mountainIch – immer zufrieden, wenn ich aktiv sein kann

Ich bin eigentlich kein großer Ed Sheeran Fan. Aber heute, genau an diesem Tag, bin ich es geworden – und das „Warum“ möchte ich gerne mit euch teilen.

Ed hat mir heute bewusst gemacht, wie sehr das Leben, das wir führen, eine Reihe von Ereignissen ist, die miteinander zusammenhängen. Von der Liebe, die wir als Baby erfahren über die ersten Schritte und Missgeschicke bis hin zu Herausforderungen und Momenten, für die wir jede Menge Mut brauchen.

Alles baut aufeinander auf. In meinen Kindern sehe ich das ganz deutlich. Wie sie innen und außen schön sein dürfen, weil ich sie lassen kann. Sie nicht dränge, jemand Bestimmtes zu sein. Sondern sie jeden Tag aufs Neue ermutige, mir zu zeigen was in ihnen steckt. Worauf sie Lust haben, was sie fühlen, wie sie sich heute ausdrücken möchten.

Eigentlich nichts Neues, aber beim Ansehen von Eds Video (das ihr am Ende des Posts anschauen könnt und macht das bittebitte erst, wenn ihr diesen Text ganz zuende gelesen habt) ist mir etwas klar geworden.

Denn das Video (und ich habe es jetzt mehrmals angeschaut, denn das Editing ist einfach fantastisch) zeigt, wie früh der kreative Ausdruck in jedem einzelnen Menschen angelegt wird. Wie wir als Kinder einfach das machen, was aus uns herauskommt: Malen, Musik, Meditation, Bewegung.

Leider leben wir nicht in einer Kultur, die an dieser Stelle genau hinschaut und Kinder dementsprechend fördert. Oft ist das Gegenteil der Fall. Genau das, was natürlich aus uns herausfließt, wird uns nach und nach ausgetrieben, so dass wir am Ende

a) künstlich danach suchen müssen (wenn ich nur an diese ganzen EMS Studios denke – möglichst schnell mit möglichst wenig Zeiteinsatz möglichst viel erreichen – GRUSELIG),

b) es komplett sein lassen oder

c) sogar Angst haben, uns kreativ auszudrücken.

Vor ein paar Wochen war ich ja mit Uwe und Christine in John Trubys Masterclass. Und wie Christine in ihrem Post von gestern schreibt, war einer von Johns letzten apellierenden Sätzen an uns: „Schreibe ein Buch, das Dein Leben verändert.“

Mit mir hat der Satz was ganz anderes gemacht, als mit Christine (und so soll das ja auch sein mit Sätzen, die eine große Wahrheit beinhalten). Für mich liegt der Schwerpunkt des Satzes auf dem Wort „schreibe“. Ich soll das Buch nicht lesen, ich soll nicht davon hören, ich soll es aktiv gestalten. Denn nur wenn ich mir regelmäßig die Zeit für Kreativität, Bewegung und Meditation nehme, kann ich komplett ausdrücken, wer ich bin.

In Eds Video gibt es eine Szene, in der Ed als Heranwachsender vom gegenüberliegenden Bürgersteig aus Straßenmusikern beim Musizieren zuschaut. Dann gibt es eine Szene, in der Ed selbst als Jugendlicher auf der Straße musiziert. Und dann die Szene, in der er als Weltstar auf der großen Bühne steht.

Meine Lieben, wir werden nur dann groß, wenn wir von der passiven auf die aktive Seite wechseln. Wenn wir nicht mehr drüber reden, sondern handeln. Uns nicht mehr beschweren, sondern was ändern. Dann, und nur dann, können wir ganz oben stehen. On top of the mountain.

In diesem Sinne einen wundervollen Start in die Woche

Eure Svenja

P.S.: Und jetzt: Enjoy!