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Wir in Holland: Zu viel Sonnencreme gibts ja gar nicht

Ihr Lieben,

was für ein Jahr. Ich habe das Gefühl, dass die Zeit doppelt so schnell läuft, wie sonst. Vielleicht, weil auch doppelt so viel wie sonst passiert.

Weil ich in letzter Zeit ein paar Mal von euch gelesen habe: „Ich bin fast ein bisschen traurig, wenn ich bei Dir lese, wie schön das Leben sein kann.“ möchte ich euch noch etwas schreiben, bevor ich mich in meine Sommerpause verabschiede.

Ja, mein Leben ist schön und ja, ich versuche in meiner Ecke vom Internet eine positive Stimmung zu verbreiten. Nicht weil bei mir immer alles locker vom Hocker läuft, sondern weil ich glaube, dass wir uns gegenseitig anstecken müssen mit unseren Vibes. Irgendwer ist doch immer gut drauf – und an dem darf man sich aufrichten, wenn man mal unten ist.

Aber: Auch ich hatte dieses Jahr einige Herausforderungen zu bewältigen. Zuerst hatte ich das relativ umfassende Projekt an der Backe, für unser Unternehmen eine neue Website zu launchen. Kaum war ich damit fertig, folgte der Identitätsklau und ich musste mich permanent mit Abmahnunsandrohungen herumschlagen (der ganze Mist läuft übrigens immer noch, nur dass ich jetzt einen effizienteren Weg gefunden habe, damit umzugehen – aber ich bekomme da seit zwei Monaten wirklich täglich belastende Mails).

Dann hatte ich mir vorgenommen noch vor der Sommerpause meinen Shop zu launchen. Mit großem Tadahh und einer Riesenvorfreude im Herzen. Meine Newsletterabonnenten wissen bereits davon. Mein Produkt steht. Aber dieser ganze rechtliche Kram im Hintergrund hat mir so viel Zeit geklaut, dass ich das nicht mehr schaffe. Dabei sollte das mein Highlight werden.

Und wisst ihr, was ich da einmal mehr lernen musste? Loszulassen. Nicht zu verkrampfen. Mich locker zu machen. Und mich flexibel auf die Gegebenheiten einzulassen, die gerade da sind.

Zwei Stunden war ich echt sauer, denn ich hatte fast zwei Monate an allem gearbeitet. Weil ich es gewohnt bin, meine Ziele zu erreichen, hat mich das kurz aus der Bahn geworfen. Und dann habe ich gedacht: „Quatsch Svenja. Deinen Leserinnen ist das TOTAL egal, wann Du was launchst. Die erwarten das jetzt gar nicht. DU erwartest das.“

Das hat mir den Druck von den Schultern genommen. Wieder einmal ist mir klar geworden: Der schlimmste Druck, den ich spüre, den mache ich mir oft selbst. Egal ob es um einen Launch geht, ein berufliches Ziel, eine private Verpflichtung oder einen vermeintlich versprochenen Gefallen, der mich irgendwie belastet. Warum habe ich da wieder nicht „Nein“ gesagt? Wäre doch ein Leichtes gewesen.

Was ich euch zurufen will, ist ganz einfach. Nehmt mal den Druck raus. Seid mal nicht perfekt. Kündigt mal was an und haltet es nicht ein. Und gebt dann auch noch zu, dass ihr es einfach nicht geschafft habt. Ich verspreche euch: Das befreit ungemein ;-)

Ich haue jetzt die Bremse ein. Verabschiede mich nicht wie eigentlich geplant nur für den August in den Sommerurlaub – sondern stehle mir noch eine Woche vom Juli und eine Woche vom September dazu. Und finde das rundherum herrlich.

Mein Plan: Ich werde reisen und ganz spontan sein. Wir wissen nämlich immer noch nicht genau, wo es hingeht. Nach unserer fest gebuchten Woche in Holland werden wir nur eines sicher nicht tun: Wieder nach Hause fahren. Sondern dorthin, wo das Wetter und die Laune uns hintragen. Zu viert, als Familie, auf Abenteuertour. Der Nase nach und ins volle Lebensglück.

Das haben wir noch nie gemacht – aber diesmal nehmen wir uns die Zeit. Ich bin mir sicher, ich komme bestens erholt zurück. Mit Taschen voller dreckiger Wäsche und guten Geschichten. Mit Sand im Haar und Erinnerungen, die kein Geld der Welt kaufen kann.

Habt einen wundervollen Sommer – wir starten dann wieder am Montag, den 7. September.

Eure Svenja

P.S.: Ich habe noch zwei freie Plätze in meinem „Erfolgreich bloggen“ Seminar am 7. und 8. September in der RTL Journalistenschule. Falls ihr teilnehmen möchtet, schickt mir bitte eine Mail an die info@waltermedia.de. Ich lese sie auch während meiner Sommerpause.

P.P.S.: Oh Mann, ich freue mich auf Sand zwischen den Zehen, mein Skizzenbuch und neue Podcast Entdeckungen. Auf jede Menge Sport und die Möglichkeit, die Welt mal wieder mit ganz anderen Augen zu sehen. Und danach: auf euch. So long, my friends.

P.P.S.: Der einzige Kanal, auf dem ihr in der Zwischenzeit sehen könnt was ich mache, ist Instagram. Wer mir also auch in den sechs Wochen Sommerpause folgen will: einfach hier entlang und meinen Instagram Account liken.

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