eibe – Wo das Glück von Kindern Vorrang hat

Ihr Lieben,

ich hatte ja letzte Woche die Chance zwei Unternehmer kennenzulernen (einen Junior, einen Senior), die dazu beigetragen haben, dass meine Kindheit so schön war, wie sie war. Das an sich ist ja schon eine Riesensache – aber wie es dazu gekommen ist, ist eigentlich unglaublich. Ich sage es ja immer wieder: Mein Blog hat mein Leben verändert und diese Geschichte ist das beste Beispiel.

Ich habe vor knapp 4 (!!!) Jahren über das beste Spielgerät meiner Kindheit gebloggt. Dazu habe ich ein kurzes Video eingestellt, in dem meine Kinder etwas vorturnen. Nix Dolles, alles nur mit dem iPhone gefilmt, im Hintergrund sieht man das unordentliche Kinderzimmer.

Dazu habe ich geschrieben:

“Wenn ich meinen Kindern nur ein Spielzeug kaufen dürfte, es wäre der Kletterturm von eibe. Mein Bruder und ich haben ihn in den 70ern geschenkt bekommen und er war immer ein magnetischer Anziehungspunkt für Kinder, die uns besucht haben. Sowas hatte sonst einfach keiner.

Mit dem Kletterturm haben wir gelernt, uns zu bewegen. Hangeln, Aufschwünge, klettern, rutschen, schaukeln. You name it. Aber eben auch Sachen, die auf den ersten Blick gar nicht so bedeutend scheinen – aber eigentlich noch viel wichtiger sind. Schwung einschätzen, richtig greifen lernen, ein Gefühl für Bewegungen, Raum und Platz bekommen. Ein Gefühl für den eigenen Körper, dessen Möglichkeiten und Grenzen zu kriegen. Und natürlich: die Möglichkeit, kreativ zu spielen.”

UND JETZT KOMMT DER KRACHER.

3 1/2 Jahre später meldet sich Herr Eichinger, bei mir, der diesen Turnturm hergestellt hat. Per Kommentar – auf meinem Blog. Und schon waren wir im Gespräch.

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Der Mail folgte noch eine Mail und noch eine Mail. Dann kam die Einladung zur Spielwarenmesse in Nürnberg. Im Februar habe ich dort Hartmut Eichinger und seine beiden Töchter kennengelernt. Und da hat es dieser Mann doch tatsächlich geschafft, mich innerhalb von 5 Minuten mitten auf dem Messestand zum Weinen zu bringen. Denn er erzählte mir von einem kleinen Jungen, der nur eingeschränkt bewegungsfähig war. Seine Eltern haben ihm einen Turnturm gekauft und an diesem Turnturm lernte er, zu stehen. Und konnte daran später sogar seine ersten kleinen Schritte machen.

Und wie dieser Mann das erzählte. Voller Begeisterung und Inbrunst. Mit dem Stolz, den nur Unternehmer empfinden, die all ihre Liebe und Energie in ein Produkt stecken. Und da habe ich verstanden: Den Eichingers geht es vor allem darum, möglichst vielen Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Kinderlachen zu hören. Kindern Möglichkeiten zum spielen zu geben, zum Spaß an der Bewegung, am Miteinander. Irgendwie hat es Klick gemacht und wir haben gesagt: DAS müssen wir wiederholen.

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Und er bringt mich schon wieder zum Weinen: Herr Eichinger zeigt mir die alten Dankesbriefe seiner Turnturm Kunden

Also sind mein Mann und  ich der wunderbaren Einladung nach Röttingen gefolgt. Haben uns die ersten Schritte des Unternehmens angesehen und was heute daraus geworden ist.

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Der erste Flyer zum Turnturm. “Damals hatten wir noch kein Geld, das zu fotografieren. Da habe ich es zeichnen lassen.”

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Der aktuelle Katalog: Hardcover und mehr als 550 Seiten stark.

Wir haben uns gemeinsam mit den Eichingers den Showroom angesehen. Waren von der Produktvielfalt absolut beeindruckt – genauso wie von der Vielzahl und Verschiedenartigkeit der Kunden (z.B. die Beckhams) und Orte (von Singapur bis Paris), an die eibe ausliefert.

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Bericht in der Daily Mail über das Spielplatzprojekt bei den Beckhams

Haben diskutiert, über Kinder in Deutschland. Über den Einfluss von Computerspielen, Tablets und Smartphones auf die Bewegung und die Fähigkeiten unserer Kinder. Über Kitas und Kindergärten und natürlich über die Zukunft von Spielplätzen.

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(von links) Hartmut Eichinger, ich, der heutige CEO und Inhaber Tilo Eichinger

Und ich dachte immer wieder: Unglaublich, dass ich jetzt hier sitzen darf. Denn für mich hatte das alles einen Riesenzusammenhang. Oder wie ich den Eichingers beim ersten Mailkontakt schon erzählt hatte:

“Wissen Sie, manchmal entwickelt man ein Produkt und weiß vielleicht gar nicht, was das für Menschen bedeuten wird. Ich hatte eine fantastische Kindheit bis ich 8 war. Dann ließen meine Eltern sich scheiden. Und der Kletterturm war in diesen Zeiten mein Freund. Verhängt mit Tüchern meine Höhle und meine Zuflucht für Momente, in denen es mir nicht gut ging. Ein Partner, der meine Gefühle durch Bewegung und Spiel wieder in Ordnung brachte. Und ein Anziehungspunkt für Freunde, die nicht mehr so zahlreich kamen, seid meine Eltern getrennt lebten, denn ich war ja jetzt ein Schlüsselkind.

Das ist wohl das Glück, wenn man Produkte für die Familie und Kinder herstellt: man kann wirklich etwas Positives zu vielen Menschenleben beitragen. In meinem ist Ihnen das auf eine fantastische Art gelungen.”

Bei mir schloss sich an diesem Tag ein Kreis und ich war einfach nur dankbar. Dankbar, dass es Unternehmer gibt, deren Werte und Haltung in Produkten erlebbar ist. Dankbar zu spüren, dass es eben doch immer wieder Sinn macht, seine Energie in das zu stecken, woran man glaubt und wofür man brennt. Und vor allem dankbar dafür, dass die Familie Eichinger auch in der zweiten Generation dafür sorgen wird, dass viele Kinder in Deutschland eine schönere Kindheit haben.

In diesem Sinne

Eure Svenja

P.S.: Hier der Link zum Turnturm, den es in etwas abgeänderter Form auch heute noch gibt.

P.P.S.: Hinter dem eibe Firmengelände haben die Eichingers einen fantastischen Spielplatz gebaut. Ich habe dort gleich mal Jana (35), Maya (4) und Kimi (1) für euch interviewt, wie sie den Spielplatz so finden.

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Jana meinte: “Das Beste ist, dass man wirklich merkt, das hier jemand mitdenkt. Zum Beispiel bei dieser Schaukel. Wie oft habe ich schon stundenlang hinter einer Schaukel gestanden und angeschubst. Hier schaukele ich einfach mit – das macht ja auch viel mehr Sinn und Spaß.”

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P.P.P.S.: Ich habe euch natürlich was mitgebracht von meinem Besuch bei eibe – und das wird am Sonntag auf meinem Blog verlost. Stay tuned!

22 Kommentare

  1. Hallo Svenja
    Danke für den Bericht, sehr interessant. Ich bin mit meinen Kindern sehr oft auf dem Eibespielplatz, wir wohnen nämlich im Nachbarort, und ich finde den Platz absolut toll, so eine möglichkeit zu haben. Und ich bin auch immer wieder erstaunt, wo mir überall Eibe-Geräte begegnen.
    Viele Güße
    Solveig

    1. Ach echt? Der Spielplatz wurde übrigens gegründet, weil sich die Kinder immer am Showroom gegenüber die Nase platt gedrückt haben. Und weil sich das für die Eichingers falsch angefühlt hat, haben sie kurzerhand einen öffentlichen Spielplatz aufgestellt.

  2. Liebe Svenja!
    Da geht einem ja das Herz auf! Tolle Geschichte, tolle Erinnerung und für die Kinderwelt ganz wunderbar. Herr Eichinger beeinbdruckt mit seinen Herzblut für seine Produkte, so wie du das beschreibst! Ich kann mir vorstellen, wie wertvoll diese Begegnung für dich gewesen sein muss. Hab einen schönen Tag! Lg Maxie

  3. Eine wirklich tolle Geschichte. Vielen Dank fürs Berichten! Die gezeigte Schaukel ist ja wirklich der Hammer und die Produkte toll durchdacht. Das behalte ich auf jedem Fall mal im Auge.

    Liebe Grüße,
    Jessica

  4. Liebe Svenja, dank Deinem Blogartikel haben meine (3) Kinder seit letztem Weihnachten auch den Eibe-Spielturm. Ich mußte mich schon etwas gegen den Widerstand meines Mannes durchsetzen, aber aus Deinem Blogartikel sprach so viel Begeisterung, die auf mich überschwappte, und die ich auch meinen Kindern ermöglichen wollte…. und sie (und alle Kinder, die zu uns kommen) lieben ihn. Er war auch bei uns – obwohl wir ihn noch nicht lange haben schon Ritterburg, Höhle…, mehrere Klettervorführungen hatten wir auch schon… und v.a. der Kleinste mit knapp drei ist immer am weitesten oben. Danke für diesen guten Tip

    1. Ach, das freut mich ja total Claudia. Ja, das ist echt auch ein Tipp hinter dem ich voll und ganz stehe und ich bin mir sicher: Der Turm lebt bei euch auch so lang wie bei uns – nämlich mehrere Generationen! Freu mich riesig, dass deine Kinder den jetzt auch haben.

  5. Ich habe das Gerüst gesehen und dachte wow- großartig. Da bist du schon über 40 und hast dieses Teil noch nie gesehen bzw. wahr genommen. In unserem KiGA steht dieses Teil tatsächlich im sogenannten ” Bewegungsraum”. Als ich dann deine Kinder daran hab turnen sehen, dachte ich nur: wow- wenn man so Spielmöglichkeiten tatsächlich täglich nutzen kann, dann kann das nur gut sein! Und du hast recht, da sind so viele Sinne die trainiert werden, so ganz nebenbei!
    Ich hatte richtig “Pippi” in den Augen- von deinen Erzählungen über den Senior Eichinger. Wer so erzählt, der hat eine Mission- und so umgesetzt, ist das großartig! Ich liebe solche Produkte- mit Herz und Verstand!

  6. Was für eine tolle Geschichte die durchs bloggen entstanden ist! Voll super!

    Und so eine Schaukel hätte ich auch gerne, aber mit noch zwei Plätzen mehr, denn ich habe 3 Kinder. :)

  7. Wir waren im letzten Herbst in Southampton und Haben dort in einem Park einen wunderschönen Eibe Spielplatz entdeckt. War ein toller, so nicht geplanter, Nachmittag. Stundenlanger Spielspaß für unsere Tochter.

  8. Hallo Svenja!
    Unsere Hochbetten bestanden aus je 2 alten Sprossenwänden von Benz. Ich hatte noch eine Sprossenwand neben dem Bett als Leiter. Unsere Schaukel bestand /besteht aus zwei Stangen für ein Turnhallenreck ,auf die Oben eine stabile Querstange drauf geschweige ist. Das tutnreck kann man einhängen und sonst ist die Schaukel oder die Holzringe drin. Das waren unsere Klettermöglichkeiten.
    Wenn du es noch genauer wissen möchtest mußt du Felix und Laia Fragen.
    Viele liebe Grüße Iris!

  9. Liebe Svenja, über den Turm habe ich auf deinem Blog schon damals gelesen…. ich finde ihn einfach genial. Leider übersteigt er mein Budget, auch wenn er sicher seinen Preis wert ist. Tolle Firma und eine schöne Geschichte!!

    Liebe Grüße
    Isabelle

  10. Hallo Svenja,
    würdest du mir bitte verraten wo der tolle eibe Spielplatz ist. Dein Blog würde mich auch brennend interessieren. Bin durch Zufall über dich gestolpert :-)

    Danke vorab u. schönen Abend
    GlG Conny

  11. Hallo Svenja,

    dein Bericht ist wundervoll! Soviel ehrliches Interesse und unkomplizierte Freundlichkeit, wie sie dir da zuteil wurde, findet man heutzutage selten! Unfassbar, wie das scheinbar Unnahbare plötzlich auf Augenhöhe ist! Sowas erleben nicht viele.

    Das Schaukel, auf der ihr drei schaukelt, ist auch eine tolle Sache! Soetwas habe ich noch nie gesehen. Wir haben vier Kinder und die letzten zwei sind Zwillinge. Sie werden am Samstag ein Jahr alt und können jetzt schon ein Lied davon singen, was es heißt, abzuwarten und zuzusehen! Es sollte mehr solche tollen Spielplätze geben!
    Hier in unserem Ort wollen ein paar Mamas gern den Spielplatz kindgerechter gestalten. Wir sollten uns davon mal inspirieren lassen!

  12. Hallo liebe Svenja,

    ich verfolge, wie so viele hier, schon seit einer Weile immer wieder mal deine Einträge in deinem Blog und dieser über Eiberkinderspielzeug hat mich ganz besonders aufmerksam gemacht. Nicht nur, weil ich selber zwei kleine Rabauken habe (4 und 5 Jahre), für die ich immer neue Ideen und Inspirationen für unseren Garten suche. Sondern viel mehr noch, weil ich im Vorstand von einer kleinen Elterninitiativkita bin und wir immer wieder Interessantes für unsere Einrichtung benötigen. Wir finanzieren ja den größten Teil unserer Einrichtung über Spenden und grössere Anschaffungen sind immer ein recht mühseliger langer Weg. Nun sind wir in die ganz blöde Situation geraten, dass in unserem Garten mehrere Bäume gefällt werden müssen, weil sie marode sind und einer dieser Bäume ist der von den Kindern heissgeliebte Schaukelbaum. An diesem befindet sich eine Reifenschaukel, die nun nicht mehr genutzt werden kann.
    Meinst du es wäre vielleicht möglich, mich per PN eventuell mit einem der Herren in Verbindung zu setzen, damit man sich über eventuelle Förderprogramme oder Spendeninitiativen unterhalten könnte ?
    Ich mache das ganze ja nicht professionell sondern nur ehrenamtlich und bin über jede Form der Hilfe dankbar, die unseren Kinder schnell einen kleinen Trost und Ersatz bieten kann.
    Viele liebe Grüße
    Constanze

    1. Liebe Constanze, diese Menschen haben das Herz komplett auf dem richtigen Fleck – aber ich ahne, dass das schwierig werden könnte. Ich kenne das so, dass größere Firmen meist EIN Projekt unterstützen, eben weil der Arbeitsaufwand und die Unübersichtlichkeit von Einzelanfragen kaum zu händeln ist. Hast Du mal auf der Webiste recherchiert, was da zum Thema Charity steht? Ob es irgendwelche Hinweise dazu gibt, wie sich die Firma in dem Bereich engagiert? LG Svenja

      1. Liebe Svenja,

        vielen Dank für deine Antwort, auf der Internetseite konnte ich so nichts finden.
        Ich habe jetzt einfach mal eine Email an die Firma geschickt und hoffe, dass sie mir eine Antwort schicken.
        Ich weiss leider nicht so richtig wie man mit solchen Anfragen oder Projekten, da ich das ja alles nur ehrenamtliche und noch recht neu bin in meinem dritten Beruf ;-)
        Viele liebe Grüße und Danke für deine Antwort
        Constanze

      2. Liebe Constanze, gut gemacht. Genau so ist das in Deinem dritten Beruf – immer direkt und authentisch sagen und fragen, was man braucht und möchte. Höflich und ehrlich – das kommt immer gut an.

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