Ihr Lieben,

diese Woche war anders. Aus allen Richtungen schrie mich ein Thema an: Bloggen verändert sich. Um erfolgreich zu sein, muss ich heute so viel können, so viel wissen und täglich bereit sein, so viel dazuzulernen.

Während Blogger früher nur gut schreiben können mussten, um ein Publikum zu haben, brauche ich heute eine ganze Latte an Fähigkeiten. Und wenn ich die habe, heißt das, dass eine ganze Industrie auf mich aufmerksam wird und permanent versucht, mir meine Authentizität zu nehmen. Denn jeder will, dass ich etwas für ihn tue, über ihn schreibe, will mir etwas schicken oder mir Geld für etwas zahlen. Der Haken daran ist nur: Ich will all diese Dinge nicht tun.

Deshalb habe ich diese Woche einfach mal gesammelt, was für Anfragen an mich herangetragen werden. Mal schauen, wann ich dazu komme – aber spätestens nächste Woche werde ich euch die mal zeigen, damit ihr versteht, was wirklich abgeht. Stichwort „no go“. Holymoly, stehen die da draußen denn alle Kopf?

Das nur als kleiner Exkurs in MEINE Woche, in der ich wie immer auch meine Lieblingsentdeckungen für euch zusammengestellt habe. In diesem Sinne: Lasst euch bloß von der Welt da draußen nicht den Kopf verdrehen. IHR entscheidet, was ihr schaut, hört, kauft und tut.

1. Apropos kaufen: Ich halte nichts von zu vielen Küchentools. Anstatt dessen bin ich ein großer Fan vom Gebrauch normaler Küchenmesser. Denn hell yeah, mit denen kann man eigentlich alles zubereiten.

Aber dann gibt es alle fünf Jahre ein Tool, was mich überzeugt. Ich esse fast jeden Morgen ein Avocadobrot. Und ja, ich kann eine Avocado auch weiterhin mit einem Messer aufschneiden. Dann mit dem Messer in den Kern hacken, um ihn herauszuheben (und dabei fünf mal abrutschen) und das Avocadofleisch mit einem Löffel rausholen.

Danach die Avocado in eine Schüssel geben und mit einer Gabel zerquetschen. Das glitscht zwar weg, funktioniert aber irgendwie trotzdem. Dauert halt nur länger, wenn die Avocado härter ist. Wie gesagt: Geht alles.

Ich kann das aber auch so machen: Mit dem perfekten Avocadotool. Ich habe die Zeit gestoppt. Vom „die Avocado in die Hand nehmen“ bis zum Avocadomus brauche ich jetzt noch genau 15 Sekunden. Null Verletzungsgefahr, null wegglitschen. Das hat mich so überzeugt, dass ich es empfehlen möchte. Wer viel Avocado isst, wird an dem Tool des Schweizer Herstellers Kuhn Rikon ziemlich sicher seine Freude haben.

2. Kunst ist überall. Auch auf Briefumschlägen. Lucy Halcomb aus Brooklyn zeigt das in beeindruckender Vielfalt auf ihrem Instagram Account. Eye candy.

At-home spa girl 💆

Ein von Lucy Halcomb (@lucy_mail) gepostetes Foto am

3. In Zeiten der sozialen Netzwerke haben sich die Anforderungen an viele Industrien komplett verändert. Neulich habe ich den Film zur 1989 World Tour von Taylor Swift gesehen. Darin sagt sie: „Ich trete bei einem Konzert heute dagegen an, dass die Fans schon vorher wissen, welche Kostüme ich trage. Sie können sogar herausfinden, welche Setlist ich spiele. Deshalb habe ich mir überlegt, jeden Abend Überraschungsgäste einzuladen.“

Oh Taylor, das Gefühl kenne ich. Man muss immer frische Ideen haben, um attraktiv zu bleiben.

Ganz ehrlich: Wer will da noch Politiker sein? Früher konnte man den Wahlkampf als Spektakel veranstalten. Mit seiner Mannschaft in einem kleinen Ort einfallen, wo Leute mit Fahnen standen und begeistert waren. Da dann immer das gleiche Programm abziehen und die gleiche Rede halten. Und wenn es mal nicht so gut lief, hat es eigentlich auch keiner wirklich mitbekommen.

Deshalb heute mal ein Shout out zu den Wahlkampfmanagern der aktuellen politischen Kandidaten in den USA. Man mag von den einzelnen halten, was man will. Aber sie alle schaffen es, den Wahlkampf brandaktuell und in der Jetzt-Zeit zu halten – obwohl die Wahl erst im November stattfindet. Und obwohl das eigentlich auch alle wissen müssten.

Hier zum Update für euch der aktuelle Wahlkalender für 2016. Damit ihr wisst, wie lange ihr dem Clown mit dem Toupet noch zuhören müsst. #imwithher #soteamhillary #hills

4. Der Sommer wird kommen. Ich weiß es. Joanna von Cup of Jo hat neulich zu dieser Bilderreihe verlinkt. Und ich weiß genau, was sie meint, wenn sie sagt: Da wird in ihr eine Sehnsucht wach.

5. Zwei Kinder zu haben ist was anderes, als mit einem klarzukommen. Auch wenn das erste Kind Dein Leben für immer verändert. Das zweite ist die echte Herausforderung. Die amerikanische Bloggerin Emily Henderson hat das wunderbar beschrieben. Ich sage ja immer: „Mit dem ersten Kind lernst Du, Mutter zu sein. Mit dem zweiten lernst Du, Dich komplett hintenanzustellen.“ Heute weiß ich: Es gibt ein Leben danach ;-)

6. Und falls ihr euch gerade so fühlt, als wäre dieses „Leben danach“ noch fürchterlich weit entfernt:

7. Als ich einmal so eine Phase hatte, in der ich dachte: „Hmmmm, das ist hier alles irgendwie eine Sackgasse, das bin irgendwie nicht mehr ich“ habe ich mir ein Sabbatical genommen. Das war eine tolle Erfahrung und ich würde es – wenn nötig – jederzeit wieder tun.

Meine Leserin Arleta steckt gerade mitten in einem Sabbatical mit Open End. Sie wird mit drei anderen Sabbatical-Erfahrenen am 17. März hier in München einen Infoabend dazu veranstalten. Das Spannende ist, dass alle vier Redner ganz unterschiedliche Formen des Sabbaticals gewählt haben. Manche sind danach in ihren alten Job zurückgekehrt, andere nicht. Auch in Form und Länge gab es Variationen – von der klassischen Weltreise bis zum Jakobsweg ist alles dabei.

Der Abend soll zur Inspiration und zum aktiven Gedankenaustausch dienen. Also für alle Interessierten: 17. März, 19:00, Brienner Straße 39 in München. Hier geht es zur Facebookveranstaltung.

8. Nach dem Sabbatical kommt das Comeback. Eines meiner absoluten Lieblingszitate kommt von dem Schwimmer Michael Phelbs.

Quote Michael PhelpsGenau so ist das. Erfolg kommt nicht zu ein paar wenigen Auserwählten, sondern zu denen, die etwas dafür tun. Jeden Tag. Auch Dinge, die sonst niemand tun will, weil sie anstrengend sind und Zeit und Kraft und Nerven kosten.

Be inspired.

9. Und weil das Internet einfach der Hammer ist, kann ich euch jetzt noch zeigen, wie Michael Phelbs reagiert hat, als er selbst den Spot das erste Mal gesehen hat:

10. Mein Schlusswort? Jeder Mensch hat eine Geschichte. Jeder Mensch leistet täglich viel. Vielleicht mögt ihr das dieses Wochenende mal im Hinterkopf behalten und den Menschen, denen ihr begegnet, mit einer besonders herzlichen Offenheit gegenübertreten.

Life is short. Enjoy it.

Eure Svenja