Ihr Lieben,

ich habe ja versprochen, dass ich euch mitnehme auf meinem Weg zu meinem DIY-Channel bei YouTube. Heute erzähle ich euch, was passiert, wenn ich solch einen neuen Schritt verkünde. Denn so wird wohl am besten klar, warum ich mir im Vorfeld viele Gedanken zu neuen Projekten mache.

Zum einen bekomme ich liebevolle, mitfiebernde und begeisterte Kommentare von euch. Dann erreichen mich auch einige persönliche Mails. Von Vätern, die von mir inspiriert einen Bastel- und Gartenkanal für Väter starten wollen – und wissen wollen, was ich von der Idee halte (Ganz ehrlich? Finde ich BOMBE!) Von Bloggerinnen, die wissen möchten, welche Ausrüstung ich in meinem Studio verwende. Und auch von Unternehmerinnen, die fragen: „Wirst Du auch über Dein Set up reden?“

Na klar, irgendwann werde ich auch dazu mal ein Video machen. Aber momentan bastle ich ja erstmal selbst an meinem Set up herum. Und auch wenn ich ein Freund von Wissen teilen bin: Euch auf meine Reise mitzunehmen, wird nicht in erster Linie heißen, die fachlichen Learnings 1:1 rauszuposaunen. Sondern eher zu zeigen, wie viel Arbeit in so einem Prozess steckt, der nach außen leichtfüßig wirkt (und das soll er ja auch, baby, it is entertainment). Welche Erkenntnisse ich auf dem Weg habe.

Dass es immer auch Leser gibt, die jedes meiner Fotos großziehen, um die Markennamen der Leuchten zu erkennen – oder was im Hintergrund des Bildes auf den Post its steht, die da hängen – damit kann ich nach 10 Jahren bloggen ganz gut leben. Auch weil ich weiß, dass ich diese Art von Konkurrenz schon lange nicht mehr empfinde. Am Ende geht es um das, was wir von innen nach außen bringen müssen, um uns selbst zu gebären. Ist Dir zu esoterisch? Kann ich verstehen. Aber mit 46 Jahren Lebenserfahrung ist das genau so für mich und nicht anders.

Und das bringt mich gleich zum nächsten Punkt. Denn sobald ich sage: „Ich mache was Neues“ bekomme ich auch Mails mit guten Tipps. Von Menschen, die mir was verkaufen wollen. Oder Menschen die sagen: „Hast Du schon an dies und das gedacht?“ (Antwort: „Nein.“) Oder die meinen: „Du musst das unbedingt so und so machen.“ (Blitzartiger Gedanke in meinem Kopf: „OMG, muss ich das wirklich so machen? Das wäre ja total teuer und ich habe es null bedacht!“)

Stop. STOP. STOOOOOOOOP.

All dieses Außen führt dazu, dass ich mich selbst und meine Wünsche aus den Augen verliere. Dass mein saugutes und gesundes Bauchgefühl zu meinem Vorhaben verwässert. Dass ich in den Vergleich gehe und na klar, höherschnellerweiter geht immer.

Deshalb schauen wir uns heute mal gemeinsam MEINE Realität an. Die von Svenja, der Bloggerin, die einen Channel startet. Und das genauso macht wie jeder andere Mensch. Erstmal frage ich Freunde, die sich auskennen. In meinem Fall war das Phuong vom Dojo Filmhouse, mit dem ich schon zu RTL Zeiten gedreht habe. Und natürlich mein Mann, denn der ist ja Regisseur und Storytelling Coach.

Wir sind runter in mein Studio to be gegangen, in dem es noch ganz rumplig und wenig glamourös aussieht. Denn da wird gerade nur geschraubt und überlegt und nix schön gemacht. Uwe hatte schon bis tief in die Nacht alle Lampen, Stative und was man sonst noch so braucht aufgebaut (Danke ❤️) und wir haben nun alles hin- und hergerückt, Probeshots gemacht, eingeleuchtet und verschiedene Kameras getestet.

Danach haben wir das Material ausgewertet und die Qualität mit führenden anderen Kanälen in dem Bereich verglichen. Schließlich wollen wir bessere Bilder abliefern – sonst bräuchten wir ja gar nicht anfangen.

Und auch wenn ich danach schon wieder mehr auf dem Trip „Wir kriegen das alles irgendwie hin“ war, zog es mich doch zu einer Frau, die von vielen „die Mutmacherin“ genannt wird. Zu Jasmin. Um sie zu sehen, von und mit ihr zu lernen und vor allem ihre Energie in mich aufzusaugen, bin ich mit dem Zug nach Köln gefahren. Und irgendwie war das ein Trip, bei dem ich viel über das Leben gelernt habe.

Das fing schon damit an, dass ich eine Fahrt in der ersten Klasse buchen musste, weil die zweite komplett voll war. Und eigentlich bin ich was das angeht ein Sparfuchs, weil ich finde, dass die zweite Klasse reicht. Trotzdem war es irgendwie passend, denn wenn ich schon zu einer Frau fahre, mit der ich mich erstklassig unterhalten kann, dann ist es nur richtig, auch so anzureisen.

Doch das Lernen fing schon im Zug an, der mitten auf der Strecke stoppte, weil ein Mensch sich das Leben genommen hat. Er hatte sich vor einen anderen Zug weiter vorne auf unserer Strecke geworfen. Daraufhin wurden wir umgeleitet und hatten 100 Minuten Verspätung – aber fuhren die alte Bahnstrecke direkt am Rhein entlang. Immer wieder schaute ich aus dem Fenster und dachte: „Wie schön diese Welt ist. Und dieser Mensch konnte sie trotzdem nicht mehr ertragen.“

So etwas mitzubekommen, wenn man selbst in einer Phase der Planung und Hoffnung ist, rückt vieles an seinen Platz. Auch Mails, die sich vor ein paar Stunden noch anfühlten, wie Stolpersteine. Auch Energien, die vielleicht nicht zu mir passen. Alles war plötzlich kleiner und weiter weg.

In Köln angekommen bin ich zu Fuß über die Deutzer Brücke geradewegs auf mein home away from home zugesteuert – das Hyatt am Rheinufer.

 

Finally @hyattregencycologne Und jetzt: Room Service. #homeawayfromhome #kölle

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Wie gerne hätte ich eine meiner Kölner Freundinnen zum Abendessen getroffen. Aber ich wusste, dass ich mit meinen Energien bei mir bleiben muss. Übrigens auch ein Grund, warum ich seit dem 15. März keinen Schluck Alkohol mehr getrunken habe. Wenn ich stemmen will, was ich gerade stemme, muss ich topfit im Kopf sein. Da kann ich mir nichts erlauben, denn sonst schaffe ich das nicht. Mich selber schwächen kommt nicht in Frage.

Auf diesen Gedanken zahlte auch ein Zitat aus Sarahs Insta Story ein. Ihren Kanal habe ich schon ein paar Mal empfohlen (hier abonnieren!). Sarah ist Buchhändlerin aus Leidenschaft und hat immer wieder super Tipps für mich. Diesmal stammte die markierte Stelle aus dem Buch „Now! Jetzt sorg ich gut für mich: Entschleunigung – Selbstfürsorge – Lebensfreude“ von Ruth Knaup.

Und genau aus diesem Grund habe ich nicht nur den Abend alleine verbracht, sondern mir auch den Wecker um 5:30 gestellt, um mit 100 Tagen Yoga zu beginnen. In aller Früh, mit Blick auf den Dom – das schien mir ein passender Auftakt für die Rückkehr zu meiner täglichen Yogaroutine zu sein.

Nach einem leckeren Frühstück ging es zu Jasmin, der Mutmacherin. (Ihr erinnert euch: Das ist die Jasmin, die mir neulich meinen wunderbaren Trailer eingesungen hat). Wir haben einen ganzen Tag an ihrem Schreibtisch verbracht und geackert. Über Schnittprogramme, YouTube und tausend nerdy Programme gefachsimpelt.

Über Hintergründe, Lampen, Effekte und natürlich übers sich Trauen. Darüber, wie man vor der Kamera strahlt. Und wie wir uns an technische Dinge herantasten, von denen wir null Ahnung haben. Auch privat wurde es zwischendurch, oder um ehrlich zu sein: sehr privat.

Weil das unausweichlich so sein muss, wenn sich zwei Frauen treffen, die für ihre Sache so brennen. Da passieren Dinge auf so vielen Ebenen und wir machen so ähnliche Erfahrungen, haben aber dabei ein ganz unterschiedliches Know how. Und last but not least, einen Tag lang neben einer Frau zu sitzen, die so singen kann – und die das mitten im Satz auch einfach immer wieder tut – ist eh ein Geschenk, von dem ich lange zehren werde.

Falls ihr euch dafür interessiert, wie ihr vor der Kamera sicherer werdet und euer Strahlen findet (und natürlich auch: wie das alles technisch geht), kann ich euch die Arbeit mit Jasmin nur wärmstens ans Herz legen. Das geht persönlich, via Skype oder auch mit ihrem Video-Kurs. Die Testimonials (runterscrollen!!!) sprechen echt für sich.

Auch die Rückfahrt war mit Verspätungen gesegnet, aber ich bin ruhig geblieben. Habe die Kuschelsocken angezogen, die meine Tochter mir geliehen hatte. Habe mich mit meinem Mantel zugedeckt. Und einfach den Gedanken nachgehangen, die der Tag in mir wachgerüttelt hatte.

Wieder daheim geht es diese Woche voll ins Branding, in die redaktionelle Planung und das Anschieben des Channels. Direkt am ersten Arbeitstag habe ich mich mit meiner Farbpalette beschäftigt und mit verschiedenen Untergründen. Ich habe die Channeltrailer-Drehlocation und den Drehslot für die ersten Videos festgemacht. Und ganz nebenbei plane ich auch noch die Bestuhlungssituation und das Catering für unseren ersten „Light up your future“ Workshop am 13. Mai.

Damit ich dabei nicht zu kurz komme, ging es dann gestern Abend noch für eine Runde Yin Yoga und eine wunderbare Fußmassage auf die Matte. Denn ja, Sarah, ich höre auf Dich und setze Selbstfürsorge nicht nur für mich, sondern auch zur Entlastung meines Umfelds jetzt täglich als Priorität auf meine Lebensliste.

Habt es schön, ihr Lieben und bis ganz bald.

Eure Svenja

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