First time

Ein “first timer” ist jemand, der etwas zum ersten Mal macht. Manchmal würde ich mir wünschen, das würde mir nicht ganz so häufig passieren. An schlechten Tagen (heute) habe ich das Gefühl, dass ich permanent neue Dinge ausprobiere und deshalb nie wirklich gut in etwas werde. Kaum kann ich etwas, geht es auf zu neuen Ufern. Und schon muss ich alles von vorne lernen.

Was von außen aufregend wirkt, ist von innen manchmal ganz schön frustrierend. Vor allem für eine Perfektionistin wie mich. Doch als meine liebe Leserin Sonja mich heute auf dieses Video aufmerksam machte, habe ich kurz inne gehalten. Und nachgedacht. Das Video zeigt zwei 70-jährige Damen, die das erste Mal fliegen. Man mag das kaum glauben, aber das gibt es. Menschen, die mit 70 ganz neue Sachen machen. Und ich beschwere mich schon mit 43.

Nun – das Leben ist eine Herausforderung. Auch meins. Vor allem, weil ich es immer wieder mit vielen Menschen teile. Dabei bin ich am allerliebsten ganz allein mit mir und meinen Gedanken. Aber dieses erste Mal, dieses was Neues erleben, dieses Ausprobieren und hungrig sein, dieses “Dasmussichjetztwissen” und dieses “Dasmussichjetztmachen” – das ist genetisch. Das kann ich nicht abstellen und das geht auch nicht weg. Und irgendwie bin ich verdammt froh, dass mein Blog genau der Ort ist, wo ich das ohne Zensur und ohne Angst immer wieder mit euch teilen darf.

Und bevor ich jetzt ganz sentimental werde, dürft ihr das werden. Mit diesen beiden wunderbaren holländischen Damen und ihrem allerersten Mal.

Alles Liebe

Eure Svenja

9 Kommentare

  1. Liebe Svenja!
    Eben genau weil das Leben daraus besteht immer wieder dazuzulernen freue ich mich, wenn du all deine neuen Erkenntnisse durch “Ausprobieren-müssen” mit uns teilst!
    Mach weiter so – es hilft mir immer wieder, durch Dich frisch motiviert, die “Herausforderung Leben” leichter anzugehen.
    Lieben Gruss, Steffi

  2. Sind die süß, die beiden!!! Danke fürs Teilen! :)

    Und ich muss mir ein Beispiel an der einen Dame nehmen….so positiv und ohne Angst auf Neues zuzugehen, da tu ich mir selbst total schwer…

  3. Dafür liiiiebe ich das internet. Solche einen unter-den-Arm-greif-Denkanstösse, einfach so, … wunderbar!

    Also ich persönlich, trau mich da gleich wieder viel mehr!

    Schaue ich mir morgen früh nochmal an! Bin ja gespannt, was dann für ein Tag folgt
    Gute Nacht liebe Svenja
    Susanne

  4. Einfach herrlich süß diese Beiden. Genau so möchte ich altern und offen bleiben für Dinge die ich noch nicht kenne. Ein wunderbarer Film der zeigt, dass altern nicht schlimm ist, wenn unser Kopf nicht stille steht und unser Verlangen sagt: “Das möchte ich auch erleben” Ich entdeckte in diesem Film, dass man viel jünger ist, wenn man Freude an etwas hat, wenn man sich für etwas begeistern kann – der Jungbrunnen ist doch schon lange entdeckt :))

  5. Liebe Svenja,

    deine Gedanken und dein Film passen total zu dem, was mich zur Zeit bewegt: die eigenen Grenzen ausloten, der Umgang mit Ängsten, das Übersichhinauswachsen…

    Bei zdf neo kam letzte Woche auch ein guter Beitrag dazu, der noch in der Mediathek zu sehen ist:

    http://www.zdf.de/wie-werd-ich/wie-werd-ich-25666886.html

    Fazit: Mutig ist nicht, wer keine Angst hat, sondern der trotz Angst handelt.

    Herzliebe Grüße
    Jana aus CB

    Achja, ich habe letztens noch einen tollen Gedanken gefunden:

    “Wenn du dich sicher fühlen willst, dann tu, was du schon immer konntest. Aber wenn du wachsen willst, dann gehe bis zum äußersten Ende deiner Kompetenz:
    und das heißt, dass du für kurze Zeit deine Sicherheit verlierst. Wann immer du also nicht genau weißt, was du gerade tust, weißt du, dass du wächst.”

  6. Als ich das Video gestern entdeckte war es sofort mein Lieblingsfilmchen. Die Frauen aus diese Generation SIND auch echt so in Holland. Meine mama sehe ich da, mein oma …. ich kenne die “Art”, einfach zum knuffelen :) Es hat mich natürlich sofort zum weinen gebracht. Überdies: ist es nicht fantastisch das es NIE zu spät ist für ein “erstes Mal”??? Ich hoffe das ich bis zu meinem Lebensende noch unzählige erste Male erleben werde und ich kann mich noch präzise erinnern an denen die ich schon hatte. Also, meine Liebe, teil ruhig weiter das ist einfach eine Inspiration für Alle!

    1. Das war so lustig gestern, Joan. Erst hat mir Sonja den Link geschickt. Dann habe ich gesehen, dass Du das auf der Timeline postest. Dann habe ich gedacht: ne, wenn Joan das jetzt auch schon postet, dann kennen das sicher schon ganz ganz viele. Und dachte mir: Schade, dann ist das nicht aktuell genug. Und dann kam mir der Geistesblitz: neinein, Joan ist auch ein early adopter. Die kennt das nämlich nur weil sie HOLLÄNDERIN ist, nicht weil es schon hoch und runter gelaufen ist. Muss man erstmal drauf kommen. Und schwupss, war es auf meinem Blog. Danke für den insight, my dear.

  7. Das Video ist ja zuckersüß!! Ich hab mich weggeschmissen, vor allem über die kleine süße lebensfrohe Oma! Wie herzig, vielen Dank für diesen Film! Ich bin immer dafür, Dinge zu tun, die man noch nie getan hat, auch wenn es einen eine tierische Überwindung kostet. In einem Ägyptenurlaub gab es zum Beispiel eine Karaoke Nacht, man musste vor allen Feriengästen abends im Amphitheater auf der BÜHNE singen. Der Club-Entertainer ging rum und fragte, wer sich traut. Mein Arm ging einfach so hoch, ich dachte noch so:” Spinnt der, der meldet sich.” Aber das war ich! Bis ich dann dran war, zitterten mir die Knie und ich stokelte zur Bühne runter. Ich hatte mir Gloria Gaynor mit “I will survive” ausgesucht. Ich sang da unten echt um mein Leben, aber ich hab´s getan! Ich hab mich getraut. Es bringt einen immer weiter im Leben, wenn man sich traut. Auch wenn man dabei einen Köttel in der Hose hat. Dann erstrecht.

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