Ich habe euch doch neulich in meinem Zieleclub-Post schon gesagt, dass es eine Methode gibt, mit der ich alle meine Ziele erreiche. Ich habe sie durch meinem Mann kennen gelernt. Mein Mann Uwe hat ja hier in München an der Hochschule für Film und Fernsehen den Beruf Film- und Fernsehregisseur gelernt. Dort wird auch diese einzigartige Methode gelehrt. Sie nennt sich „Die Heldenreise“. Und – jetzt haltet euch fest: mehr oder weniger jeder erfolgreiche Hollywoodfilm ist nach dieser Methode gebaut. Von „Star Wars“ zu „Harry Potter“ oder „Der Herr der Ringe“ bis hin zu „Pretty Woman“, „Dirty Dancing“ oder um aktueller zu werden „The Hangover“. Weit verbreitet wurde die Heldenreise durch ein Memo von Christopher Vogler, der in den 80er Jahren als Story Consultant bei Walt Disney Pictures gearbeitet hat. Er hat die Heldenreise damals in einer 7-seitigen Zusammenfassung erläutert, die sich in Windeseile an den verschiedensten Filmstudios verbreitet hat.

Von der Vergangenheit in die Gegenwart: Wisst ihr, wie man manchmal in schönen Momenten sagt: „Das ist ja wie im Film.“ Oder in besonders schrecklichen: „Ich fühle mich wie in einem Film?“ Das passiert, weil die Heldenreise in verschiedene Stufen aufgeteilt ist – und wenn man im echten Leben eine neue Stufe erreicht, kann sich das schon mal anfühlen „wie im Film“.

Weil aber schon der Name „Heldenreise“ leicht esoterisch klingt und ihr mittlerweile wisst, dass mein Spitzname Mrs. Pragmatismus ist, SCHWÖRE ich euch – die Heldenreise ist NULL eso. Ganz im Gegenteil, sie ist ziemlich hands on und real. Und sie hilft mir sehr dabei, mein Leben positiv weiterzuentwickeln. Als Ehefrau, Mutter, ja – sogar als Hausfrau. Von meiner Berufung mal ganz zu schweigen. Warum das so ist? Weil wir Frauen mit unserer Brut ja viel instinktiv entscheiden. Da liegt die Heldenreise uns nah, weil sie das widerspiegelt, was Menschen seit Jahrtausenden machen, um ihre Brut zu erziehen und ihr „Rudel“ möglichst lebensfähig zu machen: Sie erzählen Geschichten, weil Menschen anhand von Geschichten am einfachsten lernen.

Beispiel aus der Praxis. Ihr sagt eurem Kind tausendmal: „Halt Dich fern von den Kerzen, wenn sie brennen.“ Meist hilft das nicht viel, weil Kinder von Feuer magisch angezogen werden. Sagt ihr aber: „Ich kannte mal ein Kind, das hat nicht auf seine Mutter gehört und ist einfach zu den brennenden Kerzen gegangen und hat hineingefasst und dann ist die Haut an der Hand verbrannt und ist abgefallen und das Kind hat fürchterlich laut geschrien“….tja, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass euer Kind fragen wird: „War die Haut dann rot? Musste das Kind ins Krankhaus? Wie hieß das Kind??“

Geschichten begreifen eben schon Kinder.

Noch einmal zurück in die Vergangenheit: Entstanden ist die Heldenreise, weil der Mythenforscher Joseph Campbell zu vielen Naturvölkern gereist ist, um zu erforschen, woher die großen Mythen kommen. Er hat sich also sehr sehr viele Geschichten von den verschiedensten Stämmen angehört – oft Stämme, die noch nie in der sogenannten Zivilisation waren. Über die Jahre hat er herausgefunden, dass all diese Geschichten, die die Stammesältesten den Jungen erzählen, um sie auszubilden und für das Leben in der Gemeinschaft und im Einklang mit der Natur fit zu machen, einem bestimmten Muster folgen. Menschen lernen besser, wenn sie Geschichten erzählt bekommen, anstatt nur Befehle erteilt. So hat sich über den Lauf der Zeit also DIE EINE STRUKTUR herausgebildet, die man in allen funktionierenden und gut erzählten Geschichten wiederfinden kann – und die hat Campbell „Heldenreise“ getauft.

Nun ist es ja so, dass es für jeden Menschen eine ganz wichtige Geschichte gibt – das ist die eigene Lebensgeschichte. Wenn ihr mich also immer fragt: Wie machst Du das eigentlich alles – wie schaffst du das? Ich kriege das einfach nicht hin – dann ist meine Antwort: Ich kenne die Heldenreise und ich lebe danach.

Die Heldenreise hat 12 Stufen, die ich euch gerne in den nächsten Wochen vorstellen möchte. Immer mal wieder, zwischendrin. Und jetzt schlage ich nochmal den großen Bogen zum Zieleclubpost und zum Abnehm-Pilotprojekt und überhaupt zu allem, was ich hier mache. Wenn ihr mit mir gemeinsam mehr über die Heldenreise lernt, werdet ihr auch begreifen, wie ihr euer eigenes Leben verändern könnt. An welchem Punkt eurer eigenen Heldenreise ihr steht. Ihr werdet sehen, was euch stört. Verstehen, wo euer Potenzial liegt. Und alles rausholen, was in euch liegt.

Ja, ich will euer Leben in den nächsten Wochen nicht nur bunter, sondern auch viel besser und lebenswerter machen. Meins ist es durch die Heldenreise auf jeden Fall geworden. Ich habe es euch schon so oft gesagt, aber gerade die zahlreichen Mails auf den Gewichtspost und all die Träume, die ihr mir verraten habt, haben es nochmal bestätigt. Da draußen gibt es so viele Menschen, die spüren, dass in ihnen mehr steckt. Dass das Leben mehr für sie bereithält. Und ihr, meine lieben Leser, habt so Recht. Lasst uns das Leben beim Schopf nehmen und alles rausholen. Es gibt keine Zeit zu verschwenden. Ganz im Gegenteil – wir werden jede Minute auskosten. Und ich freue mich über jeden Einzelnen von euch, der dabei ist.

In diesem Sinne

Eure Svenja

P.S.: Und da wir ja auch immer Spaß zusammen haben wollen, habe ich euch oben einfach mal die Kurzzusammenfassung von Pretty Woman gepostet und durch wenige handschriftliche Änderungen in Notting Hill umgewandelt. Ist es nicht Wahnsinn, wie baugleich Hollywoodfilme durch die Heldenreise geworden sind? Und trotzdem ist jede Geschichte einzigartig, spannend und liebenswert. Klickt euch einfach mal durch die Fotostrecke!