Uff. Nein, besser: Doppeluff.

Was ist bloß mit den Sternen los? In meinem kleinen Universum passiert jedenfalls gerade mal wieder alles auf einmal. Und so sehr ich schnelles Tempo liebe – ich möchte ungern eine Stufe der Treppe übersehen und lang aufs Gesicht fallen, weil ich die Schürze meines Dirndls nicht gerafft habe. Wobei wir direkt beim visuellen Teil meines Posts sind.

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Gestern waren wir von unserem lieben Freund Florian zur Wiesn eingeladen und hatten jede Menge Spaß. Ich bin jetzt der lebende Beweis dafür, dass man mit einer Radlermaß auf den Tischen tanzen kann (oder davor) und dass man als Veganer auf der Wiesn überlebt, auch wenn man das erste Mal seit fast 6 Monaten Fleisch isst.

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Schließlich trinke ich nie Bier, so eine Mass ist groß und ich brauchte eine Grundlage. (Fazit: No meat no more. Jetzt weiß ich auch, warum ich das nicht vermisst habe). Außerdem habe ich noch diese Erkenntnis für euch vom Wiesnkehraus mitgebracht: ein Birnenschnaps in einer pinken Flasche, die man sich um den Hals hängt, kommt einem ab einer gewissen Uhrzeit nicht mehr albern vor.

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Praktisch war nicht nur das grüne Bändel, sondern später vor allem der Eiskübel in dem die Dinger kredenzt wurden. Beim Zusammenklappen der Bierbänke (es musste Platz zum Tanzen her) habe ich mir nämlich kurz zwei Finger eingeklemmt und das hat ganz schön weh getan. Nach der Bayernhymne um kurz vor 11 (das gibt es wirklich nur auf der Wiesn) sind wir dann zum Taxi gesprintet. Da lohnt es sich, auf die 2 Zugaben der Band zu verzichten, denn eine Viertelstunde später ist dieser Straßenabschnitt gesperrt und ALLE wollen ein Taxi, nicht nur 20 Mann.

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Bye bye Wiesn. Irgendwie immer ein emotionaler Moment. Aber: Wenn eine Tür zugeht, geht eine andere auf. Sagt man ja immer so schön. Was mich gleich zu einer großen Ankündigung bringt. Nicht nur ich muss mich von etwas verabschieden, sondern ihr euch auch. Nämlich von meinem Blog.

Keine Panik, natürlich nicht komplett, sondern nur von seiner Optik. Mein Blog bekommt ein facelift. Musste sein, denn so oft wie ihr mir schreibt, dass ihr etwas nicht findet – das kann einfach nicht sein. Also gibt es bald Rubriken und noch andere Dinge, die es vorher nicht gab. Solltet ihr also von Anfang an hier mitlesen, macht nochmal schnell einen Screenshot, für die Erinnerung an die guten alten Zeiten. Das werde ich auch tun und mir den dann an die Wand hängen. Aller Anfang war schwer – und schaut, wie weit wir es schon miteinander gebracht haben.

Bitte nicht erschrecken, wenn euch erstmal alles fremd vorkommt. Ging mir genauso, schließlich ist mein Blog fast wie ein guter alter Freund für mich. Gebt ihm also ein paar Tage Zeit, auch bis alles so funktioniert, wie es soll.

Dann habe ich noch Neuigkeiten zu meiner Kolumne. Sie startet in KW 44 und dann darf ich auch endlich mehr dazu sagen. Wobei ich diese Woche noch andere wirklich spannende Schreibnews in petto habe, also langweilig wird es hier nicht. Ich sagte ja bereits: die Welt dreht sich zu schnell.

Und da ich nebenbei noch eine kleine Auseinandersetzung mit meinem kriminell veranlagten Exvermieter klären muss, zwei neue Dachfenster am Haus eingebaut werden und ich ab Donnerstag für den Rest der Woche lieben Besuch erwarte: Habt ein bisschen Geduld mit mir. Ich verspreche, ich lass euch nicht hängen.

Eure Svenja