aussen logoSo sieht „Außen“ aus, wenn ich Spaß habe – mit Dominika, Verena und Lis

Ihr Lieben,

in den letzten Wochen war ich wahnsinnig viel im Außen. Hatte Jobs, war auf Veranstaltungen und  habe viele Menschen getroffen. Das bedeutet auch immer, dass ich viel Energie in Gespräche stecke. In Small Talk, ins Aufhübschen und Schminken (sonst nicht so meins – wer mich privat kennt, weiß das).

Ich muss planen, hin- und zurückfahren und flexibel auf die Personen und Situationen eingehen, die ich antreffe. Normalerweise gelingt mir das gut. Ich bin unterhaltsam und leichtfüßig und finde schnell einen Draht zu Anderen. Nur wenn ich das zu oft mache, merke ich, dass meine Stimmung kippt.

Genauso wie sie kippt, wenn zuhause zu viele Leute an mir herumzerren. Wenn dauernd Gäste da sind, ich mein Heim nie nur für mich habe und mir jeder seine Agenda aufs Auge drückt.

Je älter ich werde, desto mehr bekomme ich ein Gefühl dafür, welche Energiemenge Anderer mir gut tut. Ich begreife, dass ich nur ins Außen gehen kann, wenn ich von innen heraus gestärkt bin.

Wenn ich Yoga gemacht habe oder eine Runde laufen war. Wenn ich kreativ war – geschrieben oder gemalt oder gestickt habe.

Wenn ich BEI MIR war, MIT MIR und MICH MIR zugewandt habe. Dann bin ich gefestigt und bereit, Anderen und ihren Energien zu begegnen.

Lasse ich all diese Tätigkeiten mit Ausreden wie „keine Zeit“,  „was Wichtigeres zu tun“ oder „aber ich habe vor 100 Jahren eine Entscheidung getroffen und kann jetzt nicht ins Innen gehen, weil ich ins Außen muss!“ hintenrunterfallen, geht es mir schnell schlecht.

Dann werde ich aggressiv. Unfair. Unausgeglichen. Anstrengend. Nörgelig. Also genau so, wie ich nicht gerne bin.

Dazu kommt: Ich habe im Außen nur dann wirklich Spaß, wenn ich mein Innen ausreichend pflege und hege. Noch eine Veranstaltung obwohl ich eigentlich lieber Me-time gehabt hätte? Da ist dann garantiert die Musik zu laut, die Leute sind stehengeblieben und ich fühle mich nicht dazugehörig. Außer dass das eben alles nur in meinem Kopf stattfindet, weil ich mich nicht um mich selbst gekümmert habe.

Je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir, dass ich fast alle Konflikte, die ich in meinem Leben je hatte, auf ein Ungleichgewicht von Innen und Außen zurückführen kann.

Wenn es mir gut geht, kann ich Unfairness, Ungerechtigkeit, energetischen Übergriffen und Attacken lächelnd und mit einem Schulterzucken begegnen.

Erwischt ihr mich aber in einem unausgeglichenen Moment, könnt ihr mir einen Dolch mitten ins Herz bohren. Und als wäre das nicht genug, drehe ich  ihn gerne selbst noch einmal um.

Dann rege ich mich auf und zetere und kriege es einfach nicht hin, abzuschütteln, was doch offensichtlich die Agenda Anderer ist. Esse Chips, trinke Wein und fühle mich am nächsten Tag fühühürchterlich.

Weil ich so ein Drama in meinem Leben einfach nicht möchte, höre ich immer mehr hin, was mir gut tut. Nehme MICH und MEINE Bedürfnisse ernst. Wo steht auch geschrieben, dass Mütter ihre Wünsche immer hintenanstellen müssen?

Ich schreibe auf meinen Wochenplan ganz bewusst nicht nur To Dos und Termine, sondern auch Dinge, die mir gut tun. Oder noch besser: Platzhalter für’s INNEN. Dann lese ich oder bastele etwas oder gehe einmal um den Block. Tue, was auch immer mir gerade in den Sinn kommt. Hauptsache es tut mir gut.

Ich pflanze meine Wurzeln und strecke sie tief in die Erde, damit kein Sturm der Welt mir etwas anhaben kann. Ich will stehen wie ein Baum, der weiß, wo er hingehört. Um dann die Zweige in den Himmel zu strecken. Auf dass der Wind mir durch die Blätter geht und nur singende Vögel auf mir landen.

In diesem Sinne

Eure Svenja

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