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Ich, beim Shooting für die Kolumne an einem dieser rappelvollen Tage. Dass ich gemütlich sitze täuscht – wer genau hinschaut sieht, dass ich aus lauter Verzweiflung beim vorletzten Motiv des Tages a) schon in mir zusammengesackt bin, b) völlig unvegane Pommbären aus der Deko esse und c) mit einem Auge in den Garten schiele, weil das Licht langsam weggeht und wir noch ein Thema draußen shooten wollen.

Normalerweise lasse ich euch nicht mit einem Doppeluff fast eine Woche lang in der Luft hängen. Aber diesmal musste es sein. Nicht wegen der unzähligen Handwerkertermine, dem Termin beim Mieterverein, der Ummeldung bei der Kreisverwaltungsbehörde, meinem Blog-Facelift und den vielen Hintergrundarbeiten (bin immer noch dran) oder unserem Wochenendbesuch. Nicht weil ich mit den Vorbereitungen für die beiden Kindergeburtstage Ende Oktober anfangen musste und auch nicht weil die neue Kolumne in der Endphase ist und Bilder und Texte hin- und hergeschoben werden müssen. Sondern weil die Zeit reif ist.

Ich muss mir klar werden, was ich will. Denn: es hat sich viel verändert. Mein kleiner Blog ist nicht mehr klein, aber das was damit einher kommt, gefällt mir nicht unbedingt. Zumindest nicht so, wie es im Moment läuft. Und deshalb brauche ich einen Plan. Und zwar einen guten. Und den habe ich noch nicht.

Lustigerweise sehe ich momentan quasi täglich genau solche Kommentare auf facebook. Da ziehen sich Freunde zurück, weil sie nachdenken müssen. Weil sie entrümpeln müssen – im Kopf und in echt. Oh, wie gut ich das verstehe.

Auch ich merke: da muss das Tempo raus. Oder wie meine Freundin Heike neulich so schön sagte: „Wer es eilig hat, muss langsam machen.“ Was mich gleich an den Tag denken ließ, als ich so wenig Zeit hatte, dass ich mit Volldampf die Autotür zuknallte, um dann zu bemerken, dass mein Mittelfinger drinsteckte.

Diesmal muss ich mir keinen Finger brechen. Auch nicht das Schienbein anstoßen. Ich werde euch nicht schreiben: ich blogge nicht mehr. Und auch nicht: ich bin total unzufrieden. Würde auch alles nicht stimmen. Aber was ich euch schreibe ist: ich brauche einen neuen Plan.

Wie es jetzt läuft, das ist nicht mehr das, was ich will. Aber Gott sei Dank fehlt es Frau Walter überhaupt gar nicht an Ideen, wie sie das ändern kann. Und genau die muss sie jetzt aufschreiben. Anschauen. Hin- und herdrehen. Bewerten. Priorisieren. Und dann nochmal alles über Nacht ins Herzchen packen und schauen, wie sich das Ganze anfühlt.

Wartet also bitte noch einen Moment auf mich. Ich muss nachdenken.

Eure Svenja