Ihr Lieben,

wenigstens auf Instagram habe ich vorgestern Abend schon mal angedeutet, an was ich hier im Hintergrund ganz zappelig arbeite. Oder besser: DAS ich an etwas arbeite. Danke für eure ermutigenden Kommentare, die mich nicht nur in den nächsten Morgen getragen haben. Sondern mich jetzt immer, wenn ich merke „17 Stunden am Tag zu arbeiten ist vielleicht doch ein bisschen viel“ daran erinnern, für wen ich das tue. Für euch.

Die Wahrheit ist, dass ich seit etwa fünf Jahren eine riesige Marktlücke sehe. Und mir immer denke „Naja, die wird bald eines der großen Unternehmen, einer der market leader ausfüllen.“ Macht aber keiner. Jedesmal, wenn sich jemand aufbäumt und einen Versuch startet und ich denke „Ah, jetzt kommt’s“ ist es mehr oder weniger eine Lachnummer. Also echt enttäuschend, nicht professionell, nicht mit Liebe umgesetzt, nicht ansprechend.

Also so wenig ansprechend, dass dann immer diese Stimme in mir sagt: „Svenja, das könntest Du so viel besser. Du hast da doch ein Händchen für. Und ein Talent. Warum machst Du das denn nicht endlich?“

Ich weiß nicht ob ihr sowas kennt. Die Idee ist so offensichtlich meins, dass es weh tut. Aber es ist nicht so, dass ich das UNBEDINGT machen muss, weil ich dafür berufen bin und sonst nicht mehr leben, atmen oder glücklich sein kann. Nein, eher so, dass ich weiß: Ich kann das. Dass ich glaube: Ich kann das richtig gut. Und das macht mich jetzt seit Jahren schon ganz kribbelig.

Vom Bloggen weiß ich: Auch wenn die Idee gut ist und die Marktlücke wide open, hat man nie eine Garantie. Dazu kommt noch: Diesmal starte ich nicht ohne Zuschauer. Ihr seid ja alle schon da. Und so tröstlich das an guten Tagen ist, so beängstigend ist es, wenn man sich fragt: Schaffe ich das wirklich?

Ideen sind genug da. Umsetzungsstark bin ich auch. Außerdem habe ich jede Menge Erfahrung. Aber die Zeit! Habe ich wirklich die Zeit? Und vor allem – wie viel Zeit kostet das tatsächlich? Unterschätze ich das vielleicht total? Und dann müssen da ja noch andere Dinge passen, auf die ich nicht unbedingt Einfluss habe. Dazu kommt die rasende Entwicklung von Künstlicher Intelligenz und Virtual Reality. Macht meine Idee da jetzt überhaupt noch Sinn?

Ich ahne, dass jedem, der schon einmal gegründet hat, all diese Fragen bekannt vorkommen. Und trotzdem habe ich mich DAFÜR entschieden. Seit Monaten öffnen sich alle Türen in die gleiche Richtung. Und ich stehe endlich mal wieder vor einer wirklichen Herausforderung.

Meinen Blog, den kann ich rückwärts buchstabieren. In WordPress einen neuen Post zu öffnen und zu schreiben ist ein bisschen, wie die Spülmaschine anstellen. Ich weiß genau, wie ich die Worte „einräumen“ und welche „Knöpfe“ ich bei meinen Lesern drücken muss, damit das „Programm“ läuft. Die Themen, die gut funktionieren, kenne ich gefühlt schon ewig. Klar, nach zehn Jahren Erfahrung geht einem alles in Fleisch und Blut über.

Mein neues Projekt ist auf der einen Seite so themenverwandt, dass ich viele Erfahrungen übertragen kann. Aber es hat auch komplett neue Aspekte. Die ich noch null beherrsche. Viele Fragezeichen stehen da herum. Viel Ausprobieren von meiner Seite wird nötig sein. Viele Babysteps und – das weiß ich aus meiner Blogerfahrung – viele lange Nächte, viele Stolpersteine und „brick walls“. Einiges an Erschöpfung und vielleicht, in ganz dunklen Stunden, auch mal ein „Warum habe ich mir das angetan?“

Aber wisst ihr was? Ich kann nicht anders. Lieber setze ich mir ehrgeizige Ziele und fange wieder bei Null an und das vor euer aller Augen, als dass ich stehenbleibe. Lieber mache ich jeden Tag etwas Neues und stelle alles vorher Gelernte in Frage, als dass ich mich langweile. Ja, sogar es vielleicht nicht hinzukriegen vor Publikum finde ich besser, als mit Altbekanntem auf Nummer sicher zu gehen.

Noch etwas ist diesmal anders. Als ich angefangen habe zu bloggen, konnte ich keinem meine Schritte zeigen. Ich konnte meine Erfahrungen nicht teilen, konnte nicht über mein Businessmodell schreiben (naja, die ersten fünf Jahre hatte ich ja eigentlich auch keins ;-) Ich habe alles mit mir alleine ausgemacht. Das wird diesmal anders.

Ihr wisst ja, ich liebe es, Menschen zu ermutigen (erste) Online Schritte zu machen. Sich zu trauen, ihre Träume umzusetzen – auch offline. Und im Sinne meines Mottos „Wenn ich das kann, kannst Du das auch“ möchte ich euch hinter die Kulissen schauen lassen. Ich möchte nicht am Ende meiner Reise sagen: „Schaut mal, Tadaaaahhhh, hier ist es. Alles fertig, auf Hochglanz gebracht und es war gaaaanz leicht.“ Sondern: „Schaut mal, das mache ich gerade und das macht mich unsicher. Oder glücklich. Oder müde. Oder euphorisch.“

Ich möchte euch das Dahinter zeigen und mit euch gemeinsam daraus lernen. Ihr werdet also sehen, was auf der professionellen Seite passiert.

Auf der „Ich müsste ins Bett, aber wenn ich ein Glas Rotwein trinke, kann ich das Ganze vielleicht so angenehm gestalten, dass noch eine halbe Stunde drin ist“-Seite.

Und auf der ganz privaten Seite. Mit mir auf dem Sofa, in der Ferienwohnung, in meiner Bequemhose.

Ich nehme euch mit in die Welt meines neuen Abenteuers. Stellt mir alle Fragen, die ihr habt. Und lernt Schritt für Schritt mit mir, was es wirklich braucht, um so ein Ding zu durchdenken. Von A bis Z. Und dann umzusetzen und durchzuziehen. Jeden Tag.

Ach, das wird herrlich. Und nächste Woche lasse ich die Katze aus dem Sack.

Alles Liebe

Eure Svenja

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