Ihr Lieben,

herrlich, wie mein Leben gerade Fahrt aufnimmt. Ich befinde mich in einem Kreislauf aus „lernen, umsetzen, abliefern“ und das tut mir wahnsinnig gut. Mit einer Zusammenfassung meines halben Februars (oberer Teil des Posts) und meinen zahlreichen Learnings (unterer Teil des Posts) möchte ich euch wieder ein Stück in mein Leben mitnehmen. So wie ich das ja den ganzen Februar über auch in meinen Insta Stories mache, auf die ihr mir jeden Tag so positives Feedback gebt. Danke, dass ihr immer auf’s Neue an meinem Leben und meinen Erfahrungen interessiert sein und mit mir gemeinsam dazulernen und wachsen möchtet. Das bedeutet mir sehr viel.

Mein halber Februar – was ich erlebt habe

Erlebt habe ich natürlich viel mehr, als hier aufgelistet ist. Aber zumindest die Highlights möchte ich mit euch teilen.

1. Ich war von Gruner und Jahr zum Bloggertreffen der Zeitschrift Eltern in Hamburg eingeladen, um über das Thema „Elternblogs – wo geht die Reise hin?“ zu sprechen. Am Ende haben wir viel über Pinterest gesprochen und wie man Traffic über diese Plattform auf den eigenen Blog zieht. Spannend fand ich den Bericht von Elischeba, durch die ich verstanden habe: Es ist wirklich Zeit für einen Pinterest Online Kurs.

Copyright Elischeba Wilde

Ich bin mittlerweile so fortgeschritten, dass ich alles – von den Basics bis zu den besonderen Kniffen – mal ordentlich erklären muss.

2. Nach mehreren Jahren rein virtuellen Kontakts, habe ich endlich Linn von Linnmackenzie getroffen. Ihr erinnert euch vielleicht, ich habe schon ein paar Mal über sie geschrieben.

Linn, Berti und ich – happy as can be

Sie ist durch Australien, Neuseeland und Fidji gereist und wir haben uns die ganze Zeit geschrieben. Beim ersten Treffen war ziemlich schnell klar: Die Sympathie bleibt auch im realen Kontakt. Unser Plan: Wir schließen uns noch dieses Frühjahr in einem Hamburger Hotel ein und lernen voneinander. Das wird grandios.

3. Endlich habe ich es wieder geschafft, meinen Mann nach Köln zur Storytelling Masterclass zu begleiten.

Immer wieder super – das Hyatt am Rheinufer

Und es war – wie nicht anders erwartet – grandios. Ich war ganz überrascht, wie anders ich jetzt, da ich selber drehe, viele Inhalte des Kurses wahrnehme.

Wie Uwe immer sagt: Die besten Teilnehmer aller Zeiten

Ich habe dauernd Fotos von Uwes Folien gemacht und wahre Bände mitgeschrieben. Ich glaube, das war nochmal ein Gamechanger für mich. Irgendwie lustig, wo ich die Masterclass doch locker schon 30 Mal besucht habe und mit dem Seminarleiter verheiratet bin. Aber da sieht man mal wieder, wie sehr das eigene Erleben und Tun die Wahrnehmung steuert.

4. Maggie und Carolin waren bei mir zum Strategiemeeting. Wer die beiden kennt, für den muss ich gar nicht mehr schreiben. Wir hatten einen herrlichen Nachmittag – mit konzentrierter Arbeit, einem klaren Fokus, Krapfen und auch ein bisschen „Klönschnack“. Ich meine, when you are in Rome… ;-)

So viel Kompetenz an einem Tisch

5. Bei so vielen Reisen und Begegnungen war ich dann froh, wenigstens zwei Tage zum Drehen und Schneiden zur Verfügung zu haben. Das muss (und wird) in der zweiten Monatshälfte mehr werden, denn so auf der „halben Popobacke“ kann ich keine zwei guten YouTube Videos in der Woche liefern. Also: RAN!

6. Last but so not least – ihr wisst ja, dass ich Mitglied im Frauen verbinden Netzwerk der Messe München bin. Jedes Jahr gibt es einen Adventskalender, in dem Mitglieder hinter einem Türchen eine Überraschung anbieten dürfen. Die letzten beiden Jahre habe ich einen Kurzworkshop zum Thema „Erfolgreich bloggen“ verschenkt. Dieses Jahr war es ein Schnupperkurs „Video verstehen, drehen und schneiden“. Also quasi die komprimierte Variante unseres Moving Pictures Workshops. Danke an alle Gewinnerinnen für die wunderbare „Wir wuppen das zusammen“ Stimmung, das gemeinsame Lernen und Wachsen. Es war einfach toll mit euch.

Mein halber Februar – was ich gelernt habe

Also die Learnings überschlagen sich gerade. Manchmal kommt es mir so vor, dass nicht nur die Plattformen und die Technik sich schneller ändert. Sondern auch die Geschwindigkeit, in der man lernt.

Learning 1: Wer regelmäßig veröffentlicht, wird schneller besser, als andere.

Eines meiner größten Learnings diesen Monat war: Du lernst nur, wenn Du Sachen veröffentlichst. Ist ja schön, wenn ich Videos konzipiere und drehe. Und klar, auch da gibt es noch jede Menge Lernfelder. ABER das Veröffentlichen, das Rausgeben, das Zeigen – DAS beinhaltet die größten Entwicklungsschübe. Wie genau meine ich das?

Ich bin ja ein großer Fan vom Marketingguru Seth Godin und der Einfachheit, mit der er die Dinge auf den Punkt bringt. Von ihm habe ich gelernt: Das Machen ist das Eine. Dadurch lernt man Dinge zu tun. Dadurch beherrschen wir die Technik und wissen, wo wir klicken müssen. Wir kommen raus aus der Comfort Zone. Alles super.

Aber eigentlich rühren wir ja weiter in der eigenen Suppe. Wir machen es so, wie wir DENKEN, dass es gut ist. Nicht unbedingt, wie es wirklich gut ist.

Das Veröffentlichen nimmt alle anderen Menschen und ihre Meinungen mit in die Schnittmenge. Ich bekomme bei den DIY Videos täglich Feedback, was die Leute machen. Was sie mögen. Wie sie meine Videos nutzen.

Sonjas Tochter, 10, setzt mein Acrrylmalerei-Video um

HalloBloggis Nadine und ihre Tochter Frieda haben meinen Blumenrahmen gemalt

Mira, 9 Jahre, hat mein Origami Kleid gefaltet

Dadurch lerne ich so irre viel und kann mich täglich verbessern. Dann schaue ich mir noch die Analytics genau an. Das ist alles hochspannend.

Die Sache mit dem Veröffentlichen habe ich vor Jahren aus Seth Godins Buch „Linchpin“ gelernt. Er nennt das „to ship“, also quasi, dass das Schiff den Hafen verlassen muss, um sichtbar zu sein. Finde ich einen super Ausdruck dafür. Ich lerne mit meinem DIY Kanal durchs Shippen irre viel, alles Dinge, die ich ohne nicht könnte.

Das „Shipjournal“ von Seth zeigt ganz gut, wie wir uns meist beim Shippen selbst im Weg stehen – und hilft vielleicht dem ein oder anderen von euch klarer zu sehen, wenn ihr euch irgendwo selbst im Weg steht ;-) Hier geht es zum kostenlosen Download nach dem Klick!

2. Learning: Ich darf (noch) strategischer vorgehen.

Jetzt lacht ihr wahrscheinlich, weil ich ja bekannt dafür bin, total analytisch und strategisch zu sein. Fakt ist aber: Ich habe zu wenig Zeit, um Potenziale auszuschöpfen. Wenn ich viel reise, kann ich wenig drehen. Wenn ich viel drehe, kann ich wenig schreiben. Wenn ich viel schreibe, kann ich wenig reisen. Da beißt sich die Katze in den Schwanz.

Dazu kommt, dass es Dinge gibt, die ich permanent füllen muss und möchte, um weiter on top zu bleiben. Pinterest, YouTube, Blog, Facebook – to name a few. Und ja, es ist wunderbar, dass ich das alles machen darf. Denn es ist genau mein Ding. Aber Geld verdiene ich nur, wenn ich eine Stratgie habe, die alles miteinander verknüpft. Kostenlose Inhalte mit Bezahlinhalten. Kostenlose Vorträge mit der Möglichkeit, Online-Kurse zu erwerben. Alles muss irgendwie rund sein. Und ich nehme mir im ersten Halbjahr jetzt mal die Zeit, das durchzudesignen. Natürlich nehme ich euch dabei mit und zeige euch, wie ich das angehe.

3. Learning: Beim Storytelling ist Luft nach oben. Und ich will besser werden.

Auf meiner Reise begegne ich immer wieder tollen Menschen, die in ihren Fachgebieten absolut einzigartig sind. Diesen Monat ist mir klar geworden, dass das auch (immer wieder) mein Mann sein kann. Denn wir ergänzen uns sowohl im Know how, als auch in der Lust auf tiefes Wissen. Es ist absolut irre, wie viel besser eine Geschichte beim Leser und Zuschauer ankommt, wenn sie gut erzählt ist. Es lohnt sich, darin meisterlich zu werden.

Auch wenn ich oft schreibe (und jetzt auch drehe) – da ist einfach viel Luft nach oben. Ein bisschen merke ich gerade, wie die Themen sich miteinander verknoten. Schneiden ist wie schreiben, bloß visuell. Auch da geht es darum, die Dinge in der richtigen Reihenfolge hintereinander zu verknüpfen.

Beides kann ich „runterrotzen“, um was „fertig zu machen“. Oder eben liebevoll bis ins kleinste Detail ausarbeiten, um es wirklich ansprechend zu gestalten. Mit einem großen Mehrwert und Nutzen für den, der es sieht und liest.

Ihr kennt mich, ich liebe es einfach, dazuzulernen und besser zu werden. Dazu gehört auch, dass ich mein Storytelling verfeinere.

4. Learning: Video Galore oder „Jetzt wird es nerdy“

Nachdem all meine Nerdfreundinnen das letzte Mal bei meiner „Jetzt wird es nerdy“ Ankündigung nachher gesagt haben: „Was war denn da jetzt nerdy???“, ist mir klar geworden: Ich bewege mich in den exakt richtigen Kreisen ;-) (Gell Blogprinzessin, Tina und all die anderen…..).

Hier meine Videolearnings im Überblick:

– Mit zwei Kameras zu drehen ist viel mehr Aufwand im Schnitt. Zumindest wenn man mit iMovie schneidet. Ich ahne schon, dass es auf Multicam Schnitt in Final Cut Pro rauslaufen wird.

– Zwei aufwändige Videos pro Woche sind mehr Aufwand, als sieben kleinere Videos pro Woche. Am Ende meines ersten YouTube Monats habe ich fünf (!!!) kleinere Videos pro Tag gedreht und geschnitten. Jetzt, mit der neuen Art aufzunehmen, habe ich teilweise acht Stunden für EIN Video gebraucht. Damit hatte ich null gerechnet und ich hoffe, dass ich auch da flotter werde. Und zwar schnell.

Hier nochmal zum Vergleich: Einfaches Video mit einer Kamera von oben:

Und jetzt: Aufwändiges Video mit zwei Kameras und mehr bewegten Bildern. Das heißt, dass die einzelne Aufnahme oft auch noch animiert ist mit Ken Burns. Und dass ich auch den Bildausschnitt pro Cut extra bestimme. Das hatte ich zuvor einfach in der großen Einstellung durchlaufen lassen.

– Zwei Kameras zu verwenden heißt auch, dass die Farben der Aufnahmen angeglichen werden müssen. Meine Blackmagic ist eher blaustichig. Meine Lumix GH5 eher realistisch, mit knackiger Farbausgabe. Und ich kriege den Ausgleich nicht gut hin. Es fehlen mir a) die Übung und b) das richtige Schnittprogramm. Ratschläge werden gerne entgegengenommen, denn ich fluche im stillen Kämmerlein deshalb gerade ganz schön vor mich hin.

– Irgendwie habe ich für die zweite Kamera noch nicht die richtige Einstellung gefunden. Das taugt mir alles noch nicht. Aber weil ich nun weiß, dass ich erst beim Machen und Veröffentlichen lerne, mache ich eben alles so gut, wie ich kann. Und ärger mich nicht darüber, dass das, wie meine Videos im Kopf aussehen, noch nichts damit zu tun hat, wie sie tatsächlich sind. Ruhig Brauner, das wird. Note to myself: Ich muss Uwe dazu nochmal befragen. Wozu bin ich denn mit einem Regisseur verheiratet ;-)

– Last but not least: Es kostet immer noch (zu) viel Zeit, die Texte für die Videos zu schreiben. Vor allem unter der Prämisse, dass ich ja eigentlich Posts über die Videos schreiben müsste, um den Traffic von Pinterest zum Blog und damit zu YouTube zu lenken. Denn lenke ich ihn nur zu YouTube, gehen mir auf dem Blog potenzielle Unique User und Kunden flöten. (Dear God, send me another me).

Und dann habe ich da noch ein ganz privates Learning diesen Monat. Nämlich dass ich wirklich glücklich bin, da, wo ich jetzt bin.

Ich habe das Gefühl, dass alles richtig ist, wie es ist. Auch wenn ich manchmal ungeduldig bin und gerne schon weiter wäre. Aber ich weiß: Nur wenn ich all die Steps durchlaufe, die es braucht, um Expertise zu entwickeln. Um die Videos meiner Träume zu drehen. Die Workshopreihen der Zukunft zu entwickeln. Um Features zu schreiben (und nicht mehr „nur“ Blogposts), die Menschen dazu bringen, Gutes zu tun. Verständnis für andere zu haben. Und wieder mutig auf Menschlichkeit zu setzen.

Auch wenn all das noch Zeit braucht, ist es Zeit, die ich mit dem verbringe, was mich erfüllt. Nämlich anderen Menschen durch mein Vorleben das Gefühl zu geben, ihr Schicksal selbst in der Hand zu haben.

Ich glaub an euch und an die maximale Lebendigkeit für uns alle. Immer.

In diesem Sinne

Svenja