Ihr Lieben,

ich habe in den letzten Tagen einen klaren Schwerpunkt gesetzt und war für meine Familie da.

Ihr wisst ja, bei mir fängt gerade eine neue Zeitrechnung an und irgendwie hat mein Vortrag auf der denkst einen Schlusspunkt gesetzt für die „alte Svenja“. Nicht umsonst habe ich da mein Wissen wie einen Staffelstab an eine neue Bloggergeneration weitergegeben.

zitat Blog

Versteht mich nicht falsch. Ich werde immer bloggen, denn bloggen bedeutet für mich vor allem regelmäßig zu schreiben. Mich mit meinen Lesern auszutauschen. Zu spüren, was für Menschen wichtig ist und dadurch zu verstehen, was für mich selbst eine Bedeutung hat.

Als einige Tage nach meinem denkst-Vortrag eine Twitter-Diskussion losging, die manche „Bloggerwars“ oder „Hobbyblogger vs. Profiblogger“ nannten, bekam ich das erstmal gar nicht mit. Ich folge auf Twitter genau fünf Menschen. Drei davon sind Oprah Winfrey, Ellen DeGeneres und Martha Stewart. Lach.

Was ich aber wohl eingestellt habe, als ich mir vor 3 Jahren pro forma einen Twitteraccount für meinen Blognamen gesichert habe: Dass ich eine Benachrichtigung bekomme, wenn ich getaggt werde. To make a long story short: Es machte Ping und Ping und dann Pingpingping. Tagelang.

Gleichzeitig bekam ich Mails und Whatsapps und SMS von lieben Bloggerkolleginnen, dass ihre Twittertimeline heißlaufen würde wegen meines Vortrags und mehrerer Blogposts dazu. Zwei Posts habe ich noch kommentiert, dann habe ich den Überblick verloren. Auf Twitter las ich nicht mit, denn ich hätte noch nicht mal gewusst, wie ich da korrekt antworte. Not my Plattform.

Antworten möchte ich heute, auf meinem Blog. Der Plattform, die ich am allerbesten kenne. Mein Vortrag hatte nur einen einzigen Sinn, nämlich mein Wissen weiterzugeben. Zu erzählen wie ICH zu einer erfolgreichen Bloggerin geworden bin. Und dass da kein Zufall, sondern Jahre harter Arbeit hinterstecken.

Mein Weg – und das war mein Eingangssatz – ist keine Blaupause. Er ist außerdem historisch bedingt. Heute mit einem Blog zu starten birgt ganz andere Herausforderungen, aber eben auch ganz andere Chancen. Viele Blogger, die vor sieben oder acht Jahren begonnen haben, haben jahrelang nichts verdient. In meinem Fall waren es fünf Jahre. Das ist heute für einen Blogger kaum mehr vorstellbar, denn fast alle Firmen bieten Kooperationen an.

Bitte versteht, dass ich in die Diskussion nicht eingestiegen bin. Ich hatte mit meinem Vortrag alles gesagt, was ich weitergeben wollte. Ein bisschen war es – und das meine ich ausschließlich liebevoll – wie als Mutter von Teenagern neben jungen Müttern mit Babies in Tragetüchern zu sitzen. Wenn sie sich unterhalten, kann ich sie so gut verstehen und ich weiß noch genau, wie sich das alles anfühlt. Aber das, was sie besprechen, sind einfach nicht mehr meine Themen. Ich habe das alles zu meiner Zeit und mit den Bloggern, mit denen ich groß geworden bin, diskutiert. Und wir sind bis heute im Gespräch, nur eben mit unserem Erfahrungshorizont, unserem Lebensalter und unserer Perspektive auf die Dinge.

lilukids.de war vier Jahre lang mein Blog im Tragetuch. Und meinesvenja.de danach der, mit dem ich erfolgreich geworden bin. Im Juni wird sich mein Blog wieder maßgeblich verändern. Ohne Blick auf Leserzahlen, Traffic und Evergreen Content werde ich mich in dem Bereich weiterentwickeln, von dem ich das größte Wachstum und die größte Weiterentwicklung erwarte. Beruflich genauso wie persönlich.

Es ist an der Zeit, mich neu zu erfinden. Deshalb hatte mein Vortrag auf der denkst irgendwie eine historische Dimension. Und wisst ihr was: Deshalb bin ich stolz und froh, dass er bei so vielen etwas ausgelöst hat. Für alle, die vor Ort waren, gilt das lebenslange Angebot: Wenn ihr Fragen habt, schreibt mir. Wobei ich ahne, dass ihr die meisten Fragen selbst beantworten werdet – viel besser, als ich es jemals tun könnte. Ich glaub nämlich an jede Einzelne von euch.

Ich wünsche euch, dass ihr euren Weg findet, so wie auch ich gerade wieder den meinen neu beschreite. Ich wünsche mir, dass wir Blogger offen und frei und vom Herzen weg miteinander diskutieren. Und ich freue mich darauf, viele von euch nächstes Jahr auf der denkst wiederzusehen. Dann vielleicht bei mir unter anderen Vorzeichen, aber nicht weniger im Miteinander verankert.

Alles Liebe

Eure Svenja