Ich hatte heute einen perfekten Tag. Alles fing damit an, dass ich um 5:13 aufgewacht bin und bis 8:13 mein erstes Tagesziel erreicht hatte: Nämlich 2.221 Wörter für mein aktuelles Buchprojekt zu schreiben.

Bis 15:15 habe ich es dann tatsächlich nochmal auf insgesamt 5.002 Wörter geschafft und zwar (wichtige Zutat des perfekten Tages) weil ich den Ehefrau-Trick angewendet habe.

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Wenn ich in dem Tempo weitermache, schaffe ich die Rohfassung auch in weniger als 9 Tagen. Jippieh!

Falls ihr von dem Ehefrau-Trick noch nie gehört habt, liegt es vielleicht daran, dass ihr a) selbst eine Ehefrau seid oder b) keine Ehefrau habt.

Der Trick geht so: Man lädt für einen Tag (oder einfach für die Zeit, in der man was schaffen will) eine Person ins Haus ein, die alles so erledigt, wie eine Ehefrau das tun würde. Sie stört einen nicht, hält einem den Rücken frei, sorgt dafür, dass man in Ruhe arbeiten kann, die Kinder nicht im unpassenden Moment reinkommen und man sich zu den Mahlzeiten nur an den Tisch setzen muss.

Ihr ahnt es schon: Meine Freundin und Blog-Mitarbeiterin Sandra hat mir an diesem wunderbaren Sommertag von 10-15:00 alle Pflichten abgenommen und lustige Sachen mit den Kindern gemacht – zum Beispiel ein Süßigkeitenpicknick im Garten. Gotta love her.

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Näher ran ging nicht, dann hätten die mich noch gesehen

Als Sandra wieder weg war bin ich noch schnell mit Ludwig zum Edeka, denn morgen ist ja Feiertag. Und ich weiß, ich habe euch das noch nie gesagt, aber ich habe eine Edeka Obsession. Der Cousin meines Mannes arbeitet dort als stellvertretender Marktleiter und nicht nur deshalb liebe ich diesen Laden einfach.

Jedenfalls hat jetzt ganz nah bei uns im Randgebiet von München endlich ein brandneuer Edeka aufgemacht und ich könnte jedesmal vor Freude ausflippen, wenn ich da reingehe.

Meine heutigen Highlights:

1.) Ich will mein Thai Curry machen und checke noch mal schnell im Edeka – via Handy – auf meinem Blog, welche Zutaten mir fehlen. Und sage zu Ludwig: „Wir brauchen frische Ananas.“ Und schon springt mir ein gut gelaunter Verkäufer aus dem Nichts entgegen und sagt fröhlich: „Frische Ananas finden sie dort am Ende des Ganges.“

2.) Es gibt eine Schlemmertüte, in der alle Zutaten für ein bestimmtes Rezept schon vorgepackt sind – a la Kochhaus – bloß eben in MEINEM Edeka um die Ecke.

3.) In der Schlemmertüte ist diesmal ein veganer Gemüseburger – und diese saucoolen Edeka Leute stellen das Rezept dafür MITTEN auf die Fleischtheke.

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Take that. Da holen wir doch vielleicht nochmal den ein oder anderen Fleischliebhaber raus aus den Gewohnheiten und rein in ein kulinarisches Abenteuer. #mustlovedeka #govegan

4.) Ich brauche 400 g Hähnchenfilet. Der Edeka Verkäufer liegt mit einem Griff bei 392 g. Es gibt sie wirklich, die Momente, die sind wie in der Werbung.

5.) Apropos Fleischtheke. Warum sehen eigentlich alle Jungs, die hier arbeiten, so aus als ständen sie sonst bei Abercrombie mit nacktem Oberkörper vor der Tür oder würden wenigstens bei Hollister im Halbdunkel bei lauten Wellengeräuschen Klamotten falten? (Note to myself: Wenn Lissy 13 ist geht die mir nicht mehr alleine in den Edeka. Das scheint mir zu gefährlich.)

6.) Das neue Regalkonzept von Edeka ist der Oberburner. Die Regale sind nämlich nur noch so hoch, dass meine Kinder alle Lebensmittel ALLEINE herausnehmen können. Auf dem Bild seht ihr, wie das aussieht, wenn ich vor dem Kühlregal stehe. Ist das lässig oder was?

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5.) An der Kasse wollte mein Sohn plötzlich ein Selfie von uns machen. Plötzlich weil es das erste Mal war, dass er überhaupt ein Selfie machen wollte. Wie auch, er hat ja kein Telefon, hielt aber meins, als wir an der Kasse anstanden.

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Und was sagt der coole Kassierer? „Soll ich auch mit drauf?“

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Einen Lacher, ein Selfie und eine hochgehaltene Packung Champignons später (Ludwig hat es leider nicht mit aufs Bild geschafft, ich glaube er war einfach zu aufgeregt bei der Spontanaktion) hatten wir einfach alle einen netten Moment miteinander und sind beschwingt nach Hause gefahren.

Und ja, dieser Post handelt tatsächlich von nichts anderem als davon, dass ich einen herrlichen Tag hatte. Denn über die spricht man doch eigentlich viel zu selten.

In diesem Sinne – habt einen schönen Feiertag und lasst euch die Sonne auf den Bauch scheinen.

Eure Svenja