Gar nicht hölzern - Bunte DIY-Tipps

Idee von www.casaecose.com

Ihr Lieben,

das Wochenende naht und mit ihm das große Ereignis. München wird Kopf stehen und König Fußball wird auch unseren Tagesablauf bestimmen. Aber bevor es losgeht wollen wir morgen an die Isar – denn als wir gestern da waren, haben wir nicht genug Holz gesammelt. Holz? Ja, ihr hört ganz richtig. Und zwar Treibholz. Nachdem ich dieses irre schöne Bild auf Pinterest gefunden habe, ist für mich klar, dass ich sowas auch machen muss. Ist das nicht supercool (und auch noch supergünstig!)

Also, ich finde solche simplen Ideen grandios. Deshalb poste ich heute einfach mal ein paar dieser eigentlich ganz einfachen aber schönen Dinge, die ich unbedingt noch machen will, für die ich aber noch nicht die Zeit hatte. Ich wette solche Ideensammlungen habt ihr auch. Manche Sachen dürfen auch ruhig Ideen bleiben, aber ist es nicht herrlich schon mal zu schauen, was man alles machen KÖNNTE?

Bilder aus Farbsample-Karten aus dem Baumarkt

Idee von www.simplygrove.com

Noch mehr Treibholz, diesmal klassischer aufbereitet und montiert.

Idee von www.interiorlife.com

Makrameearmbänder in Frühlingsfarben

Idee von www.honestlywtf.com

Map Art, wie die von Chris Kenny

Zu sehen bei www.englandgallery.com

Kissen zusammennähen und als Liege benutzen

Idee von www.gltc.co.uk

Aber bevor ich das alles mache (wahrscheinlich nie), genieße ich jetzt einfach, dass die ganze Familie zusammen ist und die Sonne scheint – und hoffe, ihr habt es dieses Wochenende genauso schön.

Alles Liebe

Eure Svenja

 

Hanni und Nanni 2 - Die Premiere

Brownies im Waffeleisen - geht das?

Ja, das geht. Und die Idee ist so genial, dass ich fast ausflippen könnte. Warum? Weil ich dabei drei Komponenten zusammengepackt habe, die eh wichtig für mich sind. Meinen Thermomix, eine Dr. Oetker Brownie Backmischung und mein Waffeleisen. Ich hatte nämlich gestern nicht viel Zeit, wollte aber noch schnell Brownies für Lissys Schulklasse backen, die sich nachmittags auf einem Spielplatz getroffen hat. Also habe ich einfach eine Backmischung genommen. Und weil ich keine Zeit mehr hatte, die Brownies 40 Minuten in den Ofen zu schieben, habe ich den Teig kurzerhand im Waffeleisen abgebacken. Wie es genau geht, welche Backmischung ich verwendet habe und worauf ihr aufpassen müsst, seht ihr in der Fotogalerie unten. Unbedingt durchklicken und -lesen, damit auch alles richtig gut klappt!!!!!

Wie bekomme ich eine Bikinifigur?

Ihr Lieben,

ihr fragt mich immer wieder, wie ich in Form gekommen bin. In letzter Zeit mehren sich die Figur- und Ernährungsfragen wieder. Klar, die Bikinisaison steht vor der Tür und wir können uns nicht mehr lange unter der Schlabberklamotte verstecken. Hier meine Top-Tipps, wie ihr bis zum Sommer in eine bessere Form kommt und ein paar Kilos abnehmt. Und ja: Ich bin keine Ernährungsspezialistin oder Sportwissenschaftlerin, sondern erzähle euch nur, was ich mache – und bei mir klappt es. Mein Haupttipp ist:

HÖRT AUF EUREN KÖRPER. Der weiß genau, was gut für ihn ist. Und dieser Haupttipp wäre ja bescheuert, wenn ich nicht genau erklären würde, wie ich das meine.

1.) Esst was ihr wollt, aber immer nur, bis ihr satt seid. (Wenn ihr mehr Kilos verlieren wollt, verzichtet eine zeitlang auf Weißmehl, Zucker, Kohlenhydrate und Alkohol. Natürlich ist es auch besser, ihr ernährt euch gesund und vielseitig. Aber “Essen bis ihr satt seid” ist die Faustformel, die immer gilt).

2.) Werft eure Waage weg. Ich wiege immer dasselbe – egal was ich esse oder ob ich Sport mache. Aber entweder sind diese 63 Kilo bei einer Größe von 1,71 schlabbrig und untrainiert (und Konfektionsgröße 40) oder fest und ansehnlich (und eine Kleidergröße 36-38). KILOS HABEN NICHTS MIT DEM AUSSEHEN ZU TUN. Nehmt euch lieber eine Hose, in die ihr nicht mehr passen wollt und eine, in die ihr unbedingt passen wollt. Wenn ihr wissen wollt, ob sich schon was getan hat, zieht ihr einfach beide Hosen an und schaut, wie sie sitzen. So einfach ist das – und ihr hört endlich auf euch verrückt zu machen und schlechte Laune zu haben, wenn die Waage das “Falsche” anzeigt.

3.) Auch wenn ihr nur diese beiden Tipps befolgt, werdet ihr schon gesünder abnehmen, als die meisten Diäten es versprechen. Und von Diäten halte ich ehrlich gesagt eh nichts. Ihr wollt das Problem ja ein für alle Mal lösen und nicht nur für 8 Wochen. Also müsst ihr – und das ist Tipp Nr. 3) – Muskeln aufbauen. Jetzt keine Angst bekommen. Ich meine nicht die Muskeln, die Männer haben. Zu denen neigen wir Frauen ja Gott sei Dank auch nicht. Ich mache Kniebeugen mit 60 Kilo Zusatzgewicht und sehe genau deshalb gut in einer Jeans aus – und nicht muskulös. Auch da heißt es wieder: auf den Körper hören. Muskeln wachsen nicht von heute auf Morgen. Es macht nicht plötzlich “Plopp” und ihr seht aus wie Mrs. Universum. Überhaupt sind Muskeln viel besser, als ihr Ruf – denn die helfen euch dabei, Kalorien schneller zu verbrennen. Also: Sport treiben, Muskeln bekommen und dann mehr Kalorien verbrennen, weil ihr mehr Muskeln habt.

4.) Wie ihr am besten Muskeln aufbaut? Indem ihr euch von einem Fachmann zeigen lasst, wie das geht. Die Chance, es alleine falsch zu machen und dann Zeit zu verschwenden, ist einfach zu groß. Ich trainiere 45 Minuten, 4 Mal die Woche. Das reicht. Patrick hat aus meinem Körper etwas gemacht, was der liebe Gott alleine nicht hingekriegt hat – und das will ja schon viel heißen :-) Wenn euch das zu teuer ist, fragt einen Trainer im Sportstudio, der sich WIRKLICH auskennt. Wenn euer Körper die Übungen einmal richtig abgespeichert hat, könnt ihr auch alleine trainieren. Ich mache hauptsächlich Functional Training. Googlet das. Es lohnt sich.

5.) Wenn ich mir nur EIN Sportgerät kaufen würde, dann wäre es ein TRX. Was das ist? Das hier…. Hat meinen Rumpf nach den Schwangerschaften wieder komplett in Schwung gebracht. Ist superanstrengend. Ihr braucht dafür nur einen Haken in der Decke und könnt wirklich euren ganzen Körper trainieren. Aber nicht nebenbei fernsehen – dann hört ihr nämlich wieder nicht in euren Körper hinein. Aber ganz ehrlich – ich kenne Niemanden, der beim Training mit dem TRX noch genug Luft übrig hat, um fernzusehen. Ich jedenfalls versuche immer nur, die nächste Übung zu überleben.

6.) Wenn ihr – egal welche sportliche Betätigung – nebenbei machen könnt und sie euch leicht fällt, könnt ihr sie genauso gut sein lassen. Spielt von mir aus Tennis mit den Mädels und trinkt danach Prosecco. Aber DAS, meine Damen, ist kein Training, sondern Freizeitsport. Ich rede von gezieltem Muskeltraining. Das tut weh. Darauf muss man sich voll und ganz konzentrieren. Da sind manche Übungen so heftig, dass man denkt, dass man gleich zusammenbricht. Oder sich übergibt. Hört auf euren Körper. Was anstrengend ist, was eure Muskeln herausfordert – das bringt auch was.

Ich hoffe, das hat euch jetzt weitergeholfen. Das Problem ist halt: Eigentlich weiß man das alles, aber lebt trotzdem an den Bedürfnissen des eigenen Körpers vorbei. Das Gute daran ist: Ihr könnt euer Verhalten noch heute ändern, indem ihr nicht über euren Appetit esst. Und dann geht ihr eins nach dem anderen an. Wenn ihr also Lust habt, euch wohlzufühlen in eurem eigenen Körper, gibt es jetzt keinen guten Grund mehr, das nicht auch bald wieder zu tun.

Eure Svenja

P.S.: Auf dem Foto seht ihr meinen Rücken nach 45 Minuten Training. Soviel also dazu, wie ihr aussehen müsst, wenn es wirken soll.

P.P.S.: Hier geht es zu meiner “Montags wird geturnt” Videoreihe. Vielleicht einfach mal wieder anschauen und mitmachen. Wäre doch auch ein Anfang.

Der Film meines Lebens

Neulich hat mein wunderbarer Onkel Rainer mir eine DVD mit seinen alten Super 8 Filmen aus den 70ern und 80ern geschickt. Da waren wir – alle zusammen im Urlaub in Holland, kurz vor der Scheidung meiner Eltern. Meine Welt war noch in Ordnung. Ich hüpfte strohblond und unbekümmert durch die Wellen, wir lagen auf Luftmatratzen und spielten am Strand.

Dann eine Szene auf einem niederländischen Wochenmarkt. Mein Bruder, Mama und ich vorne am Marktstand. Dann ein Schwenk auf meinen Vater, ungefähr so alt wie ich heute. Da steht er, abseits, Hand in der Hüfte. Gelangweilt. Und mir schoss direkt durch den Kopf: “Der will da gar nicht sein.”

Ich spulte nochmal zurück. Ganz klar. So wie der da stand, Kameratasche umgehängt, schweifender Blick, auf der Suche nach einer Fluchtmöglichkeit. Er kam mir vor wie ein Tier, das in Bedrängnis geraten ist und einfach nur noch weg will. In den restlichen Szenen meine Mutter, die sich darum kümmert, dass wir immer alles dabei haben und gut versorgt sind. Und mein Bruder, der Buden für mich baut, alles organisiert und mich beschützt, wenn sie doch umfallen.

Selten hat mich etwas so von den Füßen gefegt. Ich konnte nach mehr als 32 Jahren das erste Mal wirklich verstehen, was das Problem meiner Eltern gewesen war. Denn als Scheidungskind ist es ja so: Man erfährt niemals, aber auch wirklich niemals die volle Wahrheit. Mein Vater hat eine Version – und es ist sehr schwierig für mich, die anzuhören. Meine Mutter hat eine ganz andere. Die verstehe ich besser, aber die ganze Wahrheit ist es glaube ich auch nicht.

Zu sehen, wie unbeteiligt mein Vater abseits steht, spiegelt genau die Rolle, die er in meinem Leben eingenommen hat. Er ist auf seine Weise da, aber trotzdem nicht wirklich greifbar. Immer auf dem Sprung, nie bereit sich festzulegen. Das Leben funktioniert nach seinen Regeln. Alles andere ist schwierig.

Mein ganzes Leben lang habe ich mich gefragt, warum das, was ich bin, eigentlich nicht gereicht hat für ihn. Ja, so ist das mit uns Scheidungskindern. Wir denken, wir sind Schuld. Ein bisschen wie die Frauen, die von ihren Ehemännern geschlagen werden. Denn eigentlich sind wir nichts anderes – auch uns nimmt man die Unbekümmertheit, die Freude und das Urvertrauen.

Und trotzdem: Ich werfe meinen Eltern nichts vor. Sich zu trennen war nicht nur für sie richtig, sondern auch für mich. Ein Vater, der nicht mit ganzem Herzen bei uns sein will, hätte mich todunglücklich gemacht. Und ein bisschen kann ich ihn sogar verstehen. Auch ich bin ja immer mit einem Fuß aus der Tür, wenn mir Dinge zu eng werden. Mich Menschen bedrängen. Mehr von mir wollen, als ich zu geben bereit bin.

Ich habe begriffen, dass ich nur deshalb weiter unbekümmert durchs Leben springe, weil ich eben nicht mit Dir aufgewachsen bin, Papa. Ich konnte mich nicht jeden Tag auf Dich verlassen, aber heute kann ich Dir sagen, dass das nicht schlimm ist. Ganz im Gegenteil. Du hast gemacht was für Dich richtig war. Und deshalb konnte ich werden, was ich heute bin. Eine Frau, die ihr Herz auf der Zunge trägt und sich mehr und mehr traut, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Und dafür Papa, danke ich Dir.

Best of meinesvenja

Meine Lieben,

das Wichtigste, was ihr mir beigebracht habt, ist, zu schreiben. Nicht, dass ich nicht schon vor diesem Blog “gut mit Worten” war. Aber euer Feedback, eure Kommentare und eure Klicks haben mir ganz klar gezeigt, welche Art von Themen “ankommen”. Was ihr am liebsten lest – und im Endeffekt: was uns Menschen wirklich berührt. Immer wieder habt ihr mich gefragt: “Willst Du nicht ein Buch schreiben?” Und neulich, als ich gesagt habe “Ich will jetzt ein Buch schreiben (aber über ein anderes Thema) und deshalb kann ich hier nur noch viel weniger machen” da waren viele von euch traurig. Dann habe ich diesen Blogpost über die Rolle einer Mutter geschrieben und meine Leserin Ina meinte: “Und du willst wirklich in diesem Blog immer weniger schreiben…?????? HEUL!!!”

Ich kann euch sagen, bei so viel Zuspruch ist es nicht einfach, mich fern zu halten. Aber dann kam der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Meine Leserin Vera schrieb mir: “Wenn ich Redakteurin bei einer Frauenzeitschrift wäre, ich hätte Dich schon längst weggeschnappt.”

Ich habe von euch gelernt, dass man fragen muss, um etwas zu bekommen. Dass man das Recht hat, zu sagen, was man fühlt. Und dass man sich was wünschen darf. Deshalb habe ich aus meinen beliebtesten 20 Artikeln ein ebook gemacht, welches ihr hier kostenlos downloaden könnt.

Und nun mein Wunsch: Ich wünsche mir, dass ihr mir dabei helft, dieses ebook in die Welt zu schicken. An all eure Freundinnnen, Mütter, Großmütter, Schwestern, Ehemänner, schwule Freunde, Patenonkel und -tanten. Also an alle, die vielleicht Spaß an unseren gemeinsamen Themen finden könnten. Solltet ihr darüber hinaus noch Redakteurinnen bei Frauenzeitschriften kennen, oder Marketingspezialisten, die einen Corporate Blog aufbauen oder Lektoren und Lektorinnen bei Verlagen – denen dürft ihr das ebook NATÜRLICH auch weiterleiten. Oder noch mehr: ich wünsche mir sogar, dass ihr es ihnen schickt.

Mal sehen, was dann passiert. Ich glaube ja fest, dass das Universum immer einen Plan in der Hinterhand hat. Ihr habt mir mit eurem Wunsch, dass ich (weiter)schreiben soll, so oft einen Weg aufgezeigt, dass ich jetzt einfach mal schauen möchte, was passiert, wenn ich ihn einschlage und euch um Hilfe bitte. Also – jeder, der möchte, dass ich weitereschreibe, würde mir sehr helfen, wenn er den Link zum ebook auf facebook postet oder das ebook einfach an seine Freunde schickt, die Lust auf sowas haben könnten. Oder eben an andere Kontakte, die daran Interesse haben könnten.

Puh, gar nicht so einfach, euch öffentlich um Hilfe zu bitten. Aber ich weiß, dass ihr eh gesagt hättet: “Mach das doch, reißt Dir doch keiner den Kopf ab. Da KANN doch nur was Gutes bei rauskommen.” Und ich bin sicher: Ihr hättet Recht.

Und jetzt – viel Spaß beim Lesen!

Eure Svenja

Die Kristallkugel des Lebens

Ihr wisst ja wie wir Frauen sind. Ständig on the run, immer zwischen den Stühlen und nie zufrieden mit uns selbst. Oder mit dem, was wir bis jetzt erreicht haben. Wenn uns also jemand anerkennend sagt: „Wahnsinn, was Du immer alles so nebenbei machst!“ haben wir direkt ein: „Ach, das ist doch gar nichts. Ich müsste eigentlich noch viel viel mehr schaffen.“ auf den Lippen. Und je länger ich darüber nachdenke, desto komischer finde ich das Phänomen.

Ich bin nämlich auch ganz groß darin, meinem Mann zu erzählen, dass er ja gar nicht sieht, was ich alles mache. Nur um dann noch mehr zu machen und (selbst) immer noch zu denken, dass das alles viel zu wenig ist. Mein Mann ist da ganz anderer Meinung. „Hör doch endlich mal auf so zu rennen“, sagt er. Und ich habe so ein komisches Gefühl, dass da irgendwas dran ist.

Neulich saßen wir abends bei einem Prosecco auf dem Sofa und da habe ich ihn dabei erwischt, dass er manchmal auch nicht großartig anders tickt. Auch ihm geht manchmal alles nicht schnell genug. Also haben wir darüber gesprochen, woran das eigentlich liegt. Ständig macht man was, aber nie hat man das Gefühl, schon etwas geschafft zu haben. Oder zumindest nicht das geschafft zu haben, was man hätte schaffen können – wenn man schneller, konzentrierter, besser gewesen wäre. Und während wir so reden, haben wir festgestellt, dass wir nur bei uns selbst so kritisch sind. Gegenseitig konnten wir uns ziemlich genau spiegeln, was wir alles so hinkriegen – und dass das ziemlich viel ist. Nur der Blick auf das eigene Geschaffte, der fiel kläglich aus.

„Aber wenn Du das bei mir siehst – und ich bei Dir….dann lass uns doch ein Spiel spielen.“ habe ich vorgeschlagen. „Was denn für ein Spiel?“ fragte mein Mann. „Ich nenne es mal „Kristallkugel des Lebens“. Wir tun so, als ob ich am Tag unseres Kennenlernens zu einer Wahrsagerin gehe und sie mir ganz genau vorhersagt, wie mein Leben heute ist. Und daran messen wir dann, ob wir was geschafft haben, oder nicht.“ sagte ich. Mein Mann war gleich Feuer und Flamme. Und hat mir also alles aufgezählt, was ich in den letzten 10 Jahren geschafft habe und wie mein Leben heute ist.

Eine Hochzeit. Acht Umzüge. Zwei Kinder. Mehrere ebooks. Zwei Blogs. Ein Kochbuch. Einen wirklich guten Pitch. Meine Arbeit für RTL. Jede Menge große Feste ausgerichtet. Auf der materiellen Seite alles paletti. Genäht, gebacken, gekocht. Gebastelt und Wände gestrichen. Mir mit hartem Training nach den Geburten meinen Körper zurück geholt. Meinen Kindern alle Liebe gegeben, die sie brauchen. Meine Mutter gerettet, weil ich am Telefon ihren Schlaganfall diagnostiziert habe. Meinen Mann so glücklich gemacht, dass er mich jeden Tag mehr liebt. Das und noch viel viel mehr.

Und dann hat er mich gefragt: „Wenn Dir die Wahrsagerin das alles aufgezählt hätte, was hättest Du gedacht?“ Und da ist was ganz Spannendes passiert. Ich habe mich wahrscheinlich das erste Mal in den letzten zehn Jahren zurückgelehnt und festgestellt, dass mein Leben ein VOLLER ERFOLG ist. Dass ich von Liebe und Zuneigung umgeben bin. Dass ich Stein auf Stein gebaut habe und heute das Leben habe, von dem ich immer geträumt habe. Ich habe nicht Nichts geschafft oder zu wenig. Sondern alles. UND NOCH VIEL MEHR. Eine unglaubliche Erkenntnis, besonders wenn man bedenkt, dass all das ja schon die ganzen Jahre da war. Und ich es jederzeit hätte wahrnehmen können – wenn ich mir nur die Zeit genommen hätte. Was für ein Wahnsinn.

Heute ist Montag und viele von euch starten wieder in eine vollgepackte Woche mit Listen und Terminen. Gerade deshalb möchte ich euch bitten, einfach mal in eure eigene Kristallkugel zu schauen. Denn wenn das, was ihr da seht, so gut klingt, dass ihr es aus dem Munde einer Wahrsagerin nicht glauben würdet – dann habt ihr endlich mal gesehen, wie toll ihr eigentlich seid.

In diesem Sinne

Eure Svenja