklicher zu sein. Als Erin nach ihrer Rückkehr eine Kooperation mit Ikea shootete, kam sie sich plötzlich wie Falschgeld vor.

So toll geschrieben und so spannend, hinter die Kulissen zu schauen.

Dann: Ein „Food for thought“-Fundstück auf Facebook (und das ist selten genug). Meine Freundin Kathie hat’s geteilt – und ich möchte es euch nicht vorenthalten. Der weise Paulo Coelho spricht:

So gut, dass ich fast einen eigenen Post dazu geschrieben hätte. Mache ich vielleicht auch noch.

Und dann stolperte ich über diesen Artikel, der erklärt, warum Fehler nur ein Moment sind – und nicht ein Drama. Oh, ich liebe diese Erklärung. Auf Englisch, aber lesenwert. Ich werde Fehler jedenfalls ab jetzt gnädiger behandeln. Mei, was ist schon eine Sekunde, in der ich einen Fehler mache, gegen ein Leben, in dem ich verdammt viel richtig mache?

Nach so viel tiefgründigem Lesestoff jetzt noch drei Tipps zur Unterhaltung. Nämlich meine Must-See-Empfehlungen der Woche. Netflix hat sich mit zwei Dokureihen selbst übertroffen. „Abstract“ handelt von Illustratoren, Schuhdesignern und so vielen unterschiedlichen Anwendungsgebieten von Design, dass einem ganz schwindelig wird. Spannendste Einblicke.

Auch Netflix, lange erwartet und ich freu mich wie Bolle. Die dritte Staffel von Chef’s Table ist da. Zum ersten Mal auch mit einem deutschen Koch.

Und zum Ende was ganz Altes, ganz Anderes, ganz Tolles. Monaco Franze. Ich habe mir diese Woche die erste Folge nochmal angeschaut. Vor allem um zu sehen, ob sie immer noch so gut ist, wie früher. Ist sie – mit dem Unterschied, dass ich die Münchenwitze jetzt noch besser verstehe, weil ich seit zehn Jahren hier zuhause bin.

Und jetzt: Habt einen schönen Sonntag. Oder wie Monaco sagen würde: A bisserl was geht immer.

In diesem Sinne

Eure Svenja

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