Ihr Lieben,

vor ein paar Wochen war ich mit meiner Tochter geschlagene 5 1/2 Stunden (OK, inklusive Mittagspause) bei froh + bunter und wir haben Keramik bemalt. Und weil es so einen Riesenspaß gemacht hat und Weihnachten ja nicht mehr ganz so weit weg ist und man das Ganze (jetzt kommts) nicht nur vor Ort am Sebastiansplatz gegenüber der Schranne machen kann, sondern auch Rohling und Farben mit nach Hause nehmen kann, habe ich gedacht: das ist was für euch. Wenn ihr nicht in München wohnt: ich glaube solche Keramikwerkstätten gibt es mittlerweile flächendeckend.

Ich zeige euch mal, wie es geht.

Schritt 1: Vorlage mitbringen (außer ihr seid vor Ort  gut und kreativ – ich bin da lieber auf Nummer Sicher gegangen und meine Vorlage war von Brittany Burton) und Rohling aussuchen. Mein Rohling war der größte Krug, den sie hatten – geschätzte 25 – 30 cm hoch. Er hat 37,5o € gekostet – aber die Rohlingpreise sind inklusive der Beratung, der Farben und Materialien, des Aufenthalts vor Ort und des Brennens. Sozusagen ein all inclusive Paket.

Schritt 2: Das Muster der Vorlage mit Bleistift auf den Rohling übertragen. Das ist nämlich das Herrliche: man darf vormalen und beim Brennen verschwindet der Bleistift und nur die Porzellanfarben bleiben übrig.

Schritt 3: Dann alles ausmalen. Im Geschäft liegen farbige Beispielfliesen aus, auf denen man sich anschauen kann, wie oft man lasieren muss, um die gewünschte Farbintensität zu erreichen. Das dunkle Rot meiner Blumen musste ich zum Beispiel 3 Mal lasieren, damit es so knallig wurde.

Schritt 4: Durchhalten. Ich habe sicher 4 Stunden für den Krug gebraucht – und mich zwischendurch gefragt, ob der wirklich schön wird. Das Problem ist nämlich, dass die Farben ungebrannt ganz blass und mickrig aussehen und man schon SEHR viel Vorstellungskraft braucht, um sich das Ganze in schön vorzustellen.

Schritt 5: An der Theke abgeben und zahlen.

Schritt 6: Eine Woche später wiederkommen und voller Stolz alles abholen.

Mein Resumee ist außerordentlich positiv – Keramik anmalen ist wie jede Handarbeit, an der man länger konzentriert sitzt, fast meditativ. Da stundenlang miteinander zu malen war für meine Tochter und mich ein inniges Erlebnis – das hört sich jetzt vielleicht seltsam an, aber es ist einfach so, dass man sich dabei sehr auf sich selbst besinnt und trotzdem – mal still, mal laut – miteinander kommuniziert. Jedenfalls habe ich mir fest vorgenommen, dieses Jahr ein paar Weihnachtsgeschenke selbst zu machen…und sie werden aus Keramik sein :-)

Wer auch aus München kommt und auf den Geschmack gekommen ist: VORSICHT – froh und bunter nimmt Sachen, die man Zuhause bemalt hat, nur bis Ende November an. Da Weihnachten so viel los ist bei denen, kommen sie sonst wahrscheinlich mit dem Brennen nicht hinterher.

Alles Liebe

Eure Svenja