Seit im Fernsehen nichts mehr läuft und ein Kinobesuch wegen des Babysitters doppelt so viel kostet, habe ich mir Alternativen zum Fernsehen ausgeguckt. Das fängt an bei Cardioeinheiten, die ich nur durchhalte, weil ich auf meinem iPad alte Sex and the City Folgen schaue und hört auf bei apple TV (meine itunes Rechnung braucht wirklich kein Mensch).

Aber das meiste Vergnügen bereitet es mir, Drehbücher zu lesen. Im Netz gibt es jede Menge Seiten, die Originaldrehbücher verlinken. Zum einen ist es ein cooles Gefühl im Originaldrehbuch mit dem Originaldrehbuchlook zu lesen. Dann ist das „Film lesen“  auch komplett anders, als einfach nur den Film zu sehen. Man kriegt ein viel besseres Gespür dafür, wie der Autor seine Figuren angelegt hat. Besonders Klasse: oft gibt es die Drehbücher  schon VOR dem Erscheinungsdatum der Filme in Deutschland. Leider immer nur auf Englisch, aber Hey, eine gute Gelegenheit das rostige Schulenglisch mal wieder aufzufrischen.

Hier nur mal eine kleine Auswahl von Drehbüchern,, die ich lesenswert fand, natürlich verlinkt – und wenn am Anfang kurz Werbung kommt, einfach wegklicken, danach bleibt es werbefrei und ihr könnt das Dokument auch einfach speichern, damit ihr nicht online lesen müsst:

American Beauty, Basic Instinct, The Breakfast Club, Erin Brockovich, Forrest Gump, Hangover, Notting Hill, Pretty Woman, Revolutionary Road, When Harry met Sally,

Scripts zu Fernsehserien gibt es natürlich auch, wobei viele erfolgreiche Serien sehr darauf achten, dass ihre Scripts nicht den Weg ins Netz finden. House, Greys, Desperate Housewives und Sex and the City tauchen immer mal kurzfristig auf, werden dann aber oft schnell runtergenommen. Aber: Dafür gibt es Seiten, auf denen sich die Autoren ins Handwerk schauen lassen, z.B. bei Grey’s Anatomy . Da gibt es dann Hintergrundinfos zu verschiedenen Folgen und deren Entstehungsgeschichten. Wer richtig hochwertige Scripts lesen will, der findet sicher was im writers room der BBC, da gibt es auch jede Menge inspirierende Interviews mit richtig guten Headautoren (also denen, die verantwortlich für die Tonalität der Serie/des Scripts sind.)

Apropos Interviews – eine andere Sache, die ich zur Inspiration manchmal mache, ist auf die Seite der Academy of Achievement gehen. Die Academy hat es sich zur Aufgabe gemacht, außergewöhnliche „leader, visionaries und pioneers“ vorzustellen, die unsere Welt zu dem gemacht haben, was sie ist. Da gibt es Interviews und Videos mit so spannenden und kreativen Menschen wie John Updike, Oprah Winfrey, Francis Ford Coppola, John Grisham, Steven Spielberg, Jeff Bezos, Bill Gates, Martha Stewart und Larry King. Aber nicht nur Entertainment- und Businesspeople werden vorgestellt, es gibt auch die Bereiche Sport, Public Service und Science & Exploration. Biografien fand ich ja schon immer spannend, aber zu lesen, wie viel Erfolg und Zufriedenheit mit einer klaren Vision, etwas (oder einer Menge) Glück, Leidenschaft und viel viel Fleiß zu tun haben, ist immer wieder motivierend – besonders an Tagen, an denen ich mich mal nicht so recht aufraffen kann. Bleibt nur die Frage – wieso gibt es all das eigentlich nicht auch auf Deutsch? Falls ihr tolle Links zu deutschen Seiten kennt, würde ich mich jedenfalls sehr freuen.