Ihr Lieben,

im Leben geht es nicht immer darum, was man erreicht, sondern vor allem darum, was man macht. Keine Angst, das hier wird kein Post im Sinne von „Der Weg ist das Ziel“, sondern eher einer, der uns helfen wird, Prioritäten zu überprüfen. Genau hinzuschauen, womit wir den Großteil unserer Zeit verbringen. Denn nichts ist schlimmer, als ein guter Vorsatz fürs neue Jahr, der am Abend des 31. Dezember gefasst wird – und über den wir nicht richtig nachgedacht hat.

Ich weiß nicht, ob es euch ähnlich geht, aber bevor ich Kinder hatte, waren meine Vorsätze oft zielgerichtet. So im Sinne von „das Abi bestehen“, „die Fürerscheinprüfung bestehen“, „die Klausur bestehen“. Dann wollte ich „einen Ehemann finden“ und „Kinder bekommen“. Und dann noch „ein Buch schreiben“.

Jahr-6

Mein Vorabexemplar – und ja, es ist ganz anders, als man denkt, das Paket aufzureißen und das eigene Buch das erste Mal durchzublättern

All das ist jetzt erledigt. Und bevor ich mir hastig ein neues Ziel setze, muss ich etwas mit euch teilen.

Ich mag nächstes Jahr kein Ziel haben.

Das erste Mal im Leben, mag ich ein Jahr lang einfach der Mensch sein, der ich bin, OHNE eine ganz dringende Sache im Hinterkopf zu haben. Ohne noch etwas erledigen zu müssen, eine Deadline zu haben, jemandem zu antworten. Wie genau das aussehen wird, darüber werde ich im Dezember noch ganz viel nachdenken, denn eins ist klar: das Leben ist kein Ponyhof und natürlich habe ich Termine, die ich einhalten muss. Aber ich weiß auch: schon der Mut, häufiger Nein zu sagen oder die Fähigkeit ganz genau auf mein Bauchgefühl zu hören, wird mich bei dieser Sache weiterbringen.

Und nun dachte ich: wäre es nicht schön, wenn wir gemeinsam darüber nachdenken würden, was wir im nächsten Jahr machen möchten? Dazu ein paar Hilfsfragen – ich habe sie auch beantwortet. Am besten schreibt ihr eure Antworten auf:

1.) Wann fühlst Du Dich gestresst?

2.) Worüber sagst Du oft: „Wenn ich das endlich los wäre“ oder „Wenn ich nur xxx nicht hätte“?

3.) Was raubt Dir den Schlaf?

4.) Was macht Dich manchmal richtig unglücklich, bis zu dem Punkt wo Du weinen must?

5.) Wonach fühlst Du Dich ausgepowert und erschöpft?

Und jetzt versucht einmal, diese Fragen zu beantworten:

1.) Wann fühlst Du Dich entspannt, relaxt, ganz bei Dir?

2.) Worüber sagst Du oft: „Das könnte ich rund um die Uhr machen“ oder „Wenn ich nur mehr xxx in meinem Leben hätte?“

3.) Was macht Dich zufrieden, was füllt Dich aus?

4.) Was macht Dich wirklich glücklich? Bei und durch was empfindest Du die größten Emotionen, hast Du die schönsten Momente?

5.) Wonach fühlst Du Dich energetisiert und „aufgetankt“?

Zeichnet sich da bei euch auch so ein klares Bild? Um eure Gedanken noch ein bisschen in diese Richtung anzuregen, möchte ich euch ein paar Bilder zeigen, von Sachen, die mich letztes Wochenende glücklich gemacht haben:

Jahr

Ein Spaziergang rund um den Schliersee mit meinem Mann

Jahr-4

Das erste Treffen zum „lebendigen Adventskalender“ in der besten Siedlung der Welt

Jahr-3

Ein Platz an der Feuerschale

Jahr-2

Aimees Lichterkunst

Jahr-5

Weihnachtskekse

Und last but not least, habe ich für euch noch einen 5-minütigen Vortrag von einem jungen Mann, der vor ein paar Jahren in dem Flugzeug saß, das im Hudson River notlanden musste. Und der für uns beschreibt, was er aus diesen dramatischen Momenten gelernt hat. Food for more thought.

Alles Liebe

Eure Svenja