hr erinnert euch sicher an meinen Radlbauer-Post „Von der Enttäuschung, ein Fahrrad zu kaufen“. Ich hatte den Link zum Blogpost ja an die Kontaktadresse auf der Radlbauer-Seite geschickt mit der Bitte um Antwort und dem Versprechen, diese dann auf meinem Blog zu posten, wenn gewünscht.

Ich freue mich, euch heute schreiben zu können, dass der Geschäftsführer von Radlbauer, Herr Dengler, sehr schnell geantwortet hat – und zwar mit einer langen Mail. Das und die Tatsache, dass er zu allem was ich angemerkt habe Stellung nimmt, hat mich beeindruckt. Schließlich bin ich eine von vielen Kundinnen und hatte nach meiner ersten Enttäuschung angenommen, dass die Mail wahrscheinlich unbeantwortet bleibt.

Für Ihre Mail, lieber Herr Dengler, gibt es deshalb von mir einen fetten Daumen hoch. Noch besser fand ich, dass Sie Ihre Mobilnummer mit angegeben haben – das signalisiert echte Gesprächsbereitschaft! Ich werde Radlbauer eine zweite Chance geben – vielleicht komme ich erstmal wegen kleineren Sachen im Zubehörbereich wieder, um mich „ranzutasten“ – aber ich komme wieder.

Und hier jetzt die Antwortmail von Herrn Dengler, für alle, die den ersten Post gelesen haben:

Guten Morgen, s.g. Frau Walter,

vielen Dank für Ihr Feedback ! Auch wenn es nicht wirklich ein gutes Zeugnis für uns ist, sind diese Meinungen auch sehr wichtig für mich, da ich nur dann explizit eingreifen und nachhalten kann. Natürlich wäre mir ein sehr positives Feedback lieber gewesen, aber solche erhält man leider heutzutage seltenst. Nicht aus dem Grund, weil wir grundsätzlich schlecht arbeiten – im Gegenteil -, sondern weil sehr vieles als selbstverständlich angenommen wird, und da nehme ich mich selbst auch nicht aus.

Es tut mir sehr sehr leid, dass sich Ihr Einkaufserlebnis so negativ dargestellt hat. Ich gebe Ihnen in fast allen Punkten sehr Recht, wenn sich das alles so zugetragen hat, was ich grundsätzlich nicht in Abrede stelle. Auch für Ihre Kinder war es sicher nicht so schön, was mir auch gar nicht gefällt.

Sie können versichert sein, dass solche von Ihnen beschriebene Abläufe in keinster Weise der Anspruch von RADLBAUER sind. Ferner habe ich natürlich mit den beiden Damen ein klares und deutliches Wort gesprochen. Darüber hinaus schulen wir unsere Verkäuferinnen und Verkäufer mehrmals pro Jahr, wie man für Kundenzufriedenheit sorgt, eine „wohlige“ Einkaufsatmosphäre herstellt und dann natürlich auch zum Verkaufsabschluss zu kommt und bestenfalls den Kunden im cross-selling-Verfahren zum Zusatzumsatz geleitet. Auch der junge Mann hat ein entsprechendes Gespräch mit mir ge-
habt….

RADLBAUER steht für schöne Läden, perfekt präsentiertes und sortiertes Sortiment, beste Bepreisung und zuvorkommende, freundliche und kompetente Beratung. Und das nicht nur bis zum Verkaufsabschluss sondern auch dann, wenn mal etwas
zu reparieren oder einzustellen ist.

Leider haben Sie von diesen Werten nur sehr wenig gespürt, was mir, wie schon erwähnt, sehr leid tut. Ich möchte natürlich nun nicht in Ausreden oder Rechtfertigungen enden, aber lassen Sie mich dennoch noch etwas dazu sagen :

Unser gesamtes Verkaufsteam, besonders Frau Reichlmair in der Kinderradabteilung, hat in dieser bereits fortgeschrittenen Saison einen sehr sehr guten Job gemacht. Die Mädels sind nun, kurz vor Ihrem wohlverdienten Urlaub, an Ihrer Leistungsgrenze, physisch und auch mental, gelangt und da kann die „frühmorgentliche Tagesform“ schon mal nach hinten abkippen. Dies sollte und dürfte selbstredend nicht sein und wird von mir nicht geduldet, aber ich kann es ein Stück weit nachvollziehen. Auch in der Zubehörabteilung, nach einer langen und anstängenden Inventur und Saison, sind zu dieser Zeit mal Fehler möglich.

Wir haben es mit jungen Menschen zu tun, die noch täglich dazulernen, wofür u.a. ich mit vielen Gesprächen, zuständig bin. Maschinen und Fliessbandarbeit wollen wir nicht, da es in unserem Unternehmen „menscheln“ muss. Auch das ist eines der Erfolgsrezepte von RADLBAUER, und das seit mehr als 33 Jahren ! …. aber wo Menschen am Werke sind passieren nunmal Fehler …..

Noch mal, unser Anspruch ist wie oben erwähnt ein ganz anderer und ich möchte mich in keinster Weise, aus diesem für mich sehr ernsten Thema, “ herausreden“. Vielmehr hoffe ich auf ein, nun kleinwenig, Verständnis und wünsche, dass Sie weiterhin
RADLBAUER – Kundin bleiben. Wie Sie ja ebenfalls bemerkten, haben Sie schöne Räder inkl. Flaschenhalter für Ihre Kinder gefunden und das ist wichtig und schön zu lesen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommerausklang und Ihren Kindern allzeit eine unfallfreie und fröhliche Zeit auf den Rädern von RADLBAUER.

Bis bald und mit freundlichen Grüssen

Franz Dengler
Geschäftsführer