Danke, ich will nicht mit auf's Foto
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Ich könnte wetten, so ein Foto habt ihr auch. Euer erstes Kind ist noch kein Vierteljahr alt. Euer Bauch schwabbelt, die Oberarme sind dicker und die Augenringe tiefer als sonst. Meine einzige Freiheit in diesen Tagen – ein bisschen telefonieren, während ich Lissy die Flasche gebe. Ja, ich weiß, das ist eigentlich Bondingzeit – aber ich war so glücklich mich mal 2 Minuten wie ein normaler Mensch zu fühlen.
Auf diesem Bild bin ich 33 – und ich erinnere mich noch genau an den Moment, als das Bild geschossen wurde. “Bitte nicht”, habe ich gedacht. “Ich will nicht mit auf’s Foto.”
Hauptsächlich, weil ich ziemlich genau wusste, wie ich aussah. Aber viel schlimmer als die übernächtigten Augen oder der Speck am Bauch war das entfremdete Gefühl. Ich war noch nicht wieder in meinem Körper. Etwas, was ich nach den Geburten bei vielen Frauen beobachte.
Kaum wird eine Kamera gezückt, rufen die Mütter: “Ich bin so unfotogen” oder “Bitte jetzt nicht”. Dabei ist es uns im Rückblick, Jahre später ganz egal, wie wir aussahen. Wir sehen nur den Moment, das Glück und erinnern uns sofort wieder daran, was das für eine schöne Zeit war.
Nicht mit auf’s Foto zu wollen, zieht sich für Frauen meist weiter durch’s Leben. Erst ist es der Babyspeck, den wir nicht runterkriegen, dann die nächste Schwangerschaft, in der wir uns noch trampeliger fühlen. Danach geht’s nun gleich gar nicht mehr. Erst recht nicht im Badeanzug – der Lack ist ab. Und dann werden wir älter und die Kinder größer und irgendwie sehen wir bei jedem Foto nur noch Doppelkinn, Falten und Cellulite.
Wenn ihr mir nicht glaubt – macht mal die Probe aufs Exempel. Die meisten Frauen finden, dass sie auf Bildern unmöglich aussehen und mäkeln zuallererst an ihrem Aussehen herum. Und da will ich mich gar nicht ausschließen – an schlechten Tagen.
Aber an guten, so wie heute, da möchte ich euch mal etwas sagen. Von Frau zu Frau und weil ihr vielleicht jünger seid und kleinere Kinder als ich habt.
Mit auf’s Foto zu gehen ist eine super Idee. Der Moment, eine Erinnerung zu schaffen an genau diesen Augenblick, der kommt nie wieder. Und Erinnerungen wärmen uns Frauen das Herz uns machen uns rote Bäckchen – und wenn ich das richtig absehen kann: im Alter jede Menge Freude.
Also: ganz gleich, wie ihr ausseht oder euch fühlt – geht doch mal wieder mit auf’s Foto. Egal ob ihr einen Schlafanzug anhabt..
oder euer Ankleidezimmer aussieht wie Sau…
Wenn ihr immer mit aufs Foto geht, entstehen irgendwann nämlich auch wieder solche Bilder:
Und auch wenn ich euch das Bild von mir im Still-BH mit Jogginghose und schlafendem Kind über der Schulter jetzt erspart habe – das Einzige was zählt sind die Gefühle, die wir mit Fotos bewahren können. Und die will ich wirklich nie wieder vergessen.
Eure glückliche Svenja
Mein Baby schreit - was will es?
Einen schönen Sonntag euch allen!
Dieses Video will ich schon ewig posten, weil es mich völlig umgehauen hat. Es führt dazu, dass wir unsere Babies besser verstehen (und auch ich mit meinen “großen” Kindern dachte: Ja, an diese Geräusche erinnere ich mich gut!). Es ist auf Englisch, hat aber eine universelle Sprache: die Babysprache.
Priscilla hat früh entdeckt, dass sie so eine Art fotografisches Gedächtnis für Ton hat. Aufgefallen ist das das erste Mal, als ihre Mutter ein Stück auf dem Piano gespielt hat – und Priscilla (damals 4 oder 5) es nach nur einmaligem Hören fehlerfrei nachspielen konnte.
Aber nicht genug. Priscilla hört aufgrund dieser Gabe Dinge, die normalen Menschen verborgen bleiben. Sie nimmt die Stimmfarbe, die Rythmik, die Vibration wahr. Für sie liegt unterhalb der Sprache quasi noch eine andere Sprache, die immer mitläuft.
Genau diese Fähigkeiten führten dazu, dass Priscilla die Babysprache entdeckte. Denn Babies machen immer die gleichen fünf Geräusche, wenn sie
1.) Hunger haben
2.) müde sind
3.) sich unwohl fühlen (es ist ihnen zu heiß oder zu kalt, sie liegen in einer für sie unangenehmen Position, sie müssen gewickelt werden)
4.) verdauen müssen (gerade bei Babies ist das ja eine wahnsinnig anstrengende Aufgabe – das Geräusch wird gerne begleitet von hochgezogenen Beinen und einem knallroten Kopf)
5.) aufstoßen müssen.
Wenn diese Geräusche bzw. das Bedürfnis, das sie ausdrücken, niemand wahrnimmt, steigert sich das Schreien und wird hysterisch. Auch wenn sich das erstmal etwas abenteuerlich anhört, ich war sofort offen für diesen Ansatz. Wie oft war ich schon durch einen Supermarkt gegangen oder durch die Fußgängerzone und hatte gedacht: Das Kind hat Hunger, warum gibt die Mutter ihm denn nichts? Die Kleine ist müde, leg sie doch einfach hin. Oder: Das Kind will doch nur auf den Arm – warum hört das denn keiner? Und wenn niemand auf die Bedürfnisse einging, steigerte sich das Schreien immer weiter.
Im Video unterscheidet Priscilla diese fünf spezifischen Geräusche ab Minute 3:54 – und zeigt durch Aufnahmen unterschiedlicher Babies, wie diese klingen können. Ab Minute 10:56 demonstriert sie dann (spannend!) in einem Raum mit einer Gruppe von Müttern und 8 Babies, was passiert, wenn man auf die geäußerten Bedürfnisse eingeht. Und ich sage euch: Das ist ziemlich unglaublich.
Alles Liebe
Eure Svenja
P.S.: Gerade von meinem Leser Uwe in den Kommentaren hinzugefügt. Hier geht es zur Website von Priscilla, die jetzt auch eine App zu dem Thema entwickelt hat. Danke Uwe!
P.P.S.: Noch eine Bitte: Wenn ihr eine Freundin mit einem Baby habt – schickt ihr einen Link zu diesem Post. Ich hätte mich jedenfalls wahnsinnig gefreut, dieses Video zu kennen, als ich noch kleine Babies hatte!
Warum kleine Kinder nicht in eine Kita, sondern zu ihren Müttern gehören
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- Baby, Erziehung, Inspiration, Kinder, Zwischenmenschlich
Ich habe keine große Ahnung von Politik. Haltet das für flach, aber irgendwie ist den ersten Teil der Zeitung lesen für mich wie Friends schauen. Ich habe den Einstieg verpasst und deshalb verstehe ich Nichts. Zu viele Insiderjokes und keinerlei emotionale Bindung an die Charaktere. Doch wenn Politik ist, wie eine Fernsehserie, bei der man zu spät einsteigt, fragt man sich natürlich, ob das überhaupt noch jemand alles wirklich versteht. Katze aus dem Sack: Ich nicht. Das tut gut, kann ich euch sagen.
Nun ist es ja so, dass man nicht einfach in einer Gesellschaft leben kann, ohne sich für Politik zu interessieren. Denn manche Dinge, die „die da oben“ entscheiden, betreffen einen ja durchaus. Also habe ich mir so eine Art Politikpragmatismus zugelegt: was ich brauche, lasse ich mir von meinem Mann erklären. So auch die Sache mit den Kitas. Und wenn ich das richtig verstanden habe, sollen jetzt alle einen Anrecht auf einen Kitaplatz bekommen.
Das ist ja eine ganz tolle Idee, besonders für die Frauen, die unbedingt einen brauchen, weil sie einen ganz genauen Plan für ihr Leben haben. Erst neulich stand wieder eine vor mir, mit ihrem wunderschönen dicken Bauch und strahlte als sie mir sagte: „Nach einem halben Jahr gehe ich wieder arbeiten und ich habe auch schon einen Kita-Platz.“
Ähem. Moment Mal. Hast Du gerade „nach einem halben Jahr“ gesagt? Hat man da überhaupt schon abgestillt? Ach so, Du willst gar nicht stillen, damit das dann mit der Entwöhnung nicht so schwierig wird, wenn das Kind in die Kita geht. Gut, dass soll jeder für sich entscheiden. Aber willst Du nicht erst einmal abwarten, was Du für ein Kind bekommst? Ob es viel schreit, schlecht schläft, viel spuckt? In sich ruht oder viel Beschäftigung und Ablenkung braucht? Lebendig oder eher kuschelig? Oder beides?
Was, wenn es immer wieder Bauchweh hat? Oder mit 6 Monaten gerade anfängt zu zahnen – und immer, wenn ein Zahn einschießt, eine Mittelohrentzündung mit Fieber bekommt? Was, wenn es gerade anfängt zu fremdeln? Oder einfach „nur“ anhänglich ist und sich bei Dir am wohlsten fühlt?
Solche Frage zu stellen ist unpopulär – und deshalb stellen wir sie meist nicht. Denken: Sie wird das hoffentlich alles selbst merken, wenn das Kind da ist. Aber das tun die meisten nicht. Denn die meisten machen, was sie gelernt haben. Sie organisieren ihr Leben, denn dazu sind wir erzogen. Soll ja schließlich ein Erfolg werden. Und wenn Heirat, Schwangerschaft und Geburt hinter uns liegen, geht es weiter im Programm. Und das, liebe Leser, finde ich falsch.
Kinder zu kriegen ist keine Phase, sondern eine Entscheidung für ein anderes Leben. Das sagt euch keiner, weil es nicht passt in das Bild einer Zeit, in der Frauen studieren und unsere Familienministerin blutjung ist und ihr Kind neben dem Schreibtisch steht. Sieht ja alles so einfach aus. Ist es aber nicht – und das kann ich euch sagen, auch wenn ich keine Ahnung von Politik habe. Mein Kind stand nämlich auch neben dem Schreibtisch. Aber da muss ich kurz ausholen.
Ich war beruflich immer selbständig. Als ich meinen Mann kennen lernte, war er das Gott sei Dank auch. Als ich schwanger wurde, zog er von Köln zu mir nach Paderborn. Und als wir dann umzogen nach München, weil er nur noch unterwegs war und unser zweites Kind sich ankündigte, da habe ich gesagt: „Nicht ohne meine Mutter!“ „Wieso denn das nicht?“ hat mein Mann gefragt. Heute weiß er es.
Jetzt könnt ihr denken „Ahhh, siehst Du, die hatte ihre Mutter dabei! Kein Wunder, dass die über Kitas lästert.“ Erstmal möchte ich euch sagen: eine Mutter mit Mitte 60 in eine andere Stadt zu verpflanzen, ist für alle ein Kompromiss. Die ersten 3 Jahre hat meine Mutter sogar bei uns gewohnt. Auch nicht einfach, wenn man frisch verheiratet ist und kleine Kinder hat. Aber meine Mutter ist toll und ich bin froh, dass sie immer da war und ist.
Denn das versetzte mich in die glückliche Lage, mein zweites Kind morgens nach dem Stillen mit ins Büro zu nehmen (100 m Luftlinie von Zuhause) und es schlafend im Maxi Cosi neben den Schreibtisch zu stellen, bis es für die zweite Mahlzeit aufwacht – und dann wurde wieder gestillt. Danach kam meine Mutter, ist mit meinen beiden Kindern spazierengefahren und wenn mein Sohn wieder Hunger bekam, ging ich mittags nach Hause.
Ja, das ging alles nur, weil ich eine Mutter dabei hatte. Eine, die ihr Leben dafür geben würde, dass es ihren Enkeln gut geht. Die bei jedem Jammern das Kind hochnimmt und es rumträgt wenn es ein Bäuerchen machen muss. Hätte ich meine Mutter nicht gehabt, hätte ich nicht die 2 bis 3 Stunden jeden Tag arbeiten können und das war damals für unseren Betrieb wirklich wichtig. Hätte ich meine Mutter nicht gehabt, hätte ich mein Kind aber nie in eine Kita gegeben – dann wäre ich Zuhause geblieben und hätte die Arbeit in die Abendstunden jongliert – und wir alle wissen, wie anstrengend das dann ist.
Warum ich mein Kind nicht so früh in eine Kita gegeben hätte? Weil ich finde, dass ein Kind in den ersten Jahren in die Familie gehört. Mama, Papa, Oma, Opa – zu Menschen, die es bedingungslos lieben und nicht wie Einen unter Vielen behandeln. Einer unter Vielen – das wird man noch früh genug. Und das funktioniert meiner Meinung nach nur dann, wenn man in den ersten Jahren das Selbstverständnis, das Selbstbewusstsein, die Liebe und die Geborgenheit bekommen hat, die man braucht um DER eine unter Vielen zu werden. Es gibt natürlich auch ganz ganz tolle Kindermädchen oder Tagesmütter. Solche die wirklich wollen und können, mit wenig Kindern und viel Liebe und Aufmerksamkeit. (Ach Janka, wie wir Dich immer noch vermissen!) Der Betreuungsschlüssel von Kitas schnürt mir allerdings eher die Luft ab. Der Gedanke, dass Kinder, die noch nicht mal sprechen können, dahin gegeben werden, ohne dass sie sagen können, ob sie sich dort wohl fühlen, auch.
Ich habe keine große Ahnung von Politik, aber ich habe Ahnung von Menschen. Und wenn ich sehe, wie sich viele Kinder verhalten, die ihr Dasein von früh an in der Kita fristen mussten, dann weiß ich, dass das keine Perspektive für unsere Gesellschaft ist. Wenn das ein politisches Statement ist, ist mir das gerade Recht.
Und natürlich dürft ihr jetzt gerne sagen: Ich habe ganz andere Erfahrungen gemacht. Das glaube ich euch sogar. Sicher gibt es sie, die Ausnahmekitas. Aber sie sind eben, was sie sind: die Ausnahme. Was ich aber nicht mehr hören kann? “Mein Kita ist toll, denn da wird den Kindern so viel geboten – das könnte ich ja gar nicht.” Wieso denn nicht? Trifft man sich heute nicht mehr mit anderen Müttern, die gleichaltrige Kinder haben? Glaubt ihr im Ernst, dass die Erzieherinnen euer Kind so lieben, wie ihr? Liebt IHR denn andere Kinder wie euer eigenes?
Kinder zu kriegen ist die Entscheidung für ein anderes Leben. Ein Leben, in dem man nicht jederzeit alles haben kann. Vor allem nicht dann, wenn die Kinder noch wirklich klein sind. Ist es nicht endlich mal an der Zeit zu verstehen, dass Emanzipation nichts aber auch gar nichts damit zu tun hat, in allen Lebensphasen übermenschliche Leistungen an allen Fronten zu bringen und sich verhalten zu müssen wie ein Mann?
Sondern vielleicht einfach damit, zu zeigen, was man als Frau alles drauf hat? Unsere hohe emotionale Intelligenz und soziale Kompetenz da einzusetzen, wo sie am besten aufgehoben ist und unsere Familie und damit auch die Gesellschaft am Weitesten nach vorne bringt?
Wo das sein soll? Das kann ich euch sagen: Zuhause. Beim eigenen Kind.
Wie finde ich einen Mann?
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Die Frage, wo sich der Traumprinz versteckt, hat uns ja alle schon einmal beschäftigt. Ich hatte das Glück, meinem Mann zu begegnen, BEVOR es Online Dating gab. Dafür durfte ich bei einigen Freundinnen Händchen halten, als die dann nach einer 3-monatigen virtuellen Anbahnungsphase mit langen, emotionalen Mails und Telefonaten, die ganze Nächte dauerten, sitzen gelassen wurden. Und zwar genau nach dem ersten RICHTIGEN Treffen. Und natürlich nach dem ersten Sex, denn 3 Monate Vorspiel sind dann wohl für jeden lang genug.
Wie kann sowas sein? Dass da eben noch jemand ein Foto von sich schickt, auf dem er einen Zettel hochhält auf dem steht: “Ich liebe nur Dich” (wie süüüüüüß) und dann ist es plötzlich vorbei mit den großen Gefühlen. Jetzt sollte man ja meinen: Das kann der Typ doch einfacher haben. Ich meine, COME ON….Seitensprungportale, Foren, das ganze Internet ist voll davon. Und was ist aus der guten alten Anmache in der Disco geworden? Die Wahrheit ist: Es scheint sich ein ganz neuer Männertyp herauszukristallisieren. Männer, die Emotionen empfinden wollen, aber es nicht schaffen, sie dann auch täglich zu leben. Das unterstützt der technische Fortschritt mit einem ganzen Internet williger Frauen die auf youporn die tollsten Sachen machen. Ich habe nichts gegen Pornos, aber was gegen Männer, die so viele Pornos schauen, dass sie nachher meinen, dass eine echte Frau mit echten Gefühlen und einem echten Körper dann irgendwie doch nur ein ziemlich begrenztes Repertoire drauf hat. Im Vergleich zu WAS, bitte?
Männern fällt es heute insgesamt leichter ihre Beute aufzuspüren und zu erlegen. Danach wird sie aber auch schneller uninteressant, denn sonst droht Übersättigung (die Phase, in der die Realität in Form von unrasierten Beinen zuschlägt). Erinnert mich ein bisschen an den satten Löwen, der in der Sonne liegt und das Aas den anderen überlässt. ER ist ja schon satt.
Was sollen die Frauen jetzt tun? Gestern war ich auf einer Geburtstagsfeier eingeladen. Die Location – ein richtig netter Italiener in Gründwald. 5 leckere Gänge. Die Gäste zwischen 35 und 50. Allesamt gut situiert, die meisten verheiratet. Nur zwei Frauen waren anders. Die beiden Bedienungen. Hübsch, aber too much von allem. Der Teint zu braun, das Blond zu hell und der Lidstrich zu dick.
“Ja,” hat die eine auf mein Nachfragen geantwortet. “Wir sind noch nicht verheiratet.” Und die andere ergänzte: “Es ist einfach superschwer jemanden zu finden, der sich festlegen will.” 30 und 36 seien sie jetzt und sie wüssten auch nicht, wie das weitergehen solle.
Wenn ihr mich fragt: Es war schon immer schwer, den Mann fürs Leben zu finden. Da muss so viel passen. Und noch viel wichtiger: Man muss auch offen dafür sein zu erkennen, dass sich mit genau DIESEM Mann etwas Tolles entwickeln könnte (und mit all den anderen eben nicht).
Im Zeitalter von facebook tauchen noch ganz andere Probleme auf. Das pure Vorhandensein eines “It’s complicated”-Buttons sagt ja eigentlich alles. Ich meine: bei wie vielen muss es kompliziert sein, wenn das eine Standardeinstellung ist und jetzt schon Hollywoodfilme so genannt werden? Heute kann man nicht nur per Post-It, sondern auch mit dem Ändern seines Beziehungsstatus Schluss machen. So ist das. (Ganz ätzend: Wenn man diejenige ist, die dann bei der Freundin anrufen muss, um ihr mitzuteilen, dass ER den Beziehungsstatus geändert hat, was SIE ja nicht mehr sieht, weil SIE ihn ja auf unsichtbar gestellt hat, damit seine Kommentare IHR nicht mehr weh tun.)
Ganz ehrlich: Ich kenne einige tolle Frauen zwischen 35 und 40. Mit eigenem Verdienst und beiden Beinen fest auf dem Boden. Ohne Mann. Nein, bei denen stimmt dann ja NICHT sicher irgendwas nicht. Eigentlich sind die sogar ziemlich toll. Nur dass sie immer wieder Männer treffen (und Lebenszeit mit ihnen verschwenden), die sich dann am Ende doch nicht wirklich für Zukunftspläne entscheiden können. Eben weil ja noch irgendwas Besseres kommen könnte oder weil doch bald der Sommer kommt und es einfach cooler ist, mit den Jungs am See zu grillen und Beach-Volleyball zu spielen OHNE dass da jemand auf einen wartet (oder man am Ende noch seine Freundin mitnehmen muss.)
Liebe Männer, ich weiß nicht, ob euch das klar ist: Aber Löwen, die sich immer wieder an Frischfleisch satt essen, schlafen im Schnitt 23 Stunden am Tag. Weil die Jagd jedes Mal so anstrengend ist, dass sie danach zu nichts mehr in der Lage sind. So wird das natürlich relativ schwierig mit der Weitergabe der Gene (und auch damit, dass wir euch auf Dauer ernst nehmen.)
Nur damit ihr auf dem Laufenden bleibt: Frauen zwischen 30 und 40 finden Männer sexy, die sich das Babyphone an den Hosenbund klemmen, um nicht zu verpassen, wenn das Baby aufwacht. Mit solchen Männern wollen wir Familien gründen. Wir wollen die ganz großen Gefühle. Manchmal wollen wir deshalb heiraten. Wichtiger ist uns aber das Commitment. Die Sicherheit, dass egal was kommt, ihr immer hinter uns steht, unsere Mutter ertragt und Taschentücher dabei habt. Wir wollen ein richtiges echtes Leben mit euch. Wir wollen Windpocken, Sex vor, während und nach Schwangerschaften, Familienurlaube im Bayerischen Wald, Großeinkäufe am Samstag vormittag, Kindergeburtstage im Wellenbad und ein Auto mit viel Fußraum für die Kinder. Das wollten viele von uns auch schon mit 20 – nur DA darf man das noch laut sagen. Heute nicht mehr. Und wenn man sich doch traut, ist man nicht nur eigentlich zu alt, um noch alleine zu sein. Sondern auch noch schwer vermittelbar.
Eure Svenja
Ungebetene Erziehungsratschläge
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- Baby, Kinder, Zwischenmenschlich
Kaum wird man Mutter, bekommt man Ratschläge. Von allen. Überall. Wenn man bedenkt, wie wenig in Deutschland für flächendeckende Kinderbetreuung getan wird, mag man kaum glauben, wie gerne wildfremde Menschen unsere Kinder erziehen (und uns Tips geben, wie wir sie besser erziehen können). Omis auf der Straße (in der U-Bahn, beim Bäcker), Supermarktkassiererinnen, Menschen, die in Fußgängerzonen an einem vorbeilaufen. Bei Media Markt genauso wie in der Eisdiele. Was manchmal noch schlimmer ist: Tips von Großmüttern, Schwiegermüttern und der gesamten weiblichen Verwandschaft. Am allerschlimmsten: Subtile Fragen, die einen genau spüren lassen, dass jemand es GANZ GANZ SELTSAM findet, wie wir mit unserem Kind umgehen.
Hier meine Top Ten der Fragen, die mich im Laufe meines Mutterdaseins auf die Palme gebracht haben.
1.) Hast Du schon JETZT abgestillt? Zusatz: Du weißt schon, dass das Allergierisiko sich um 50% senkt, wenn Du ein halbes Jahr stillst. (Zu diesem Zeitpunkt hatte ich drei schmerzhafte Milchstaus und Brustentzündungen innerhalb von 3 Wochen hinter mir.)
2.) Hat sie immer noch Schnupfen? Zusatz: Sie hat ja auch schon wieder keine Socken an. (Sagt meine Mutter mir jedesmal, wenn sie die Kinder ohne Socken sieht.)
3.) DAS soll er anziehen? Zusatz: Das ist doch viel zu warm, kalt, bunt, alt, neu. (Ja, genau.)
4.) Wie oft legst Du ihn eigentlich am Tag an? Zusatz: Wenn Du den Kleinen immer stillst, wenn er sich meldet, bekommst Du da nie einen Rhytmus rein. (Kein guter Satz, wenn man bedenkt, dass ich seit 6 Monaten nur 3 Stunden nachts schlafe.)
5.) Ist es eigentlich wahr, dass Fernsehen die Gehirnentwicklung schädig? Zusatz: Ihr habt doch so schöne Gesellschaftsspiele. (Blöd nur, dass ich Rabenmutter mal wieder keine Lust habe, sie zu spielen.)
6.) Wusstest Du, dass Schreien die Lunge stärkt? Zusatz: Du musst sie nicht immer gleich hochnehmen, wenn sie sich mal meldet. (…und ich junges Ding dachte, die 50er Jahre und die damit einhergehenden Erziehungsweisheiten wären lange passé.)
7.) Kann sie etwa immer noch nicht Fahrrad fahren? Zusatz: Das konntet ihr in dem Alter schon längst. (Nein kann sie nicht, den ich habe keine Lust den ganzen Tag neben ihr herzurennen und ihr Vater ist seit gefühlten MONATEN auf Geschäftsreise.)
8.) Willst Du wirklich ein Teelicht für die Martinslaterne nehmen? Zusatz: Er ist doch noch viel zu klein, um die Laterne gerade zu halten. (Aber er ist nicht zu klein, den ganzen Tag die Nimm2 Bonbons zu lutschen, die Du ihm mitgebracht hast.)
9.) Du hast immer Hunger, gell Bub? Zusatz: Das hört man doch am Schreien. Das ist Hunger, nicht Müdigkeit. (ARRRRRGGGGGHHHHHHH! Heuwägelchen, Heuwägelchen, eins, zwei, drei…)
10.) Du willst JETZT schon wieder arbeiten gehen? Zusatz: Ich war ja die ersten drei Jahre für meine Kinder zuhause. (Interessanterweise lautet die Frage manchmal auch: Wann willst Du eigentlich wieder arbeiten gehen? Zusatz: Du verpasst sonst noch den Anschluss.)
Hier meine Tricks, die ich mir über die Jahre angeeignet habe, um mich NICHT aufzuregen und aus solchen Situationen schadlos hervorzugehen.
1.) Ich sage “Interessant…”, schweife mit meinem Blick vage in die Ferne und verlasse den Raum, um irgendwas anderes zu tun.
2.) Bei Dingen, die mir nicht wichtig sind, lenke ich ein. “Ja, Du hast Recht, wir sollten ihn noch mit Sonnenmilch einschmieren (auch wenn wir nur 12 Grad haben)”. Ganz ehrlich – Sonnenmilch auftragen hat noch niemandem geschadet und wenn ich damit eine größere Debatte umgehen kann – gern!
3.) Ich zitiere eine Autorität: “Die Schwimmlehrerin hat gesagt, das ist ganz normal – mit 5 hat man einfach noch nicht so viel Muskelkraft.” oder “Der Kinderarzt hat gesagt, dass man das heute nicht mehr so macht.” oder “Die Hebamme hat mir den Tip gegeben.”
Und dann habe ich noch die eine unschlagbare Standardantwort: “Bei meiner Großen habe ich das genauso gemacht und es hat eigentlich ganz gut funktioniert. Aber es hat ja jeder so seine eigenen Methoden.”
Was war die Frage, die euch am meisten aufgeregt hat?
Eure Svenja
P.S.: Das Bild zeigt meine Tochter mit 2 1/2 Jahren. Sie schaut auf dem Laptop “Madagascar”, während mein Sohn seinen Mittagsschlaf hält. “Ist so ein Film nicht zu aufregend für eine 2-jährige?” HAHAHAHAHA.
Kinderbetreuung in Deutschland
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“Am Weltfrauentag werden in München ziemlich viele Kindertagesstätten bestreikt.” Das alleine klingt ja schon wie ein Aprilscherz, ist aber keiner.
Nachdem sich neulich auf meiner facebook-Seite eine große Debatte zum Thema Kinderbetreuung (übrigens nicht nur in Deutschland) entwickelte, möchte ich den Weltfrauentag dazu nutzen, einmal aufzuschreiben, was aus meiner Sicht Kinderbetreuung ist, wie sie sein sollte.
a) Kinder bis 3 Jahre werden in der Hauptsache (also zum größten Teil des Tages) von Personen betreut, die aus der Familie stammen bzw. die sie gut und schon lange kennen.
b) Kinder, die noch nicht sprechen können, werden nur an Personen übergeben, die die Eltern gut und persönlich kennen.
c) Firmen, die Frauen beschäftigen, die Kinder unter 3 Jahre haben, sind verpflichtet, eine Kinderbetreuung auf die Beine zu stellen, die IM Unternehmen stattfindet. Die Mütter nehmen hier mit ihren Kindern zusammen auch das Mittagessen ein. (Und ja – das geht!)
d) Kinder brauchen (egal wie alt sie sind) mittags eine warme Mahlzeit.
e) Kinder brauchen viel Liebe, Kuscheleinheiten und Lob.
Warum ich das so aufschreibe? Weil ich jeden Tag Frauen erlebe, die wegen der Kinderbetreuung im totalen Stress sind. Mütter, die von der Polizei angehalten werden, weil sie zu schnell gefahren sind. Und die dann sagen: “Bitte machen sie schnell, ich muss mein eines Kind vom Flöten abholen und das andere ist alleine zuhause!” Mütter, die ihre Kinder krank in die Schule und in den Kindergarten stecken, weil sie nicht schon wieder fehlen können bei der Arbeit – das wird nicht gerne gesehen.
FULL STOP.
Es kann nicht sein, dass wir in Deutschland vergessen haben, was wichtig ist. Ganz egal, wie lang unsere To-do-Liste auch ist – es gibt Prioritäten. Es kann nicht sein, dass wir desaströse Zustände in Deutschland haben, was die Anzahl der Betreuungsplätze angeht. Genauso schlecht sieht es aus mit der Bezahlung von Kinderpflegerinnen und Erzieherinnen und last but not least – der Flexibilität deutscher Arbeitgeber. Kinderkrankheiten, St. Martinsumzüge und Weihnachtsfeiern gehören genauso zur Kindheit, wie das Vorspielen in der Musikschule. Da kann man als Mutter nicht immer sagen: Ich muss arbeiten. Und man will es auch nicht.
Wenn Frauen dann Emotionen zeigen (weil sie eigentlich bei ihren Kindern sein wollen, aber bei der Arbeit nicht eher gehen dürfen), wirken wir unprofessionell. Wieso eigentlich? Die Männer, mit denen wir zusammen arbeiten, haben doch auch Frauen zuhause, die sich um diese Sachen kümmern.
SO kann Deutschland nicht gesund sein – und das sieht man ja auch: hohe Scheidungsrate vs. niedrige Geburtenrate. Wundert euch das? Warum müssen werdende Eltern keinen Eltern-Führerschein machen? Früher gab es Ehe- und Familien-Vorbereitungskuse. Warum gibt es die heute nicht mehr – modern adaptiert, damit wir nicht völlig durchdrehen, wenn wir plötzlich von unabhängigen, berufstätigen Frau zu jemandem mutieren, dessen Tagesablauf fremdbestimmt und erschöpfend ist?
Ja, es gibt auch Männer, die Aufgaben übernehmen und das mitleben. Aber das ist nicht die Norm und oft findet diese Art von Zusammenspiel eher bei einer priviligierten Minderheit statt. Und in manchen Berufsgruppen wäre es für die Männer schlicht unmöglich.
Was kann, ja was MUSS Deutschland tun, um die Situation zu verbessern? Es kann nicht sein, dass wir uns mit solchen Zuständen zufrieden geben, nur weil wir es nicht schaffen, neben Haushalt, Ehe, Beruf und Kindern auch noch an der politischen Front zu kämpfen. Aber genau so sieht es aus. Weil wir zu beschäftigt mit dem Alltag sind und viele Frauen – hier möchte ich vor allem nochmal die alleinerziehenden Mütter, meine persönlichen Heldinnen erwähnen – finanziell und emotional ums Überleben kämpfen, passiert nichts.
Deshalb habe ich mir Folgendes überlegt: Wenn ihr mir schickt, was sich ändern muss, mache ich eine lange Liste und einen Blogpost dazu (wenn es sich anbietet, mit Video). Irgendwie müssen wir ja mal anfangen, gute Ideen zu sammeln und nach vorne zu bringen. Das wäre zumindest ein erster Schritt.
Und jetzt noch mein ganz persönlicher Gruß an euch zum Weltfrauentag: Ihr seid SPITZE. Ihr leistet unmenschlich viel. Ihr seid tüchtig. Ihr seid für Andere da. Deshalb nehmt euch heute Mal ein paar Minuten Zeit, etwas Schönes NUR FÜR EUCH zu machen. Gönnt euch ein paar Minuten Ruhe, einen kleinen Freiraum. Setzt euch einfach mal hin und seid stolz auf euch selbst. Auf alles was ihr schon geschafft habt. Und dass ihr noch so viel vorhabt.
In diesem Sinne
Eure Svenja
Relaunch und Näh-ebook
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Lange hat es gedauert – aber jetzt ist es endlich wie versprochen da: Mein Näh-ebook. Natürlich zum kostenlosen Download, so wie ihr es von mir kennt. Einfach rechts auf das rote Symbol klicken und schon ist es auf eurem PC oder eurem iPad.
Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn ihr den Link an alle weiterschickt, die gerne nähen. Mütter und Patentanten, Omis und Freundinnen. Und natürlich auch an alle nähenden Väter, die soll es ja auch geben.
Gleichzeitig bemerkt ihr vielleicht, dass es heute ein bisschen anders aussieht auf meiner Seite. Das liegt daran, dass ich im Hintergrund auf eine neue Plattform gewechselt habe. Jetzt gibt es ENDLICH (ihr habt schon so oft danach gefragt) eine Volltextsuche rechts oben. Egal was ihr sucht, wie z.B. ein Muffinrezept. Dann einfach “Muffins” eingeben und schon werden euch alle Posts mit Muffins angezeigt. Sozusagen ein kleines feines google für meinesvenja.
Was ist sonst noch neu? Rechts findet ihr das gelbe Post-it – meine Cloud mit den meistverwendeten Tags. Ihr könnt natürlich auch darüber suchen und euch inspirieren lassen. Außerdem neu: Meine Blogroll, eine Archivfunktion (beide rechts) und ein paar Informationen über mich in dem Menü oben. Das hat ja bis jetzt auch immer gefehlt. Und wo ich gerade schon einmal dabei bin: Natürlich könnt ihr meinen Blog auch als RSS Feed abonnieren (oben) und meiner facebook-Gruppe beitreten (auch oben).
Ansonsten bleibt alles beim Alten. Ich blogge für euch und freue mich, wenn ihr mich besucht und lest.
Und jetzt viel Spaß beim Ausprobieren der neuen Features und vor allem: Mit dem ebook.
Alles Liebe
Eure Svenja


























