WinterschlafMeine Kinder, morgens, im Bad

Ihr Lieben,

was habe ich dieses Jahr mit euch wieder genossen. Ehrlich – so viel Miteinander, so viele gemeinsame Erkenntnisse, so viel Menschlichkeit. Auf euch kann ich mich verlassen und ihr seid eine feste Größe in meinem Leben geworden.

Aber es gab auch viel Neues in 2015. Ich habe angefangen zu unterrichten, einen Shop eröffnet, Vorträge und Workshops gehalten.

All das macht mir Spaß und hat mein Leben noch voller und reicher gemacht. Denn die Menschen, die ich auf diesem Weg treffe, sind anspruchsvoll und wissbegierig und stellen mir immer wieder Fragen. Auch solche, die ich noch nicht beantworten kann.

Also habe ich viel ausprobiert, sowohl auf meinem Blog als auch im Hintergrund. Ich wollte WIRKLICH wissen, wie gute Kooperationen funktionieren. Wie Gewinnspiele aufgezogen werden müssen, um anzukommen. Und wie ich die Viralität (also das häufige Lesen und Teilen) von Content strategisch plane.

Durch all diese Tests und das viele Ausprobieren sind meine Leserzahlen innerhalb von knapp drei Monaten von 64.000 auf 151.000 angestiegen.

Wo ich es früher unvorstellbar fand, dass meine Leser die Allianz Arena füllen, müsste man jetzt noch eine zweite Arena daneben bauen – und trotzdem würden 1.000 Menschen keinen Platz finden.

Wahnsinn, oder?

Aber bei all dem Erfolg stelle ich mir eine Frage: Wohin führt mich das in meiner Entwicklung?

Zum einen habe ich gemerkt, dass ich meinen Blog und das Schreiben nie mehr hergeben würde. Ich traue mich zunehmend, neue Sachen auszuprobieren. Ich finde mehr meinen Weg. Manchmal noch nicht auf dem Blog, sondern im stillen Kämmerlein. Aber das wächst und wächst – und es tut mir gut.

Ich bin in stetigem Austausch mit einigen Freunden, die bloggen und vor allem: die schreiben. Menschen wie Samuel, Mari von Babykindundmeer, Sven, Christine von Lilies Diary oder den Hauptstadtmuttis. Wie Claire von Cappumum, Mareike von Muttisoyeah und Betty von MamiundGoer, aber auch wie Carolin und Christiane, die aus der Unternehmenskommunikation kommen. Das tut mir gut.

Was mir auch gut tut, ist Weiterbildung. Ihr erinnert euch vielleicht an das John Truby Seminar, das ich im September in Berlin besucht habe. Ich habe mir fest vorgenommen, auch im Februar wieder teilzunehmen, wenn John erneut nach Berlin kommt.

Mich beim Schreiben weiterzuentwickeln tut nicht nur meiner Seele, sondern auch meinem Blog gut. Wie oft habe ich im Seminar Gelerntes in meine Texte einfließen lassen. Es zahlt sich immer aus, da mehr Liebe reinzustecken. Denn das sind dann genau die Posts, unter die ihr schreibt: „Das hat mich jetzt irgendwie total berührt.“

Nachdem ich monatelang richtig Gas gegeben habe auf dem Blog, möchte ich bald ein bisschen pausieren – und zwar vom 25. Dezember bis zum 15. Februar.

Zwei größere Kundenprojekte in meiner Pipeline brauchen meine Aufmerksamkeit. Daneben noch den Blog zu stemmen wäre Harakiri. Und wenn ich schon so tolle Chancen bekomme, mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, dann möchte ich mir auch die Zeit nehmen, diese Chancen mit all meiner Liebe, meinem Know-how und meiner Energie anzureichern.

Der zweite Grund für eine angekündigte Pause ist das Leben an sich. Das Tempo der letzten Monate war herrlich, aber eben auch wirbelwindig. Die ganzen Stunden, die ins Bloggen geflossen sind, fehlen an anderer Stelle.

Oft hat der Sport darunter gelitten. Die gesunde Ernährung ist zu kurz gekommen und während der Zeit mit meiner Familie war ich nicht so im Jetzt und On, wie ich es gerne bin. Deshalb seht ihr auf dem Bild zum Blogpost auch einen ganz alltäglichen Moment, in dem meine Kinder morgens im Bad stehen. Davon brauche ich gerade mehr – und etwas weniger Aufregung, bitte.

Auf der anderen Seite fehlen mir meine ganz privaten kreativen Outlets NEBEN dem Blog – also wirkliche, gelebte Kreativität ohne Outcome-Zwang, die ich nur für mich und mein Seelenheil betreibe. Sticken, Handlettering, fiktional Schreiben – to name a few.

Auch das Reisen fehlt mir. Mal rauszukommen. Nicht EINEN Familienurlaub, nicht EINE Paarauszeit habe ich seit dem Sommer wahrgenommen. Und das, obwohl ich täglich Kooperationsangebote im Postfach habe.

Ich muss jetzt mal ein paar Wochen lang nicht nur öffentlich, sondern auch wieder nur für mich in Bewegung sein. Das tut mir gut. Denn es ist manchmal schon komisch, dass ich all meine Entwicklungen direkt vor euren Augen mache und nur wenig für mich behalte.

Die gute Nachricht: Ihr müsst diesmal nicht ganz auf mich verzichten, denn ich mache kein Sabbatical. Sondern nur einen Winterschlaf mit meinen gewohnten Themen.

Damit euch nicht langweilig wird, lasse ich euch anstatt dessen an meinen Learnings der letzten Monate teilhaben. Es wird Videos zu ganz unterschiedlichen Themen geben. Von welche Apps ich nutze über wie ich auf meine Fotoideen komme bis hin zu wie ich meine Leserzahl genau gesteigert habe. Ich habe mir einiges überlegt und lasse euch mal wieder ausgiebig hinter die Kulissen schauen.

Bis zum 24.12. bin ich noch voll im On. Aber ich wollte euch lieber frühzeitig von meinem Winterschlaf erzählen – bevor das in den Weihnachtsvorbereitungen irgendwie untergeht.

Habt ein schönes Wochenende! Ich fange direkt mal an mit der neuen privaten Beweglichkeit und verbringe das Wochenende mit meinem Mann am Tegernsee. Beim Wellnessen, Wandern und auf dem Weihnachtsmarkt.

Eure Svenja

P.S.: Und sollte das nicht rübergekommen sein in meinem Post – für eine Sache will ich auch mehr Zeit haben in den nächsten Wochen. Den völlig nicht-nutzenorientierten, nicht effektiven und nicht abrechenbaren guten alten Spaß! Denn ein bisschen Matt geht immer.

Let the good vibes flow!