Ihr Lieben,

wenn man Eltern hat, die selbständig sind, weiß man nie so genau, ob man in den Urlaub fährt. Während manche Klassenkameraden meiner Kinder schon monatelang von ihrem baldigen Trip nach Afrika oder New York schwärmen, sind meine Kinder oft bis wenige Tage vorher ahnungslos. Hauptsächlich weil wir es auch sind.

In diesen Pfingstferien haben wir spontan entschlossen, einfach aufzubrechen. Nicht so weit weg sollte es sein (denn wir hatten nur vier Tage Zeit). Irgendwas, wo man auch schwimmen kann. Und wir wollten Sonne haben. Was soll ich sagen: Wir haben einen kompletten Volltreffer gelandet. Und BEINAHE hätte ich euch gar nicht davon erzählen können, denn in der Anlage (also zumindest in den Bereichen, wo man in Schwimmzeug oder Bademantel herumläuft), ist fotografieren verboten. Was ich ja SUPER finde, da ist endlich mal Ruhe im Karton.

Aber ohne Bilder konnte ich irgendwie auch nicht zurückkommen. Denn die Anlage ist so ein Traum für Familien, dass ich euch das unbedingt zeigen wollte. Kurz beim Hotel nachgefragt und schwupps war eine Führung organisiert. Tausend Dank an Herrn Mohrbach, dass er sich um neun Uhr morgens mit mir 1 1/2 Stunden auf den Weg gemacht hat, um mir alles OHNE Gäste zu zeigen. DAS nenne ich Service. Here we go:

Der Aqua Dome

Hier seht ihr einen TEIL der Aqua Dome Anlage. Ihr lest richtig – einen TEIL. Denn das ist noch lange nicht alles. Und ALLES was ihr hier seht ist für Kinder zugänglich. Das kenne ich nämlich ganz anders. Ein Grund, warum wir nicht mehr ins Steigenberger in Bad Wörishofen gehen (da waren wir ein paar Mal, als die Kinder noch kleiner waren), ist, dass die Kinder da irgendwann aus dem Becken gescheucht werden. So NOT COOL.

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In der Bahn unten rechts schwimmt ihr aus dem Indoorpool heraus. Der „Kreisverkehr“ ist ein Strömungskanal – das Wasser komplett geheizt. Das runde Becken oben recht ist ein schwefeliges Bad, das nächste Becken ein Solebad, darunter nochmal ein Riesenwhirlpool – alle Becken mit warmem Wasser. Man kann also zu jeder Jahreszeit draußen baden. Das rechteckige Becken vor den Liegestühlen ist ein Sportbecken und recht lang. Hinten auf der Wiese seht ihr noch zwei Kinderbecken. Das Gebäude mit dem begrünten Dach beherbergt den Indoor Kinderbereich, mit eine Riesen-Arche Noah – inklusive Nichtschimmerbecken und Unterwasserkameraspaß.

In ALLEN Außenbecken konnten meine Kinder mit 1,49 und 1,55 stehen. Und zwar easy. Mann, was für ein Paradies. Hier seht ihr einmal von wo ich das alles fotografiert habe: Vom Dach des Spa 3000, der nur den Hotelgästen zugänglich ist (und Externen, die dafür ein spezielles Angebot buchen können). Und jetzt kommt es: DER Bereich ist kinderfrei.

Herrlich, genau so geht es (OK, man muss natürlich den Platz dafür haben). Jedenfalls fühlte ich mich gleich, als hätte ich best of both worlds.

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Leider habe ich es abends nie in den Spa geschafft – ich hätte doch so gerne mit Uwe noch ein bisschen vor dem Kamin abgehangen. Aber egal – wir kommen eh wieder. Dann mit Oma. Da haben wir dann auch entspannten Freigang und müssen die Kinder nicht vor elektronischen Geräten platzieren ;-)

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Im Spabereich gab es natürlich auch Relaxpools und Kräutersaunas (hier seht ihr die automatische Aufgussstation).

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Ruheoasen noch und nöcher. Wenn ich nicht so viel Spaß mit den Kindern im Pool gehabt hätte, hätte ich glaube ich hier den halben Tag geschlafen:

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Richtig cool war auch der „normale“ Saunabereich, der an die Aqua Dome Therme angegliedert ist. Denn eigentlich ist das ja eine Therme mit Hotel. Oder ein Hotel mit einer Therme. Egal – jedenfalls ist es riesig und ich wünschte, ich könnte euch alles zeigen. Das hier ist der Pool im Außenbereich der Sauna, in dem man nackt baden kann. Haben wir auch gleich ausgiebig gemacht. Einen extra Whirlpool gibt es auch. Und zehn verschiedene Saunen.

Das absolute Highlight war die Felsgrotte – eine dunkle Höhle, in die man sich stellt – und dann kommt von oben entweder Kaltnebel oder Gewitterregen oder (für Hartgesottene) der Kaltwasserfall. Begleitet von Sound- und Lichteffekten. Das Video dazu habe ich im Kopf – wie wir im Gewitterregen tanzen und die Kinder so ausgelassen und fröhlich sind. Eines dieser Erlebnisse, die man für den Rest seines Lebens nicht vergisst.

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Natürlich gibt es auch ein Heustadel (Sauna mit Heuwagen in der Mittte), ein Dampfbad, eine Sauna mit Blick in die Berge (um nur mal ein paar aufzuzählen), eine Eisgrotte, in der wir uns nach dem Saunagang mit crushed Eis eingerieben haben – you name it.

Die Kinder durften morgens von zehn bis zwölf mit in die Sauna und die Saunacoaches haben sogar kindgerechte Aufgüsse gemacht. Ihr merkt schon: Es ist völlig unmöglich euch alles aufzuzählen, was mich positiv überrascht hat. Was ich aber abschließend sagen will: Ihr werdet völlig geflasht sein, wenn ihr da mal hinfahrt. Ihr seht ja, ich bin es immer noch.

Hier noch ein kleiner Blick in unsere Zimmer (HAHAHA, wenn Kinder reisen!):

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Eine sehr coole Familiensuite habe ich mir auch noch angesehen – aber die war nicht so ganz im Budget ;-)

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Ganz vergessen: Das Fitnessstudio ist umwerfend. Ihr wisst ja, wie ich meinen Slingtrainer liebe. Und hier gibt es einen ganzen verdammten Raum NUR mit diesem Slinggestell. Besser geht es nicht.

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Noch ein Wort zum Essen: Ich habe es nicht fotografiert, weil ich es gegessen habe. Sofort. Ich weiß, das darf einem alten Bloggerhasen wie mir eigentlich nicht passieren. Aber erstens war ich hungrig vom Schwimmen und zweitens war es einfach so lecker, dass ich dafür keinen Kopf hatte. Und es war so familiär, da wolte ich auch nicht permanent die Kamera rausholen. Nicht nur, weil wir innerhalb unserer kleinen Familie endlich mal Zeit füreinander hatten. Auch das Team im Restaurant hat es uns so schön gemacht.

Von allen wurden wir gleich mit Namen begrüßt, hatten immer denselben Tisch und denselben Kellner (Danke Laszlo!). So etwas liebe ich: Ein home away from home. Unvergessen auch die Anekdote, als mein Mann beim Frühstück bemerkte, dass ein Schaf aus der Weideumzäunung auf der Wiese vor dem Hotel entwischt war. Und mit den Tipps der Kellnerinnen, ein bisschen Salz und dem beherzten Eingreifen eines anderen Hotelgastes das Schaf wieder einfing.

Im Zimmerpreis inbegriffen waren das Frühstücksbuffet und abends eine Mischung aus Buffett und a la carte – und IMMER ein Fünfgänge Menü. Das österreichische Mehlspeisen Buffet zum Nachtisch hat mich ein Kilo gekostet – aber das war es wert.

Am ersten Tag haben wir vom Solebecken aus eine Hängebrücke im Bergmassiv entdeckt. Klar, dass wir da hoch mussten. Der Ausflug hat mit Kindern 1:49 Minuten gedauert und es war einfach nur herrlich.

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Hatte ich das schon gesagt? Wir kommen wieder.

Eure Svenja

P.S.: Uneingeschränkter Daumen hoch von mir – wenn ihr mehr wissen wollt oder spezielle Fragen habt, schaut entweder auf der Hotel-Seite oder fragt mich in den Kommentaren. Obwohl ich jetzt schon von so viele Details beschrieben habe, habe ich immer noch das Gefühl, ich hätte euch die Hälfte vorenthalten. Zum Beispiel den Bademantelgang mit Barfußpfad, Fackeln sphärischen Klängen. Da würden mir jetzt noch so viele Dinge einfallen – einfach weil es SO abwechslungsreich war.