Was darf ich essen, wenn...?

Meine Lieben,

ihr habt mir so viele Briefe geschrieben zum Thema “Was darf ich essen, wenn….”, dass ich heute einmal 2 Briefe exemplarisch vorlese und beantworte. Außerdem halte ich noch eine Kick-off Rede zum Thema “Ihr müsst euren Popo hochkriegen und loslegen, weil…”. Ich hätte NIE gedacht, dass so viele Frauen Lust haben, wirklich was für sich zu tun. Vielleicht ist das auch einfach der Vorteil, wenn die Kinder älter werden oder die Hosen einfach wirklich VIEL zu eng.

Das Wochenende werde ich nutzen, um eure Rezepte zu sortieren (wäre super, wenn ihr mir bis heute Abend alles schicken könntet, falls ihr noch was raussuchen wolltet). Dann stelle ich asap ein Rezeptebuch her. Ich habe mich da nämlich entschlossen, euch einfach mittesten zu lassen. Aber davon dann nächste Woche mehr.

Danke, meine Lieben, dass ihr so mitrockt. Stellvertretend für die vielen vielen Bilder, die ihr mir immer schickt, möchte ich heute einmal zwei posten. Das erste ist von meiner Challengepartnerin Manuela.

Sie hat das erste Mal in ihrem Leben Bolognesesoße ohne Tüte nach meinem Rezept gekocht hat. (Ja, ich weiß, beim Rezept habe ich noch Maggi und Brühe verwendet – werden wir alles in den nächsten Tagen in den Griff kriegen und selbst was herstellen – freut euch schon einmal drauf!). Das zweite Bild ist von Carmen, und ich finde es einfach nur herrlich.

Carmen liegt im Garten auf einer Liege, nebendran der Wäscheständer, sie trägt einen Rock von Veronica Bond (Carmen, den habe ich in rot :-))) und liest das Patric Heizmann Buch. Right on.

Euch allen ein beschwingtes Wochenende ohne Sünden, aber dafür mit viel Genuss.

Eure Svenja

Rezepte für die gesunde Ernährung gesucht - Das schaffen wir nur zusammen!

Heute gibt es zur Abwechslung mal eine Videobotschaft von mir. Ihr habt mich gestern mit eurem Wunsch nach gesunden Rezepten, die auch Kindern schmecken, nicht losgelassen. Recht habt ihr – ich bin sie auch leid, die Kochbücher, in denen viel steht, was ich für MICH kochen könnte, aber nichts, was für die Kinder in Frage kommt. Und dann gibt es die (ungesunden, wenn man ehrlich ist) Standardgerichte, die man für die Kinder runterkocht. Nudeln (und Nudeln und Nudeln). Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Lasagne (aber das sind ja auch Nudeln) und Flädlesuppe und Pizza und Maultaschen. Die ganze Kohlenhydratnummer mit Geschmacksverstärkern rauf und runter. Dass ich das nach mittlerweile fast 8 Jahren auch nicht mehr essen möchte, versteht sich wohl von selbst. Und ich WETTE ihr könnt nachvollziehen wie froh ich bin, dass meine Kinder mittlerweile wenigstens Curry mögen. Trotzdem – von ausgewogener und gesunder Ernährung sind auch wir hier noch weit entfernt. Und das liegt nicht etwa an meiner Einfallslosigkeit, sondern an der Mangelware Rezept, das Eltern UND Kindern schmeckt. Aber dazu mehr in meiner Videobotschaft.

Selbstverständlich könnt ihr mir Rezepte für den Thermomix schicken – genauso wie traditionelle Rezepte. Für viele gesunde Sachen eignet sich die Zubereitung mit dem Thermomix einfach bestens – deshalb gibt es hier mal wieder einen Sneak Peek für alle, die noch keinen haben, wie einfach das gesunde Leben mit dem Thermomix sein kann :-)

For starters gibt es heute ein Müsli, das auch meiner Tochter geschmeckt hat (mir sowieso). Wenn eure Kinder keine Walnüsse mögen, könnt ihr ja vielleicht Mandeln oder andere Nüsse nehmen. Und natürlich geht auch Magerquark oder 20%iger. Hier ist es, das HAMMERMÄSSIGE Müslirezept für den Thermomix von meiner Leserin Chrissi.

Zutaten

3 Äpfel / schälen und achteln
1 Banane / schälen und halbieren
1 Orange / schälen und achteln
250 g Quark / ruhig 40% Sahnequark
50 g Walnüsse
2-3 EL Leinöl

Zubereitung

Alles zusammen in den Mixtopf geben und 3 Sec./ Stufe 4 zerkleinern. Das Rezept reicht für 2 Personen als üppiges Frühstück und sättigt bis zum Mittagessen. Anstatt Banane, Äpfel, Orange auch mit anderen Früchten und Beeren kombinierbar.

Das muste ich natürlich sofort ausprobieren und habe für mich alleine gestern Abend zum Testen weniger als die Hälfte gemacht und war 3 Stunden danach noch pappsatt. Hier meine Variante für eine Person/Portion.

Müsli für eine Person

1/2 Äpfel / schälen und achteln
1/2 Banane / schälen und halbieren
1/2 Orange / schälen und achteln
100 g Quark /40% Sahnequark (hier hätte mir 20%iger auch gereicht!)
20 g Walnüsse
1 EL Leinöl

Das Müsli war wahnsinnig cremig und echt sehr sehr lecker!!!! Vielen Dank für den tollen Tipp, Chrissi!

Und jetzt bin ich gespannt, was ihr mir so an Rezepten schickt – und wie viel. Ich verspreche den Sommer über fleißig auszuprobieren und alles, was toll schmeckt, mit euch zu teilen. Vielen Dank für eure Mithilfe – es ist wie immer: sowas schaffen wir nur zusammen. Wie langweilig das Leben doch wäre, wenn man nicht an einem Strang ziehen würde. Für diese Erfahrung einmal mehr und immer wieder: DANKE!

Eure Svenja

Die Antwort auf all eure Ernährungsfragen oder Zufriedenheit hat kein Größenettikett eingestickt

Foto von Kate Arends

Ach, ihr seid einfach mal wieder toll. Nichts ist ja besser, als Leser, die Fragen haben. Rund um meinen Post “Wenn ich dünn sein kann, kannst Du das auch. Oder: Das Ende Deines Übergewichts.“  hattet ihr so viele, dass ich einige heute beantworten muss – sonst staut es sich hinten raus :-) Wer sich für die Einzelfragen nicht interessiert, sondern nur das große Ganze im Auge hat, scrollt einfach runter zur letzten Frage vopn Stephie. Da muss ich nämlich nochmal kurz die Ärmel hochrollen und gegen die Nahrungsmittelindustrie wettern. Und euch sagen, wie ihr bei einer Ernährungsumstellung nicht länger verzichtet, sondern euch belohnt. BITTE lest bis zum Ende. Umso leichter wird es für euch werden, abzunehmen.

Dani schreibt:

Also ich biete 165 cm zu aktuell 69 Kilo. Das ist etwas zuviel, aber solange mir noch Hosen in 38 passen geht es. Nur morgens keinen Zucker? Ich esse weder Wurst noch Käse aufs Brot, meist nen Fruchtaufstrich, dazu einen Cappuccino. Alternativ Kakao. Und sonst bin ich müde, schlecht gelaunt und habe Kopfschmerzen

Liebe Dani, versuch es doch mal mit einer Banane oder Weintrauben, besonders süßem Obst mit viel Fruchtzucker. Das ist morgens noch erlaubt und ich wette, dann hast Du auch keine Kopfschmerzen mehr.

Linda schreibt:

Also, ich würde ohne Zucker bestimmt sterben.:-)) Ich kann mir ein Leben ohne Eis, Schokolade und Kuchen nicht vorstellen. Das Prinzip kenne ich allerdings schon seit Langem, es ist nur sehr schwer mit kleinen Kindern ein Abendessen ohne Kohlenhydrate vorzubereiten. Sie essen fast nur Kartoffel, Reis und Nudeln.:-) Wie machst du das?

Liebe Linda, ich esse abends oft was anderes als die Kinder – eben was, was ich schnell nebenher zaubern kann. Zum Beispiel Mozzarella mit Tomaten. Oder man macht eine Brotzeit und hält sich halt mehr an aufgeschnittene Gurken und Tomaten, Käse und geräucherten Schinken. Suppen können abends doch auch alle herrlich essen. Schau auch mal unten bei “Gianna schreibt” – der Tipp könnte sich auch für Dich eignen, damit Du abends schnell was Leckeres Eigenes hast. Und noch was: Ich esse Eis, Kuchen und Schokolade. Nur eben nicht jeden Tag – und erst wieder SEIT ich dünn bin. Wetten das könntest Du auch? Nahrungsumstellung heißt nicht Verlust, sondern Gewinn. Dazu unten bei Stephie mehr.

Elke schreibt:

Ohne Zucker kein Problem, ohne Schoki auch ned und Kuchen mag ich sowieso ned aber meine Nuuuuuuuuuuuuuuudeln meine heiß geliebten Nuuuuuuuuuuuuudeln nein ohne die geht es nicht gg. Ich weiß, es gibt Vollkornnudeln aber wer ehrlich ist weiß die schmecken wie Sand. Igitt und das hat mit Geschmack nichts zu tun !!!

Liebe Elke, prima, dass Du einige Sachen hinter Dir lassen könntest. Zu den Nudeln: Ich bin auch kein Wahnsinnsfan von Vollkornnudeln. Vielleicht hat hier eine Leserin einen Tipp: Welche Nudeln, die vollkornig sind, schmecken? Wenn Du auf Nudeln nicht verzichten kannst, dann iss sie halt. Aber nur mittags, abends ist TOTAL verboten. Wenn Du sie nicht jeden Tag isst und nicht mit 2 Kilo fettiger Käsesoße, ist das schon OK. Natürlich nur, wenn Du nicht an anderen Ecken auch Ausnahmen machst und plötzlich die Ausnahmen die Regel sind. Meine Tipps sind ja kein Korsett – EUCH muss es schmecken. Und wenn ihr zu viel aufgeben müsst, werdet ihr nicht glücklich sein und dann haltet ihr NICHTS durch. Aber vielleicht nur für die ersten zwei Wochen mal gar keine Nudeln – was meinst Du – schaffst Du das???

Gianna schreibt:

Ich finde den Plan schön aber für Vollberufstätige ist es schwer, mein Problem ist Zeit!!! Ich finde nicht die Zeit täglich frisch und gut zu kochen bzw. auf der Arbeit gut zu essen, da geht es nicht ohne Fertiggerichte.

Liebe Gianna, die Frage kam sehr sehr oft. Und ich bin SO FROH, dass sie endlich mal gestellt wird. Denn das Problem ist lösbar. Ich schätze, das man dafür 2 bis 3 Stunden in der Woche braucht – wenn man wirklich abwechslunsgreich und lecker essen möchte. Sonst schaffst Du es auch in einer halben Stunde. In Amerika gibt es den Trend der Mason Jar Meals. Mason Jars sind so ähnlich wie unsere Weckgläser, bloß mit einem Schraubdeckel. Da die Gefäße eher schmal und hoch sind, aber eben nicht zu schmal, kann man herrlich Lebensmittel in ihnen schichten. Soße nach unten, dann das schwerste Lebensmittel drauf (Reis, Nudeln, Bulgur, Hähnchen, Käse etc.)und je leichter es wird nach oben weiterschichten und mit grünem Salat und frischen Kräutern enden. Das kann man in Hunderten von Variationen vorbereiten und es hält sich bis zu 4 Tagen. Im Netz gibt es (auf Englisch) ein gutes How to Teil 1 und How to Teil 2. Auch falls ihr nicht so gut Englisch sprecht – in Teil 2 sind Lebensmittel aufgelistet, die sich besonders eignen. Auf jeden Fall mal reinschauen. Und die 2 bis 3 Stunden pro Woche holst Du ja locker wieder rein, liebe Gianna, weil Du nicht mehr in die Kantine gehen musst :-)

Dani schreibt:

Und was machen Vegetarier? Viel Geschnezeltes und wenig Nudeln geht ja nicht. Ich bin zwar kein echter Vegi, esse aber gern fleischarm und das wenn möglich auch Bio – wegen der Tierhaltung. Und fast nur noch Gemüse…..

Und eine andere Dani antwortet:  Die Vegetarier können doch Tofu und andere Soja-Produkte essen, ist doch auch Eiweiß.

Sabine schreibt:

Ich habe gerade versucht Aufschnitt ohne Zucker zu bekommen. Ich habe mir den abgepackten Aufschnitt angeschaut und da ist überall Zucker bzw. Dextrose oder beides drin. Auch in Putenbrustaufschnitt. Ich denke beim Metzger bzw. in der Wurstabteilung der einzelnen Märkte sieht es auch nicht anders aus, da die Wurstsorten immer gewürzt sind. Svenja, wo und was kaufst du?

Liebe Sabine, Ha, das Thema hatte ich mit Manuela auch schon. Also: besser abgepackte Putenbrust mit etwas Zucker drin, als Leberwurst mit Tonnen Zucker. Ihr könnt natürlich auch Putenbrust braten und selber aufschneiden, aber das ist eher was für Hardcore-Bodybuilder, würde ich sagen. Habe ich jedenfalls noch nie gemacht. Ich nehme auch die vom Metzger oder aus dem Lidl oder Aldi oder Rewe oder Marktkauf – wo ich halt gerade bin. Das sind ja keine Tonnen, das geht schon in Ordnung und ist immer gesünder als sowas wie Gelbwurst, Leberkäse oder Fleischwurst/Lyoner.

Stephie schreibt:

Das Problem ist weniger, innerhalb kurzer Zeit viel abzunehmen – das eigentliche Problem ist, seinen Lebensstil zu ändern! Das bedeutet es nämlich, wenn man dauerhaft schlank sein will. Letztes Jahr habe ich innerhalb von 2 Monaten ca. 8 kg abgenommen – auch ohne Hungern und mit viel Sport. Nur leider bin ich nach Erreichen des Ziels rückfällig geworden, habe mir das schöne Gefühl, das regelmäßiger Sport bringt, nicht erhalten – bin faul geworden und habe wieder zu Chips & anderen Leckereien gegriffen (obwohl ich auch gesundes Essen liebe). Nun habe ich alles wieder drauf und bin gar nicht glücklich darüber (obwohl 38/40 immer noch passt). Ich müsste mein Leben lang auf diese scheinbaren Leckereien verzichten, mir diese komplett abgewöhnen und regelmäßig meinen Schweinehund überlisten, Sport zu treiben. Und: wie macht man das, liebe Svenja??

Liebe Stephie, Du hörst Dich an, wie ich mich jahrelang angehört habe. Immer ging es hin und her, zwei Kilo drauf, 3 runter, 4 drauf – hin und her. Wirklich gesehen hat man das nicht, nur dass halt irgendwann Komplimente kommen “Mensch, Du hast ja abgenommen” und in anderen Phasen sagt halt keiner was. Da weiß man dann schon Bescheid, vor allem weil der Hosenbund zwickt und man sich selbst eh nicht mehr so richtig wohlfühlt. Meine Wahrnehmung ist nicht, dass man seinen Lebensstil ändern muss – sondern die Wahrnehmung dessen, was man zu sich nimmt, schulen muss. Das hört sich jetzt erstmal wieder vollesoterisch an. Aber jeder der schon mal gefastet oder entschlackt hat, wird das nachvollziehen können.

Die meisten von uns essen ihr Leben lang – weil wir es so gewohnt sind – Gerichte aus dem Supermarkt – klar, da kaufen wir ja alle ein. Das empfinden wir als normales Essen. Dann hat man uns jahrelang eingebläut, dass wir NUR auf die Kalorien achten sollen. Weight Watchers mit dem Punktesystem macht ja etwas Ähnliches – natürlich um hintenraus dann wieder schön ihre Fertigmahlzeiten zu verkaufen. Schließlich soll Geld verdient werden.

Auf die Gefahr hin, dass ich mich anhöre, als hätte ich eine Ernährungspsychose (gibt es sowas überhaupt???). Geschmacksverstärker heißen ja Geschmacksverstärker, weil sie den Geschmack verstärken. Das heißt, es wird künstlich etwas erzeugt, was es so natürlich gar nicht gibt. Jetzt stellt euch mal vor, das nehmt ihr jahrelang in fast allen Mahlzeiten zu euch: Künstlich erzeugten Geschmack. Das ist wie immer Salatkrönung für die Salatsoße zu nehmen und dann plötzlich ein Essig-Öl-Dressing vorgesetzt zu kriegen. Es ist anders. Und irgendwie schlichter. Und es schmeckt eben nicht wie gewohnt. Ist doch wohl klar, dass euch dann was fehlt, wenn ihr plötzlich darauf verzichten sollt.

Deshalb schreiben hier ja ganz Viele von Entbehrungen. Verzicht. Weglassen. Das ist so als würdet ihr Brause in den Mund nehmen – und es prickelt nicht. Dabei prickelt Brause doch IMMER! Und ich könnte wetten Stephie, dass Du rückfällig geworden bist mit genau solchen Lebensmitteln – die Dich an die gute alte Zeit erinnern. Das ist dann wie der trockene Alkoholiker, der nur einen Schluck nimmt. Man ist ganz schnell wieder drauf. Je länger man seinen Geschmacksinn mit ECHTEM Geschmack schult, desto weniger springt man nachher auf solche Sachen an. Vor allem, weil man direkt merkt, dass sie einen schwerfällig und träge werden lassen. Oft verträgt man sie gar nicht mehr oder denkt sich: Bäh, ist das fettig.

Im Prinzip ist das wirklich genau wie beim Alkoholismus – man braucht eine Entziehungskur. Ich habe einfach mal 3 Wochen ayurvedisch gekocht. Danach schmecken alle Fertiggerichte wie Dreck. Natürlich kann man auch abnehmen, wenn man einfach nur die Tipps befolgt, die ich gepostet habe.

Aber Stephie, ich gebe Dir HUNDERTPROZENTIG Recht. Um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen, muss man beginnen, sich anders mit Essen zu beschäftigen. Essen anders wahrzunehmen. Dazu muss man nicht fasten, es reicht – wie ich meiner Challengepartnerin Manuela ja auch geschrieben habe – einfach mal wochenlang auf diese ganze Nummer von Alkohol, Zucker, Geschmacksverstärkern zu verzichten. JA, verzichten. Denn es sind – wie Du ja auch schreibst – VERMEINTLICHE Leckereien, mit denen uns die Nahrungsmittelindustrie “glücklich” macht. Je länger man darauf “verzichtet”, desto weniger hat man das Gefühl, etwas zu verpassen. Ganz im Gegenteil: Man bekommt etwas geschenkt.

Gute Nahrung, die WIRKLICH nach etwas schmeckt. Eine Figur, die Spaß macht. Energie. Bessere Haut, bessere Fingernägel, glänzendere Haare (kein Scherz). Mehr Lust, sich zu bewegen. Und ja – am Ende der Kette sogar besseren Sex, weil man wieder mutiger wird. Denn wenn die Hosen nicht mehr kneifen und die Komplimente wieder rollen, fühlt man sich wohler in der eigenen Haut. Dazu muss man nicht 50 Kilo wiegen oder Größe 36 tragen SONDERN MIT SICH ZUFRIEDEN sein. Zufriedenheit hat kein Größenettikett eingestickt.

Wir müssen aufhören reinzufallen, auf komische Lightkacke oder Diätprodukte oder Systeme, die uns zu Gruppentreffen veranlassen (und dafür Geld nehmen). Ist ja alles gut und schön, aber ich werde hier weder Fertigessen verkaufen, noch Eiweißshakes, noch Punktetabellen herausgeben. Und Geld will ich auch keins haben. Ich sage euch nur: SO HAT ES BEI MIR FUNKTIONIERT. Und ja: Ich führe essenstechnisch ein bewussteres Leben als vorher. Aber gestern, da waren Jessica und Alex mit Männern und Kindern hier – und es gab tiefgefrorene Fertighamburger vom Rewe, gegrillt.

Eklig, gell. Aber geschmeckt hat es irgendwie trotzdem. Weil es die Ausnahme ist und nicht die Regel. Und weil es dazu eine geniale Barbecuesauce gab, voller Geschmacksverstärker und Zucker. Ja, manchmal schmeckt mir sowas auch noch heute. Ob ich das eintauschen würde gegen meinen gesunden und sportlichen Körper, der mir und meiner Familie jede Menge Spaß bereitet? NEVER EVER. Also: Wer ist dabei?

Wenn ich dünn sein kann, kannst Du das auch. Oder: Das Ende Deines Übergewichts.

Gleich mal vorweg: Nichts ist für Frauen dramatischer als das Wort DÜNN. Viele richten ihr Leben danach aus und lassen es sich oft genug vermiesen, weil sie sich nicht dünn genug fühlen. Wer hier häufig mitliest, weiß, dass ich 1,71 groß bin und 64 Kilo wiege. Früher wäre alles über 60 Kilo eine Katastrophe gewesen. Nach zwei Kindern und ein bisschen Lebenserfahrung ist mir heute klar: Es geht darum, in einem Körper zu sein, in dem man sich sauwohl fühlt. Bei mir ist der sportlich, durchtrainiert und ohne überflüssige Kilos. Schließlich will ich mit meinen Kindern auf Bäume klettern, Wettrennen machen, beim Treppe steigen nicht japsen und mich gerne vor meinem Mann ausziehen. So sieht es aus.

Da ihr mir immer wieder schreibt, dass ihr gerne Gewicht verlieren würdet, habe ich mir gedacht: Warum nicht alle an dem teilhaben lassen, was ich über die Jahre gelernt habe – und was ich gerade meiner Leserin Manuela beibringe. Manuela wog nämlich vor 16 Tagen 80,3 und hatte die Nase endültig voll. Und heute, knapp 2 Wochen später, wiegt sie schon nur noch 76,8 – also 3,5 Kilo weniger. Anstatt zu hungern (denn das ist für Frauen wie uns mit Kind und Kegel und einem Leben, für das man Kraft und Energie braucht, keine Alternative), habe ich ihr einfach vorgeschlagen, mal eine Woche lang zu notieren, was sie isst. Danach habe ich mir das in Ruhe angeschaut und einmal aufgeschrieben, was sie essen muss, um abzunehmen. Das Resultat ist eine Manuela, die täglich was Neues über Ernährung lernt, satt ist, zufrieden ist und abnimmt. Und wenn das nicht etwas ist, was alle angeht, dann weiß ich es auch nicht.

Dieser Post ist lang – nicht weil Ernährungsgewohnheiten umzustellen so schwer ist, sonder weil es etwas mit Verständnis zu tun hat. Und deshalb gibt es eine ziemlich präzise Anleitung von mir. Noch einmal: Ich bin KEINE Ernährungswissenschaftlerin, aber ich spreche zu euch von Frau zu Frau. Ich habe in jeder Schwangerschaft 30 Kilo zugenommen, weil ich jeden Abend eine Tüte Chips gegessen habe. Ich habe diese Kilos alle wieder abgenommen – und zwar genau mit der Ernährung, die ihr unten aufgelistet seht.

Zwei Dinge noch:

1.) Manuela hat drei Kinder und das jüngste ist ab September vormittags im Kindergarten. Wir haben uns darauf geeinigt, den Juli und August dazu zu nutzen, ganz in Ruhe und kontinuierlich die Ernärhung umzustellen. Ab September, wenn sie ein bisschen mehr Luft hat, beginnen wir mit dem Sportprogramm. Ich werde euch hier immer mal wieder updaten wie es läuft und freue mich, wenn ihr Lust habt, meine Regeln auch für euch anzuwenden.

2.) Da ich ein Freund von guten Büchern bin, bin ich froh, dass zu diesem Thema schon eins auf dem Markt ist. Der unterhaltsame Ernährungsratgeber, den jede Frau gelesen haben sollte. “Ich bin dann mal schlank” von Patric Heizmann. Ich war sogar bei Patrics Bühnenshow und habe dort für immer in mein Gehirn eingebrannt, wie Ernährung funktioniert. Würde es Lehrer geben, die so in der Schule unterrichten, gäbe es bald keine dicken Kinder mehr. Also: Ran ans Buch, Grundlagen verstanden und dann ab dafür.

Last but not least: Wer Fragen dazu hat, kann mir mailen – ich werde sie aber wahrscheinlich öffentlich beantworten, damit alle was davon haben.

Das hier ist also die heilige Liste, die ich Manuela geschickt habe.

Die TABU-Liste für die ersten zwei Wochen

  1. Kein Zucker
  2. Keine Fertiggerichte
  3. Kein Alkohol
  4. Morgens Kohlenhydrate, Mittags wenig Kohlenhydrate, abends gar keine (noch besser: zwei Wochen lang weglassen und schauen ob das für Dich geht)

Was Du da oben liest ist die Liste der Sachen, die Du jetzt mal zwei Wochen nicht isst. Das heißt, dass Du Vieles von dem, was Du mir aufgeschrieben hast, weglassen MUSST: Es hilft nichts, so ist es nun Mal. Aber jetzt nicht gleich verzweifeln, Du bekommst nämlich gleich auch ganz viel dazu! Sinn des Ganzen ist, dass Du Dir das erste Mal bewusst machst, was Du isst. WEIL DU NÄMLICH ALLE LEBENSMITTTEL EINZELN IN DER HAND HALTEN WIRST. Dass Du Zuhause bist, ist großartig, denn das heißt, dass jetzt die optimale Zeit dafür ist, die Ernährung umzustellen (wenn man dann erst wieder irgendwo in die Kantine muss, ist es nämlich viel viel schwieriger, sich gut zu ernähren). Aber Du darfst das jetzt ganz in Ruhe zuhause lernen. Das ist doch ein Luxus.

1.)  Kein Zucker, also kein Mövenpick Zitronensorbet, keine Wiener Würstchen, kein Tomaten-Gewürz-Ketchup, keine Gräfenwalder Hähnchenbrust, kein Actimel Erdbeere, (keine Lätta Joghurt???? Schau mal, ob auf der Verpackung ZUCKER steht), keine Frosties Cornflakes, kein Vitalis Weniger Süß. Keine Salami. Das ist nur mal ein Beispiel vom 30. Juni. (Anmerkung – diese Lebensmitel standen alle auf Manuelas Liste – sie hatte sie alle am 30. Juni zu sich genommen.)

Deine Aufgabe: Du schaust ab jetzt immer auf die Inhaltsstoffe. Wenn Zucker draufsteht, darfst Du das nicht essen. Das Gute: Es gibt zu fast allen Lebensmitteln zuckerfreie Alternativen.

2.)  Keine Fertiggerichte, also keine Müsliriegel, keine Kinderschokolade, keine Salatkrönung. Keine Knorrsuppen oder Miracoli Spaghettisoßen. Fertiggerichte sind alles, wo mehrere Lebensmittel zusammengepanscht werden, damit ein Gericht entsteht. Du sollst aber Lebensmittel kaufen, keine Gerichte.

Deine Aufgabe: Du darfst Dir Rezepte aussuchen, auf die Du Lust hast und sie kochen. Mehr Arbeit, aber die Kilos purzeln. Natürlich alles wieder ohne Zucker (also auch ohne Honig oder ähnliche Süßungsmittel). Wenn Du dabei erstmal Hilfe brauchst, sag Bescheid.

3.)  Kein Alkohol – Ich sehe schon an der Liste, dass Dir das nicht schwer fallen wird. (Anmerkung: Auf Manuelas Liste stand kein einziges alkoholisches Getränk.)

4.)  Kohlenhydrate. Wir sprechen jetzt mal nur über die offensichtlichen. Reis, Nudeln, Brot und Brötchen und Kartoffeln. Machen satt, schmecken gut, machen dick – weil der Körper nicht so viele davon braucht, wie wir gewohnheitsmäßig sie zu uns nehmen. Morgens darfst Du welche essen, mittags wenig – also lieber nur 2 Kartoffeln aber einen großen Salat. Wenig Nudeln aber VIEL Geschnetzeltes. Und wenn es geht: Kartoffeln und Nudeln eben ganz weglassen. Abends sind Kohlenhydrate ein absolutes No go. Bitte auch ab mittags keine sehr süßen Früchte wie grüne zuckrige Weintrauben oder Bananen essen – da sind nämlich auch jede Menge Kohlenhydrate drin.

So, und was darfst Du jetzt essen? VIEL!!!

MORGENS

Morgens zum Beispiel ein Vollkornbrötchen (hau den Scheißtoast in die Tonne), oder Vollkornbrot, oder von mir aus auch Graubrot wenn Du Dich erstmal geschmacklich an was Gesünderes gewöhnen musst. Wichtig: Iss bitte Brot ohne Weizenmehl. Da wirst Du ein bisschen suchen müssen…Mit Käse (so fett wie Du willst), mit Hähnchenbrust (schau nach verstecktem Zucker) mit geräuchertem Schinken. Mit Quark (nicht mager, ruhig 20%) und frischen Kräutern obendrauf. Oder mal ein Gartenbrot mit Gurken und Tomaten und Radieschen. Mit Butter. Keine Lightprodukte bitte. RICHTIGES Essen. Wichtig ist, dass es Dir auch schmeckt. Wenn Du es mit Widerwillen runterwürgst bringt das gar nichts. Du darfst Eier essen, Rühreier und Spiegeleier, mit Bacon aus der Pfanne (aber ohne Ketchup – wenn es unbedingt sein muss, verrühr lieber ein bisschen Tomatenmark mit Sahne). Du kannst Joghurt essen mit Nüssen und Mandeln und Früchten und Haferflocken – aber nicht mit Fertigcornflakes oder Fertigmüsli. Oder leckere Smoothies. Das mal nur so als Beispiel – wenn Du mehr Anregungen brauchst, sag Bescheid.

 

MITTAGS

Suppen sind prima (kein Zucker bitte). Geht ja auch klasse im Thermomix. Oder Salate. Mit Thunfisch, mit Hähnchenbrust, mit Mozzarella oder Schafskäse. Keine Lightprodukte bitte (super ist übrigens der Schafskäse aus dem Lidl in der großen Dose – günstig und hält lange!).  Mit Parmesan und knackigem Bacon. Mit Nüssen, Pinienkernen, Kürbiskernen. Mit leckeren Dressings (Essig-Öl, Joghurt mit Zitrone – allerdings ohne Zucker. Da mogel ich und nehme Süßstoff, sonst schmeckt es mir nicht und das ist ganz wichtig. Es MUSS Dir schmecken, sonst hältst Du nicht durch.) Hier geht auch Geschnetzeltes mit Reis (und JA, Du darfst Sahne an die Soße machen, vielleicht keinen ganzen Becher, aber so, dass es Dir schmeckt). Wenig Nudeln mit viel Gemüse, Lasagne (mit wenig Nudeln und VIEL Gemüse) (ohne Zucker und Fertigwürze). Such mal auf meinem Blog nach Lasagne, damit Du siehst, wie man das ohne Tüte macht. Gulasch. Gemischtes Gemüse aus dem Backofen. Selbstgemachte Pommes aus frischen Kartoffeln mit einem großen Salat. Gemüsepfanne mit Hack und Tomatensoße. Wenn Du mehr Anregungen brauchst oder Rezepte, gib Bescheid.

 

ABENDS

Ich esse abends gerne Salate oder warm. Also eigentlich kannst Du abends alles essen, was Du auch mittags isst – nur eben die Kohlenhydrate weglassen. Also kein Brot zu Suppe oder Salat, auch keine Croutons. Keine Kartoffeln, kein Reis, keine Nudeln.

 

Portionen

Iss jeweils so viel, wie in Deine zusammengelegten Hände passen würde. NICHT MEHR. Egal ob es lecker war und noch was auf dem Teller ist. Das füllt einen Drittel Deines Magens. Trink dazu ein großes Glas lauwarmes Wasser. Das füllt das zweite Drittel deines Magens. Das letzte Drittel lässt Du frei, damit Platz für die Verdauung ist. Das ist eine ayurvedische Regel, die wirklich bestens funktioniert.

 

Zwischenmahlzeiten

Ein paar Mandeln oder Walnüsse – mir reichen meist zehn, um den Hunger zu besiegen. Bitte abzählen, nicht die Tüte auf den Tisch stellen, dann werden es schnell 50. Ein Stück Käse. Ein Apfel, eine Banane.  Weintrauben mit Käse. Praktisch, weil Du das alles auch mitnehmen kannst, falls Du mal unterwegs bist.

 

Trinken

3 Liter Wasser und ungesüßte Früchte- oder Kräutertees wären optimal.

 

Lebensmittel einkaufen

Du kaufst Gemüse und Obst, frische Kräuter, Nudeln und Reis, Sahne, Tomatenmark, Butter, guten Aufschnitt fürs Brot (Käse, Hähnchenbrust, Quark) (keine Wurst). Hackfleisch gemischt ist erlaubt. Hähnchenbrust sowieso. Fisch natürlich auch, aber das ist ja nicht so Deins. Käse in jeglicher Variation (natürlich nur ohne Zucker). Milch – die gute frische, damit Du das Gefühl hast, Dir was zu gönnen (aber bitte nicht 3 Liter am Tag trinken…). Bulgur ist herrlich oder ein paar rote Linsen – damit zauberst Du Dir im Handumdrehen köstliche Currys. Leckere Tees sind auch was Feines.

 

Durchhänger

Wenn Du einen Durchhänger hast, schiebst Du Dir SOFORT ein Stück Käse in den Mund. Oder eine Mandel. Oder Nüsse. NICHT ERST FRUST SCHIEBEN. Und wenn Deine Kinder jammern, gehst Du mit ihnen raus. Und stopfst Dir nicht Chips in den Mund, weil Deine Nerven am Drahtseil hängen. Lies ihnen was vor. Geh auf den Spielplatz, bau eine Bude unterm Wohnzimmertisch oder stecks sie zur Belustigung nackt und ohne Wasser in die Badewanne – mit einem Wasserfarbkasten können sie dann da die Wannenwände vollmalen und Du hast einen Moment Ruhe. Mal eine Umzugskiste an und zieh sie darin durchs Wohnzimmer. TU WAS, anstatt dass Dir die Nerven durchgehen. Ich kenne das alles noch gut, leichter gesagt als getan, aber Du willst und wirst jetzt was ändern – und dazu gehört auch, dass Du Dich nicht aus Frust vollstopfst. Du bist eine tolle Frau und Du willst auch so aussehen. Basta.

 

Die Heldenreise

Hast Du eigentlich die Heldenreise gelesen, das ebook, das ich für die Firma meines Mannes geschrieben habe? Würde Dir wahrscheinlich zu Beginn deiner Reise nicht schlecht zu Gesicht stehen, denn Du hast die ersten 4 Stufen schon hinter Dir gelassen. Und jetzt kommt Stufe 5, mit mir an deiner Seite. Hier kannst Du es kostenlos downloaden wenn Du magst – und nochmal spicken, welche Phase Dir jetzt bevorsteht.

 

Dokumentation

Ich möchte, dass Du mir weiter schreibst, wie es Dir geht und vor allem: Was Du isst. Am besten wäre es, wenn Du einfach alles, was Du isst, fotografierst und mir am Ende jeden Tages Fotos davon schickst. Dann kann ich Dich direkt korrigieren, falls etwas nicht so optimal ist und so kommen wir zusammen Deinem Ziel näher. (Anmerkung: Manuela hat sich total schnell in die neue Ernährung eingefunden. Sie schickt mir keine Fotos, sondern stellt konkrete Fragen, wenn sie noch Tipps fürs Frühstück braucht oder ihr das Brot nicht schmeckt.)

 

Wiegen und Messen

Bevor Du anfängst möchte ich, dass Du Dich einmal wiegst – und dann erst wieder in 2 Wochen, wenn ich JETZT sage. Zieh bitte zur Anfang der Challenge auch eine Hose frischgewaschen an, die Dir gut passt und eine, die Dir zu eng ist und in die Du gerne wieder passen würden. Schau Dir in Ruhe an wie beide Hosen sitzen und versuche, das Gefühl abzuspeichern. Beide Hosen wirst Du im Laufe der nächsten Wochen und Monate immer mal wieder anziehen, um ein Gefühl für deinen neuen Körper im Vergleich zu Deinem alten Körper zu bekommen. Noch eines: Bitte miss einmal Deine Brustweite, Deinen Bauch, Deine Taille, Deinen Popo und jeden Oberarm sowie jeden Oberschenkel an der jeweils dicksten Stelle und schreib die Werte auf und schick sie mir.

 

So, das war es erst Mal – vielen Dank an Dich, Manuela, dass ich von unserer gemeinsamen Reise hier berichten darf. Ich bin jetzt schon superstolz auf Dich!!!! Weiter so!

Deine Svenja

Wie bekomme ich eine Bikinifigur?

Ihr Lieben,

ihr fragt mich immer wieder, wie ich in Form gekommen bin. In letzter Zeit mehren sich die Figur- und Ernährungsfragen wieder. Klar, die Bikinisaison steht vor der Tür und wir können uns nicht mehr lange unter der Schlabberklamotte verstecken. Hier meine Top-Tipps, wie ihr bis zum Sommer in eine bessere Form kommt und ein paar Kilos abnehmt. Und ja: Ich bin keine Ernährungsspezialistin oder Sportwissenschaftlerin, sondern erzähle euch nur, was ich mache – und bei mir klappt es. Mein Haupttipp ist:

HÖRT AUF EUREN KÖRPER. Der weiß genau, was gut für ihn ist. Und dieser Haupttipp wäre ja bescheuert, wenn ich nicht genau erklären würde, wie ich das meine.

1.) Esst was ihr wollt, aber immer nur, bis ihr satt seid. (Wenn ihr mehr Kilos verlieren wollt, verzichtet eine zeitlang auf Weißmehl, Zucker, Kohlenhydrate und Alkohol. Natürlich ist es auch besser, ihr ernährt euch gesund und vielseitig. Aber “Essen bis ihr satt seid” ist die Faustformel, die immer gilt).

2.) Werft eure Waage weg. Ich wiege immer dasselbe – egal was ich esse oder ob ich Sport mache. Aber entweder sind diese 63 Kilo bei einer Größe von 1,71 schlabbrig und untrainiert (und Konfektionsgröße 40) oder fest und ansehnlich (und eine Kleidergröße 36-38). KILOS HABEN NICHTS MIT DEM AUSSEHEN ZU TUN. Nehmt euch lieber eine Hose, in die ihr nicht mehr passen wollt und eine, in die ihr unbedingt passen wollt. Wenn ihr wissen wollt, ob sich schon was getan hat, zieht ihr einfach beide Hosen an und schaut, wie sie sitzen. So einfach ist das – und ihr hört endlich auf euch verrückt zu machen und schlechte Laune zu haben, wenn die Waage das “Falsche” anzeigt.

3.) Auch wenn ihr nur diese beiden Tipps befolgt, werdet ihr schon gesünder abnehmen, als die meisten Diäten es versprechen. Und von Diäten halte ich ehrlich gesagt eh nichts. Ihr wollt das Problem ja ein für alle Mal lösen und nicht nur für 8 Wochen. Also müsst ihr – und das ist Tipp Nr. 3) – Muskeln aufbauen. Jetzt keine Angst bekommen. Ich meine nicht die Muskeln, die Männer haben. Zu denen neigen wir Frauen ja Gott sei Dank auch nicht. Ich mache Kniebeugen mit 60 Kilo Zusatzgewicht und sehe genau deshalb gut in einer Jeans aus – und nicht muskulös. Auch da heißt es wieder: auf den Körper hören. Muskeln wachsen nicht von heute auf Morgen. Es macht nicht plötzlich “Plopp” und ihr seht aus wie Mrs. Universum. Überhaupt sind Muskeln viel besser, als ihr Ruf – denn die helfen euch dabei, Kalorien schneller zu verbrennen. Also: Sport treiben, Muskeln bekommen und dann mehr Kalorien verbrennen, weil ihr mehr Muskeln habt.

4.) Wie ihr am besten Muskeln aufbaut? Indem ihr euch von einem Fachmann zeigen lasst, wie das geht. Die Chance, es alleine falsch zu machen und dann Zeit zu verschwenden, ist einfach zu groß. Ich trainiere 45 Minuten, 4 Mal die Woche. Das reicht. Patrick hat aus meinem Körper etwas gemacht, was der liebe Gott alleine nicht hingekriegt hat – und das will ja schon viel heißen :-) Wenn euch das zu teuer ist, fragt einen Trainer im Sportstudio, der sich WIRKLICH auskennt. Wenn euer Körper die Übungen einmal richtig abgespeichert hat, könnt ihr auch alleine trainieren. Ich mache hauptsächlich Functional Training. Googlet das. Es lohnt sich.

5.) Wenn ich mir nur EIN Sportgerät kaufen würde, dann wäre es ein TRX. Was das ist? Das hier…. Hat meinen Rumpf nach den Schwangerschaften wieder komplett in Schwung gebracht. Ist superanstrengend. Ihr braucht dafür nur einen Haken in der Decke und könnt wirklich euren ganzen Körper trainieren. Aber nicht nebenbei fernsehen – dann hört ihr nämlich wieder nicht in euren Körper hinein. Aber ganz ehrlich – ich kenne Niemanden, der beim Training mit dem TRX noch genug Luft übrig hat, um fernzusehen. Ich jedenfalls versuche immer nur, die nächste Übung zu überleben.

6.) Wenn ihr – egal welche sportliche Betätigung – nebenbei machen könnt und sie euch leicht fällt, könnt ihr sie genauso gut sein lassen. Spielt von mir aus Tennis mit den Mädels und trinkt danach Prosecco. Aber DAS, meine Damen, ist kein Training, sondern Freizeitsport. Ich rede von gezieltem Muskeltraining. Das tut weh. Darauf muss man sich voll und ganz konzentrieren. Da sind manche Übungen so heftig, dass man denkt, dass man gleich zusammenbricht. Oder sich übergibt. Hört auf euren Körper. Was anstrengend ist, was eure Muskeln herausfordert – das bringt auch was.

Ich hoffe, das hat euch jetzt weitergeholfen. Das Problem ist halt: Eigentlich weiß man das alles, aber lebt trotzdem an den Bedürfnissen des eigenen Körpers vorbei. Das Gute daran ist: Ihr könnt euer Verhalten noch heute ändern, indem ihr nicht über euren Appetit esst. Und dann geht ihr eins nach dem anderen an. Wenn ihr also Lust habt, euch wohlzufühlen in eurem eigenen Körper, gibt es jetzt keinen guten Grund mehr, das nicht auch bald wieder zu tun.

Eure Svenja

P.S.: Auf dem Foto seht ihr meinen Rücken nach 45 Minuten Training. Soviel also dazu, wie ihr aussehen müsst, wenn es wirken soll.

P.P.S.: Hier geht es zu meiner “Montags wird geturnt” Videoreihe. Vielleicht einfach mal wieder anschauen und mitmachen. Wäre doch auch ein Anfang.

Letztes Kapitel der Holidaycheck-Saga

Guten Tag Frau Walter,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Ich habe diese auf Ihrem Blog nachgelesen, wäre Ihnen jedoch dankbar wenn Sie meinen Namen dort bitte wieder entfernen. Vielen Dank!

Zwar wird nicht erwähnt, dass keine Links gesetzt werden sollen, jedoch sollten “Persönliche Erfahrung und Insidertipps” mitgeteilt werden. Dies ist in Ihrem Beitrag nicht erfolgt. Daher war eine Veröffentlichung nicht möglich.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Freundliche Grüße vom Bodensee

 

Liebe Frau XXX,

Ich habe Ihren Namen selbstverständlich entfernt. Ihre Antwort halte ich für das, was sie ist: eine PR-kompatible Ausrede.

Natürlich war nach der Verlinkung (die ja erlaubt ist) Persönliches zu lesen und Insidertipps. Das wissen Sie und das weiß ich.

Nur das ICH das auch sagen darf.

Beste Grüße
Svenja Walter

Die Antwort von holidaycheck

Guten Tag Svenja,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Ihr Beitrag für die Bavaria Filmstadt konnte nicht veröffentlicht werden, da Sie in diesem lediglich auf Ihren Blog verweisen. Eine Bewertung sollte jedoch Informationen und eigene Erfahrungen beinhalten.

Wir würden uns freuen wenn Sie Ihre Eindrücke in einer Reisetippbewertung schildern möchten.

Freundliche Grüße vom Bodensee
Liebes Holidaycheck-Team,

gerne schicke ich euch einmal den Text, der auftaucht BEVOR man seine erste Bewertung abgibt. Von “Keine Links” steht da nichts. Außerdem habe ich ja nicht generell auf meinen Blog verwiesen, sondern nur auf den einen Blogpost, der relevant war. An alle “Ja” und “Nein” die in eurem Begrüßungstext stehen, habe ich mich gerne gehalten.

Bevor Sie Ihren Reisetipp abgeben, beachten Sie bitte folgendes:

Ja!
Persönliche Erfahrung und Insidertipps mitteilen
Je detaillierter und mit Begründung, desto aussagekräftiger.

Eigenen Text schreiben:
Keine Texte aus anderen Quellen kopieren oder benutzen.

Guter Schreibstil
Vollständige Sätze und richtige Grammatik verwenden.

Nein!
Keine Eigenwerbung erlaubt
„Bewertungen“ von Eigentümern, Mitarbeitern oder Beauftragten sind untersagt.

Keine Beleidigungen oder Verleumdungen
Unsachliche und persönliche Angriffe gegenüber Personen sind unzulässig.

Nicht nur in GROSSBUCHSTABEN schreiben
Sätze in Großbuchstaben sind schlecht lesbar.

Ich würde dazu raten, diese Empfehlungen noch einmal zu überarbeiten – denn ganz ehrlich: Wenn etwas nicht veröffentlicht wird, aus einem Grund der NACHGESCHOBEN anstatt vorher aufgeführt wird, riecht das stark nach Schiebung. Eine neue Bewertung werde ich nicht schreiben, denn ganz ehrlich – solche Portale müssen für User beim First Try funktionieren. Ihr seid ja nicht mehr in der Betaphase und wir nicht im Kindergarten.

In diesem Sinne

Herzliche Grüße

Svenja Walter