Die Freuden einer berufstätigen Mutter waren gestern mal wieder alle an einem Tag präsent.

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Morgens saß ich in der Lobby eines tollen Verlags am anderen Ende der Republik und wartete auf einen Termin mit der Chefredakteurin.

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Nachmittags saß ich mit Jessica bei Alex im Garten, mitten im Wald – während die Kinder auf dem Trampolin tobten.

Früher, da hätte ich zum Verlagstermin hohe Schuhe angezogen. Heute sitzen wir da entspannt zusammen und reden die ersten Minuten über Kindererziehung, das Leben einer berufstätigen Mutter (oder besser: einer Hausfrau und Mutter mit beruflichen Zielen???), Sex in der Ehe, Kochen und Rezepte und Deutschlands Familienpolitik. Das geht? Ja, das geht.

Und das Lustigste ist, dass ich nachmittags mit meinen Freundinnen genau über die selben Themen rede. DAS finde ich irgendwie unglaublich und irgendwie ganz normal. Vielleicht ist es auch einfach der Vorteil von Frauen, deren Kinder aus dem Gröbsten raus sind: Wir haben eine Menge über uns gelernt, kennen unsere Stärken und Schwächen und spüren, dass jetzt ganz langsam Raum dafür ist, das alles anzugehen.

Es gibt sie, die zwei Leben einer berufstätigen Mutter. Aber: Wenn man möchte, kann man sie auch zu einer großen Sache verschmelzen. Ich jedenfalls habe gestern einer Chefredakteurin Fotos von meinen Kindern auf dem Handy gezeigt. Und Fotos unserer Schulturnhalle, die ich neulich mit der Hilfe von vielen wunderbaren Kindern und Müttern für den Besuch vom japanischen Botschafter geschmückt habe.

Solltet ihr noch nicht so genau wissen, wo ihr hinwollt (egal wie alt ihr seid, egal ob ihr Kinder habt, oder nicht, egal ob Frau oder Mann), sondern ein bisschen auf der Suche sein, was euer Weg sein könnte, lege ich euch Barbara Shers Buch „Wishcraft. Lebensträume und Berufsziele entdecken und verwirklichen.“ ans Herz. Ich habe es vor einigen Jahren gelesen und nun vor Kurzem noch einmal. Beide Male hat es mich wieder zu dem geführt, was ich im Kern bin, was ich mir schon lange wünsche und was ich seit einigen Jahren mit eurer Hilfe und Begleitung zunehmend umsetzen kann.

Dafür heute mal ein großes Dankeschön, das von Herzen kommt.

Alles Liebe

Eure Svenja

P.S.: Wer schon gespannt auf die Fortsetzung der „In dicken und in dünnen Zeiten„-Aktion wartet: Am Wochenende gibt es dazu mehr. Vielen Dank auch für eure zahlreichen Zuschriften zu dem Thema. Ich war in der Zwischenzeit fleißig und habe jede Menge neue Erkenntnisse. Und einen guten Plan für den Anfang.

P.P.S.: Manchmal habe ich in letzter Zeit nicht nur das Gefühl, zwei Leben sondern auch zwei Blogs zu haben. Oder um es anders auszudrücken: Ich bastel und arrangiere und fotografiere für mein Buch, kann euch das ja aber alles nicht zeigen. Ich sage euch, das ist schlimmer als eine Schwangerschaft – da weiß man wenigstens nicht, wie das Baby am Ende aussieht und ist die ganze Zeit gespannt. Ich aber SEHE dieses Baby und darf es euch nicht zeigen. GRRRRRRRRR. Heuwägelchen. Geduld ist einfach nicht meine Stärke.