BÄHM. Das müsst ihr euch ansehen.

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Ihr Lieben,

mir wird manchmal ganz übel, wenn ich sehe, wie sich meine Tochter die Charts reinzieht und ich weiß, dass im Hintergrund Videos lauern, die ironischerweise auch noch “Worth it” heißen. Und junge Frauen zeigen, die sich im Büroumfeld benehmen wie schlecht bezahlte Stripperinnen.

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Und auch wenn meine Tochter eine Mutter hat, die sich anders benimmt und es ja landläufig heißt, dass das Vorleben und das Beispiel mehr bewirken, als die Beeinflussung durch die Medien – I am not so sure.

Gerade deshalb möchte ich positiv sein. Schauen, was wir schon gut machen und was wir noch besser machen können. Wo positive Vorbilder lauern und was man dazu im Internet finden kann – und zwar unterhaltsam, nicht feministisch-belehrend. Heißt: Ich möchte euch ein paar Links an die Hand geben und ein paar Empfehlungen.

Wichtig ist ja vor allem, dass wir unseren Töchtern – und immer wieder auch uns selbst – bewusst machen, dass das auch ganz anders geht.

Für uns Erwachsene läuft zum Beispiel gerade auf Netflix die zweite Staffel der Serie “Grace und Frankie”. In der tun Frauen in den 70ern (und ich meine tatsächlich nicht die ÄRA, sondern das Lebensalter) lauter Dinge, die wir selbst gerne tun würden.

Uns von stehengebliebenen, spießigen Freunden verabschieden. Spaß haben und kreativ sein. Zu den umnöglichsten Uhrzeiten Alkohol trinken und unverantwortlich sein. Sex mit erfahrenen Männern in Hotelzimmern haben. And the list goes on and on.

Die Story der Serie ist schnell erzählt. Jane Fonda (Grace) und Lily Tomlin (Frankie) bilden eine Schicksalsgemeischaft, nachdem ihre jeweiligen Ehemänner damit rausgerückt sind, dass sie seit mehr als 20 Jahren eine Affäre miteinander haben und schwul sind.

Während ihre Männer ins ehemalige Familienhaus ziehen, ziehen die beiden Frauen zusammen ins Strandhaus. Und was für Frauen das sind! Grace, die pragmatische Spießerin mit einem Hang zu Martinis, dem Herz auf dem rechten Fleck aber ohne wirklichen Zugang zu ihren Gefühlen. Und Frankie, die hippiemäßige Künstlerin mit einem Hang zur Esoterik, dem Herz auch auf dem rechten Fleck, aber ohne wirklichen Zugang zur Realität.

Unglaublich, dass beide Protagonistinnen nicht nur saugut geschrieben, sondern tatsächlich älter als 40 Jahre sind. Ein Alter, ab dem man in Hollywood eigentlich nicht mehr gecastet wird.

Meryl Streep has often spoken out about the issue. In a 2011 Vogue interview, Streep said in the year following her 40th birthday she was offered three separate roles as witches in different films. She told Vogue the message felt clear: “Once women passed childbearing age they could only be seen as grotesque on some level.” Quelle bustle.com 

Dass das Frauenbild abgesehen vom Alter in Hollywood total zum Himmel stinkt und wir normalerweise die Klappe halten müssen, hat auch eine neue Untersuchung bestätigt. Darin wurden Disney Filme auf den Sprechanteil von Frauen analysiert. Die Ergebnisse sind verheerend.

Und wenn ich mir jetzt überlege, dass das alles Indizien für meine Tochter sein könnten, wie Frauen sich stereotypisch zu verhalten haben, bin ich froh, dass ich sie täglich dazu ermutige, ihre Gefühle zu äußern und sich selbst und ihr Weltbild authentisch auszudrücken.

Aber: Nicht nur meine Tochter und Frauen wie Jane Fonda und Lily Tomlin haben was zu sagen.

– Geena Davis kämpft mit ihrer Organisation seejane (opposite zu den zahllosen “Janedoes”) dafür, wie Frauen in den Medien dargestellt werden. Unbedingt auf Facebook abonnieren, da gibt es immer wieder spannende Artikel und News zum Thema “Gender in Media”

– Dokumentationen wie Miss Representation (findet ihr auch auf Netflix) öffnen uns die Augen dafür, in welche Rollen die Medien Frauen drängen. Und wie Frauen darüber die Emanzipation vergessen und zu fremdbestimmten Sexhäschen a la Kim Kardashian und Paris Hilton werden.

– Und Robin Wright aka Claire Underwood hat durchgesetzt, dass sie für ihre Rolle in House of Cards genaus so viel Geld bekommt, wie Kevin Spacey.

Anstatt mich also in Befürchtungen zu ergehen und permanent die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, weil Lissy auf Snapchat irgendwelchen Youtubern folgt, die ICH in MEINEM Alter ziemlich neben der Kappe finde, mache ich lieber eins.

EUCH sagen und zeigen, dass es auch anders geht in den Medien. Und uns gemeinsam einmal mehr auf’s richtige Pferd setzen. Not all is lost. Machen wir was draus!

Eure Svenja

 

5 Kommentare

  1. doch nicht etwa bibis Beauty Palace??????????
    herzliche u sonnige Grüße vom Flughafen Mallorca
    nach Hause u euch schöne restferien ????????????????????????

  2. Hi Svenja,
    meine Tochter ist jetzt 8 Jahre und ich habe schon ein wenig Angst angesichts der Internet- und Handy-Inhalte, die irgendwann auf sie zurollen wird. Sie ist jetzt im zweiten Schuljahr und die ersten Kinder haben schon ein Handy. Die nächsten werden sicherlich zur Kommunion eines bekommen. Wir wollen dies wenn möglich erst im 5. Schuljahr anschaffen, aber wer weißt wie groß der Gruppendruck in den nächsten Jahren wird. Ich seh das ganze Thema wie Du: möglichst offen mit dem Thema umgehen und vor allem die Vorteile nutzen. Und ganz wichtig: Ihr ein richtiges Frauenbild vermitteln, bei dem beide Geschlechter gleichberechtigt nebeneinander stehen. Das geht vor allem durch viel Reden und enges Begleiten. Ich hoffe, das werden wir hinbekommen. Viele liebe Grüße…

    1. Klar bekommt ihr das hin – weil Du Dir dessen bewusst bist und Lust darauf hast, sie zu begleiten. Bei uns war der Gruppendruck ein Handy anzuschaffen in der 5. Klasse zu hoch. Aber wer weiß schon, wie sich das in den nächsten Jahren entwickelt…. Ist schon ein Wahnsinn.

  3. Liebe Svenja, hui, ein gutes Thema. Die Medien sorgen schon schön dafür, dass die nächste Generation Frauen heranwächst, die – Um Gottes Willen – bloß nicht zufrieden mit sich selbst ist. Wer soll denn sonst die ganzen Diät-, Sport- und sonstige Selbstoptimierungsprodukte kaufen?! Ich freue mich immer wieder über positive Vorbilder.
    Viele Grüße Verena

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