Wie ich zum Fernsehen gekommen bin

http://www.vimeo.com/26691377

Heute gibt es also die Geschichte, wie ich beim Fernsehen gelandet bin – ein echter “Hinter den Kulissen” Beitrag, weil ihr meine allerersten Gehversuche vor der Kamera seht – also das Video, weshalb RTL gesagt hat: “OK, das probieren wir mit Dir.”

Im Februar 2010 hatte mein Mann Uwe ein Fernsehstudio gemietet, um einen kurzen Film für seine Website aufzunehmen. Uwe berät Fernsehsender, Produktionsfirmen, Verlage und Markenunternehmen im Bereich Storytelling. Er erarbeitet mit ihnen, wie man Geschichten optimieren und besser erzählen kann und dadurch die Auflage, die Quote, den Umsatz und den Erfolg steigert. Ihr seht schon, der Beruf ist nicht sehr gängig und eben: erklärungsbedürftig. Also hatten wir die Idee, dass Uwe in einem kurzen Film einmal erzählt, wie ein normales Projekt bei uns abläuft.

Als der Film im Kasten war, war es zwei Uhr nachmittags – und das Studio war bis abends gemietet. Da hatte mein Mann eine Idee.

“Lass uns doch mal einen Film mit Dir machen.” Ich: “Über was denn?” Er: “Du kannst doch so gut mit Frauen und hast so viel Spaß daran, Dich mit ihnen zu unterhalten, von ihnen zu lernen und ihnen was beizubringen. Sprich doch einfach mal zu Frauen zwischen 30 und 50, was Dir so einfällt.”

Ähem, ja. Also ich weiß nicht wie es euch geht, aber in solchen Momenten fällt mir erstmal gar nichts ein. Gott sei Dank hat mein Mann Film- und Fernsehregie studiert – denn jetzt hatte er die entscheidende Idee. “Wieso, hier sind doch gute Locations. Schau mal, hier, der Schminktisch. Und der Garderobenständer. Dann haben wir noch eine Büroumgebung und einen Esstisch. In die vier Umgebungen stellst Du Dich und sagst, was Dir spontan dazu einfällt. Du sprichst einfach direkt in die Kamera.” “Aber das interessiert doch keinen…” sagte ich. Und Uwe:” Quatsch, wenn das die Frauen interessiert, die Du sonst so triffst, dann interessiert das auch andere Frauen. Und ich kann das doch das nächste Mal, wenn ich beim Sender bin, vorführen. Also sagst Du am besten auch direkt, warum das, was Du zu sagen hast, ins Fernsehen muss.”

Ich liebe ja Herausforderungen aber spontan ohne jegliche Vorbereitung ein Video einzusprechen, dass Uwe dann Fernsehmachern zeigen will, war schon harter Tobak. Wieso ich es trotzdem gemacht habe? Weil irgendwas in mir geflüstert hat: “Komm, das packst Du. Probier das aus. Das kriegst Du hin.” Außerdem hatte ich mit meinem Mann, Julia und Phuong die perfekten Menschen um mich herum, bei denen ich einfach ich selbst sein konnte.

Später saß ich dann im Schnittraum und konnte es selbst echt nicht fassen, wie authentisch ich war. In dem Film bin ich, wie ich immer bin – ich rede über die Themen, über die ich immer rede. Und die Kamera hatte mich nicht ein bisschen eingeschüchtert. Das war ein tolles Gefühl – mir gefiel, was ich sah und plötzlich wusste ich: Das wird klappen.

Und dann habe ich auf Go geschaltet. Ich habe mit meinem Trainer Patrick Herzog fünf Wochen ein knallhartes Trainingsprogramm durchgezogen – wenn der Anruf vom Sender kommen würde, musste ich schließlich in Topform sein. Ich habe mich in der Zeit wirklich nur darauf konzentriert, mein Ziel zu erreichen. Für Zweifel wie “Was, wenn die das nicht gut finden” war überhaupt kein Platz.

Tja – und dann ist mein Mann zu RTL gegangen, hat denen das Video vorgespielt und mich angerufen, als er aus dem Termin raus war. Ich war gerade in den Riem Arcaden einkaufen, habe seine Nummer gesehen und mich auf eine Bank gesetzt. Und Uwe hat gesagt: “Die fanden Dich klasse und würden das gerne ausprobieren.” Und ich habe da gesessen und habe mich so gefreut, dass da jemand das gesehen hat was ich gefühlt habe. Unglaublich, wie viel man schaffen kann, wenn man wirklich an etwas glaubt.

Mein Mann, Julia, Phuong und Patrick waren meine Menschen der ersten Stunde. Ohne euch wäre das nichts geworden. Und dafür möchte ich heute nochmal ganz laut DANKE sagen. Seitdem ist in meinem Leben so viel passiert – und alles war spannend und positiv. Durch all diese Erlebnisse habe ich eine ganz wichtige Lektion gelernt. Wenn man seine Träume umsetzen und seine Talente leben will, muss man sich ausschließlich mit Menschen umgeben, die einem Energie geben, sonst wird das nichts. Mehr dazu morgen!

 

4 Kommentare

  1. Zu Deinem Bewerbungsvideo kann ich wirklich nur eines sagen: Gaaaanz großes Kino! Wirklich toll! Hoffentlich machen die von RTL ganz, ganz bald so nen Film! Ich schalte ein, ganz bestimmt! LG Heike

    1. Oh Danke. Das ist aber mal ein nettes Kompliment. Die RTL Sache habe ich allerdings schon hinter mir. Habe es ausprobiert. Daspasste damals aber noch nicht wirklich in meinen Lebensrhytnhmus mit den kleinen Kindern – aber wer weiß. Man soll ja nie nie sagen :-)

  2. Hallo Svenja,
    Ich bin gerade zufällig auf dein Video gestoßen und finde es auch toll, aber nicht nur dich und wie spontan und ehrlich du wirkst sondern auch die “Machart”. Es ist wirklich toll gefilmt, in schönen Farben und den Schnitt finde ich klasse! Ich muss vielleicht erwähnen dass ich selber schon sehr lange fürs TV arbeite und Promotion sozusagen mein “Fachgebiet” ist, und ich finde deine “Bewerbung” wirklich klasse! Nur so interesse halber wollte ich dich fragen ob du nachwievor an so etwas Interesse hättest?
    Und jetzt noch kurz zu deinem Blog:) – ich mag ihn! Manchmal mehr, manchmal weniger aber meistens sehr! Auf jeden Fall schonmal ein Danke an dich denn was du immer sehr schön schaffst ist andere Menschen zu motivieren und du findest echt immer die richtigen Themen zur richtigen Zeit – weiter so!
    Alles Liebe.
    Jasmin

    1. Liebe Jasmin, jetzt musste ich gerade spontan lachen. Genau die Machart war nämlich ein bisschen problematisch beim Sender, weil es zu nah am Werbelook war – das kam bei der Bewerbung gut an, on air war es dann eher schwierig. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich am besten bin, wenn ich bin, wie ich bin. So wie in dem Video eben – da spreche ich ja frei von der Leber weg und ohne Text. Das liegt mir. Und zu Deiner Frage: Ich bin immer für alles offen – wenn ich mich dafür nicht verstellen muss – und Danke nochmal für Deine lobenden Worte. Svenja

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