Warum erreichen wir unsere Ziele nicht? Warum haben wir Träume, die wir nicht leben? Und warum könnte sich das alles bald ändern?

Ich habe euch in meinem Zieleclub-Post nach euren Träumen gefragt. Denn ich möchte mit euch zusammen etwas erleben: Wie eure Träume wahr werden. Für nichts Anderes lohnt es sich zu leben. Punkt. Aus. Deshalb werden wir etwas zusammen in Angriff nehmen. Wir werden uns anschauen, WARUM diese Träume bis jetzt nicht funktioniert haben. Oder in euren Worten:

„Meine Träume bzw. Ziele? (…) 15 Kilo abnehmen und mehr Sport. Mir fällt dabei auf, dass das schon seit 3 Jahren mein Ziel ist  – warum? Damit ich es gleich verwerfe? (Hab ich bis jetzt nicht geschafft,  dann schaff ich es auch die nächsten drei Jahre nicht??) Vielleicht sollte  man sich nahe liegendere Ziele suchen, realistische, die sehr wohl zu schaffen sind. Mehr Sport und abnehmen als EINE Sache sehen, dann ist es schon gar nicht mehr so unüberwindbar. Im Urlaub konnte ich jeden Tag Sport machen und habe mich gleich besser gefühlt. Man legt sich ganz oft selbst Hürden in den Weg zum Ziel, um es für sich zu rechtfertigen. Man betrügt sich ein stückweit selbst…Bequemlichkeit?“

Die Kilozahl, die ich in euren Mails übrigens am häufigsten gelesen habe, waren 15-20 Kilo. Wichtig ist aber nicht die Zahl, sondern das Bewusstsein, dass da etwas nicht im Gleichgewicht ist. Denn die meisten haben zwei verschiedene Körperbilder in ihrem Kopf. Das „vor den Kindern“ und das „nach den Kindern“.  Wer keine Kinder hat, nennt das einfach „früher“ und „heute“. Nun ist das mit dem Gewicht nach Kindern ja so eine Sache. Natürlich nimmt man während der Schwangerschaften zu und es ist danach alles ein bisschen beutelig-unschön-unstraff. Das könnte man aber wieder in den Griff kriegen.

Das größere Problem ist, dass ein Kind zu bekommen für uns Frauen bedeutet, das nichts mehr ist, wie vorher. Natürlich kann ich auch mit einem Kinderwagen laufen gehen (macht weniger Spaß und ist anstrengender) oder das Kind im Fitnessstudio in der Kinderbetreuung abgeben. Aber Kinder zu haben bedeutet auch, viel für andere zu tun. Man selbst steht nicht mehr so im Mittelpunkt wie früher. Mit Kindern bekommt man eine gesunde Lektion im Bereich „Nimm Dich selbst nicht so wichtig“ und natürlich auch im Bereich „Dein Körper gehört nicht nur Dir“. Das fängt bei der Schwangerschaft an, geht über das Stillen und endet bei kleinen Händen, die Dich am Tag tausendmal anfassen. Dann gibt es ständig Essensreste, weil die Kinder was übrig lassen, man kocht und backt mehr und bewegt sich (erstmal) weniger. Zeit für Sport ist meist nur, wenn der Partner wieder Zuhause ist – aber sich nach einem langen Tag (am besten noch mit Schlafmangel) wieder aufzuraffen ist schwierig. Ich bin ganz ehrlich: Ich habe gebraucht, bis mein jüngstes Kind drei war. Vorher war ich einfach noch nicht so weit. Und ich finde auch, dass diese Zeit mit kleinen Kindern heilig ist. Da MUSS man nicht jeden Tag zum Sport rennen. Aber irgendwann erreicht jede Frau einen Punkt, an dem die Kinder eben nicht mehr so klein sind – und man kann sich ja nicht sein Leben lang einen Zettel auf die Stirn kleben auf dem steht: „Ich war mal dünn, aber dann habe ich Kinder bekommen.“ Oder man hat keine Kinder, dann kann man ja einfach draufschreiben: „Früher war ich mal dünn.“ Das ist ein bisschen so, wie wenn Männer mit Bierbäuchen erzählen, was sie früher mal für Sportskanonen waren. Who cares?

Ich möchte, dass ihr mir heute einfach nur einen Gefallen tut: Denkt bitte einmal darüber nach, wann euch euer Körper stört? Wann ist euch euer Bauch im Weg? Wann denkt ihr: Oh Mann, ich bin einfach zu dick? Seht ihr das nur selbst so oder hat es auch mal jemand zu euch gesagt?  Was ist das für ein Gefühl, zu dick zu sein und seinem eigenen Maßstab nicht gerecht zu werden? Bitte schreibt mir das, denn nur so können wir hier in den nächsten drei Monaten etwas ganz TOLLES zusammen machen. Nämlich anfangen, eure Träume umzusetzen. Und wenn ihr andere Träume habt – her damit. Wir machen das nämlich step-by-step und ich kann gute beispiele gebrauchen. Dasselbe gilt also auch für jeden anderen Traum: Was stört euch an eurem jetzigen Status Quo? Ist es eine Arbeit, die keinen Spaß macht? Ein Partner, der nicht im Haushalt mithilft?

Für alle, die mich gefragt haben, wie sie ihre Träume erreichen können also hier die erste Aufgabe: Schaut euch euren Körper (euer Leben) heute an und erzählt mir was darüber. Ich werde danach mit Patrick und mit meinem Mann, der ja ein Experte auf dem Bereich der persönlichen Weiterentwicklung ist, reden und mir überlegen, wie wir euren Traum umsetzen können!

Und da man ja nur über was reden kann, was man selbst erlebt habt, poste ich zu diesem Artikel ein Bild von mir, das ich normalerweise nirgendwo veröffentlichen würde. Auf dem Bild bin ich hochschwanger, wiege 90 Kilo (ich habe in jeder Schwangerschaft 30 Kilo zugenommen) und finde mich fürchterlich unattraktiv (nur das ich schwanger bin, finde ich natürlich TOLL!). So habe ich mal ausgesehen und heute sehe ich nicht mehr so aus. Und ihr kennt ja meinen Wahlspruch, der ganz oben im Header über meinem Blog steht: Wenn ich das kann, kannst Du das auch. Und jetzt freue ich mich auf eure Mails. Ich zähl auf euch, Mädels.

Eure Svenja

P.S.: Ich glaube übrigens, dass jede Frau, die Übergewicht hat, das insgeheim gerne loswerden würde. Auch die dickeren Frauen, die Witze über sich selbst machen. Dick sein bedeutet einfach auch eine Einschränkung der Lebensqualität. Was ich aber auch weiß: Es gibt für alles im Leben die richtige Zeit. lch freue mich also auch, wenn ihr mir nicht jetzt, sondern in einem Jahr schreibt.