Scharf stellen

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Je älter ich werde, desto klarer wird mir: Ich muss mich fokussieren. Es gibt noch so viele Dinge, die ich machen will, da geht das einfach nicht anders. Und damit meine ich nicht den Fokus, der andere Dinge ausschließt. Nach dem Motto: Ich muss mich jetzt voll und ganz auf DIESE EINE Sache konzentrieren, damit ich das hinkriege. Ganz im Gegenteil.

Älter werden heißt ja wunderbarerweise, dass ich gewisse Dinge ganz natürlich hinter mir lasse. Prüfungen, Ausbildungsabschlüsse, falsche Freunde, Jugendsünden. Aber es heißt auch, dass ich in Routinen gerate. Gewisse Dinge mache ich, weil ich sie schon immer gemacht habe. Weil es bequem ist, weil es vertraut ist und weil es mir Sicherheit gibt. Aber für diese Sicherheit bezahle ich einen hohen Preis. Denn die Währung ist meine Effektivität, mein Wachsen und meine Träume.

Abends eine Tüte Chips essen und ein Glas Wein trinken, lässt mich morgens nicht aus den Federn springen.

Meine Lieblingsserien zu schauen ist nicht der Wansinnsinput für mein Gehirn.

Und meine Bücher, Artikel, Posts, Videotutorials und Seminarkonzepte schreiben sich auch nicht von alleine.

Jetzt kann ich mir natürlich prima auf die Schulter klopfen und sagen: “Also, was ich in den letzten 1 1/2 Jahren alles geschafft habe.” (Und jetzt kommt der Burner, denn wenn ich das aufzähle, dann denke ich selbst: HUCH, das ist ja wahnsinnig viel). “Vegane Challenge, Buchveröffentlichung, 33 Mal die Lisakolumne, Blogposts ohne Ende, ein bisschen Fernsehen, 100 Tage Sport Challenge.”Und das ist nur der Anfang.

Denn natürlich habe ich ganz nebenbei auch noch meinen Mann unterstützt, den Haushalt geschmissen, die Kinder beaufsichtigt und gefördert. Bin zu Elternabenden gelaufen, habe Menschen besucht und Besuch empfangen, Reisen vorbereitet und gemacht undundund. Und ich könnte wetten: während ihr das lest, läuft schon eure eigene Achievementliste im Kopf mit – und die ist nicht weniger lang. Deshalb jetzt mal ausdrücklich und laut:

APPLAUS!!!! Oder noch besser: Donnernder Applaus.

Ich hoffe ihr habt ihn genossen, denn jetzt kommt der böse Nachsatz. Kommt es euch auch manchmal so vor, als würde euer Leben vorbeifliegen? Als würdet ihr nie alles schaffen und nur gerade mal so den Alltag bewältigen? Als wäre nie Raum für mehr? Greift ihr deshalb auch zu billigen Verdrängungsdrogen wie Kohlenhydraten und Fernsehen? Dem Glas Wein zum schnellen Abschalten? Lasst ihr euch auch gerne beduseln von einem guten Film anstatt mit eurem Mann zu reden (denn der Tag hat schon so viel Reden und Aufmerksamkeit von euch eingefordert, dass ihr jezt einfach mal Zeit für euch braucht?)

GENAU. Ja, so geht es mir auch.

Und deshalb wollte ich einmal ganz leise und vorsichtig anfragen, ob ihr mit mir gemeinsam wieder scharf stellen wollt. Aufhören möchtet, farbenblind zu sein, sondern wieder alles ins Leben zu lassen. Das große Glück und das kleine. Die ganze Palette an Erfahrungen, Erlebnissen, Emotionen. An Verletzungen und Freude. Den ganzen Reichtum des Lebens.

Vielleicht denkt ihr ja auch immer wieder: eigentlich möchte ich mehr. Eigentlich kann ich mehr. Und eigentlich bin ich mehr.

Aus meinen letzten Jahren mit euch weiß ich: das geht nur in Form einer radikalen Verhaltensänderung und eines ganz klaren Plans. Ich schreibe meinen hier und heute für euch auf. Vielleicht sieht eurer ganz anders aus, aber ich habe begriffen, was ich tun muss, um mein Leben wieder in den Fokus zu rücken.

Mein Plan

1. Aufstehen um 5:00

2. Yoga bis 5:30

3. Kaffee und schreiben bis 6:30

4. Kinder wecken, für die Schule fertig machen und in die Schule bringen bis 8:00

5. 8:00-12:00 Am Stück und ohne Ablenkung arbeiten. Kein facebook, keine Telefonate, keine Unterbrechungen.

6. 12:00-13:00 Mittagessen kochen und Kinder abholen.

7. 13:00-15:00 Essen und Hausaufgaben betreuen.

8. 15:00-18:00 Freie Zeit für alle – miteinander oder getrennt voneinander. Zeit für Haushalt, Mails, Besorgungen, Extras, zum spielen.

9. 18:00-18:45 Abendessen

10. 18:45-19:45 Sport oder Meditation oder Badewanne – irgendwas, was meinem Körper und meiner Seele gut tut.

11. Zwischen 19:45 und 21:00: Zeit mit den Kindern verbringen und alle ins Bett bringen.

12. Ab 21:00: Zeit für die Partnerschaft und für mich.

Diesen Plan werde ich morgen früh mit meinem Mann abgleichen (und ja: ich habe dafür bereits einen Termin in seinem Kalender eingetragen). Nun mögt ihr sagen: “Ja aber….warum brauchst Du denn dafür einen Plan?” Das kann ich euch genau sagen. Weil ich schon ganz lange über die Bedeutung von Zeit im Leben von Frauen nachdenke und irgendwann darauf gekommen bin, dass unser Problem nicht unbedingt die mangelnde Zeit ist. Ausgenommen Frauen mit kleinen Kindern – die haben genau das Problem und es gibt keine wirkliche Lösung außer sich voll und ganz dem Rythmus des eigenen Kindes anzupassen. Sonst ist man aufgeschmissen.

Das Problem ist die zersplitterte Zeit.

Auf dem Weg in mein Büro kann ich nicht die Treppe hochgehen ohne nochmal flugs ins Schlafzimmer abzubiegen und das Bett zu machen. Und dann liegt da eine Hose meiner Tochter und die bringe ich noch schnell in ihr Zimmer.

Aber da ist das Bett auch noch nicht gemacht und ich muss lüften. Schnell noch die Dreckswäsche auf dem Boden einsammeln. Im Zimmer meines Sohnes nebenan liegt noch mehr. Auf dem Weg zum Wäschekorb werfe ich einen Blick ins Kinderbad. Die Zahnspange liegt neben der Dose und die Zahnpasta ist nicht zugedreht. Dann klingelt es an der Tür und ich bekomme ein Paket.

Mein Mann ruft: ” Wer war das?” und fragt mich, ob ich schon gesehen habe, dass er drei Poloshirts in die Wäsche geworfen hat. Huch, der muss ja heute Abend in die Schweiz. Also ab an die Maschine und gleich noch die Trocknerladung von gestern falten. “Klar mach ich Dir noch einen Kaffee, Schatz.” Und sehe dabei durch die Verandatür, dass ganz viele Äpfel unter dem Baum liegen, die Wimpelkette immer noch hängt, obwohl ich sie schon gestern abnehmen wollte und jede Menge Laub von den Bäumen gefallen ist. Wie heißt nochmal die Verleihfirma, die diese Laubbläser an Privatpersonen vermietet?

Ab ins Büro (endlich) und im Internet recherchieren. Anrufen und die Auskunft erhalten, dass es noch genau eine Maschine gibt und ich die nur für eine halbe Stunde reservieren kann. “Wissen Sie, die sind natürlich gerade heiß begehrt.” Auf dem Rückweg springe ich noch schnell beim Supermarkt rein. Treffe eine Mutter aus dem Kindergarten, verquatsche mich 10 Minuten und stelle beim Blick auf die Uhr fest, dass ich mich schleunigst ans Mittagessen machen muss. Blöd, denn ich war noch gar nicht im Büro und gleich sind die Kinder zuhause und dann ist ruhiges und konzentriertes Arbeiten schwierig.

Kennt ihr das???

Ich halte mich wirklich nicht für konfus und ich kriege auch viel hin und habe viel Energie. Aber ich bin es durch die Jahre mit den Kindern gewohnt, zwischen den Tätigkeiten hin- und herzuspringen und meinen Tag möglichst effizient wie ein Tornado zu gestalten. Morgens loszuwirbeln und mit konstanter Energie den ganzen Tag alles mitzunehmen, was liegengeblieben ist oder erledigt werden muss. Immer bemüht, nicht an Schwung und Umdrehung zu verlieren. Und an Momentum.

So reiht sich die eine Minute an die nächste und ich renne durch’s Leben anstatt es zu genießen. Mein ganzer Tag wird zu einer grauen Masse aus Dingen, die halt getan werden müssen. Anstatt dass ich die Kontrolle wieder übernehme, und Dinge tue, die ICH tun muss. Weil ich sie tun will. Und zwar genau zu dem Zeitpunkt.

Ich bin fest davon überzeugt: das einzige, was ich dafür brauche, ist ein Zeitplan. Und den werde ich von Morgen bis Weihnachten einhalten, als hinge mein Leben daran. Wenn ich es geschafft habe 30 Tage am Stück Attilas konfuse Rezepte zu kochen und 100 Tage am Stück Sport zu treiben, dann schaffe ich es auch, mich und meine Zeit und mein Leben wieder scharf zu stellen. Mehr Spaß an dem zu haben, was ich tue – egal ob ich arbeite oder mit den Kindern tobe. Weil ich den Moment wieder genießen kann, anstatt ihn verstreichen zu lassen.

Alles Liebe

Eure Svenja

P.S.: Vielleicht habt ihr ja auch Lust, euch eine Zeitliste zu schreiben? Ich halte euch jedenfalls auf dem Laufenden, wie sich dieses Experiment auf mein Leben und meine Laune auswirkt – und bin jetzt schon selbst gespannt auf die Ergebnisse.

65 Kommentare

  1. Roomie, jetzt haben wir darüber NICHT gesprochen und habe zeitgleich genau denselben Gedanken! Mir geht es genauso wie Dir! Ein neuer Stundeplan muss her. Und zwar für mich! Bei mir liegt das auch ganz viel am Herbst: da fallen die alten Blätter ab und die alten Regeln ebenfalls. Lies mal drüben bei mir ;-)

    Schön, dass wir wieder ein Thema haben!

  2. Das passt sowas von! Genau so komme ich mir schon lange vor und auch gerade heute morgen ist es schon wieder passiert! anstatt erst mal einen Kaffee zu trinken und zu frühstücken -nachdem die Kids im KiGa sind- wusele ich durchs Gazs und find immer was, was ich noch “schnell” machen kann! Vielen Dank für den Post!

  3. Du sprichst mir aus der Seele! Vor drei Tagen erst habe ich mit einem Freund darüber gesprochen. Das Leben fliegt an mir vorbei und ehe ich mich versehe ist der Tag, die Woche, der Monat, das Jahr rum und ich habe es nicht “erlebt”, sondern verlebt!
    Deine Idee ist super! Danke!

  4. Klingt richtig gut. ich bin auf meine Art dabei!
    Allerdings habe ich das Problem, dass ich mich nachmittags klonen muss. Ich bin Mutter von vier Kindern im Alter von 2, 5, 9, 11 und ich kriegs einfach nicht gebacken, die Grossen beim lernen zu unterstützen und gleichzeitig die Kleinen zu betreuen. Meist endet das in Wut und Unzufriedenheit und schlechtem Gewissen.

    Gibts da noch Tipps für mich?
    Anscheinend muss ich meine Mitbewohner selbstständiger werden lassen, bevor ICH wieder dran bin.

    1. Hallo Nina, ich habe auch vier Kinder und in dem Alter wie deine sind ist es eher noch ein “Durchhalte Modus”. Ich habe meinen Kleinen immer ein besonderes Spielzeug ( etwas was sie nur zu diesen Zeiten bekommen) gegeben wenn ich Ruhe mit den Großen haben wollte. Oder die Schlafzeiten ausnutzen.
      Aber es ist ein Spagat… Aber es wird besser. Meine sind jetzt 10, 12, 18 und 20 Jahre und seid ca 2 Jahren beginne ich es einfach zu genießen 4 Kinder zu haben.
      Gute Nerven wünscht dir Simona

  5. Hallo Svenja!

    Einfach wunderbar!
    Der Artikel ist toll!
    Es könnte mein Tagesablauf sein und ich bin
    mir ganz sicher- es geht ganz, ganz vielen
    Müttern so!!!
    Ich nehme mir schon ewig vor- einen Plan zu schreiben. Habe mir extra schon einen Managerkalendrr gekauft – und den jedes Jahr und jedes Jahr neu- mit guten Vosätzen die ich dann doch nicht einhalte.
    Vielleicht beginne ich eeendlich auch damit- gemeinsam mit Dir ;o).

    Kurze Frage: wann schreibst Du Deinen Plan? Denn kein Tag ist wie der andere?
    Am Abend zuvor?
    Sonntagsabends?

    Und wie sieht es bei Dir mit essen aus?
    Hast du da auch Pläne?
    Ich bemühe mich diese zu erstellen- aber IMMER kommt es ganz anders als geplant.

    Es kommt jemand zum essen dazu- also zu wenig für den Folgetag.
    Es wurde zu wenig gegessen und es ist zu viel übrig und die eingekauften Sachen liegen überflüssig im Kühlschrank.
    Es kam etwas dazwischen und man kam gar nicht erst zum kochen….
    Oder oder oder- irgenwas ist immer – was mir alles durcheinander bringt.

    Nach Deinem heutigen Artikel- bin ich mir sicher das Du auch das nur zu gut kennst.

    Wie geht MEINESVENJA damit um?

    Herzliche Grüsse und gutes gelingen bei Deiner Umsetzung des Planes.

    Gleiches wünsche ich mir für mich selber auch.

    Gemeinsam ist es einfacher!

    Danke Dir hierfür !!!

    Liebe Grüße
    Petra

    1. Petra, mein Plan gilt für Montag bis Freitag weil bei mir jeder Tag gleich ist (dafür bin ich ja selbständig, damit ich mir das aussuchen kann). Was ich koche überlege ich mir nachmittags- dann weiß ich was übrig ist und kann einkaufen gehen. Ich werde definitiv Wochenzusammenfassungen schreiben und auch darüber berichten, welche Herausforderungen sich mir in den Weg stellen – und auch erzählen, wenn es positiv läuft oder was angepasst werden muss.

  6. Hallo Svenja, toller Post, du sprichst mir aus de Seele. Dieses überall aktiv sein aber nirgendwo konkret finde ich auch sehr anstrengend. Ich stehe seid 4 Wochen um 5:00 Uhr morgens auf. Und genieße die ruhigen Stunden für meine Büroarbeit.
    Schwierig finde ich es allerdings mich an meine Zeitleiste zu halten wenn etwas unvorhersehbares geschied…. Wie gehe ich mit der Nachbarin um die quatschen will, was ist wenn die Kinder krank sind und vormittags zum Arzt müssen… Ich bin gespannt ob du auch in solche Situationen kommst und wie du mit Ihnen umgehst denn da habe ich noch Lernpotenzial.
    Lieben Gruß von Simona

  7. Hallo Svenja!
    Genau das Problem mit dem Haushalt hatte ich auch als meine Mädels noch klein waren. (Heute sind sie 13 und fast 15) Ich hatte das Gefühl, nur noch zu reagieren und zu funktionieren. Ohne Plan, sondern nur, weil bestimmte Dinge JETZT erledigt werden müssen. Da es Deinen Blog zu der Zeit noch nicht gab, hat mir ein Buch sehr viel weiter geholfen. “Nie wieder Chaos” von Cynthia Townley Ewer. Sie beschreibt nicht nur, wie man am effektivsten putzt, sondern auch wie man es organisiert. Es gibt Dinge, die sollten täglich, wöchentlich, monatlich… gemacht werden müssen. Wenn man die Dinge ersteinmal kategorisiert hat, fällt die Planung leichter und kann sich die Aktionen in den Kalender notieren…. Das hat echt geholfen.
    Und was das glücklich sein anbelangt, haben mein Mann und ich diesen Sommer festgestellt, dass wir eigentlich nicht zusammen alt werden wollen. Das bedeutete also: Trennung! Für mich hieß das aber auch, ich kann jetzt endlich wieder mit meiner großen Liebe zusammenleben!! Ich gebe zu, der Schritt ist gewagt und erstmal nicht zu empfehlen. Denn so eine Trennung ist nicht immer einfach… Aber in meinem Fall ist es so, dass ich jetzt das habe, wonach ich die letzten Jahre gesucht habe. Ich wusste, dass mir was fehlt, wusste aber nicht was. Jetzt weiß ich es und hab es und werde es oder besser ihn nie wieder hergeben!!

  8. Auf den Punkt gebracht!

    … wie ein Tornado loswirbeln und mit konstanter Energie den ganzen Tag… DAS kenn ich.

    Und Hut ab vor deinem Zeitplan… 5 Uhr aufstehen klingt schrecklich schön. Schrecklich weil so früh und schön, weil man mitbekommt, wie der Tag langsam erwacht. – Also ich muss sagen, ein Stück weit möchte ich mich da an dir orientieren. Und heut hab ichs geschafft früh aufzustehen (trotz kleinem Spatz von fast 3 Monaten); der Kaffee ist fast ausgetrunken und jetzt kann ich gleich loswirbeln wie ein… ups ;) ich meine natürlich: fokussiert und der Reihe nach die Dinge tun, die ich tun muss-bzw. will.

    Einen schönen Tag!
    LG, Blaine

  9. Du hast völlig Recht aber manchmal wünsche ich mir drei Hintern …. da wir im Dorf leben und unsere Aktivitäten sternförmig und zeitgleich sind, bin ich immer nur am Autofahren und da muss ein Plan her, aber dank Überstunden die ich im November nehmen muss und den jetzigen Ferien werde ich mir mal eine Tabelle malen so just-in-time wozu hab ich den Kram denn gelernt
    :-D kann alao nur besser werden

  10. Suuuper!!! Ich bin an Bord!
    Du schreibst mal wieder 1:1 aus meinem Leben und wie ich an einem Vormittag die Zeit verdaddel und deswegen nie das schaffe, was ich eigentlich vorhatte…
    Ich habe hier seit August einen Schüler-Stundenplan auf meinem Schreibtisch liegen – weil ich die ganze Zeit vorhatte mir meinen Tag besser zu organisieren und feste Zeiten einzuräumen für MICH, Sport, Meditation – und auch für Bad putzen, Einkauf, Garten – und was sonst noch so zu kurz kommt. Da Töchter aber 3 und 5 Jahre, blieb es wieder mal bei dem Plan. Ich hoffe ich komme jetzt auch mal zum umsetzen! :-)
    Ein ganzer Arm lieber Grüße!!!
    Bianca

  11. Mal wieder ein super Post und gute Gedanken, liebe Svenja. Bei mir momentan noch nicht umsetzbar, weil wir noch ein kleines Baby haben. Kommt aber auf die To-Do-Liste, wenn alles wieder etwas geregelter ist:-)
    Aber sag mal, 5 Uhr aufstehen und dann solch ein Pensum. Wow! Das würde ich nicht packen. Bei mir muss mein Mann auch mal ran. Gartenarbeit sowieso und auch mal die Kinder versorgen, sowie einkaufen gehen auf dem Heimweg vom Büro. Bisher dachte ich immer das sei normal, aber wir haben auch Haushalte in der Nachbarschaft, wo die Frauen ALLES machen – trotz Job. Solangsam hab ich schon richtig ein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht die Hemden meines Mannes bügel (muss er in die Wäscherei bringen) oder auch mal was liegen lasse. Wie ist das bei Euch, Mädels?

    1. Ich habe seit zwei Wochen eine Putzfrau. ENDLICH. Und meine Mama hilft immer mal wieder mit der Wäsche. Mein Mann ist viel zu oft weg als dass ich ihn da regelmäßig einplanen kann und möchte. Der soll dann lieber was mit den Kindern machen oder sich entspannen. Dafür bin ich ja zuhause und arbeite von dort. Hilfe holen (ob vom Mann oder von anderen) ist erlaubt und kriegt meinen VOLLEN Daumen hoch. DAS ist gelebte Emanzipation, denn das macht gute Laune.

  12. DANKE liebe Svenja! Danke dafür dass Du mir mal wieder aus der Seele sprichst! Ich bastle schon seit einiger Zeit an einem für mich passenden “Stundenplan” (ja, genauso hab ich das für mich genannt!) – was aber ziemlich sehr tricky ist, weil ich zum einen vier Kinder (4,6,11,13) habe und zum anderen zusammen mit meinem Mann eine relativ grosse Firma mit relativ sehr viel Arbeit. Und da ich – wegen der Kinder – mein Büro im Haus habe, herrscht hier oft ein grosses Durcheinander zwischen Kindern, Haus, Familie und eben Arbeit und deshalb fällt es mir auch so schwer rigoros eine Zeitplan einzuhalten. Aber Dein Post kommt genau richtig und ich nicht weiter in diesem Hamsterrad sitzen will und darüber deprimiert sein will wie extrem schnell die Zeit rast, ohne dass ich das mache was ich will, werde ich mich nun nochmals intensiv damit befassen das auf die Reihe zu kriegen. Immerhin schaffe ich es auch – quasi dank deines virtuellen Tritts in den Allerwertesten – seit Monaten jeden verdammten Tag Sport zu machen… DANKE!
    Herzliche Grüsse.
    Kristin

    1. Meine Liebe – ich habe genau die gleiche Situation minus Deiner zwei kleineren Kinder. Herrjeh, mag mir gar nicht vorstellen, wie das ist. Aber: nur Mut. Du weißt ja schon, dass die größer werden ;-) Bin gespannt, ob das Hamsterrad demnächst ohne Dich weiterläuft und Du anstatt dessen zwischendrin neben dem Sport (mykindofgirl) auch noch andere neue Sachen reinstrukturierst!

  13. Heute habe ich das erste Mal in meinem Leben gedacht, es war jemand zu Besuch und ich habe es nicht bemerkt. Genauso geht es mir, wie Du es beschriebst, an so vielen Morgenden. Eigentlich wollte ich doch nur…. und schwups ist die halbe Stunde freie Zeit mit aufräumen, plaudern, sonst was tun vorbei. Am Abend ist das Gefühl schal, viel erledigt und doch nichts GETAN. Interessant, ich habe heute morgen just um 5.00 mit meinem Plan angefangen. 13.10.14, vielleicht ein Datum das ich mir einprägen sollte….

  14. OMG. Ich brauche auch einen Zeitplan. Ich drehe mich auch den ganzen Tag im Kreis, rödel wie ein Depp…. und am Ende, wenn die Familie abends im perfekt geputzen Haus aufschlägt und ihre gefalteten Wäschestapel in ihren Zimmern vorfindet erwecke ich scheinbar trotzdem den Eindruck, ich hätte den ganzen Tag im Internet gesurft oder vor der Glotze gehangen. :-(
    Denn irgendwas bleibt ja immer übrig, bei uns ist es auch der Garten….. Blätter über Blätter!

  15. Ein sehr ambitionierter Plan. Viel Glück! Insbesondere auch bezüglich des Zeitfensters ab 21 Uhr.
    Kann Dein Mann nicht einmal in der Woche einen halben Nachmittag übernehmen? … ab 17 Uhr oder so? Dann hättest Du da noch einmal bis 19:45 Luft. Oder vielleicht bringt er die auch ins Bett?
    Noch eine Frage: Ist Eure Schule so weit weg? Können die da nicht alleine hin gehen? (OK, diesbezüglich reden wir in ein paar Jahren nochmal, wenn mein Kleener auch so weit ist … aber fragen ist ja immer erlaubt.)
    Noch etwas: Ich entdecke gerade den Zauber von 7-Minuten-Gewohnheiten. Du willst etwas unbedingt in deinem Leben haben? Tue es jeden Tag 7 Minuten. Bis es zur Selbstverständlichkeit, zur Gewohnheit wird. Dann siehe weiter (nach anderen 7ern oder Verlängerung). Meiner Klaviertechnik tut das gerade sehr gut, nachdem das Ding monatelang verstaubte, weil angeblich wegen des ganzen anderen Krams keine Zeit war.
    So, jetzt habe ich für Dich 10 Minuten meine Arbeits-Uhr angehalten. Weiter geht´s …
    Tja, das Problem haben halt nicht nur Frauen ;-)
    Alles Gute, viel Liebe und viel Erfolg – und auf baldiges oder irgendwanniges Wiederbegegnen!

    1. Mit meinem Mann mache ich morgen einen neuen Plan: für ihn. Und dann passe ich meinen gegebenenfalls an. Ich bin jetzt schon gespannt. Und mit dem Schulweg: das mache ich, weil ich es möchte, nicht weil es muss :-)

  16. Jaaaa … so wahr, Svenja! Dankeschön!
    Ich unterschreibe alles, außer das um 5 Uhr aufstehen – ich hänge es lieber nachts dran :)
    Ab morgen auch tagsüber kein Facebook mehr. Heute “musste” ich ja nochmal, sonst hätte ich Deinen Super-Post ja nicht entdecken können!

  17. Haha, bei der Passage mit der Dreckwäsche und dem Laub im Garten musste ich gerade herzlich lachen. Das geht mir jeden Tag quasi genauso… und wow, toller Plan, liebe Svenja!
    Einziger Wehrmutstropfen: Wenn ich jeden Morgen um 5 Uhr aufstehen würde, wäre ich nach 3 Tagen platt wie ein Flunder. Stehst Du schon immer so früh auf oder ist das Teil deines neuen Plans? Ich bin sehr gespannt auf Deine Posts zur Fokussierung und wünsche Dir gutes Gelingen!
    Liebe Grüße
    Sonja

  18. Sex nach Stundenplan? Klingt ganz nach Madonna. Das Resultat kennen wir ;-)
    Puh, mich schnürt’s zu, wenn ich deine Zeilen lese. Kasteie dich nicht selbst mit diesem Abhak-Tagesablauf. Sonst kommt in zwei Wochen ein Post von dir mit der Überschrift: “Fünfe gerade sein lassen oder wie ich lerne jeden einzelnen Moment wieder richtig zu genießen”.

  19. Oh ja!! Das bin genau ich….das gibt’s doch nicht….ich hoffe ich “traue” mich auch an so einen Plan ran (5.ooh Früh ist hart) – momentan mit drei Jungs ( der kleinste grad 6 Monate) bisschen schwierig, aber das beschäftigt mich schon sooo lange und klingt nach einer guten Lösung, dass dann auch noch ein bisschen “ICH” übrig bleibt am Ende des Tages…. Danke für die Idee!

  20. Das klingt toll!!!! Ich bin so gespannt, was du berichtest. Nach 2 Wochen Urlaub in den USA bin ich zurück und habe ähnliche Gedanken gehabt. Vielleicht ist es die Herbststimmung?

    Alles Liebe,
    Anni // kardamomzimt.de

  21. Oh, da bin ich sehr gespannt wie es läuft, halte uns bitte auf dem laufenden! Ich würde auch sofort mit dir starten, aber mein dreijähriger Sohnemann und die 8 Wochen alten Zwillinge haben noch ihren eigenen Plan, den ich noch mit einhalten muss… ;-) Momentan stecke ich genau in dem Tornado fest, den du beschreibst. Aber das wird wohl noch einige Zeit so bleiben, bis meine Kids so groß sind wie deine. Dann schreib ich mir auch einen Stundenplan… Ich drücke fest die Daumen das du dein Leben so fokussieren kannst, wie du es dir vorstellst! Liebe Grüße von der Tornado-Front.

    1. WOW – na Du darfst ruhig noch ein paar Jahre mit dem Stundenplan warten. Jetzt erstmal: schlaf wann Du kannst und genieß die ganze Babywärme. Ich freu mich für Dich und nachträglich noch herzlichen Glückwunsch!

  22. Svenja – genau DAS fehlt mir auch! Die Struktur, wann ich was tue, und zwar bezieht sich das bei mir eindeutig auch auf meine Internetzeit… Bin dabei!
    Liebe Nina, vier Kinder zu managen ist wirklich hart. Die beiden Älteren können schon toll helfen, den Tag mit zu strukturieren. Hut ab! Alles Liebe, Stephie

  23. Das kenne ich so gut. Was bei mir geholfen hat: nicht mehr zuhause arbeiten. Das klingt so toll und ich war so glücklich, dass meine Chefs das mitgemacht haben, aber bei mir hat das null geklappt. Seit ich wieder im Büro bin, bin ich viel effizienter und irgendwie ist unser Haus trotzdem noch nicht im Müll versunken. Ansonsten sieht mein Tagesplan Deinem aber sehr ähnlich und klappt ganz gut – außer dass ich nicht um 5 sondern um 6 aufstehe, 5 Uhr ist schon etwas früh, oder?

    PS: Außerdem darf Dein Mann ruhig auch selber mal die WaMa anschmeißen ;)

  24. Wow, was für ein Plan…aber so dermassen wahr! Ich habe selbst gemerkt, dass ich immer dann am meisten Probleme mit Stress bekomme, wenn ich das Gefühl habe, die Kontrolle zu verlieren und tagelang hinter der Arbeit herlaufe, Termine vergesse, weil ich mich dann im “alles auf einmal – erledigen” verzettele… Ein Plan muss her. Ich habe mir vorgenommen, eine Wochenplan zu machen, in den ich immer eine andere Arbeit (Garten, verschiedene Zimmer aufräumen, bügeln…) oder auch Sportart einplane, auch Zeit zum Quatschen oder Freunde treffen, wenn´s geht :-) Oder jeden Tag eine halbe Stunde einer großen Aufgabe erledigen (wie der 2m hohe Bügelkorb)..hauptsache proagieren statt zu reagieren… aber sach mal , schläfst Du denn immer noch weniger als 8 Stunden durch die vegane Ernährung? Denn 21 Uhr bis 5 Uhr sind ja gerade mal 8 Stunden – Lesen, Mann und Einschlafzeit eingerechnet? Ich wünsche Dir, dass alles gut klappt! Alles Liebe Anke

    1. Ich gehe IMMER spätestens um 11:00 ins Bett – gerne auch um halb 11. Das war schon immer so. Vor der veganen Ernährung bin ich mit Wecker um 6:30 relativ flott aus dem Bett gekommen. Jetzt um 5 und komplett ohne Wecker. Saugeil. Vegan rocks.

      1. hmmm, also ich werde vegan dann vielleicht doch einmal ausprobieren, auch wenn ich wegen Eisenmangel ein bisschen achtgeben muss….:-) Mein Mann als Vegetarier hat bestimmt nix dagegen!

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