Ihr Lieben,

nachdem ich ja neulich schon darüber geschrieben habe, dass ich keine begleitenden Beraterverträge mehr anbiete, sortiere ich nun Stück für Stück mein Arbeitsleben neu und schaue, was mir wichtig ist. Und ich will es nicht beschönigen: Das geht mit ziemlichen Hochs und Tiefs einher.

Auch dieses Jahr habe ich oft vor mehreren hundert Menschen darüber gesprochen, was ich täglich tue und deshalb gut kann. Zuletzt bei der AllFacebook Marketing Conference.

(c) AllFacebook

Nun ist es ja so, dass bei diesen Veranstaltungen Menschen im Publikum sitzen, die jeden Tag im Netz unterwegs sind und die sich wirklich auskennen. Und doch sehe ich bei meinen Vorträgen, dass das, was ich weiß, mehr in die Tiefe geht. Ich habe halt mehr als 1.500 Blogposts geschrieben, befülle seit Jahren Pinterest und kümmere mich seit 11 Jahren um meine Community. Da steckt schon Einiges an Erfahrung drin.

Auch wie ich das jetzt mit den Videos angehe ist sehr hands on. Dadurch, dass ich in ganz kurzer Zeit Drehen und Schneiden gelernt habe, kann ich meine Learnings halt auch komprimiert weitergeben. Und eigentlich jeden Menschen innerhalb von ein bis zwei Tagen so fit bekommen, dass er sich zumindest rantraut an die ersten Filme.

Immer wieder habt ihr mir gesagt, dass ihr euch Kurse von mir wünscht, die erschwinglicher sind. Ich habe lange überlegt, wie ich das anstellen kann. Die einzige Option sind Onlinekurse, aber dafür hätte ich jemanden engagieren müssen und das wäre zu teuer gewesen. Da ich mir die Produktion jetzt durchaus selbst zutraue, ist es an der Zeit. Und wer meinen Insta Stories folgt, konnte auch schon einen Sneak Peak erhaschen.

In den nächsten Wochen werde ich meinen Klassiker „Erfolgreich bloggen“ als Videokurs aufnehmen. Ich weiß noch nicht, wie aufwändig das sein wird. Schließlich mache ich es zum ersten Mal. Kann also gut sein, dass ich es währenddessen gar nicht schaffe, DIY Videos aufzunehmen und mich an meinen mittwochs und samstags Veröffentlichungsrhythmus zu halten. Aber das sehe ich dann.

Jetzt muss ich das erstmal Schritt für Schritt hintereinander bekommen. Und ganz ehrlich: Ich freu mich darauf, weil es wieder eine Kompetenzerweiterung bedeutet. Weil es wieder etwas ist, dass mir mehr Freiheit für mein Business gibt. Und weil ich dadurch auch unabhängiger von Locations werde. Nicht mehr für Kunden hierhin oder dorthin reisen muss.

Das Allerbeste ist aber, dass auch ihr nicht mehr reisen müsst, um mich zu sehen und von mir zu lernen. Und während ich das schreibe denke ich, wie wunderbar dieses Internet ist und was es uns für Möglichkeiten bietet. Dafür bin ich wirklich dankbar.

Trotzdem gibt es auch Tiefen im Rahmen meiner Neuausrichtung. Manchmal möchte ich alles hinschmeißen und Niemandem mehr etwas beibringen. Ich möchte nur noch für mich schreiben und zeichnen. Ohne jemanden zuschauen zu lassen. Ich habe  jahrelang so viel von dem, was mich ausmacht, öffentlich geteilt. Klar, das ermutigt Menschen und so ist es ja auch gedacht. Aber es macht auch was mit mir.

Es gibt Tage, da fühle ich mich, als hätte ich zu viel gegeben. Früher habe ich das auf die anstrengende Zeit mit den kleinen Kindern geschoben. Heute weiß ich: Ein Teil der Fremdbestimmtheit kommt durch das Preisgeben meiner Gedanken, meines Lebensweges und meiner Ideen im Netz.

I wouldn’t have it any other way, keine Frage. Ich zeige ja auch nur, was ich zeigen will. Aber trotzdem gehe ich täglich mit den Reaktionen um, die ich auf alles bekomme. Und auch wenn die fast immer positiv sind, so ist es einfach eine Flut an Mails, PMs, Kommentaren, Feeds, Briefen, Päckchen und Postkarten. Und das alles zu lesen und anzuschauen heißt, Lebenszeit herzugeben.

Falls ich also in den nächsten Wochen ein bisschen mehr bei mir sein muss und weniger im Außen. Falls ich ruhiger bin als sonst und weniger bei euch kommentiere oder weniger schnell antworte. Dann liegt das daran, dass ich an etwas Neuem dran bin. Etwas vorbereite, kreativ bin und meine Energie darauf verwende, genau das hinzubekommen. Und in der übrigen Zeit meine Akkus auflade. Mit meiner Familie, auf meiner Yogamatte und mit allem, was mir gut tut.

In diesem Sinne

Eure Svenja