Ihr Lieben,

vielleicht habt ihr schon mitbekommen, dass ich dieses Jahr das Vergnügen habe, die Keynote auf der Blog Big zu halten – der neuen Bloggerkonferenz in München. Janina und Sabine haben ins Leben gerufen, was schon lange überfällig war: eine Konferenz für Blogger, die die Grundlagen bereits drauf haben. Die genau wissen, wie sie suchmaschinenoptimiert schreiben und auch, auf welchen sozialen Netzwerken ihre Zielgruppe unterwegs ist.

Diese Blogger haben bereits eine Community, haben Erfahrungen mit Kooperationen gesammelt und waren auf diversen Bootcamps und Workshops. Und jetzt wollen sie mehr und dieses „mehr“ kann ganz unterschiedlich aussehen.

Die einen wollen mehr Leser, die anderen wollen wissen, wo die Reise hin geht. Die einen Videos drehen, die anderen Podcasts produzieren. Jeder einzelne Blogger, der auf dieser Konferenz ist, will auf seiner individuellen Bloggervergangenheit aufbauend neue Erfahrungen machen und sich mit anderen Blogprofis austauschen. Deshalb glaube ich, dass der 18. November 2017 ein wundervoller Tag wird – voller inspirierender Gespräche, Ideen und Vorsprungswissen.

Weil es heute noch genau 30 Tage bis zur ersten Blog Big sind, habe ich Janina und Sabine für euch interviewt – damit ihr noch ein bisschen genauer erfahrt, was die beiden geplant haben und wie das Ganze laufen wird.

Svenja (S): Blog Big – was bedeutet das für euch, „groß“ zu bloggen?

Janina und Sabine (J&S): Groß zu bloggen heißt für uns, sein eigenes Ding zu machen, sich zu individualisieren. Dass man sich auf sich selbst und seine eigenen Stärken konzentriert. Es ist doch so, dass wir Blogger am Anfang meistens gucken, wie die anderen es machen und uns daran orientieren und häufig auch Dinge nachmachen, weil ja alle es so machen. Das ist auch erstmal völlig in Ordnung, und gegen Inspiration spricht sowieso nie was. Irgendwann sollte aber jeder sich selbst finden, das, wofür der eigene Blog steht, selbst ein Vorbild sein, eine Marke, wenn man es so nennen möchte. Wir möchten, dass die Leute nach unserem Event voller Inspiration und Ideen nach Hause gehen, eine Vision haben und diese umsetzen. Dream Big – Blog Big.

(S): Ihr habt euch getraut, die erste Bloggerkonferenz Münchens auszurufen. Und: Wie laufen die Vorbereitungen?

(J&S): Ja! Das war gar nicht so schwer, denn das Angebot in München ist bisher klein. Es gibt tolle Einzelprojekte und professionell aufgezogene Schulungen, beispielsweise durch den Bloggerclub e.V. und den Münchner Bloggerstammtisch.  Aber eine Tageskonferenz in der Form, wie wir sie machen, gab es zu Beginn unserer Planung noch nicht. Wir sind auch schon einige Monate damit beschäftigt, haben viel dazugelernt und sind so halbwegs im Zeitplan. Klar, dass jetzt in den letzten Wochen die Zeit rennt, aber wir sind sehr zuversichtlich, dass alles gut laufen wird.

(S): Welche Referenten kommen mit welchen Themen zur Blog Big 2017? Könnt ihr da schon was verraten?

(J&S): Gerne. Da bist zum einen du selbst mit einem sehr spannenden Thema, worauf wir uns schon sehr freuen. E-Mail Marketing wird ein weiteres Thema sein. Denn ein Newsletter ist eine wunderbare Methode für Blogger, um Leser zu erreichen. Hierfür konnten wir mit Katja Vater eine echte Expertin gewinnen, die schon Newsletter für große und kleine Unternehmen strategisch aufgezogen hat und aktuell für die Süddeutsche Zeitung arbeitet.

Die rechtliche Seite war schon immer wichtig und wird noch wichtiger werden, deshalb gibt es mit RA Stefan Schicker eine Session zu dem Thema. Er wird uns erklären, was wir momentan vor allem in Bezug auf Datenschutz beachten müssen.

Nachmittags bieten wir zwei Workshops an – Video und Podcasts. Unter anderem wird der Schauspieler Tom von der Isar mit den Teilnehmern ein Kamera-Traning machen, und der Regisseur Jörn Schnitter verrät die Dos and Don’ts beim Filmen. Im Podcast-Workshop wird es auch darum gehen, wie man optimal mit seiner eigenen Stimme arbeitet.

Und ganz zum Schluss gibt es eine spannende Podiumsdiskussion. Thema: Den Blog monetarisieren. Viele Blogger träumen davon, von ihrem Blog leben zu können, oder sich zumindest den nächsten Urlaub davon zu finanzieren. Wir haben verschiedene Blogger eingeladen, die von ihren Erfahrungen berichten – und zwar über Sponsored Posts, Google Ads oder Affiliate hinaus.

(S): Was glaubt ihr persönlich: Wie entwickelt sich das Bloggen in Zukunft?

(J&S): Ein großes Thema bleibt: Die Persönlichkeit ist das Wichtigste an einem Blog. Diese wird aber zukünftig nicht nur über Text oder Bilder vermittelt werden. Wir müssen neue Wege gehen, um andere zu erreichen. Und dafür werden wir neue Formate ausprobieren müssen. Video wird noch viel stärker in den Fokus rücken. Und auch das Thema Podcast ist wieder da. Deshalb behandeln wir beide Themen auf der ersten Blog Big im November.

Schon jetzt sind Snapchat und Insta-Stories ideal, um sich erst mal vorsichtig mit dem Thema Video auseinanderzusetzen. Anders als bei YouTube, muss es hier nicht gleich so “perfekt” sein und man braucht keine große Ausrüstung. Und das Thema Virtual Reality wird nicht nur die Digitalbranche, sondern sicherlich auch das Bloggen verändern.  Es bleibt also spannend. Klar ist aber, dass wir als Blogger zukünftig flexibel sein und uns auf neue Formate einlassen müssen.

(S): Was habt ihr für einen Eindruck vom Zusammenhalt unter den süddeutschen Bloggern?

(J&S): Einen sehr guten. Es gibt viele Stammtische, bei denen sich Blogger insgesamt oder in ihrer Branche treffen. Sabine organisiert in München beispielsweise mit ein paar anderen den Foodbloggerstammtisch, bei dem wir uns austauschen, uns Tipps geben und uns auch gegenseitig auf spannende Events aufmerksam machen. Bei den Fashionbloggern gibt es ebenfalls viele, die sich für gemeinsame Foto-Shootings oder andere Aktionen zusammentun, gleiches gilt für andere Branchen. Wir können nur gegenseitig voneinander lernen und sollten das auch tun. Deshalb ist uns bei der Blog Big auch der Netzwerk-Gedanke so wichtig – dafür haben wir auch schon was vorbereitet.

(S): Sind Instagramer eigentlich auch Blogger?

(J&S): Instagramer sind Instagramer. Man könnte es aber Micro-Blogging nennen. Der Trend geht dahin, dass sich viele auf Social Media konzentrieren und keinen Blog mehr haben und damit auch sehr erfolgreich sind. Allerdings ist die Halbwertzeit deutlich geringer als die eines Blogartikels und vor allem die Stories verschwinden ja auch wieder. Blogartikel kann man sich bei Pinterest merken oder als Lesezeichen abspeichern. Man könnte sie sogar ausdrucken, wenn es unbedingt sein muss. Das geht bei einem rein mobilen Dienst wie Instagram nicht so gut. Die Usability ist also eine ganz andere. Hinzu kommt, dass man als Instagramer auf den Algorithmus des Dienstes angewiesen ist, der sich ständig verändert. Beim Blog hat man seine eigenen Regeln und Gestaltungsmöglichkeiten. So muss man sich nicht einem fremden Dienst unterwerfen. Aber: Instagramer sind auf der Blog Big genauso willkommen wie Blogger, YouTuber und Podcaster.

(S): Was wünscht ihr euch für die Blog Big 2017?

(J&S): Wir wünschen uns, dass die erste Blog Big ein Event-Highlight für die Teilnehmer wird. Alle sollen mit jeder Menge Inspiration, Wissen und vielen neuen Kontakten nach Hause gehen und noch lange davon zehren.

(S): Danke für das Interview. Ich freu mich schon riesig auf die Konferenz und über die Chance, bei euch zu sprechen.

Das hört sich doch echt spannend an, oder? Wer noch mehr hören will: Janina und Sabine waren im Vorfeld bei mir und haben eine Podcast Episode mit mir aufgezeichnet. Außerdem gibt es mittlerweile einige Folgen mehr mit ganz spannenden Gesprächspartnern. Sehr hörenswert!

Und: Für Eintrittskarten bitte hier entlang!

Habt es schön,

Eure Svenja

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