Was ich im Januar im Internet gelernt habe

Wie knacke ich eine Kokosnuss? Wie kommt eine Rose auf den Cupcake? Eine Socke ins Haar? Und Druckerfarbe auf ein Post-it? Und: Wie falte ich eine Plastiktüte so, dass ich endlich Platz unter der Spüle habe?

Ihr werdet es nicht glauben, aber all das habe ich im vergangenen Monat im Internet gelernt. Durch Video-Tutorials, die ja heutzutage für uns Frauen die Großmutter, die Mutter und die beste Freundin ersetzen. Aber seht selbst:

Wie geil ist das denn bitte??

Sollte euch ein Tutorial über den Weg laufen, bei dem ihr denkt: DAS müssten Svenjas Leserinnen wissen – immer her damit. I luvit.

Euch einen schönen Tag, mit oder ohne Socke im Haar.

Eure Svenja

Instaquote Tutorial

Ich hatte es ja vor einiger Zeit schon angekündigt: Das Tutorial zu der App “Instaquote”, mit der man ganz einfach Text auf Bilder schreiben kann. Grafisch anprechend und kinderleicht zu bedienen.

Die App hat mir mein Social Media Guru Thorsten Ising von code x empfohlen, als ich mich wieder mal bei ihm beschwert habe. Das Thema war wie immer Photoshop, denn offensichtlich kann man die Hälfte aller hübschen Sachen nur mit Photoshop machen – nur fehlt mir die Zeit, mich da richtig einzuarbeiten.

Deshalb bin ich dann immer sehr glücklich, wenn Thorsten für meine kleinen Teilfragen Hilfe weiß, mit der ich dieses tolle und umfangreiche Grafikprogramm vorerst weiter umgehen kann :-)

Die Antwort auf die Frage: Wie schreibe ich Text auf eigene Fotos??? lauetete: Instaquote. So sieht das Icon für die Ap aus – ihr bekommt es wie immer im itunes Store. Die Lite Version ist kostenlos, die Pro Version kostet 1,79 €. Schaut euch einfach das Video an, es ist echt easy.

Alles Liebe

Eure Svenja

Color Splash - Eine coole Foto App

 

Color_Splash_Coole_Foto_App

Bis gestern dachte ich, dass man für solche schwarz-weiß/bunt Fotos Photoshop beherrschen muss. Ja, Photoshop – dieses komplizierte, teure Programm, das kein Mensch bedienen kann. Und für das Mütter nun auch wirklich keine Zeit haben.

Aber Gott sei’s gedankt gibt es ja die Smartphones, in meinem Fall das iPhone. Wenn man also solche Bilder innerhalb von 2 Minuten auf dem iPhone erstellen möchte, lädt man sich einfach die App “Color Splash” für 89 Cent runter und macht das mal ganz locker mit zwei Fingern. Ist das cool, oder was???

In meinem Videotutorial zeige ich euch anhand von Snapshots, wie einfach das ist. Ihr werdet begeistert sein. Das ist mal wieder so richtig was für uns! Einsame Spitze das Tool – und auch so praktisch für Geburtstagseinladungen, Weihnachtskarten – oder einfach nur für ein paar besondere Fotos für die leere Wand im Kinderzimmer.

So sieht das Icon aus, nach dem ihr im iTunes Store suchen müsst!

 

Happy colouring!

Eure Svenja

Pinterest Tutorial

Wie funktioniert Pinterest? Dazu habe ich, wie heute schon angekündigt, ein Tutorial für euch gemacht. Ihr wisst ja, ich bin kein großer Fan von Geheimwissen, sondern liebe es, meine Entdeckungen mit euch zu teilen. Da ich durch’s Bloggen ja immer wieder mit verschiedenen Plattformen, mit Software und Apps zu tun habe, lasst mich ruhig mal wissen, ob ihr sowas interessant findet und ich ab und zu mal ein Tutorial posten soll.

Ich persönlich finde ja, ein bisschen Know-how auf dem Gebiet kann nicht schaden – vor allem wenn ich daran denke, dass unsere Kinder uns sonst in ein paar Jahren wohl unwiedereinholbar abhängen werden.

Und jetzt: Viel Spaß beim Tutorial und beim Ausprobieren.

Eure Svenja

Wie ihr euren facebook-Freunden um Mitternacht einen zuvor programmierten Silvestergruß schickt

Ich kenn euch doch. Immer organisiert, daran gewöhnt an alles zu denken und für alle sozialen Verbindungen der Familie zuständig. Und weil ihr dieses Jahr wieder alles so spitzenmäßig erinnert und organisiert habt – die Geburtstage der Schwiegermutter genauso wie das Geschenk für die Klassenlehrerin zu Weihnachten – dürft ihr euch Silvester um Mitternacht mal nur auf eine Sache konzentrieren: Mit einem Glas Champagner auf die Zukunft anzustoßen.

Deshalb gibt es heute auf meinesvenja das letzte praktische Tutorial des Jahres: Wie ihr eure facebook-Grüße (mit Foto, wenn ihr wollt) automatisch um Mitternacht an eure Freunde  verschickt. Formulieren dürft ihr sie vorher, klicken dürft ihr vorher – aber verschickt werden sie eben genau um Mitternacht. Ohne dass ihr mal wieder das Wichtigste verpasst, weil ihr das “noch eben” erledigen müsst. So kann das neue Jahr doch anfangen, oder?

Rutscht gut rein, wir lesen uns in 2013.

Eure Svenja, die in 2012 wahnsinnig viel Spaß mit euch hatte

(Keine) Kinderfotos im Social Web, facebook Accounts für euren Nachwuchs und andere Fragen und Antworten

Ihr schreibt mir immer mal wieder, ob ich eigentlich keine Angst habe, von wegen Kinder und Fotos und Internet. Hmm, also dazu habe ich ja eine ganz eigene Meinung. Ich gehe mit dem Internet sehr offen um und frage meine Kinder einfach, ob sie mitmachen möchten, oder nicht. Meine Tochter ist gerne auf meinem Blog. Mein Sohn will das manchmal nicht. Auch gut, dann wird das Bild eben nicht gepostet. Insgesamt versuche ich Ihnen einen offenen Umgang mit Medien zu vermitteln. Mir selbst hat diese Einstellung in meinem Leben nur Vorteile gebracht. Und es ist wohl so, dass wir Mütter dazu tendieren, das zu vermitteln, was wir selbst erfahren haben.

Nichtsdestotrotz gibt es Grenzen – und auch viele Mütter, die da ganz anderer Meinung sind. Die wichtigste Grundlage für eine Entscheidung, wie man sich verhalten möchte, ist wohl, dass wir uns die richtigen Informationen suchen. Und deshalb möchte ich euch eine Seite ans Herz legen. Stefan Freise hat die facebook Gruppe „Keine Kinderfotos im Social Web“ gegründet. Und seine Überlegungen frei nach dem Motto: “Zeigt den Kindern die Welt, nicht die Kinder der Welt.” finde ich gut – auch wenn ich selbst das ein bisschen anders lebe.

Stefan schreibt zum Beispiel: “Ich halte es mit dem Tipp: “Sag’ nichts im Social Web, das Du nicht auch laut im Bus sagen würdest.” Geschlossener Raum, aber dennoch öffentlich. Unmittelbare Reaktion erfühlbar, langfristige Folgen nicht ganz einschätzbar. Vertraulichkeit spürbar, totale Loyalität aber keineswegs gegeben.”

Das ist doch mal ein Tipp, den man prima anwenden kann. Und das weiß ich aus einiger Erfahrung, denn bei meinem Blog lesen auch Menschen mit, die sich dann und wann auf den Schlips getreten fühlen. Aber wie gesagt, ich lebe eine innige Beziehung mit dem Internet – dafür darf ja auch jeder selbst entscheiden, ob er hier mitlesen mag.

Dann hätte ich da noch eine andere Empfehlung: mein Social Media Berater Thorsten Ising hat auf seinem Blog (wer sich für Social Media interessiert, ist hier richtig) neulich das Buch “Mein Kind ist bei facebook” besprochen und es mir ans Herz gelegt. Wenn ihr euch also aktuell fragt, wie ihr eure Kinder beim Umgang mit facebook unterstützen könnt und was zu beachten ist, könnte das die richtige Lektüre für euch sein. Für’s Reinlesen postet Thorsten auch einen Link zum Probeartikel.

Alles Liebe

Eure Svenja

Einfach nur zufrieden

Vielleicht überrascht euch das, aber es gibt etwas, das ich wirklich nicht gut hinkriege. Ich kann nicht einfach nur zufrieden sein. Dabei gäbe es so viele gute Gründe. Meinen Mann. Meine Kinder. Mein Zuhause. Diesen Blog. Freunde. Tolle Erlebnisse. Aber ihr seht es vielleicht schon an der Aufzählung, denn die ist und bleibt genau das: eine Aufzählung. Ich weiß, wie viel Gutes ich in meinem Leben habe – klar, ich tue ja auch Einiges dafür. Doch auch wenn ich einen Weg gefunden habe, alles zu erledigen, allen Bereichen meines Lebens gerecht zu werden, so stellt sich doch fast nie das Gefühl der Zufriedenheit ein.

Wenn ihr mich fragt, hat das viel mit dem Internet zu tun. Denn Zufriedenheit und das Internet, die widersprechen sich total. Ihr findet euren neuen Rock wunderschön? Dann surft mal ein paar Fashionblogs ab. Es gibt wirklich schönere. Und eigentlich braucht man dazu Glitzerballerinas und große goldene Creolen. Denn erst dann, meine Lieben, habt hr ein OUTFIT. Nur einen Rock zu haben ist ja so gestern.

Wenn ihr denkt, ihr kocht gut, geht mal zu foodgawker. Wenn ihr denkt, euer Haus ist hübsch, dann schaut mal bei apartmenttherapy. Und wenn ihr denkt, ihr seid erfolgreich, dann googlet Mal euren eigenen Namen. Es ist nicht nur der ewige Vergleich, der uns unzufrieden macht, es ist auch das Gefühl, nicht wirklich vorne dran zu sein.

Ich bin jetzt 41. Müsste ich nicht schon viel weiter sein? Drei Kinder haben? Zwei eigene Romane in den Bestsellerlisten und eine Weltreise hinter mir? Mehr geschafft und weniger Zeit vertrödelt? Ich meine, come on, was habe ich zwischen 20 und 30 eigentlich WIRKLICH getan?

Das kann ich euch sagen. Kaum gesurft und viel gelebt. Ich kam gar nicht auf die Idee, mich zu vergleichen, weil es Niemanden gab, der vergleichbar war. Niemand hatte dieselben Talente, Vorlieben und Fragen. Und erst Recht keine Antworten. Deshalb war es herrlich, mit den Mädels Beverly Hills 90210 und Melrose Place zu schauen und sich dabei die Nägel zu lackieren. Freundinnen waren meine Referenz, wenn es darum ging, mein Verhalten und meine Gedanken und Gefühle (einzu)ordnen.

Heute kann ich der ganzen Welt dabei zuschauen, wie sie ihre Kinder erzieht. In schönen Kleidern (wann haben die nur die Zeit, diese Sachen zu waschen und zu bügeln?), gut gelaunt, im Urlaub und bei Familienfesten. Nur manchmal, da sehe ich die Wahrheit zwischen den Blogzeilen schimmern. Da schreibt jemand: “Ich habe jetzt Krebs.” oder “Nach 20 gemeinsamen Jahren haben wir uns entschieden: Wir gehen ab jetzt getrennte Wege.”

“Wenn die jetzt nicht aufhören zu nerven, drehe ich gleich durch. Was kann man bei Regen noch mit kleinen Kindern machen?” war ein facebook Status, der so anders war, als die übliche Selbstdarstellung und Augenwischerei, dass ich erst dachte, eine meiner facebook Freundinnen ist kurz davor, ein Fall fürs Jugendamt zu werden. Aber da hatte nur jemand den Internetfilter nicht eingeschaltet. Den, der uns besser aussehen lässt, als wir eigentlich sind.

Im echten Leben gibt es Momente, die sind so bescheuert und peinlich und alltäglich, dass man sie online besser nicht erwähnt. Wie letzten Freitag, als ich fünf Minuten nachdem ich im Legoland angekommen war feststellen musste, dass ich meine Tage gekriegt habe – und keine Tampons dabei.  Ja, so ist es nämlich, das echte Leben. Die meisten Sachen erwischen uns kalt und müssen einfach nur überstanden werden. Jeden Tag lösen wir tausend Probleme und beantworten tausend Fragen. Nur ganz wenige dieser Momente schaffen es dann ins Internet. Klar, dass wir da die aussuchen, die uns gut aussehen lassen.

Ein Freund von mir hat mal gepostet, dass es eine Theorie gibt, dass wir so sein wollen, wie unser facebook Profilfoto. Dann will ich also (siehe Foto oben) eine Mutter sein, die ihren Kindern nahe ist – in einem Meer von rosa Herzballons. So ganz falsch ist das sicher nicht. Denn auch wenn mein Legolandausflug aus verschiedensten Gründen der blanke Horror war, poste ich für euch nur dieses eine Foto.

Es zeigt meinen Sohn und mich auf dem Hinweg in der Vollsperrung der Autobahn. Ludwig ist auf meinen Sitz gekrabbelt und kuschelt mit mir. Draußen regnet es in Strömen und im Radio läuft laut “An Tagen wie diesen” von den Toten Hosen. Und das ist so schön, dass ich fast heulen muss. Denn plötzlich bin ich es: Einfach nur zufrieden.