Ihr Lieben,

ich bin zurück – und das bin ich soooo gerne.

Nach einem Sommer voller Glücksmomente und ebenso vieler Herausforderungen. Der Start war denkbar schlecht: Auf dem Motel One Parkplatz am Frankfurt Airport wurde in unser Auto eingebrochen.

Bildschirmfoto 2015-09-05 um 10.27.01

Ärgerlich, weil wir nur deshalb einen Zwischenstopp gemacht hatten, damit die Kids nicht so lange am Stück im Auto sitzen mussten und das Hotel eben nah an der Autobahn lag. Ärgerlich auch, weil das dort wohl häufiger passiert, aber keiner daran arbeitet, das zu ändern. Not cool, Motel One.

Nach einem Pitstop bei Carglass waren wir wieder auf der Autobahn und bald in „unserem“ Bergen in Holland. Unser Haus hatten wir wieder über die Agentur aanzee gemietet – das machen wir schon seit fast 10 Jahren und haben immer nur Volltreffer gelandet.

IMG_2430

Bildschirmfoto 2015-09-05 um 10.27.35

Wir waren eine Woche in Holland, oft in unserem Lieblingsstrandrestaurant, hatten supernetten Besuch von unseren ehemaligen Nachbarn und wollten danach ja weiter nach England oder Frankreich.

Bildschirmfoto 2015-09-05 um 10.27.23

Bildschirmfoto 2015-09-05 um 10.27.56

Nix war. Die Kinder wollten heim. Schließlich waren es dauerhaft über 30 Grad in Bayern und sie wussten genau, was sie an den Badeseen verpassen.

Also haben wir uns auf den Weg gemacht. Einen wundervollen Tag lang das Schloss Herrenchiemsee angeschaut und danach eine Nacht auf der traumhaften Nachbarinsel Frauenwörth verbracht. Obwohl es gerade an dem Tag echt windig war, haben sich meine Mannen in die Fluten geschlagen. Und das Wasser war tatsächlich wärmer als die Luft. Was für ein verrückter Sommer, oder?

Bildschirmfoto 2015-09-05 um 10.29.02

Frauenwörth hatten wir schon Ende Juli erkundet, als mein Mann und ich gemeinsam bei Nicky Sitaram Sabnis im Benediktinerkloster DEN Ayurveda Kochkurs belegt hatten. Eine super Erfahrung und fantastisch, was ich dort alles lernen durfte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich darüber demnächst mal ausführlicher blogge.

Insgesamt war es ja so heiß, dass man oft noch nicht mal wusste, wann man Sport treiben soll. Und Sport haben wir viel gemacht diesen Sommer, vor allem gelaufen sind wir regelmäßig. Einmal haben wir es erst um 9 geschafft, loszukommen – da hatte es 24 Grad. Als wir eine Stunde später zurückkamen waren es 33. Ich bin fast gestorben.

Bildschirmfoto 2015-09-05 um 10.45.33

Auch die Sache mit dem Schlafen war eher schwierig. Die Kinder und Uwe sind dazu übergegangen, überwiegend draußen zu schlafen.

Bildschirmfoto 2015-09-05 um 10.28.10

Flugs waren provisorisch Stoffbahnen als Dächer gespannt. War super, denn tagsüber konnte man das Ganze als Spielhöhle nutzen.

Bildschirmfoto 2015-09-05 um 10.46.36

Dann der Schliersee – das Strandbad hat uns einige Tage versüßt. Wassertrampolin und Abenteuerkugel, Stand up Paddling und bis zur Boje schwimmen. Ähem, OK, und auf der Liege liegen während der Mann mit den Kindern im Wasser ist.

Bildschirmfoto 2015-09-05 um 10.29.34

Das eine Mal, als ich naiv mit den Kindern mit unserem Schlauchboot in die Mitte des Sees gepaddelt bin und beim Umkehren gemerkt habe, dass ich die ganze Zeit MIT der Strömung gepaddelt war, vergessen wir lieber. Vor allem den Moment, als dann der Ausflugsdampfer kam und ich ECHT dachte, ich schaffe es nicht schnell genug aus seiner Fahrspur wegzurudern. Da war es dann mal kurz still im Boot. Ich glaube SO haben meine Kinder mich auch noch nie gesehen.

Wir haben viel genutzt, was München diesen Sommer angeboten hat. Waren ganz begeistert von der Boulder Weltmeisterschaft – erst in der kleinen Olympiahalle, dann zum Finale zuhause beim Live Stream.

Bildschirmfoto 2015-09-05 um 10.48.23

Daraufhin ist Uwe mit den Kindern wieder mehr Bouldern gegangen – was jetzt noch cooler ist, weil eine neue Boulderhalle zehn Autominuten von uns entfernt in München Freimann aufgemacht hat. Quasi in der Nähe der Allianz Arena, falls ihr mal vor Ort seit.

Bildschirmfoto 2015-09-05 um 10.28.51

Wir haben die Tutanchamun Ausstellung besucht (die jetzt übrigens bald nach Dresden weiterwandert). Ich fand es sehr lohnenswert mir das, was ich in meiner Jugend nur in Büchern bewundern durfte (und ich war wie meine Tochter ein großer Ägyptenfan), jetzt einmal real anzuschauen. Da bekommt man einfach eine ganz andere Vorstellung von den Abmessungen, der Handwerkskunst und dem ganzen Unterfangen Grabsuche.

Danach waren wir nochmal auf Stippvisite mit meiner Mutter und der ganzen Familie im Aqua Dome, weil es uns dort das letzte Mal so gut gefallen hat.

Meine Tochter hat diesen Sommer sehr oft in der Küche gestanden und von Muffin- über Smoothierezepte bis hin zu selbstgemachtem Lipbalm alles mögliche ausprobiert. Nach wem kommt die bloß???

Bildschirmfoto 2015-09-05 um 10.29.19

Und seit Anfang September arbeite ich wieder mit meiner Sandra am Blog. Während ich im August schon viel über Social Media Strategien recherchiert habe und mich da weiterentwickeln möchte, haben wir seit letzter Woche begonnen, sogenannte „Bulk Shootings“ zu machen.

Denn mittlerweile gibt es im Hintergrund ständig so viel zu tun, dass wir uns anders organisieren müssen, wenn ich weiter bloggen UND ein entspanntes Familienleben haben will. Das heißt z.B.: Nicht mehr permanent im echten Leben wenn ich gekocht habe alle am Tisch warten lassen, weil ich mein Essen noch fotografieren muss. DAS nervt.

Diesmal nehmen wir uns zwei Wochen am Stück Zeit, um zu kochen und alles zu fotografieren. Was dazu führt, dass ich gerade jede Menge Weihnachtsplätzchen nasche. Und das restliche Jahr essen wir dann so wie jeder: Von EINEM Teller mit Soßenspritzern die NICHT weggewischt werden und von EINEM Tisch, auf dem IMMER dasselbe Set liegt und wo KEINE bunten Tücher hindrapiert sind. I will never be that kind of girl.

Denn das ist mir in dieser Bloggerpause noch einmal klar geworden. Ich bin nicht der „schöne“ Blog. Ich werde das auch niemals sein (also, nicht dass das je mein Ziel gewesen ist). Aber ich bin meist ungeschminkt und das bin ich eben auch auf meinen Fotos. Ich liebe Turnschuhe. Ich interessiere mich nicht so arg für Mode. Für Highheels oder Beautyprodukte. Dafür immer dünn oder besonders gut auszusehen. Vorteilhaft getroffen zu sein. Klar mache ich mich manchmal gerne schick. Aber eben nur manchmal.

Ich habe kein Problem mit meinen Falten. Und ich habe vor allem keine Lust, irgendwas vor euch zu verstecken. Wenn ich ganz ehrlich bin: Mich macht dieser Trend traurig. Bloggen kommt ja eigentlich aus der authentischen Richtung. Es ging um Meinungsfreiheit und Selbstausdruck und nicht darum, Produkte in die Kamera zu halten, abzukassieren und die Beine aus einem Winkel zu fotografieren, der sie besonders schlank macht. HÄ? I don’t get it. Ihr müsst also auch weiterhin mit meinen schwitzenden Post-Jogging-Fotos und Pigmentflecken leben.

Wofür ich mich ungemein interessiere ist: zu wachsen. Zusammen mit euch, denn dann geht es einfach schneller. So wie bei unserer veganen Challenge oder den 100 Tagen Sport. Ich mag mich entwickeln, neue Themen finden und kreativ sein. Und DAS mag ich mit euch teilen.

Ich möchte euch inspirieren und mich von euch inspirieren lassen. Mit euch lachen und auch mal mit euch traurig sein. Und nachdenklich. Das ist das, was Bloggen für mich ist. Deshalb gibt es auch weiterhin keine Anzeigen und keine gekauften Links auf meinem Blog. Und keine Kooperationen, hinter denen ich nicht voll und ganz stehe.

Ich verdiene mein Geld damit, euch beizubringen, was ich kann. Wer also von mir lernen will, wie man bloggt, auf den freue ich mich. Heute und Morgen bin ich wieder in der RTL Journalistenschule zu Gast und darf Zeit mit einigen meiner Leserinnen und Leser verbringen.

Und ja, weil ihr mich immer wieder gefragt habt: Es wird nun ab und zu auch Posts zu Themen rund ums Bloggen auf meinesvenja geben.

Bildschirmfoto 2015-09-05 um 11.16.37

Die, die sich nicht fürs Bloggen interessieren, dürfen sich weiter auf Rezepte, Kreatives und jede Menge spannende Sachen freuen. Eins kann ich schon Mal verraten: Sport wird eine Rolle spielen. Grafische Gestaltung wird eine Rolle spielen. Und dann wird ja noch mein Shop gelauncht. Und außerdem will ich euch noch ein paar coole Webtools zeigen, die den Alltag von Müttern und Frauen UNGEMEIN erleichtern. Hach, ich freu mich drauf.

Ich würde sagen: Der Herbst kann kommen. Es ist so schön wieder bei euch zu sein. Ich freu mich, wieder Tee vorm Kamin zu trinken. Auf raschelnde Blätter beim Joggen, Zeit mit der Familie und Zeit fürs Schreiben. Auf’s Strickjacken tragen und flauschige Tücher um den Hals. Auf Produktentwicklung und Beratungsjobs, Regenpfützen und goldene Herbsttage. Und: Auf unseren Austausch.

Let the games begin.

Eure Svenja

 

Alle Fotos bis auf eins (das war von Uwe) von Instagram

Merken

Merken