Ihr Lieben,

ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich freue mich tierisch aufs lange Wochenende. Es war so viel los in letzter Zeit – und mit dem ganzen Kochmehraufwand durch die vegane Challenge bin ich gut beschäftigt.

Zucchini

Heute musste ich laut lachen, als ich in die Küche ging, denn früher sah es da GANZ anders aus, wenn ich ein Pastawochenende geplant habe. Aber da challengen ja heißt: Zucchini anstatt Pasta, gibt es die bei uns jetzt in rauhen Mengen!

Jedenfalls bin ich froh, dass jetzt ein paar freie Tage ins Haus stehen – und gerade am Anfang der Ferien liebe ich es ja, wenn ich mit den Kindern einen faulen Tag machen kann, so wie heute. Draußen regnet es und plötzlich war es so kalt, dass wir die Heizung anstellen mussten.

So hängen wir jetzt gemeinsam im Wohnzimmer ab. Weil Ferien sind, darf Ludwig mitten am Tag eine Packung Toffifee essen. Dabei liest er gemütlich National Geographic. Lissy blättert in einem Stickerbuch und ich sitze in meinem heißgeliebten Ohrensessel und freue mich, dass jetzt mal zwei Wochen ohne Kinder wecken und antreiben, ohne Hausaufgaben und den stinknormalen Alltag anstehen.

Damit mir nicht allzu langweilig wird, gehe ich nächste Woche zu einem Beauty Shooting (das wird lustig, ich werde berichten) und in der Woche danach mache ich das Kindershooting für mein Buch. Dann muss ich ja hier irgendwie das vegane Kochen auf die Reihe bekommen und Bloggen. Und eigentlich wäre auch mal wieder eine Hausentrümpelung angesagt. Was sich alles so in den Ecken sammelt, mei, das geht aber auch immer schnell…und dafür bleibt irgendwie nie Zeit übrig.

Was mich zur Frage meiner Leserin Verena bringt, die ich schon seit einigen Wochen beantworten möchte. Sie hat mich gefragt, wie ich das eigentlich mit meinem Zeitplan mache, weil mein Mann ja auch viel unterwegs ist und ich (wie sie glaubt, was ich aber manchmal bezweifele, wenn ich mir die wenigen Slots ansehe, die ich ohne Kinder dafür zur Verfügung habe….) viel arbeite. Also: Hier ein Blick hinter die Kulissen meiner Zeitplanung.

Zur Vorab Info: Montag bis Mittwoch sind meine Arbeitstage, an denen meine Mutter mich unterstützt. Ich arbeite im Haus nebenan und meine komplette Arbeitszeit ist sehr flexibel und komplett um die Bedürfnisse meiner Familie herum gelegt. Ab Donnerstag bin ich dann mit den Kindern „allein“.

Montag: Arbeiten, Einkaufen, 11:20 Ludwig aus der Schule holen. Danach kochen, Hausaufgaben betreuen. Um 13:00 kommen meine Mutter und Lissy, denen ich das Essen warmmache. Dann gehe ich gegen 13:30 rüber zum Arbeiten und Mama übernimmt die Kinder. Um 16:00 fahre ich zum Sport und bin gegen halb 6 frisch geduscht zurück – und übernehme die Kinder. Manchmal hat Mama ihnen dann schon Abendbrot gemacht, manchmal mache ich das noch. Dann Abendprogramm mit den Kids und ab halb neun/neun Zeit für mich. Essen mit Uwe. Ins Bett zwischen 10 und 11.

Dienstag: Arbeiten, Einkaufen, Mittag essen kochen. Um 11:20 haben beide Kinder Schule aus – Mama holt sie ab. Wir essen gemeinsam zu Mittag. Gegen 12:30 gehe ich nochmal rüber, um eine Stunde zu arbeiten. Dann ziehe ich mich um für den Sport um und setze Lissy auf dem Weg ins Sportstudio beim Schulsport ab. Meine Mutter ist in der Zeit mit meinem Sohn Zuhause. Nach dem Sport hole ich Lissy um 15:30 wieder ab und fahre nach Hause. Duschen, manchmal noch eine Stunde arbeiten, dann Mama ablösen. Was mit den Kindern machen und Abendprogramm, Essen mit Uwe, siehe oben.

Mittwoch: Arbeiten, Einkaufen, 12:15 Lissy aus der Schule holen. Danach kochen, Hausaufgaben betreuen. Um 13:00 kommen meine Mutter und Ludwig, denen ich das Essen warmmache. Dann gehe ich gegen 13:30 rüber zum Arbeiten und Mama übernimmt die Kinder. Um 14:30 fahre ich mit Lissy zum Tennis und gehe selbst in der Zeit, in der sie trainiert, zum Sport. Ludwig ist in der Zeit mit Mama Zuhause. Um 16:20 sind wir wieder daheim, Duschen, manchmal noch eine Stunde arbeiten, dann Mama ablösen. Was mit den Kindern machen und Abendprogramm, Essen mit Uwe, siehe oben.

Donnerstag: Arbeiten, Einkaufen, 11:20 Ludwig aus der Schule holen. Danach kochen, Hausaufgaben betreuen. Um 13:00 Lissy aus der Schule holen, Essen warmmachen, Hausaufgaben betreuen. Danach verbringen wir den Tag meist in der Siedlung. Manchmal arbeite ich noch etwas, soweit es die Zeit erlaubt. Oder ich backe, erledige die Hausarbeit, spiele mit den Kindern. Dann Abendprogramm mit den Kids und ab halb neun/neun Zeit für mich. Essen mit Uwe. Ins Bett zwischen 10 und 11.

Freitag: Arbeiten, Sport, Einkaufen. 12:15 beide Kinder von der Schule abholen. Danach kochen, Hausaufgaben betreuen. Eine Stunde Pause. Nachmittags fahren wir in die Bibliothek. Wenn wir zurückkommen lesen die Kinder in den neuen Büchern oder hören neue Hörspiele. Ich nutze die Zeit für Hausarbeit und wenn es geht, arbeite ich noch ein bisschen. Dann Abendprogramm mit den Kids und ab halb neun/neun Zeit für mich. Essen mit Uwe. Ins Bett zwischen 10 und 11.

Samstag und Sonntag: Außer, dass keine Schule ist, genauso wie in der Woche. Wenn Zeit ist, arbeite ich. Wenn keine Zeit ist, mache ich was mit den Kindern, koche und erledige die Hausarbeit.

Die Wahrheit ist: es richtet sich bei mir alles nach den Kindern. Da ich Zuhause arbeite, habe ich mir für drei Tage die Unterstützung durch meine Mutter organisiert. Mittagsbetreuung kam für mich nicht in Frage – die geht zwar bis zwei, aber es gibt dort nur kaltes Essen. Außerdem möchte ich meine Kinder um mich haben, auch wenn das heißt, dass ich sehr sehr wenig Zeit zum Arbeiten habe. Und eigentlich gar keine Freizeit außer abends.

Mein Mann spielt in unserem normalen Tagesablauf keine große Rolle. Da er beruflich sehr eingespannt ist, sehen ihn die Kinder – wie in den meisten Familien – nur abends und am Wochenende. Auch da arbeitet er zwischendurch oft, so dass ich am Wochenende die Kinder (zumindest mental) weiter komplett alleine betreue. Wir versuchen allerdings immer an einem Tag des Wochenendes etwas Großes zusammen als Familie zu unternehmen, was meistens auch klappt. Oft verteufle ich die Nahrungszubereitung – in so einer Familie hat ja immer irgend jemand Hunger. Da ist der Thermomix wirklich eine Riesenhilfe.

Klar könnte ich die Kinder auch bis 5 in den Hort geben, aber wenn ich ehrlich bin, würde mir dass das Herz brechen. Es wäre viel weniger Stress, aber das bin einfach nicht ich. Vielleicht weil ich so eben auch selbst nicht aufgewachsen bin.

Tja, Verena, ich hoffe, das beantwortet alle Deine Fragen. Bin mal gespannt, ob eure Tage und Wochen ähnlich laufen – da wird ja sicher der ein oder andere kommentieren, bei diesem Thema :-)

Euch jetzt erstmal einen schönen Start ins Pfingstwochenende!

Euer Svenja

P.S.: Gerade habe ich meinen typischen Wochenverlauf nochmal gelesen und musste lachen. Kein Wunder, warum ich auf meinem Blog so viel über die gleichen Themen schreibe: sie machen eben einen Großteil meines Alltags aus :-)