Meine Lieben,

ich bin ja in den letzten Jahren wirklich manchmal von Blogpost zu Blogpost gestolpert (um nicht zu sagen: gerannt) und freue mich deshalb umso mehr, dass ihr mir gerade eine kleine Auszeit gönnt.

Meine Freundin Susanne fragte mich heute: „Wie schaffst Du das plötzlich, das loszulassen?“ Die Antwort ist ganz einfach: ich tue lauter Dinge, die ich lange nicht mehr getan habe und die mir sehr viel Spaß machen. Und weil ich weiß, dass ich hier nicht die Einzige bin, die gerne neue Sachen entdeckt und inspiriert wird, die kreativ ist und auch mal gerne artfremd auf interessante Dinge schielt, zeige ich euch was. Und zwar das, was mich in den letzten Tagen in meiner Freizeit umgetrieben hat und was ich mir angeschaut habe (und was ich gelesen habe). Oder kurz gesagt: was mich inspiriert hat.

1.) Die Wiederentdeckung der amerikanischen Drehbücher

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Mit dem Einläuten der Awardseason in den USA (how ILUVIT) konzentriere ich mich auch wieder mehr auf Filme. Jahrelang habe ich nicht Romane, sondern Drehbücher in der Originalfassung gelesen. Das macht nicht nur viel Spaß und frischt mein Englisch auf – es ist vor allem eins: praktisch. Denn die Originalfassungen sind bereits dann online, wenn die Filme bei uns im Kino laufen.

Ich zahle für das Vergnügen aber keinen Babysitter, kein Parkhaus, keinen Eintritt und auch keine Snacks: ich lese das Ganz gemütlich in meinem blauen Sessel vorm Kamin. UND bin inspiriert und von fremden Welten gefangengenommen, während in meinem Kopf visuelle Explosionen stattfinden. Denn das Schöne im Unterschied zum Roman ist ja, dass Drehbücher so angelegt sind, dass sie schon viele visuelle Elemente erklären, die nachher bei der filmischen Umsetzung wichtig sind. So kann man quasi einen „eigenen Film“ im Kopf drehen.

Mir macht das tierischen Spaß. Euch ja vielleicht auch, deshalb geht es hier zu einer meiner Lieblingsseiten mit amerikanischen OV-Drehbüchern, wo ihr auch viele der gerade für den Oscar nominierten Stoffe findet.

Mein zuletzt gelesenes Buch und meine Empfehlung: The Wolf of Wall Street. Scheint mir mit 3 Stunden als Film etwas lang – ist als Drehbuch aber äußerst unterhaltsam (und bööööööööse!!!!).

2.) Die Wiederentdeckung eines der besten Writing Teachers EVER

Wer schreibt und Robert McKees Standardwerk Story: Die Prinzipien des Drehbuchschreibens noch nicht gelesen hat, der sollte das nachholen. Wem das zu lange dauert, der sollte sich dieses Video anschauen. Und wird dann danach das Buch kaufen ;-)

3.) Die Wiederentdeckung von youtube

Danke, dass es youtube gibt, Gott. Danke, dass ich diese Woche feststellen durfte, dass Stephen King genauso schreibt wie ich.

a) Ohne dramaturgischen Plan.

b) Ohne das Ende zu kennen.

c) Ohne sich Notizen zu machen.

(Und Danke an Markus, für das Teilen dieses Videos auf facebook.)

Wenn ihr also ähnliche Inspirationen für mich auf Lager habt. Immer her damit: Ich freu mich drauf.

Alles Liebe

Eure Svenja