Was passiert, wenn ein Gourmet Raw Food Chef (oder noch besser: eine Chefin!) Dir auf den Burda Bake Days etwas backt, was jenseits von Gut und Böse ist? Einen Kaffee-Schokoladen-Kuchen mit Schokocremefüllung, der kaum nach Kaffee, etwas nach Kokos und ganz viel nach Schokolade schmeckt?

Dann fährst Du heim und verbloggst das am nächsten Tag für Deine gesamte vegane Leserschaft. Und für den Rest gleich dazu. Veganer Schokokuchen schmeckt nämlich kein bisschen schlechter (eher besser), als normaler Schokokuchen.

Warum ich gestern auf den Bake Days war? Weil ich Burda mag, zu meinen Kunden zähle und bei dem Programm einfach Lust auf’s Dabei sein hatte.

Schon unglaublich, wie viele Food Titel Burda veröffentlicht

Und es hat sich echt gelohnt. Nicht nur habe ich die wunderbare Stephanie von Mein Keksdesign wiedergetroffen.

Ich habe auch mit ganz vielen spannenden jungen Bloggerinnen gesprochen und bin dadurch einfach mal wieder nah an ihre Sicht auf die Bloggerwelt und die gerade aufkeimenden Chancen und Herausforderungen gerückt. Außerdem hatte ich Dates mit einigen Redakteurinnen, habe Burda Journalistenschülerinnen wiedergesehen und außergewöhnliche Köche kennengelernt. Zum Beispiel Ian Baker, den Chef Pâtissier aus dem Hotel Vier Jahreszeiten in München.

Der hat uns dieses Dessert gezaubert: Mit Estragon 48h durchgezogene Sojamilch, eingedickt mit Agar, getoppt mit Früchten, einem Rote Bete Schaum und Granola. Das Granola war übrigens der Oberkracher und geht so: Haferflocken und braunen Zucker in der Pfanne karamelisieren und am Ende ein paar Schokochips dazu. So einfach und so gut.

Mein „Veganer Schokokuchen“-Rezept stammt aus dem Sojade Workshop. Ich selbst bin als Veganerin überzeugte Anhängerin der Sojade Natur-Joghurts (die cremigsten, die es gibt – wetten?) Pfirsich-Maracuja isst meine Tochter sehr gern. Aber den Rest der Produkte kannte ich noch nicht. Auch wusste ich nicht, dass das bretonische Familienunternehmen in der dritten Generation nur Bioprodukte herstellt – seit neuestem auch mit Hanf.

Kennt ihr das? Da kauft ihr jahrelang ein Produkt und seit davon wirklich überzeugt, aber über die produzierende Firma wisst ihr so gut wie nichts? Ich denke dann immer: Schade, dass es in Supermärkten noch keine Displays an den Regalen gibt, wo man Zusatzinfos abrufen kann. Anstatt dessen bauen die meisten Märkte Störer für’s Internet ein, damit man keine Preise vergleichen kann. Irgendwie ist das auch ein bisschen am Kundennutzen vorbeigedacht.

Sei’s drum, ich fand es toll, mal näher an diese Marke zu rücken und werde weiterhin in meinem heißgeliebten VollCorner in Denning über ihre Natur-Joghurts herfallen. Hier jetzt aber der sagenhafte Kuchen der wunderbaren Christine Mayr:

Christine und ich, nach der Kuchenschlacht

Veganer Schokokuchen mit Schokocremefüllung

Zutaten für den Kuchenboden

– 400 ml Sojade Sojamilch Vanille

– 1 EL Apfelessig, naturtrüb

– 290 g Apfelmus, am besten hausgemacht

– 120 ml kaltgepresster Kaffee oder Espresso

– 160 ml Kokosöl, flüssig

– 1 1/2 TL Vanille, gemahlen oder Mark aus einer Vanilleschote

– 370g Bio-Dinkelmehl oder Bio-Weizenmehl

– 210 g Kokosblütenzucker

– 100 g Roh-Kakao, gemahlten

– 2 TL Natron

– 1 TL Reinweinstein-Backpulver

– 1 Prise Meersalz

Zubereitung

1. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.

2. In einer Schüssel Sojadrink und Apfelessig vermengen und einige Minuten ziehen lassen.

3. Kaffee und Kokosöl hinzugeben.

4. Vanille, Mehl, Kokosblütenzucker, Kakao, Natron, Backpulver und Meersalz vermengen.

5. Feuchte Zutaten nach und nach zu den trockenen Zutaten geben und mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine zu einem glatten Teig rühren.

6. In zwei mit Backpapier ausgelegten Springformen gleichmäßig verteilen und bei 200 Grad im vorgeheizten Ofen 15 Minuten backen. Vorsichtig aus der Springform nehmen und gut auskühlen lassen.

Zutaten für die Cremefüllung

– 300 g Cashewnüsse, 4 Stunden eingeweicht

– 400 g Sojade Hanfjoghurt Schoko

– 200 ml Sojade Sojamilch Vanille oder Natural

– 140 ml Ahornsirup

– 2 EL Roh-Kako

– 2 TL Vanille gemahlen

– 1 Prise Meersalz

– 180 g Kokosöl, flüssig

– 60g Kakaobutter, flüssig

7. Die Cashewnüsse abgießen und kurz abspülen. Cashewnüsse mit Hanfjoghurt, Sojamilch, Ahornsirup, Kakao, Vanille und Meersalz in den Mixer geben. Kokosöl und Kakaobutter hinzugeben und gut in die Füllung einarbeiten.

8. Den ersten Boden mit der Häfte der Cremefüllung bestreichen. Dann die zweite Bodenplatte aufsetzen und mit der restlichenFüllung bestreichen – sowie auch den Rand rundherum.

9. Im Kühlschrank kalt stellen – am besten schmeckt der Kuchen am nächsten Tag – auch wenn es schwer fällt, so lange mit dem Anschnitt zu warten.

Lasst euch von der langen Zutatenliste nicht abschrecken. Ein veganer Schokokuchen von dieser Qualität, mit diesem perfekten, cremigen Schokogeschmack und dem „mehr-wollen-Gefühl“ ist mir bis jetzt noch nicht untergekommen. Und ich habe schon einige Backversuche unternommen und diverse Male in veganen Restaurants genau solche Kuchen und Torten bestellt. Aber an den hier kommt bis jetzt nichts ran – und zwar nicht annähernd.

Tausend Dank noch einmal an den Burda Verlag, an Sojade, an Ian Baker und an die Gourmet Raw Food Chefin Christine Mayr für die Chance, eure Workshops zu besuchen und dieses wundervolle Rezept mit meinen Leserinnen zu teilen.

Wenn euch Christines veganer Schokokuchen so fabelhaft schmeckt, wie mir, lasst es mich wissen. Und wer mehr über Christine erfahren will: Hier geht’s lang zu ihrer Seite.

Alles Liebe

Eure Svenja

P.S.: Und was nicht fehlen darf: Das ausdruckbare Veganer Schokokuchen PDF. Bake on!

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