Ihr Lieben,

mein Wochenrückblick ist diesmal anders. Vor allem, weil ich diese Woche so viele A-HA Momente hatte und so viel gelernt habe. Lasst mich kurz ausholen.

Als ich Mitte Februar aus meinem Blogwinterschlaf zurückgekehrt bin, hatte ich wahnsinnig viel Content angesammelt. Den habe ich nun ganz in Ruhe runtergeschrieben und veröffentlicht.

Gleichzeitig haben gestern bei uns die Osterferien begonnen und ich bin erleichtert darüber. Ich stecke mit meinem Sohn ja mitten im Übertrittsjahr und jeder, der das schon mal gemacht hat, weiß, was das bedeutet. Nicht die Noten sind das Problem, sondern vor allem die Zeit und Geduld, die das Hinführen zum selbständigen Lernen erfordert.

Während in der Grundschulzeit noch viel angeleitet wird, fängt auf der weiterführenden Schule am ersten Tag eine ganz andere Taktung an. Darauf müssen wir unsere Kinder vorbereiten. Also heißt es dieses Jahr die Selbständigkeit zu fördern und das Selbstvertrauen weiter zu stärken. Für das Mutterherz eine Riesenaufgabe, von der ich nun zwei Wochen Pause habe. Das wird mir und der Familie gut tun.

Warum schreibe ich aber überhaupt so viel Text, bevor ich euch die Bilder der Woche zeige? Weil der nahende Frühling dieses Jahr etwas mit sich bringt. Ich spüre in mir den Wunsch nach Neuem. Nach mehr Freiheit, mehr Innovation, mehr Kreativität.

Ich möchte Zeit haben. Für mich, für Freunde, für Unternehmungen. Für die Familie, zum Lernen und zum kreativen Ausprobieren.

Kennt ihr das, wenn der Frühling wirklich alles neu macht? Angefangen hat es diese Woche damit, dass ich umdekoriert habe.

Und an euren Kommentaren auf Instagram konnte ich sehen: Auch ihr wartet sehnsüchtig auf frischen Wind in eurem Leben.

In München gab es sogar die ersten Sonnenstunden. So schön war es draußen, dass wir die Liegestühle aufgestellt und einen Kaffee auf der Veranda getrunken haben.

Keine 18 Stunden später sah die Veranda leider so aus:

Was für ein Setback. Dabei war ich doch gerade so in Aufbruchstimmung. Aber ich habe mir die Laune nicht verderben lassen. Bin tapfer in den Englischen Garten gestapft und habe mich mit Anette von göttlicherfotografieren getroffen.

Eine Stunde sind wir durch den winterlichen Park gestapft – und ich war komplett beeindruckt davon, was Anette alles sieht.

Klar, jemand der nicht nur seinen Lebensunterhalt mit Fotografie verdient, sondern auch leidenschaftlich vom Visuellen zehrt, hat ein anderes Auge. „Schau mal ein Rotkehlchen“ oder „Der Hund hat genau die Farbe des Bodens“ sind Sätze, die für jemanden wie mich aus dem Nichts kommen.

Weder sehe ich, was Anette sieht. Noch empfange ich diese visuellen Schwingungen. Fast fühle ich mich wie ein Blinder neben einem Sehenden – aber genau das ist herrlich. Wie mir dieser Spaziergang die Augen öffnet!

Und jetzt: Kaffee und Kuchen. #cafeanderuni

Ein von @meinesvenja gepostetes Foto am

Als wir danach bei Kaffee und Kuchen sitzen, frage ich Anette, ob wir noch in den Ferien ein Shooting zusammen machen können. Und dann werden wir gemeinsam an meiner Bildsprache herumtüfteln. Ich möchte mich weiterentwickeln. (Anette veranstaltet übrigens gerade eine Fotoreise nach New York – in case you are interested).

Ab da überschlägt sich meine Woche irgendwie. Ich rase – viel zu spät dran – zum Edeka, weil meine Kinder sich Lasagne zum Mittagessen gewünscht haben. Dort angekommen stelle ich fest, dass ich meine Bankkarte verloren habe. Also: Ab nach Hause, Nudeln gekocht, Bankkarte gesperrt.

Zuhause angekommen, wartet das beste Päckchen der Welt auf mich. Rice hat die neuen Props geschickt und Lissy und ich sind beim Auspacken wahrlich im Mädchenhimmel.

Aber das ist nicht das letzte Mal, dass rice diese Woche eine Rolle spielen wird. Ich bin nämlich mit #theregulars auf DEM Event eingeladen.

Charlotte, die Gründerin von rice kommt nach Deutschland und stellt ihr neues Buch vor: Geh’n wir raus?: Style und Design für Balkon, Terrasse und Garten.

Warum das Event dann plötzlich viel mehr als eine Buchvorstellung ist, liegt vor allem an Charlotte. Denn die zeigt uns in ihrer bescheidenen Art (und nachher frage ich mich: „Wie kann man gleichzeitig so bescheiden und so dermaßen präsent sein?“) was wesentlich ist.

Rice DK Produkte Party www.meinesvenja.deLinks: Angela Schelling (Nostalgie im Kinderzimmer), rechts: Charlotte Hedemnn Guéniau (rice)

Wie wichtig es ist, WIRKLICH Zeit mit den Lieben, der Familie und den Freunden zu verbringen. Indem wir magic moments kreieren, die in Erinnerung bleiben. Und dass sind nie die Momente, in denen wir uns zum Essen treffen, Wein trinken und reden. Sondern die, in denen wir zusammen eine Marmeladen-Einkoch-Party veranstalten. Im Garten zwei Stunden Federball spielen, bis alle total verschwitzt sind. Oder zusammen einen Film via Beamer auf die Hauswand werfen und ein Outdoor Kino Happening veranstalten.

Charlottes Buch ist voller Ideen, wie ihr euer Zuhause auch außerhalb der Hausmauern lebt. Mit Deko, idyllischen Plätzen und indem ihr draußen einfach andere Sachen macht. Aber eben auch, indem ihr das Alltägliche feiert. Herzlichkeit lebt. Dinge wieder häufiger zusammen macht. Wirklich gemeinsam. Etwas, das viele heute verlernt haben.

Als Charlotte mein Buch signiert, bekomme ich dann auch feuchte Augen. So ist mein erster Satz direkt: „I am going to cry a little, but not because I am a crazy stalker.“ Und erzähle ihr, wie – als meine Eltern sich getrennt haben – auch DINGE eine besondere Rolle gespielt haben, um die Normalität aufrecht zu erhalten.

Eines dieser Dinge war eine orange Plastikschüssel, aus der wir oft comfort food gegessen haben. Sie hatte genau die richtige Größe für eine Portion warmen Vanillepudding. Haferflocken mit Milch und Nesquick. Oder Apfelmus mit Sahne. Also für Essen, das auch Trost gespendet hat, in einer Zeit, in der es mir nicht so gut ging.

Für mich wird diese orange Schüssel immer Teil meiner Kindheitserinnerungen sein. Also habe ich mich bei Charlotte dafür bedankt, dass IHRE orangen Schüsseln jetzt die Erinnerung meiner Kinder bereichern. Und die dürfen sich an eine Kindheit mit beiden Eltern erinnern.

Habe ihr gesagt, dass das, was sie tut, eben viel mehr ist als nur bunte Schüsseln, Löffel, Teller oder Tortenplatten zu entwerfen. Sie prägt die Formsprache, das Designempfinden und die Erinnerungen einer ganzen Generation. Und das muss ihr erstmal jemand nachmachen.

Rice DK Produkte Party Svenja Walter & Charlotte Hedemann Gueniau www.meinesvenja.de

Daraufhin hat Charlotte mein Buch mit folgenden Worten signiert:

„Dear Svenja, thanks for the lovely words – life is better in orange. Stay colorful and happy, Charlotte.“

Was für eine wundervolle Begegnung. Dieses Wochenende werde ich mir das Buch ganz in Ruhe anschauen und alle wunderbaren Vorschläge und Designinspirationen auf meine To do Liste setzen. Sicher nicht das letzte Mal, dass ihr davon hört.

Rice DK Produkte Party Svenja Walter & Charlotte Hedemann Gueniau www.meinesvenja.de

Danke auch noch einmal an das komplette rice Team für die Orga der Party. Für die tolle Stimmung, die DIY Ideen und die gute Musik.

Rice DK Produkte Party Schöne Leseecke www.meinesvenja.de

Rice DK Produkte Party www.meinesvenja.de

Rice DK Produkte Party Buntes Buffet www.meinesvenja.deRice DK Produkte Party Vase aus Ananas www.meinesvenja.de

Rice DK Produkte Party Buntes Allerlei www.meinesvenja.de

Mo, es war so wunderbar, Dich wiederzusehen. Und ja, wir wiederholen das bald.

Rice DK Produkte Party Svenja Walter & Mo www.meinesvenja.de

Was diesen Tag auch besonders gemacht hat: Vor dem Event war ich noch zwei Stunden mit Kristin vom Blog 4more in der Stadt unterwegs.

Magic Moments

Die einzige Frage, die ich danach hatte, war „Warum haben wir so lange gebraucht, um etwas zu wiederholen, was sich schon beim ersten Mal so gut angefühlt hat?“

Es ist einfach immer toll mit Dir zu reden, Kristin. Vor allem, weil wir durch Kinder, Unternehmertum und Bloggen so viel gemeinsam haben, dass wir zwischen den Themen hin- und herspringen können, ohne auch nur einmal Luft zu holen.

Am Freitag war es dann auch nochmal wild.

Morgens habe ich ein Video für euch aufgenommen und geschrieben. Danach waren wir mit den Kindern Burger essen, um die Ferien einzuläuten. Nachmittags hatte Lissy eine Freundin da. Und zwischen Schokolade selbermachen, Topmodel nachgucken und iPad daddeln war es dann auch schon wieder Zeit, die beiden zum Jazztanz zu fahren.

Abends lag ich völlig fertig im Bett und dachte plötzlich: „Du musst Dich auf das Wesentliche besinnen, Svenja.“ Irgendwie hatte mich die ganze Woche zu diesem einen Satz geführt.

Es ist ja nicht so, als hätte ich nur dieses wilde Bloggerleben, bei dem ich tun und lassen kann, was ich will. Und von einem coolen Event zum nächsten hüpfe.

Wie jede von euch habe ich viele Hüte auf. Und wie jede von euch bin ICH dafür verantwortlich, dass meine Kinder eine glückliche Mutter haben.

Deshalb freue ich mich auf das, was dieses Jahr bringen wird. Ich merke, wie ich mehr an mir dran bin. Wie ich Themen habe, die mich wirklich begeistern. Wie ich früher spüre, wann ich Pausen brauche – und mir die dann auch nehme.

Jetzt, in den Osterferien, will ich viel mit den Kindern machen. Den Rechner nicht dauerhaft, aber immer mal wieder zuklappen. Und everyday magic mit meinen magic people zelebrieren.

Seit ihr dabei?

Alles Liebe
Eure Svenja