Learning to write

Ihr Lieben,

was für ein Tag. Gestern habe ich es auf Facebook ja schon verraten: Ich bin gerade für drei Tage in Berlin und besuche die Masterclass von John Truby.

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John ist einer der führenden amerikanischen Drehbuchlehrer und –berater und hat für Serien wie Breaking bad, Sender wie HBO und Produktionsfirmen wie Pixar gearbeitet.

Was das Ganze noch besser macht: Ich besuche diesen Kurs gemeinsam mit meinem Mann, der ja an der HFF Regie studiert hat und als Storytelling Coach arbeitet. Und mit meiner Bloggerfreundin Christine von Lilies Diary, die so wie ich gerade an ihrem Roman schreibt.

So sitzen wir also mit mehr als 100 professionellen Produzenten, Autoren, Filmleuten und Geschichtenerzählern in einem Berliner Kino und lauschen dem Meister.

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Learning to write

OK, und zwischendurch diskutieren wir auch über unsere Romane. Und mir wird einmal mehr im Leben klar, dass Leidenschaft, Talent und Begeisterung uns weit tragen können. Aber eben nur, wenn wir auch das Handwerk beherrschen.

Ihr wisst ja gar nicht, wie gut mir das tut. Denn manchmal, wenn ich so alleine vor mich hin schreibe, denke ich: „Ich bin die einzige auf der ganzen Welt, die so ackern muss, um ihre Träume zu erreichen.“ Kennt ihr sicher auch – den Frust, wenn es bei allen anderen so verdammt leicht aussieht.

Aber als Autorin und Bloggerin und jemand, der permanent gefühlte 80 Fenster auf seinem Macbook geöffnet hat, finde ich GUT schreiben eben NICHT easy. Sondern weiß, dass man schnell gegen eine Wand laufen kann. Und genau da hatte ich mich auch hingeschrieben, mit meinem Roman – in die Sackgasse, an die Wand.

Gott sei Dank darf ich jederzeit was dazulernen über das Schreiben. Also verstehe ich nun Dank John Truby, WARUM ich an einem ganz bestimmten Punkt nicht weiterkam und das Gefühl hatte, dieselbe Szene wieder und wieder zu schreiben.

Meine Protagonisten standen zwar an unterschiedlichen Schauplätzen (im Wald, in einer Kneipe, in einem Krankenhaus) aber sie sagten und machten und fühlten IMMER dasselbe. Und dann lass Dir mal was einfallen – wenn die sich einfach emotional nicht vom Fleck bewegen wollen, die Schweinebacken.

Jetzt weiß ich: Anfängerfehler. Ich hatte noch nicht wirklich darüber nachgedacht, was die beiden unbedingt wollten. So unbedingt, dass sie dafür sogar sterben würden. Aber nur wenn ich das im Laufe des Romans immer wieder zeigen konnte (nicht nur sagen, sondern ZEIGEN), würde meine Story genug Drive haben, damit ihr nachher dranbleibt.

Schön, oder? Dass ich euch auf dieser Reise schon mal im Kopf mitnehmen kann als meine zukünftigen Leser. Das macht mir Mut und hilft mir, dranzubleiben.

Besonders passend fand ich heute Morgen, dass ich auf dem Weg zum Kino und Kurs an diesem Laden vorbeikam. Learning to write(12)

Ich meine: Wenn ich mich schon den ganzen Tag damit beschäftige, in welcher Reihenfolge ich welche Wörter und Inhalte aufs Papier bringe, dann ist das einfach das perfekte Geschäft um mir morgens einen Coffee to go zu holen und noch schnell ein paar Fotos für euch zu machen.

Von dem besten Angebot an Karten, Kladden, Kissen, Postern und Notizbüchern, die ich rund um das Thema Typographie je gesehen habe. Ich bin mir sicher: Das gefällt euch auch.

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Bei Typehype gibt es mehrere Produktlinien. Eine, die 1. eher grafisch klar ist (mit der DIN Schrift, die auch auf den deutschen Straßenschildern verwendet wird).

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Eine, die 2. eher zeichnerisch bunt verspielt angelegt ist:

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Dann 3. eine verschnörkelte klassische Typo:

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Und 4. eine schwarz-weiße Produktlinie im Bleistiftzeichnungslook und 5. eine, die viel mit der Hauptstadt zu tun hat (von den letzten beiden habe ich keine Fotos gemacht, aber ihr findet sie im Onlineshop.)

Als erklärter Buchstabenfreak bestelle ich, sobald ich zuhause bin, auf jeden Fall einen 2016 Kalender und noch ein paar andere Kleinigkeiten. Falls ihr in Berlin lebt: Ihr findet Typehype in der Rosa-Luxemburg-Straße 13 in Berlin-Mitte.

In diesem Sinne

Eure Svenja

P.S.: Stephanie, Eva, Dani, Richard und all die anderen Berliner Freunde und Kollegen, die ich schon lange mal (wieder-)sehen möchte: Sorry, diesmal schaffe ich es einfach nicht, euch zu treffen. Ein Abend gehört Ludwigs Patentante, die gleichzeitig Uwes Patenkind ist, einer meinem Mann und einer den Hauptstadtmuttis. Looking forward to seeing you next time!

6 Kommentare

  1. Wunderbarer Shop, tolle Inspirationen für Weihnachten! Ich liebe seit meiner Schulzeit Schreibwarengeschäfte und kann in mich an den Notizbüchern gar nicht satt sehen. Da fällt die Entscheidung schwer! Danke für`s Teilen.

  2. Liebe Svenja, ich lese soo gerne deinen Blog und freue mich über jeden Artikel! Und sonst bin ich eher still, aber irgendwie musste ich schlucken, dass du dich entschuldigst, manche Menschen in Berlin nicht treffen zu können. So viel Rücksicht und Pflichtbewusstsein kenn ich nur zu gut ;) Aber wie sagte eine weise Dame mal: Ein Nein zu anderen ist ein Ja zu mir selbst! (Selbst wenn die anderen Abende trotzdem verplant sind!) Ich wünsche dir weiterhin eine spannende Zeit. Liebe Grüße von der Nordsee – ich hab jetzt Lust auf Berlin :) Deine Mareike

  3. Liebe Svenja,
    wenn Du mal wieder so eine: Ich muss soviel dafür ackern-Phase hast, dann überlege Dir doch einfach mal: Du TUST tatsächlich etwas, um Deine Träume zu verwirklichen. Ja, Du tust verdammt viel dafür, ja, das bedeutet viel Stress und Arbeit und so, wie ich deine Seiten verfolge, hast Du immer wahnsinnig viele Baustellen gleichzeitig. Aber genau das ist ja so verdammt bewundernswert und gibt zumindest mir immer wieder einen A—tritt, wenn ich ihn gerade nötig habe.
    Und die meisten Menschen tuen einfach…Nichts! Die träumen nur! Also sei nicht frustriert, sei lieber stolz ;)
    Aber ich weiß, das bist du ja auch und jeder hat ja mal so Phasen…
    Grüße aus dem Ruhrpott
    Jane

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