Ihr Lieben,

gestern habe ich mich a) befreit, b) gelacht und dann c) befreit gelacht. Und all das hätte ich schon viel eher tun sollen.

Wie es dazu kam? Ich hatte gestern morgen mein großes Skype-Date mit meiner Sandra – sie in Abu Dhabi in Beachwear, ich in Oma Hildes Häkeldecke eingewickelt in München. Wir hatten den Termin schon vor Wochen angesetzt, denn wir wollten darüber reden, was jetzt kommt.

Und was kam? Zuerst einmal die große Entmüllung. Ich habe wohl noch nie so viele fein ausgeklügelte Pläne über den Haufen geworfen. Postentwürfe gelöscht. Merkzettel von der Wand abgehängt. Serien in die Tonne getreten. Und die Schreibtischstapel direkt in den Papierkorb gefegt.

gelacht drin

Warum? Weil es Zeit ist, die Strategie zu überdenken.

Bloggen hat sich verändert. Was man tun muss, um erfolgreich zu bloggen, hat sich verändert. Ich habe mich verändert. Und deshalb veränder ich jetzt was.

Was ich genau damit meine, werde ich euch in den nächsten Tagen mal in einem Video erklären, denn ich glaube, das ist wesentlich unterhaltsamer, als es nur zu lesen.

Ich habe in den letzten Monaten sehr viel gesehen, gelesen, gehört und wahrgenommen, was mich direkt zu diesem Entschluss geführt hat. Und auch wenn ich nicht immer alles gleich herausposaune: DAS ist wirklich interessant.

Sandra und ich haben also völlig ergebnisoffen überlegt, was wir tun werden. So lange ich auch schon schreibe – das was jetzt kommt, ist Neuland für mich. Wir haben darüber gesprochen, in welchen Rahmen wir mein Schreiben jetzt packen und wie mir Sandra dabei helfen kann, Geschichten, Themen und Erzählformen zu entwickeln.

Und da ist es passiert. Wir haben SO gelacht.

Haben uns Anekdoten erzählt – aus unserem Leben und dem Leben unserer Freunde und Familien. Die so reich an Situationskomik sind, aber auch an Tragik. Und damit voller Chancen zur Selbsterkenntnis stecken. Und schon war glasklar, welche Art von Geschichten wir erzählen möchten.

Mir geht es auf diesem Blog schon immer darum, das Leben von Frauen besser zu machen. Durch das eine Rezept, das der ganzen Familie schmeckt. Durch einen Basteltipp, der an einem Sonntagnachmittag alle an einen Tisch bringt. Und durch Worte, die bei euch, meinen Lesern, eigene Geschichten auslösen.

Manchmal schreibt ihr mir „Ich bin durch Dich eine bessere Mutter geworden“, „Ich habe durch Dich mein Leben geändert.“ oder „Ich habe wegen Dir etwas verstanden.“

Diese Sätze sind so viel größer als „Dein Rezept war klasse!“.

Die Frage im Leben ist doch immer „Willst Du mitschwimmen? Oder willst Du die ganz großen Wellen reiten?“

In Zukunft werde ich mein Talent nicht mehr als gegeben hinnehmen und das schreiben und liefern, was mir leicht fällt und womit alle rechnen. Sondern werde wieder Dinge wagen. Wahrheiten in Texte verpacken, die auch mal weh tun. Oder euch dazu bringen, herzlich zu lachen.

Aber dann kam ja noch das c) meines gestrigen Tages, „befreit lachen“. Das war gestern Abend dran. Sandra hatte mir den Tipp gegeben, mir den Film „P.S.: I love you“ anzuschauen. Vor allem weil er handwerklich so gut gemacht ist und permanent zwischen Szenen, die zu Tränen rühren und Szenen, die einen zum Lachen bringen, wechselt.

Und dann saß ich hier gestern Abend und ich schwöre euch: Mein Mann hat gesagt er hat mich noch nie so lachen sehen.

Ich bin mir sicher: Das liegt nicht daran, dass es der lustigste Film der Welt ist. Sondern daran, dass ich bereit für die Zwischentöne bin. Bereit aufs Surfboard zu springen und mich wie ein kompletter Anfänger langzumachen, nasszumachen, unterzugehen. Nur um wieder aufzutauchen, nach Luft zu schnappen und zu denken: Nochmal!

In diesem Sinne

Eure Svenja

P.S.: Lustig ist auch, dass ich jetzt Posts schreibe, die genau so klingen, wie das, was ich meiner besten Freundin über den gestrigen Tag erzählen würde. Ich sehe schon, es wird hier wenig Filter geben. Und ganz viel echtes Leben. Let the games begin.