Mein letzter Tag

Ihr Lieben,

ich weiß, eigentlich blogge ich erst nächste Woche wieder. Aber außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Oder anders gesagt: Es gibt Schutzengel, die ihren Job verdammt ernst nehmen. Meiner hat das in den vergangenen zehn Monaten gleich zweimal getan.

Zuerst am 9. Januar, als es wahnsinnig gestürmt hat in München. Auf dem Weg zu meinem Frisörtermin bin ich spontan noch beim Schreibwarenhändler vorbei. Denn ich war zwei Tage später auf der Hochzeit von Flo und Kris eingeladen – und mir fehlte noch ein Schleifenband.

Deshalb war ich ein paar Minuten später als geplant in der Ismaninger Straße. Wo eben genau vor diesen paar Minuten ein komplettes Baugerüst, das an einem Haus befestigt war, durch den Wind auf die Straße geklappt ist. Die Straße, auf der ich eigentlich gefahren wäre.

letzter TagDas Gerüst, das vorher das gesamte grüne Haus links bedeckte, liegt auf der Straße. Vollsperrung!

Das hat mich ganz schön mitgenommen und schon da dachte ich: Was für ein Glück! Wie gut muss es der alte Mann da oben im Himmel mit mir meinen, dass er mir so einen Wink mit dem Zaunpfahl gibt.

Und dann gestern. Nachdem mein Patenkind Carlotta ein paar Tage bei uns war, hatten wir (Lotti, meine Kinder, meine Mutter und ich) uns gestern auf den Weg gemacht, um sie zurück nach Bamberg zu bringen und dort meine beste Freundin Almut zu treffen.

letzter Tag(1)Iconic Pic: Drei Generationen auf der Baustelle!

Wir hatten einen tollen Tag, haben den Rohbau von Almuts Haus angeschaut, waren in der Stadt bummeln und sind dann zeitig zurückgefahren, damit wir nicht in die Dunkelheit kommen.

Ich fahre also auf der linken Spur der Autobahn, als ein Auto der Gegenverkehrspur – vielleicht 2-3 m bevor es auf meiner Höhe ist – gegen irgendetwas fährt (die Leitplanke, ein Hindernis? Ich sehe ja alles nur in einer split second aus dem Augenwinkel). Daraufhin sehe ich etwas Weißes (den Airbag?) und das vorne an der Motorhaube dieses Autos etwas “explodiert” und in unsere Richtung geschleudert wird.

Auf mich zu fliegen danach im hohen Bogen mehrere kleine Gegenstände, ähnlich wie ein Rollsplithagel. So ein Geräusch macht es dann auch, als diese Gegenstände auf meiner Windschutzscheibe und meiner Motorhaube aufkommen – als hätte ich gleichzeitig an 30 Stellen einen Steinschlag abbekommen.

Weil außer mir keiner im Auto das Ganze gesehen hat, aber alle das Geräusch gehört haben, erkläre ich gerade, was passiert ist – als ich auf der Spur rechts von mir einen riesigen Gegenstand bemerke. Von der Größe ähnlich wie ein rechteckiger Heuballen (die, die immer in die glänzende weiße Folie eingewickelt werden). Fast so hoch wie mein Auto und sicherlich so breit. Bestimmt 1,80 bis 2,00 Kantenlänge. Und glaubt mir: Das ist ein Wahnsinnsklotz, wenn das ohne Warnung auf der Autobahn liegt.

Gleichzeitig wird mir klar, dass der Laster rechts neben mir in diesen Gegenstand hineinfahren wird, weil er nicht mehr ausweichen kann. Jetzt müsst ihr euch vorstellen, dass all das auch wieder in Bruchteilen von Sekunden abläuft – obwohl ich ja immer noch unter Schock stehe von dem Unfall auf der Gegenspur vor ein paar Sekunden.

Ich denke also: Wenn in diesem Riesenpaket etwas Hartes ist, was passiert dann? Der Laster ist mit seiner Schnauze vielleicht 2 Wagenlängen vor mir. Wird das, was in dem Paket ist, gegen meinen Wagen schlagen? Auf meine Fahrbahn rüberfliegen? Wird der Laster doch versuchen auszuweichen? Wird er davorfahren, stehen bleiben und ich fahre einfach daran vorbei?

Und irgendwie sagt mir mein Instinkt, dass ich einfach weiterfahren und das Lenkrad gut festhalten muss.

Der Lastwagen fährt also in das Paket und das Paket zerplatzt, wie ein Stinkmorchel (kennt ihr diese Pilze, auf die man tritt und dann lösen sie sich in Staub auf?). Gleichzeitig spritzt Dreck hoch und Papier fliegt und es fühlt sich an als wäre das eine Ladung Baustoffe, irgendein Sand, irgendwas zum Anmischen, das da jemand verloren hat. Jedenfalls sehe ich noch wie die Ladung teils hoch, teils zur Seite und teils unter den Lastwagen schleudert und schon bin ich dran vorbei.

Aus der Gefahr raus. Und unter Schock. Denn obwohl ich als Tochter eines Polizisten wirklich darin geschult bin, immer sofort auf alles zu achten, bin ich einfach weitergefahren. Ich kann euch noch nichtmal sagen, was mit dem LKW passiert ist.

Als ich wieder einigermaßen klar denken konnte, habe ich mir alles aufgeschrieben, was ich in dem Moment wahrgenommen habe. Den Autobahnkilometer, die Uhrzeit, die nächste Ausfahrt. Ich habe gemerkt, dass hinter mir nur noch ganz wenige Autos fahren, obwohl die Straße gerade noch voll war.

Am nächsten Rastplatz habe ich gehalten, um nachzusehen, ob mein Auto was abbekommen hat. Bis auf ein paar Lackschäden konnte ich erst einmal nichts sehen – aber es war auch schon echt dunkel. Das alles muss ich mir heute bei Licht genauer anschauen.

Zuhause angekommen habe ich dann recherchiert. Und herausgefunden, dass auf der Gegenfahrbahn ein Unfall mit mehreren Autos stattgefunden hatte. Zwei Fahrbahnen waren gesperrt und es lagen Gegenstände auf der Fahrbahn.

Unfall 1

In meiner Richtung gab es “nur” Gegenstände auf der Fahrbahn – und zwar auf der rechten Spur.

Unfall 2

Wäre ICH in das Hindernis gefahren, das der Lastwagen zermalmt hat, wäre die Sache ganz anders ausgegangen. GANZ anders. Denn ich hätte diesen Gegenstand bestimmt nicht einfach plattgewalzt, sondern eine Unfallkette in Gang gesetzt – mit mir und meiner Familie und meinem Auto ganz vorn.

Es war fast, als hätte mich mein Schutzengel mit dem ersten Unfall auf der Gegenfahrbahn in einen High-Alert-Modus versetzt, damit ich beim zweiten schon hellwach bin und alles richtig einschätze.

Jedenfalls kam ich gestern nach Hause und erst als ich hier war, begann es mir so richtig zu dämmern. Das hätte gestern auch mein letzter Tag sein können. Und wisst ihr was: Auch wenn ich immer sage: “Wenn ich jetzt auf der Stelle tot umfalle, hätte ich ein schönes Leben gehabt.” wurde mir da etwas klar.

Es gibt echt ein paar Sachen, die ich noch nicht gemacht habe, die ich aber machen will. Ich rede gar nicht von einer bucket list, denn so etwas habe ich nicht. Ich halte nichts davon, einige Dinge zum heiligen Gral zu erklären, sondern lebe lieber jeden Tag bewusst.

Aber ich habe schon seit geraumer Zeit das Gefühl, dass ich mein nächstes Jahr – auch und gerade auf dem Blog – so leben möchte, als wäre es mein letztes.

Nur dass ich die ganze Zeit schon nach einem catchy title suche, denn “als wäre es mein letztes” hört sich so depri an. Dabei ist es gar nicht depri. Und eigentlich ist es auch nicht nur mein nächstes Jahr, es ist mein restliches Leben, das ich anders verbringen will.

Was die Enthüllungen von dem Instagram Model Essena O’Neill mir nur noch deutlicher gemacht haben. So viele streben nach dem perfekten Körper, dem perfekten Aussehen, dem perfekten Social Media Account und machen dabei sich selbst und der Welt etwas vor. Denn es geht NIE darum, etwas zu tun, um vor anderen gut dazustehen. Es geht immer nur darum, sich so zu verhalten, dass man selbst zufrieden ist. Und – wenn man glaubt, und das tue ich – Gott.

Auf  der Rückfahrt hatte ich bedingt durch die Unfälle ein langes Gespräch mit meinen Kindern. Für mich müssen meine Kinder gar nichts sein oder werden, außer glücklich. Sie müssen nicht studieren, sie müssen keinen “angesehenen” Beruf ergreifen und sie müssen auch nicht einem gesellschaftlichen Beautystandard entsprechen.

Ich möchte nicht, dass sie äußerliche Dinge als Werte ansehen oder begreifen. Ich finde meine Kinder schön, weil sie innen schön sind.

Vor ein paar Tagen, als wir Lotti am Hauptbahnhof abgeholt haben, saßen dort einige Flüchtlingsfamilien auf dem Boden. Ein paar kleine Kinder waren auch dabei. Einige schliefen auf ihren Rucksäcken, vor lauter Erschöpfung. Wir haben an einem Stand ein paar Süßigkeiten und Gummisachen in einer gemischten Tüte gekauft und ihnen die vorbeigebracht.

Solche Sachen mache ich immer wieder mit meinen Kindern, weil ich möchte, dass sie lernen hinzusehen – und eventuelle Berührungsängste gar nicht erst entwickeln. Und das funktioniert am besten mit dem gelebten Beispiel, dass wir alle gleich sind.

Ich möchte, dass meine Kinder ein Gefühl dafür entwickeln, wie es sich anfühlen muss, dort zu sitzen. Obwohl man eben noch alles hatte. Ein Zuhause, einen Beruf, Sicherheit, Frieden. Und plötzlich sitzt man ohne alles auf einem kalten Bahnhofsboden, so viele Menschen um einen herum, die immer noch alles haben, aber kaum jemand schaut einen an.

Dass es gerade da manchmal viel bedeuten kann, wenn ein anderer Mensch eine kleine Geste für einen übrig hat. Ein kleines “Ich sehe Dich und weiß, Du bist genau so wertvoll wie ich.”

Natürlich ist mein Blog auch mein Business – aber vor allem ist es meine Plattform, auf der ich meine Werte nach außen tragen kann. Und wäre gestern wirklich mein letzter Tag gewesen, dann hätte ich mir gewünscht, dass mein letzter Post nur EINE Botschaft gehabt hätte.

Nämlich, dass Liebe und das liebevolle mit sich selbst und miteinander Umgehen das Wichtigste ist, was es auf dieser Welt gibt.

Scheiß auf Konsum, scheiß auf das perfekte Sixpack. Scheiß auf das “Man muss dies und man muss das”. Auf die krankmachende Konformität unserer Gesellschaft und die Zwänge und Vereinsamung, die wir uns mit Social Media und dem Internet oft auferlegen.

Lasst uns anfangen, zu leben, wie WIR es möchten. Das Internet so zu nutzen, wie es UNS gut tut. Wieder mehr im Jetzt zu sein und weniger im Übermorgen. Dinge wieder selber zu machen und uns dafür Zeit zu nehmen.

Lasst uns gutmütiger sein – zu anderen genauso, wie gegenüber uns selbst.

Lasst uns aufhören zu rennen in diesem Wettkampf um höher, schneller, weiter und besser. Und ankommen in unserem Leben, das so schön sein kann, wenn wir genau hinschauen.

Ich jedenfalls, werde einige Sachen ab jetzt einfach sein lassen. Und andere Dinge einfach tun.

Zum Beispiel, mich mit euch darüber zu unterhalten, dass wir durchaus viel verändern können, wenn wir im Kleinen anfangen.

Deshalb wünsche ich mir von euch, dass ihr euren Tag heute einfach mal genießt und euch so verhaltet, dass ihr komplett zufrieden damit wäret, wenn es euer letzter wäre.

Mehr braucht es manchmal gar nicht, um den Blick wieder auf das Wesentliche zu richten, bei sich anzukommen und den Irrsinn des Hamsterrades hinter sich zu lassen.

Ich werde das auch tun und mich im Lauf des Tages noch ein paarmal beim lieben Gott und bei meinem Schutzengel bedanken.

In diesem Sinne

Eure Svenja

23 Kommentare

  1. Ich weiss jetzt gar nicht wie man bei so einem Bericht den Kommentar richtig anfangen soll … aber es ist ja auch nicht wirklich wichtig. Gut dass ihr soviel Glück hattet und Dein Schutzengel echt fit ist, euch aus heiklen Situationen zu retten und du so achtsam und schnell reagieren konntest. Deine Erkenntnisse haben mir am Schluss Tränen in die Augen getrieben, weil du soo Recht hast und wir das immer wieder in unserem Alltag’stress’ vergessen. Höher, schneller, weiter … was machen die anderen, kann ich mithalten … mache ich alles richtig für mich, für die Familie … für die Zukunft. Nach dem Motto ” Glücklich sein ohne Zukunftsängste”, aber tatsächlich lebt man heute und vergisst den Tag so zu leben wie es sein soll.

  2. Hallo Svenja,

    ich bin ja schon lange Leser Deines Blogs und das genau wegen Beiträgen wie diesen. Danke, dass Du uns ab und zu mal wieder vor Augen führst, was die wirklich wichtigen Dinge im Leben sind. Das vergisst man nämlich in dieser schnellen, hektischen und von Konsum geprägten Welt viel zu oft. Ich werde heute bestimmt öfter an Dich und diesen Beitrag denken und nehme mir vor, den Tag zu leben, als wäre es mein letzter.
    Einen wunderschönen Tag auch Dir!
    LG Heike

  3. Das ist echt der Wahnsinn, was die Schutzengel leisten. Wenn man solche Sachen erlebt hat, wird man echt auf den Boden der Tatsachen zurück geholt und fängt an das Leben bewusster wahrzunehmen und zu genießen. Meine Schutzengel haben auch schon öfters harte Arbeit geleistet und wahrscheinlich gibt es da noch viel mehr, was mir gar nicht bewusst ist.
    Danke, für diesen aufweckenden Bericht!
    Ein wunderschönes Wochenende!
    Liebe Grüße
    Gabi

  4. Du hast mich mit Deinem Beitrag zu Tränen gerührt! Ich bin sehr froh, dass euch nichts passiert ist. Ein Freund von uns hatte nicht so viel Glück, er ist am Donnerstag bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen, hinterlässt Frau und 2 Kinder.
    Du hast völlig Recht, wir leben alle nur einmal und zwar jetzt und keiner weiß wie lange! Man sollte das Beste draus machen.

  5. Ich bedanke mich bei Deinem Schutzengel. Ich bin so froh das er gut auf Dich aufgepasst hat!!!
    Ja, solche Momente lassen uns das wirklich Wichtige wieder klarer werden. Danke, das Du mich daran erinnert hast.

  6. Du hast vollkommen recht mit dem was du über “mein letzter Tag ” geschrieben hast. Es ist schade das es nicht lang genug im Kopf bleibt!! Ausser man macht es sich täglich bewusst das is glaub ich das ganze Geheimnis, habe diese Erfahrung vor genau 12 Jahren, 3Monate nach der Geburt meiner zweiten Tochter selber erfahren aber nicht ich sondern besagte Tochter seit dieser Zeit durch falsch Aussage des Arztes lebe ich viel bewusster, intensiver und es gibt nichts aber auch wirklich kein Problem was man nicht lösen, ändern oder zum Positiven umkehren kann also in diesem Sinn LEBE INTENSIV LACHE TÄGLICH LIEBE JEDEN TAG. Liebe grüße Martina

  7. Liebe Svenja, ich liebe Deine Art zu schreiben, den Focus immer wieder auf das zu richten, was wirklich wichtig ist. Ich war ganz erschrocken als ich Deinen Bericht gelesen habe und habe gemerkt wie gerne ich von Dir lese und dass das auch vorbei sein könnte. Und dann merke ich, wie wichtig es ist, dass es Menschen gibt, die immer wieder Raum schaffen, dass man sich an seine eigenen Werte erinnert und diese wichtig nimmt. Danke, dass Du so schreibst, wie Du schreibst. Für mich bist Du ein ganz besonderer Mensch. Ich freue mich sehr, dass es Dich gibt.

  8. Ich kann das alles so gut nachvollziehen, im Juli als wir in Kärnten in dieses Unwetter kamen und nur unser Auto beschädigt wurde hatte ich solche Angst meinen Sohn (der alleine in Spanien war ) auf dieser Welt zu hinterlassen! Auch bei uns waren die Schutzengel im Einsatz und seit dem Versuche ich unser Leben zu entschleunigen ! Es gelingt nicht immer, wird aber immer Besserung ! Nein zu sagen zu Dingen , die ich nicht will, gingt mir immer öfters !!

  9. Puh, mir sind beim Lesen auch die Tränen in die Augen geschossen. Ich finde es beeindruckend, wie klar und schön du die Dinge in Worte fasst, die manchmal gar nicht fassbar sind.
    Und gerade an Tagen wie heute, an denen ich hadere mit dem wie es ist und wie es hätte sein sollen, denke ich hilft es die Perspektive einzunehmen, jeden kommenden Tag, auch den aktuellen, so zu gestalten, das es der letzte gewesen sein dürfte. Alles Andere liegt nicht mehr in unserer Macht!

  10. Liebe Svenja,

    erstmal ein ganz dickes Danke an Deinen Schutzengel! Und Dir ein ebenso großes Danke für diesen Artikel. Wir werden insbesondere durch solche (schlimmen) Ereignisse geerdet und es wird uns bewusster, was zählt im Leben. Du hast das wieder genau auf den Punkt gebracht. Danke!

    Zugleich stelle ich mir immer wieder die Frage: was ist die Kraft/Energie (Ursache), die uns die zwei Minuten zurückhält (wie bei Dir im Januar); warum lag meine Freundin nicht im Kinderzimmer, sondern (danke danke danke) im Elternschlafzimmer ihrer FeWo als die Lawine in Galtür kam (das Kinderzimmer wurde zermalmt, meine Freundin bekam zum Glück nichts ab). Sind das “Zufälle”? Diese “Kraft” halte ich für unfassbar und bin genau so unfassbar dankbar, dass es sie gibt und einem das Leben immer wieder schenkt. Du weißt sicher, was ich meine: wie sichtbar ist dieser seidene Faden plötzlich – und wer entscheidet eigentlich über seine Stärke; zu reißen oder zu halten.
    Das beschäftigt mich immer wieder – und ich hoffe, dass unsere Fäden noch ganz lange halten. Denn manchmal hat man einfach keinen Einfluss darauf; manchmal entscheidet das Leben für einen.

    Grüblerische und dankbare Grüße,
    Diana

  11. Ich bin sonst nur eine begeisterte stille Mitleserin, jetzt drängt es mich aber zu einem Kommentar:
    Danke an alle Schutzengel die auf Dich und Deine Familie so sehr aufgepasst haben. Ein Segen!!
    Danke an Dich für diese aufregenden und doch wunderbaren Zeilen!!!!
    Bleib weiter behütet, Du bist ein Segen für uns die diesen tollen Blog verfolgen dürfen!

    Liebe unbekannte Grüße
    Katja

  12. Hallo Svenja,
    Jetzt möchte ich Dir auch mal wieder schreiben, da mich Dein Artikel sehr berührt hat. Du sprichst mir aus dem Herzen, obwohl die Umsetzung dessen, was Du insbesondere von jedem selbst für sich forderst, nicht leicht ist. Es hat mich sehr gefreut zu lesen, was Du denkst und welche Werte Dir wichtig sind. Ich hatte irgendwann aufgehört Deinen Blog zu lesen, da ich das Gefühl hatte, Oberflächlichkeiten (wie der durchtrainierte Body oder das perfekte vegane Essen) hätten die Oberhand gewonnen. Nun spüre ich mit Erleichterung, dass “meine Svenja” noch da ist und werde gerne weiter Deine Beiträge verfolgen.
    Mach weiter so! Liebe Grüße:-)

    1. Liebe Sandra, das ist immer so lustig. Was ihr manchmal da reininterpretiert, wenn ihr weiter weg seid. Tststs, ich bin doch die Svenja aus dem Kindergarten. Und nicht irgendeine durchgeknallte Tante. Klar ist es mir wichtig, ordentlich auszusehen. Und vegan schmeckt mir oft einfach besser. Aber ich muss ja eine Familie ernähren. Da sind lange nicht alle vegan – und Zeit für Sport ist eben auch begrenzt. ALLES BEIM ALTEN ;-)

  13. Was für ein Glück, was für eine ganze Familie an Schutzengeln, was bin ich froh! Ich würde dich ja am liebsten jetzt einmal ganz fest drücken und finde deinen Text auch ganz wundervoll. Dieses Jahr waren hier euch einige Schutzengel, bei uns, bei meinen Freunden. Wie schön, dass es sie gibt.

    Liebe Grüße, Tanja

  14. Liebe Svenja,
    danke für diesen tiefen und bewegenden Text! Du hast mich damit sehr berührt.
    Gut, dass Euch nichts passiert ist und jemand seine schützende Hand über Euch gehalten hat!
    Liebe Grüße, Silke

  15. Hallo Svenja,
    du hast so recht! Lasst uns einfach leben :) Deshalb genieße ich einen angebrochenen freien Vormittag, statt die nächsten drei Stunden Gehalt noch mitzunehmen.
    Dass du deinen Kindern die “echte Welt” zeigst und Süßigkeiten am Hauptbahnhof verschenkst, finde ich toll! Wenn das alle mal so machten…
    Ich habe mir die Tage auch ziemlich Gedanken gemacht, weil ich angefangen habe, Flüchtlinge in Deutsch zu unterrichten und viele Geschichten von ihnen höre. Viel schlimmer finde ich aber die zunehmenden Stammtischparolen :(
    Lasst uns also alle so leben, dass wir zufrieden wären, wenn es unser letzter Tag wäre. Dazu gehört für mich auch, dass wir die anderen Menschen mit dem Respekt behandeln, den wir auch erwarten.
    Liebe Grüße, Anne

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