Heute habe ich auf youtube ein Projekt entdeckt, bei dem 50 Menschen dieselbe Frage gestellt wird. Das funktioniert so: Eine Kamera wird irgendwo auf der Welt in irgendeiner Fußgängerzone aufgestellt. Dann wird Passanten, die Lust haben mitzumachen, eine Frage gestellt. Ich habe also ein paar Videos angeschaut und die Fragen waren ganz unterschiedlich – von „What would make your day?“ über „Where would you like to wake up?“ bis hin zu „What where your childhood dreams and what are your dreams today?“. Alles ganz nett anzusehen, aber nichts hat mich wirklich gefesselt. Doch bei dem Video oben zapelte ich dann am Haken. Die Frage lautet „What is your biggest life regret?“ Es ist alleine schon deshalb spannend, weil die Menschen auf diese Frage intensiver reagieren. Sie schauen nach oben, beißen sich auf die Lippe, sind plötzlich in sich gekehrt.  Also bin ich ins Nachdenken gekommen.

Was sind meine life regrets? Was bedauere ich am meisten, in meinem Leben getan oder eben nicht getan zu haben. Weil darum scheint es zu gehen – alle Antworten handeln davon, was Menschen getan oder gelassen haben. Ist das nicht irre? Das heißt, dass wir uns komplett über unsere Handlungen definieren. Keiner gibt die Antwort: ich bedauere, dass ich das und das nicht GEDACHT oder viel zu oft gedacht habe. Dabei findet doch ein Großteil dessen, was wir sind, im Inneren statt.

Wie auch immer, vielleicht fällt euch sofort ein, was ihr am meisten bedauert – vielleicht fällt euch aber auch gar nichts ein. Hier ist meine Antwort:

„Ich bedauere nicht eher gewusst zu haben, dass es immer richtig ist, auf mein Bauchgefühl zu hören.“

Und, was ist eure Antwort? Ich bin gespannt und wünsche euch einen tollen Sonntag an dem ihr alles Schöne nachholen könnt, wozu ihr in der Woche nicht gekommen seid.

Eure Svenja