Weihnachtsbaum selbst schlagen reloaded
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- Ausflug, Ausflüge, Weihnachten
Nachdem das Weihnachtsbaumschlagen letztes Jahr nicht nur eine schlammige Angelegenheit war, sondern das Autoradio nicht mehr abstellbar war, wir mit dem Wagen steckengeblieben sind und überhaupt alles eher Survivaltrip-mäßig war, hatte meine facebook Freundin Christine mir gesagt, wo man zum Weihnachtsbaum schlagen hingeht, wenn man in München wohnt. Hierhin. Gesagt, getan. Und ich sage euch – es war ein Traum.
Meine Tochter im Paradies.
Der hier wäre doch toll, oder?
Nebel über dem Tannenfeld.
Unser Weihnachtshund Emma. Manchen vielleicht noch ein Begriff von dem Tag, als sie im Studio von Antenne Bayern zahllose Welpen zur Welt brachte. Und ja, sie hat nachher die Hälfte von meinem Wiener Schnitzel aus dem Ayinger Brauhäuserl bekommen.
Die Diskussion startet: Welcher Baum ist am schönsten?
Jeder hat eine Meinung.
Und es gibt viele Meinungen, denn es gibt viele Bäume.
Ich wünschte, wir wären schon so weit.
Die ersten fangen schon an zu knutschen, weil es so lange dauert.
Ludwig hat kalte Füße (wenn man EINMAL keine Moonboots anzieht – da habe ich meine Lektion schon wieder gelernt).
Kris hat die Augen fest aufs Ziel gerichtet.
So, jetzt wird’s was.
Und wenn alle einen Baum haben, können wir noch in Ruhe die Rentiere anschauen.
Gleich geht’s vor Santas Schlitten.
Kutschfahrten gibt’s auch – aber es zieht Regen auf.
Die geben sich hier wirklich viel Mühe mit der Deko – an jeder Ecke gibt es was Besonders.
Das Highlight: Der aus vielen kleinen Bäumen zusammengesetzte Riesenbaum.
Und dann gibt es auch noch ein Lagerfeuer – da vergisst sogar Ludwig kurzfristig seine nassen Füße.
Gute Idee: Der Kinderbaum in der Holzscheibe – den nehmen wir natürlich auch noch mit. Danke an die anderen Walters für den SUPER-Tipp. Gut, dass Basti seinen Nintendo dabei hatte und wir alle im richtigen Moment den Einsatz von beruhigender Technik zu schätzen wissen. Noch besser: Die Kekse – wir haben sie schon auf die Häfte runtergefuttert. Ein Gruß an die Weiss-Hartmanns, die wahrscheinlich noch im Hobbit sitzen. Wenn wir das nächstes Jahr nicht wieder machen, sind wir selber Schuld.
Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen viel Spaß beim Tannenbaum schlagen – selbst ist der Mann/die Frau.
Eure Svenja
Ferien im fremden Heim
Es gibt ja nichts Schöneres für eine Bloggerin, als wenn das Telefon klingelt und die Süddeutsche Zeitung ist dran. Die wollten nämlich gestern, dass ich ihnen ein Interview zum Thema Haustausch gebe – das ist die Art von Ferien, wo ich mit einer fremden Familie irgendwo auf der Welt mein Haus tausche. Wer meinen Bericht dazu lesen will, klickt bitte auf den Link im letzten Absatz dieses Posts.
Für alle, die mich noch nicht kennen: Bei meinesvenja gibt es mehrfach die Woche Neuigkeiten über alles, was das Leben von Frauen, Müttern und Familien so ausmacht – und einfacher macht. Mit jeder Menge Tipps rund ums Kochen, Backen, Basteln, Reisen, Dekorieren. Außerdem schreibe ich über das Eheleben, Erziehung und die täglichen Fragen des Lebens – schließlich machen wir alle Ähnliches durch und manchmal tut es gut zu lesen, dass es anderen genauso geht. Am besten geht das, wenn man dabei ein bisschen lachen (und manchmal auch weinen) kann.
Meine besten Artikel zu diesem Thema findet ihr in meinem kostenlosen e-book “Bekenntnisse einer Cola-Mutter” – Einfach downloaden und mit anderen Familien teilen.
Jetzt aber genug der Eigenwerbung. Hier geht es zum Artikel über Ferien via homelink und unsere Erfahrungen damit. Ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere Leser wieder seinen Weg zu mir findet. Um das einfacher zu machen: Hier könnt ihr Mitglied meiner facebook-Gruppe werden. Da gibt es dann die neuen Posts frei Haus, sobald sie erscheinen.
In diesem Sinne einen sonnigen Tag
Eure Svenja
P.S.: Vielen Dank an Andreas Schubert für den tollen Artikel. Ich habe mich wirklich darüber gefreut, dass gerade ich was zu dem Thema sagen durfte…und für unsere Kinder war es heute Morgen auf dem Weg zu Schule und Kindergarten ein echtes Highlight, als ich beim Bäcker die Süddeutsche gekauft habe und mit der Überraschung aufwarten konnte, dass wir alle heute in der Zeitung sind!
Kinderkunsthaus - Wo basteln Spaß macht
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Wir waren endlich das erste (und bestimmt nicht das letzte Mal) im Kinderkunsthaus. Wenn ihr in München lebt, klickt euch oben durch die Bilderstrecke - aber es lohnt sich auch, wenn ihr einfach nur bastelbegeistert oder verrückt nach neuen Anregungen und Inspirationen seid. Wer mehr Infos braucht, schaut einfach auf www.kinderkunsthaus.de nach und freut sich mit Sicherheit sofort auf einen tollen Ausflug.
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Egal ob ihr gerne malt, Trickfilme dreht, am Computer oder mit der Hand zeichnet und gleichzeitig immer wieder neue Materialien ausprobieren wollt: hier seid ihr richtig.
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Erstmal zeige ich euch die Räumlichkeiten. Im großen Werkraum gibt es vier Tische mit unterschiedlichen Stationen. Das Ganze ist total durchdacht. Nicht nur, dass immer Anleitungen und Anregungen plus das gesamte Material bereitstehen. Es gibt auch superfreundliche Damen, die weiterhelfen und rumräumen und die einfach einen guten Draht zu den Kindern haben und eine herzliche und fröhliche Stimmung verbreiten.
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Auch an so praktische Dinge wie Waschbecken, Papiertücher, Schürzen in allen Größen und eine Trinkstation ist gedacht. Essen bitte selbst mitbringen, wenn ihr länger bleiben möchtet.
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An jeder Station gibt es ein Motto - man darf mit den vorhandenen Materialien aber durchaus auch eigene Ideen umsetzen.
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Hier wurde "gedruckt". Dazu einfach ein wenig Farbe mit der Rolle auf der Glasplatte verteilen, ein Blatt darauflegen und mit dem Bleistift etwas darauf malen. Dann das Blatt abziehen, zum Trocknen aufhängen - fertig ist das Kunstwerk.
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Das war mein Bild - nur damit ihr mal seht, was man mit so einer simplen Technik für tolle Ergebnisse erzielen kann. Ich war jedenfalls überrascht.
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An einer anderen Station konnte man mit Tusche Tiere malen.
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Wir haben erst Fische gemalt, denen Ludwig dann Namen gegeben hat. Danach haben wir das Ganze etwas abgewandelt und die Tiere noch bunt gemalt und Pop-up-Karten daraus gebastelt.
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Das war unser Tiger vor dem Bemalen.
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Das tolle Team hat uns dann direkt diese Stifte angereicht. Egal ob man Wolle, Federn oder ein paar Augen braucht - wenn man höflich fragt, wird einem immer weitergeholfen. Das Kinderkunsthaus ist allerdings kein Selbstbedienungsladen. Ein paar Mütter wollten sich etwas zu freizügig selbst bedienen - so ist das glaube ich nicht gedacht. Aber auch das wussten die wunderbaren Basteldamen souverän und freundlich in die richtigen Wege umzuleiten.
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Unser Tiger Pop-up.
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Das hier war Lissys selbstgestaltete Vorderseite ihrer Bärenkarte.
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Und der freche Bär im Inneren.
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Mein Mann hat mit den Kindern am PC gemalt.
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Hier nochmal aus einer anderen Sicht. Die Idee mit den Lampen fand ich übrigens super. Überhaupt hat das Kinderkunsthaus tolle Sponsoren für die Ausstattung gewinnen können. Viele Möbel sind von Vitra - sieht wirklich klasse aus.
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Im Hintergrund seht ihr einen Teil der Blue Box.
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Hinter uns ist eine blaue Wand, vor uns die Videokamera. Es lief Madagascar - und schwups waren wir mitten drin im Film.
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Eine gemütliche Leseecke zum Ausruhen zwischen den Bastelgängen oder zur Inspiration gab es auch.
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Hier machen die Kinder ihren ersten eigenen Stopp-Trick-Film. Erst aus Knetgummi oder aus Pfeifenputzern Tiere oder Gestalten formen, dann das Bild mit einem Hintergrund und Requisiten einrichten und los geht es. Meine 8-jährige Tochter konnte es schon komplett alleine, so einfach wird es einem hier gemacht. Ein Riesenkompliment für die Ideen und beste Grüße an das warmherzige und innovative Team.
Kinder Kinder
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- Ausflüge, Inspiration, Kinder, Zwischenmenschlich

Ich schreibe diesen Post, weil ich so entsetzt bin, dass ich nicht schlafen kann. Letzten Freitag war ich Rodeln und wäre ich nicht so, wie ich bin, wäre es ein ausnahmslos fantastischer Tag gewesen. Super Schnee, liebe Freunde, Toprodelstrecke und eine Riesengaudi. Gegen Ende sind wir noch in ein bayerisches Wirtshaus eingekehrt. Also der total gelungene, sorglose Feiertagsausflug. Nur dass gleich beim ersten Rodelstopp auch ein Paar seine Schlitten in der Kurve anhielt, mit einem nach Leibeskräften schreienden, völlig aufgelösten kleinen Mädchen, das vielleicht fünfzehn Monate alt war. Das Mädchen saß in einem Fußsack auf dem Schlitten ihrer Mutter und schrie wirklich, was das Zeug hielt.
Meine Meinung dazu:
a) Kinder haben in so einem Alter nichts auf einer Rodelbahn zu suchen, wo die Abfahrt locker zwanzig Minuten dauert und wo wirklich rasant gefahren wird.
b) Wenn ein Kind sich trotzdem in so einer Situation befindet und deshalb bitterlich weint, muss es sofort in den Arm genommen werden.
Anstatt dessen wurde dem Kind ein Schnuller reingesteckt und die Eltern zündeten sich vor lauter Stress erstmal mitten auf der Rodelbahn eine Zigarette an WÄHREND DAS MÄDCHEN IM SCHLITTEN VOR SICH HIN WIMMERTE.
Natürlich war die Mutter zu dick geschminkt. Überhaupt zu dick. Und offensichtlich selbst emotional verstört. Soll heißen: Man konnte an allem, was sie war, sehen, dass sie sich nicht wohl mit sich selbst fühlte. Wie sollte sie da ihrem Kind gerecht werden? Und NEIN, ich habe nichts gegen dicke Frauen, nur gegen dicke (und dünne) Frauen, die ihre Kinder schlecht behandeln. Aber natürlich haben auch die Eltern dieser Mutter schon ähnliche Fehler gemacht, wie könnte sie sonst so neben der Spur sein mit ihrem Verhalten?
Das kleine Mädchen wächst also bei Eltern auf, die kein Gefühl für die Dinge haben. Diese Eltern sehe ich am Ende der Rodelbahn wieder, wie sie ihr wimmerndes Kind ohne Handschuhe im Schnee kriechen lassen, weil sie zu beschäftigt damit sind, noch eine zu rauchen. (Da hätte ich gerne was gesagt, aber ich saß im Lift und konnte das Trauerspiel nur von oben betrachten).
Bei der zweiten Abfahrt sehe ich die Frau wieder, diesmal wie sie alleine mit ihrem Schlitten unten im Tal ankommt. Wo ist das Kind und wie um Gottes Willen kann eine Mutter noch eine Abfahrt machen, wenn ihr Kind in so einem Zustand ist?? Durchgefroren, übermüdet, verschreckt? Ich bete, dass ihr Mann (dünn, pseudohipp, mit einer teuren Markenmütze – aber wenigstens hatte er einen Schnuller für die Kleine dabei und hatte zwei tröstende Worte für sie übrig) irgendwo mit dem Mädchen eingekehrt ist und sie in einem warmen Kinderwagen zur Ruhe kommen durfte.
Es sind nur Momentaufnahmen, die wir von Anderen mitbekommen. Es steht uns nicht zu, zu urteilen. Aber wenn es nur eine Sache gäbe, die ich in Deutschland ändern könnte, es wäre diese: Ich würde einen Elternführerschein einführen, den man jedes Jahr aktiv verlängern müsste. Mit Schulungen voller Ansprechpartner, die bei Erziehungsfragen helfen. MIt Familienwochenenden, wo es um gemeinsame Erlebnisse und das Schaffen und Erhalten von Aufmerksamkeit und Wellenlänge geht. Wo Familiensport getrieben wird, denn SOWAS schweißt zusammen. Und wieder einmal frage ich mich: Warum haben wir in diesem Land keine Gesetze, die wirklich dafür sorgen, dass die nächste Generation gesund aufwächst?
Ich habe selbst zwei Kinder. Jeden Tag merke ich, wieviel Kraft es erfordert, ihnen dabei zu helfen, zu Menschen zu werden, die unsere Gesellschaft nach vorne zu bringen. Aber ich finde, ich schlage mich mit all meinen Macken und Unzulänglichkeiten gar nicht mal so schlecht. Und dann schießt mir ein Gedanke durch den Kopf: Denkt diese Mutter das vielleicht auch? Und wenn ja, was heißt das dann für unser Land und was müssen wir ändern?
Deutschland, ich liebe Dich – aber in letzter Zeit habe ich das Gefühl, Du bist wirklich arm dran. In den Medien berichtest Du jeden Tag über Politiker ohne Anstand, Werte und Rückgrat, deren Karrieren von Chefredakteuren abhängen, die keinen Anstand, keine Werte und kein Rückgrat haben. Aber woher kommen denn Anstand, Werte und Rückgrat??? VON DER ERZIEHUNG. Anstatt also über schlecht erzogene Männer zu berichten, solltest Du mal anfangen, Dich um Deine MÜTTER zu kümmern. Denn DIE haben mit ihrer Erziehung in der Hand, was aus DIR in zehn bis zwanzig Jahren wird.
Herr Wulff und Herr Diekmann sind dann übrigens beide schon in Rente. Genauso wie Dein Gewissen.
Svenja
Die Träume einer Familie
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- Ausflüge, Malen, Weihnachten

Ihr wisst ja, dass ich gerade an einem Buch schreiben. Dazu brauche ich viel Zeit – am besten ohne Kinder, die die ganze Zeit etwas von mir wollen. Also habe ich mir ein Event überlegt: Die Weihnachtswand. Immer wenn wir irgendwo sind, wo es besonders weihnachtlich ist, ermutige ich meine Kinder, sich genau einzuprägen, was sie sehen. Zuhause wird dann ein Bild davon gemalt. Schneemänner (ja, haben wir hier in Bayern schon gesehen), Weihnachtsmarktbuden, Glühwein oder Tannenbäume, Schlittschuhverleih oder schliitschufahrende Kinder.
Nachdem wir letztes Wochenende ein echtes Großstadtabenteuer erlebt haben und 40 Minuten nach Unterweikertshofen zum Weihnachtsbaumschlagen vor Schlosskulisse gefahren sind, hatten wir zwar ohne Ende neue Motive im Kopf, aber die meisten ließen sich nicht so gut malen. Denn ehrlich gesagt haben wir im Matsch geparkt und im Matsch den Baum geschlagen. Zwischendrin standen wir wie bei einem Viehtransport (das war tatsächlich sehr lustig und die Kinder hatten MORDSSPASS) auf einem Anhänger, der von einem Traktor in den Wald gezogen wurde. Insgesamt durchaus zu empfehlen.
Ich hatte nur leider gleich zu Beginn des Ausflugs ein bisschen den Humor verloren, als wir in Unterweikertshofen geparkt haben und plötzlich das Autoradio weder leiser gestellt noch ausgeschaltet werden konnte. Aber wie das so ist auf dem Land – einer der Parkplatzwächter war Mercedesmechaniker und hat mal kurz die Radiosicherung raus- und wieder reingedreht. Darüber war ich echt froh, denn nichts brauche ich weniger, als von oben bis unten voller Matsch am Sonntag in eine Mercedeswerkstatt geschleppt zu werden, damit die Batterie ausgetauscht werden kann. Da bin ich ja eine echte Frau – ich HASSE alles was mit dem Auto zu tun hat. Das braucht doch kein Mensch.
Was ich aber eigentlich sagen wollte: Unsere Weihnachtswand erfreut sich täglich neuer Motive und da meine Kinder das ganze Jahr von Weihnachten träumen und ich schon mein Leben lang einen Oscar will, habe ich unsere Familienträume praktischerweise über Eck platziert, damit ich die wichtigen Dinge des Lebens immer im Blick habe.
So – und jetzt wünsche ich euch einfach mal einen Tag, an dem ihr Zeit für ein paar Weihnachtslieder und einen warmen Tee bei Adventskranzlicht habt. Wir versuchen derweil unseren Husten und unsere Kopfschmerzen wieder loszuwerden – schließlich wartet mein Buch auf weitere Seiten.
In diesem Sinne
Eure Svenja
Inside RTL
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- Ausflüge, Hinter den Kulissen
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Meine Lieben, schnell mal ein kleiner Fotobericht meiner letzten zwei Tage. Ich war bei RTL und dachte: da knipse ich mal was für euch. Eigentlich ist so ein Fernsehsender von innen nämlich eine ziemlich interessante Angelegenheit. Also - bitte einmal oben durch die Bilderstrecke klicken.
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Wir waren bei der RTL Journalistenschule, weil mein Mann Uwe dort die Storytelling Masterclass unterrichtet.
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Und das ist er, der Uwe. Mann, hab ich den gern. Ich fand ja schon wieder ALLES topspannend, was er erzählt hat.
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Das ist ein Blick in den Innenhof des Hauptgebäudes - allerdings nur ein ganz kleiner Ausschnitt. Wie ihr sehen könnt ist der Weihnachtsbaum bei RTL dieses Jahr blau. Könnte zum Trend werden!
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Das hier ist quasi die Kommandozentrale. Hier treffen Beiträge aus aller Welt ein und werden weiterverschickt (an dem Tag, als ich das Foto gemacht habe, übrigens von einer Frau. Ich sage ja immer, dass wir alles können.)
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So sieht Weltfernsehen aus :-)
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Und ab in die Regie.
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Hier seht ihr jetzt nur die vorderste Reihe. Da wo die vielen Schalter sind, sitzt der Regisseur. Daneben die Grafik. Und dann gibt es noch Bildingenieure und CVDs und ganz viele andere Menschen.
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Bei Live-Sendungen wie den Magazinen wird dann im Studio live moderiert und die Beiträge kommen vom Band.
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Apropos Studio...
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Das größte Green-Screen Studio Europas steht nämlich bei RTL. Es ist ein "Raum im Raum" - rechts seht ihr die "echte" Hallenwand, links den in die Halle gebauten Raum.
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An den Wänden ist alles verkabelt - da fragt man sich noch warum - aber die Frage erübrigt sich bald...
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denn SO sieht das Studio von innen aus. Grüner Hintergrund, auf den die Grafiken virtuell "gestanzt" werden. Nur die Möbel sind echt. Hier werden Magazine wie "exklusiv" oder "Punkt 12" aufgenommen - und noch viel viel mehr. Das hier ist die linke Seite des Studios.
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Mitte vom Studio mit "Schwenkkran"...
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und die rechte Seite. Das Studio ist so groß, dass es unmöglich auf ein Bild geht.
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Und wieder eine Kommandozentrale...
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und noch einmal die ganze Halle. Wahnsinn, wie viel Licht da an der Decke hängt, oder?
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Hier der Beweis: Bildzeitung und das SZ Magazin können eine friedliche Koexistenz führen - auch bei RTL. Ich hoffe ihr hattet Spaß bei meiner kleinen Senderführung!
Die Bavaria-Filmstadt-To(RT)ur
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- Ausflüge, etwas ändern
Ihr kennt mich (gut). Es ist eigentlich nicht meine Art, öffentlich etwas in die Pfanne zu hauen – außer vielleicht mich selbst. ABER, wenn etwas 77 € kostet und mir überhaupt nicht gefällt, halte ich es fast für meine Pflicht, meine LeserInnen informell zu warnen.
Ich war heute mit den Kindern und meinem Mann in der Bavaria Filmstadt. Wir sind ja nicht nur berufsbedingt begeisterte Kinogänger und Filmeschauer. Ich war vor knapp 25 Jahren schon mal auf einer Tour durch die Bavaria und fand es TOLL. Damals war „Die unendliche Geschichte“ noch sehr aktuell und auf Fuchur vor einem Blue Screen zu fliegen war der Kracher. Auch durch das Boot von „Das Boot“ zu krabbeln war aufregend.
Mittlerweile sind aber eben ein paar Jahre vergangen – und ehrlich gesagt, hat sich nicht wirklich viel getan. Na klar, es gibt das Wicki-Dorf aus Flake (und das Schiff, das ist schon toll) – aber ehrlich gesagt steht man ständig VOR Filmkulissen (die früher mal woanders standen und jetzt hier wieder aufgebaut wurden – Chance auf Filmluft schnuppern gleich NULL) und dann wird ein Film abgespielt. Klar, zwei Besucher dürfen eine kurze „Sturm der Liebe“ Szene spielen und vier Kleinkinder auf Fuchur reiten und JA, wir sind auch wieder durchs Boot gekrochen. Aber das war es dann eben auch mit der Beteiligung.
Wäre ja nicht so schlimm gewesen, aber unser Führer (der sich nicht namentlich vorgestellt hat) war ein launischer Bengel, der seinen Text runterleierte und dabei meist in eine andere Richtung schaute (und dessen Stimme sich damit im Nirwana verlor und bestimmt nicht in den Ohren meiner Kinder landete). Dazu fand er sich selbst viel besser als seine Kunden oder die Infos, die er rüberbringen sollte – oder das Studio (Corporate Identification quasi nicht vorhanden). Dramaturgisch waren seine Texte eine glatte Sechs, die Stories die er erzählt hat entweder altbacken oder wenn doch mal spannend, dann an den entscheidenden Stellen vernuschelt.
Weder wir noch die Kinder wurden auf Augenhöhe abgeholt. Am Anfang mussten wir außerdem 45 Minuten warten – obwohl im Internet stand: Führung zu jeder vollen Stunde. Dass die erste Führung eben erst um halb 11 stattfindet (und tatsächlich dann erst um viertel vor), wäre ja mal eine sinnvolle Info für die Internetseite gewesen. Aber die Wartezeit im kalten Wind hat uns dafür schon mal ganz gut eingestimmt auf das, was dann folgte: Eiskalte Hallen mit eiskaltem Steinboden. Der Tipp: SEHR warm anziehen, wäre vorbereitend auch hilfreich gewesen (und ja, ich trug schon meine Skijacke…).
Tja, und was hätte ich jetzt gelernt, wenn ich NICHTS über das Filmemachen wüsste?
Dass a) Technik geliehen wird und in Hallen vor Ort bevorratet ist, dass b) Kulissen kein Dach haben, um ausgeleuchtet werden zu können und keine vierte Wand, weil da das Filmteam steht. Dass c) die Bavaria leider nicht viel Wert auf Innovation legt (jeder von euch hat wahrscheinlich einen besseren Flatscreen Zuhause als die Dinger, die die da an der Wand haben und auf denen dann Filmchen in schlechter Qualität laufen). Dass die Bavaria aber d) sehr viel Wert auf Michael Bully Herbig legt.
Nicht nur ist gefühlt jede zweite Kulisse aus seinen Filmen, sondern auch das Bullyversum spricht für sich. Es ist zwar definitiv das einzige Gebäude mit coolem Design, einer guten Dramaturgie und irgendwie auch herrlich gemacht. Aber ein bisschen scheint es, als habe man eben einfach dem Star, der in den letzten Jahren die Bavaria am Leben erhält, ein Denkmal setzen wollen. Und das ist auch gelungen.
Aber ich würde mir wünschen, dass Bully Herbig mal mit seinem Sohn und ein paar seiner Freunde durch das Bullyversum geht und die dürfen dann mal versuchen alleine mit diesen Scannerarmbändern aufs Gelände zu kommen, alle Attraktionen zu spielen und wieder rauszukommen. Meine Kinder beherrschen iPad und iPhone und sie kommen auch mit einer Magnetkarte ins Schwimmbad. Aber an den Bavariascannern sind sie gescheitert – mein Mann und ich übrigens auch. Bully – mach was, denn den Spaß, den man im Bullyversum haben könnte, hat man jetzt nur zur Hälfte. Und DAS ist Schade, denn so wie es aussieht, wirst Du der Einzige sein, wegen dem irgendjemand in den nächsten Jahren den Weg zur Filmstadttour antritt UND das Ganze auch genießt. Ich jedenfalls hatte Spaß an Deinem Kinderzimmer (siehe Foto oben) und den anderen Devotionalien. Und RESPEKT – die Anzahl Deiner Preise in den beiden Vitrinen ist wirklich nicht von schlechten Eltern.
Ein kurzer Vergleich: vor einigen Jahren habe ich mit meinem Mann in L.A. die Tour durch die Warner Brother Studios gemacht. Ich weiß HEUTE noch, dass unser Führer Mike hieß. Warum eigentlich? Weil Mike für das Filmbusiness brannte. Mike wusste alles, kannte alles und hat uns einen Blick HINTER die Kulissen gewährt. Wir standen also nicht vor Pappattrappen und haben Filme geschaut, sondern waren
a) im Kostümfundus
b) bei den Kulissenmalern
c) an einem aktuellen, echten Set (2 ½ Men, The Mentalist)
d) in einer großen Filmhalle
e) im Tonstudio
f) bei den Special Effect Jungs
g) zum Mittagessen in der Kantine der Produzenten (und nicht bei McDonalds…)
Ach ja, stimmt – darum geht es ja beim Filmemachen – ums FILMEMACHEN.
Hier also ein kleiner Tipp für die, die die Bavaria Filmstadttour vor 30 Jahren (oder wie lang ist das her?) erfunden haben. Zeigt euren Besuchern doch mal, was sie sehen wollen. Denn das sind nicht rotznasige Kameraassistenten, die auf unsere Kosten ihr Taschengeld aufbessern und uns dann auch noch alles verschweigen, was uns interessieren könnte.
Da ist noch viel Luft nach oben.
Alles Liebe
Eure Svenja











































