10 einfache Fototricks für Blogger

Ihr Lieben,

weil ich immer wieder gefragt werde, wo ich fotografieren gelernt habe, gibt es heute mal einen Blick hinter die Kulissen und die ganze Wahrheit. Ich kann gar nicht fotografieren. Und deshalb erzähle ich euch jetzt wie ich es so mache, dass es trotzdem so aussieht, als wüsste ich wie es geht.

Fototricks für Blogger

Fototrick 1: Organisation ist alles.

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Links auf der Bank seht ihr alle Bücher, die ich momentan verlose. Es gibt dazu eine Liste, in welcher Reihenfolge ich sie verlose und welches ich wie fotografieren möchte. Mit welchem Untergrund (dazu gleich mehr) und mit welchen Requisiten (dazu auch gleich mehr).

Auf dem Tisch liegen Zettel mit Beispielfotos. Denn bevor ich ein größeres Shooting mache recherchiere ich auf Pinterest und Instagram, was in dem Bereich gerade state of the art ist.

Fototrick 2: Die iPhone-Kamera reicht.

Ich mache all meine Fotos mit meinem iPhone. JA, ALLE. Nicht weil ich keine Kamera hätte. Ehrlich gesagt habe ich sogar zwei. Aber ich bin keine Fotografin, sondern Bloggerin. Ich will Fotos MACHEN, nicht verkünsteln. Und da braucht es eher ein gutes Auge als die perfekte Blende. Da wir sowieso in der Nachbearbeitung Filter drüberlegen, wird der Look eh verfremdet.

Fototrick 3: Tageslicht ist Gott.

Schon mal einen Teller Linsen bei schlechter Beleuchtung fotografiert? Foodblogger setzen nicht ohne Grund auf Tageslicht. Ich mache es genauso. Wenn ich bei künstlichem Licht fotografieren muss, dann nur mit Profis, die mich oder das Set ausleuchten.

Um immer das optimale Licht zu haben, arrangiere ich Dinge die ich fotografieren will, oft auf kleinen Tabletts oder Brettern, damit ich sie beliebig hin- und hertragen und zum Licht hin ausrichten kann.

Fototrick 4: Probeschüsse müssen sein.

Ein Probeschuss ist ein Schuss wo ich alles einfach mal hinlege und schaue, wie es durch die Kamera aussieht. Oft mache ich das auf dem Fußboden, so wie hier.

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Auf dem nächsten Bild seht ihr, wie aus einem Probeschuss ein Blogfoto wird.

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Nur weil in der Mitte jetzt nicht mehr der Fußboden, sondern ein farbiger Untergrund zu sehen ist, wirkt das Ganze schon komplett anders. Aber – was ist das für ein Untergrund?

Fototrick 5: Stoffuntergründe lohnen sich.

Hier seht ihr meine Stoffuntergründe, die mein großer Bruder mir gezimmert hat. Leisten aneinander gehämmert, Stoff draufgetackert, fertig.

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Ich verwende sie ganz unterschiedlich. Manchmal stelle ich sie z.B. hinter eine Kommode – und wenn ich dann auf der Kommode shoote, nutze ich sie als Tapeten- bzw. Wandfarbenersatz.

Manchmal lege ich sie auf den Boden, und dekoriere das was ich shooten will on top.

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Ich wette, ihr habt die Stoffuntergründe schon tausendmal auf meinem Blog gesehen, ohne dass es euch aufgefallen ist.

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Fototrick 6: Pappuntergründe sind günstig.

Und weil sie so günstig sind, könnt ihr euch verschiedene Motive auf Vorrat hinlegen. Denn es gibt ja heutzutage nicht nur Farben, sondern auch jede Menge Kartons mit Fotomotiven, die ihr auch saisonal einsetzen könnt.

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Mit Pappuntergründen shoote ich ganz oft. Ist so easy und komplikationsfrei. Hier ein paar Beispiele für Fotos, die ich auf Pappuntergründen geschossen habe, die ihr vielleicht vom Blog kennt.

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Fototrick 7: Requisiten kann man anfordern.

OK, das mit dem Anfordern funktioniert natürlich erst, wenn man ein paar Leser vorweisen kann. Wobei ich am Anfang einfach Klinken putzen war. Ich bin auf die einschlägigen kleineren Messen (wie z.B. die Trendset hier in München) gefahren und habe mich bei den Firmen vorgestellt. Erzählt, was ich mache, und um Requisiten gebeten. Klappte hervorragend.

Viele Firmen leihen mir mittlerweile auch Requisiten im Geschäft aus. Das ist superpraktisch, weil ich nur hier in München in den Laden gehen muss und die Sachen mitnehmen kann.

Das hier ist mein Requisitenlager – ein Kellerraum mit je fünf Billyregalen an jeder Seite proppenvoll mit Dingen. Und das obwohl ich permanent ausmiste.

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Fototrick 8: Kreativität ersetzt fehlendes Geld.

Gerade als Blogger kann und will man oft nicht investieren. Da muss man kreativ werden. Bretter im Baumarkt besorgen und immer wieder neu streichen, um immer wieder neue Untergründe zu haben. Stoffe anmalen.

Auf dem nächsten Bild seht ihr einen Teil meines Büros – und zwar den Teil, in dem ich die Bastel- und Malsachen aufbewahre. Hier gibt es alles von Pinseln in jeder Größe bis hin zu Glitzer in fast jeder Form und Farbe. Dazu natürlich jede Menge Papierarten, Malstifte, Farbkästen, unterschiedliche Kleber, Maskingtape und alles andere, was das kreative Herz begehrt.

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Dabei ist es total wichtig, bei aller Kreativität die Ordnung nicht zu vergessen. So sieht es aus, wenn die Requisiten für zwei Bilder herumliegen.

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Spätestens nach vier Bildern, räume ich alles wieder an seinen Platz, sonst wird das Chaos zu groß. (Und nein, der Papierkorb steht bei uns nicht immer auf dem Tisch – aber ich hatte gerade Papier auf dem Tisch geschnitten!)

Fototrick 9: Nähe ist wichtig.

Wenn mit einem Bild irgendwas nicht stimmt oder ich das Gefühl habe, das könnte ich noch besser hinkriegen, gehe ich einfach näher ran mit der Kamera und wähle eine Close up Einstellung. Hilft eigentlich immer. Irgendwie macht Nähe alles schöner. Auch wenn es nur die hingeschmissenen Requisiten auf dem Teppich sind.

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Fototrick 10: Fotobearbeitung können auch Laien.  

Ich bevorzuge Lightroom und stehe drauf,  wenn die Bilder eher gelbstichig und nicht so super gestochen scharf sondern eher ein bisschen milchig sind. Kann sich aber auch wieder ändern. Wichtig ist nur, dass man nicht tausend verschiedene Filter verwendet, sondern versucht einen einheitlichen Style zu fahren.

Update: Ach – und wenn ihr wissen wollt, welche Tricks ich beim Bloggen sonst noch so drauf habe – mittlerweile gibt es einen neuen Kurs von mir dazu auf Udemy, in dem ich alle meine Best Practices aus jetzt 11 Jahren bloggen verrate. Mit dem Code “BLOGGEN_ALS_BUSINESS” spart ihr 10 Euro auf den Gesamtpreis. Zum Erfolgreich bloggen Online Kurs einfach hier klicken.

Falls euch mein Post und der Blick hinter die Kulissen gefallen hat, freue ich mich, wenn ihr zum leichteren Wiederfinden dieses Bild pinnt:

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Alles Liebe

Eure Svenja

20 Kommentare

  1. Ein unglaublich informativer und kreativer Post, vielen Dank! Du hast so recht! Wahnsinn, wie unterschiedlich Bilder wahrgenommen werden wenn zB nur der Hintergrund anders ist. Thanks for sharing!

    1. Vollgerne – hat mir selbst echt Spaß gemacht das mal so zusammenzuschreiben. Da werde ich auf jeden Fall noch einiges in der Richtung machen demnächst, macht ja auch irgendwie Sinn auf dem Wissen nicht sitzen zu bleiben ;-)

  2. Lieben Dank für die Einblicke hinter die Kulissen. Ich habe noch viel zu lernen wenn ich mir so die Fotos von anderen Bloggern anschaue. Aber immer wenn ich zum Beispiel auf Pinterest surfe finde ich Ideen und hole mir Inspirationen.

    Schön auch mal zu sehen, wie du alles vorbereitest :) – dazu braucht man natürlich auch eine Menge Platz….

    Danke für deinen tollen Beitrag.

    Grüßle
    Martina

    1. Absolut braucht man da Platz – nicht so sehr zum Shooting, denn wenn man Ordnung hält, reichen ein paar Quadratmeter vorm Fenster. Aber für die Requisite muss man echt ein paar Regale freiräumen auf Dauer…

  3. lieben Dank für diesen Post! Ich fotografiere zwar selten Stillleben, aber wenn dann bin ich immer ein bisschen aufgeschmissen und unzufrieden mit dem, was rauskommt. Habe mir deine Tipps direkt mal abgespeichert und freue mich schon aufs ausprobieren!

  4. Guten Morgen Svenja,
    vielen Dank für diese tollen Tipps. Warum nur bin ich auf die Idee mit den Stoffuntergründen nicht selbst gekommen?! Ich werde bestimmt einige Ideen bei meinen nächsten Bildern umsetzen. Ich habe zwar (bisher) keinen eigenen BLog, aber was noch nicht ist, kann ja bald werden…

    1. Ha – so konkrete Fragen finde ich ja immer gut. Also ich sage: “Ich bin Svenja, habe einen Blog mit mehr als 100.000 Lesern im Monat und würde mir gerne einige Dinge aus ihrer Kollektion für ein Shooting leihen. Wen muss ich da bei Ihnen ansprechen?” Denn eins ist klar: JEDES Unternehmen muss heute mit Bloggern zusammenarbeiten, um erfolgreich zu sein. Viele Unternehmen überlassen einem die Dinge und wollen sie nicht zurück (da das Zurückschicken teurer wäre, als das Weggeben). Bei Unternehmen wie Butlers z.B. reicht es normalerweise in die Filiale zu gehen. Die kennen das schon.

  5. Wie gern würde ich in München wohnen und könnte einfach in ein Geschäft spazieren, um nach Requisiten zu fragen. Was echt Spaß macht: auf Flohmärkten einige Dinge zu erstöbern. Aber Vorsicht: macht süchtig ;-) Vielen Dank für den Blick in dein “Studio” und das prächtige Lager!

    1. Fährst Du halt nach Düssseldorf! Hier in der Vorstadt habe ich natürlich auch keine Geschäfte ;-) Da muss ich schon auch eine halbe Stunde mit dem Auto rechnen plus ausleihen plus wieder zurück bringen. Deshalb shoote ich ja jetzt auch oft in Bündeln, weil dieses “jeden Tag zwei Fotos machen” auf Dauer einfach nervig ist. Lieber zwei Tage richtig viele Fotos machen mit schönen Dingen – und dann mal wieder gar nicht.

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