Happy Weekend Entertainment

Ihr Lieben,

manchmal ist mir mein Leben zu eng. Schon alleine die Vorstellung, dass ich mich durch alles, was ich tue, immer weiter festlege… puh.

Klar. Dass heiraten und eine Familie zu gründen bedeutet, sich zu commiten, wusste ich. Aber wie sehr mich das bindet, das wusste ich nicht. Dass alleine die intensive Kinderphase locker 15-20 Jahre dauert – das war mir nicht klar. Und dann diese niemals endende Reihe von Verpflichtungen. Von Waschmaschinenladungen, Schulbrote schmieren und sozialen Anlässen (Kindergartenfest, Schulfest, Lehrerverabschiedung) bis hin zu den ewigen “Ich müsste mals”.

Ich müsste mal den Keller entrümpeln. Ich müsste mal einen romantischen Abend mit meinem Mann planen. Ich müsste mal ein Ferienhaus buchen.

Ja, all das habe ich mir gewünscht. Aber wenn ein Wunsch Alltag wird, fehlt einem manchmal die Luft zum atmen. In den Schulferien trifft mich das meist besonders hart. Weil dann auch noch die wenige Arbeitszeit wegfällt, die mir sonst morgens zur Verfügung steht.

Dazu kommt, dass sich gerade auf den sozialen Plattformen so viel ändert, dass ich für den Blog neue Strategien fahren muss, um den Traffic zu halten und zu steigern. Dafür bräuchte ich zusätzliche Stunden, um zu lesen, auszuprobieren und mich weiterbilden zu können.

Was also tun, außer jammern und mich schlecht fühlen? Ich verreise und mache Ausflüge. Virtuell. Jeden Morgen und jeden Abend und manchmal auch zwischendrin.

Ich sitze bei Regen in Cafes und höre Jazz. Habt ein paar Sekunden Geduld, der Jazz setzt erst nach einigen Momenten ein – und erst dann hat man das volle Cafe Feeling.

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Chille in Hotelbars in Manhattan, höre dem Klavierspieler zu und frage mich ob er glücklich ist – oder so wehmütig wie seine Musik. So voller Sehnsucht und Hoffnung. (Und ja, da steht Italien, aber mich erinnert das eben an eine ganz bestimmte Hotelbar in Manhattan.)

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Ich laufe in Malibu den Strand entlang.

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Und lasse mir danach von einem Makler das Haus zeigen, in dem ich gerne wohnen würde.

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Das wär was, oder? Je nach Laune (will ich mich eher wegträumen und relaxen oder brauche ich die Hektik der Großstadt?) setze ich mich abends auch einfach mal in ein Taxi und fahre in Manhattan die Park Avenue hoch.

Einfach nur um wieder dieses Großstadtfeeling zu bekommen. Um aus meinem schönen, aber eben auch von Routinen durchzogenen Alltag auszubrechen.

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Und weil ich sicher nicht die Einzige bin, der diese Weite oft fehlt, möchte ich euch heute mal fragen: Woran habt ihr wunderbare Erinnerungen? Wo möchtet ihr nochmal hin? Welche Straße möchtet ihr nochmal entlang laufen? In welchem Cafe sitzen, in dem ihr damals das beste Croissant gegessen habt? An welchem Strand stehen und noch einmal auf den Stufen welcher Kirche in der Sonne sitzen und ein Eis essen?

Welche Reise, die ihr schon einmal gemacht habt, möchtet ihr heute dank Youtube noch einmal erleben? Welche Träume, die ihr habt, mittels Youtube visualisieren und so bunt wie möglich ausmalen? Die Welt ist so viel größer als das, was wir jeden Tag erleben. Schaut sie euch doch einfach mal wieder an.

Happy weekend!

Eure Svenja

23 Kommentare

  1. In stressigen “ichwillhiereinfachnurweg-Momenten” träume ich mich an den Unawatuna Strand in Sri Lanka…. Sitzen…. Die Zehen in den Sand graben… Dem Rauschen des Meeres lauschen. Und dann eine Kokosnuss schlürfen.
    Mein Mann und ich waren dort auf unserer Hochzeitsreise. Und wenn der Alltag uns einholt, erinnern wir uns an die wunderschönen Momente in Sri Lanka und unser Versprechen, wieder hinzureisen, wenn die Kinder alt genug sind. ????????????

  2. Es gibt da eine Stadt, in die habe ich mich verliebt…
    Wien, Wien Wien und immer wieder Wien. Mein erstes Treffen war die Abschlussfahrt unserer Schule. Ich war hin und weg, der Dialekt, das gemütliche gesellige Treiben und dann der Naschmarkt… So viel zu sehen, riechen und schmecken. Damals kauften wir verschieden marinierte Oliven und setzten uns auf eine Treppe in der Nähe. Das mache ich jedesmal und genieße einfach den Moment.

  3. Ich reise mit meinen eigenen Bildern und Videos unglaublich gerne den Highway No 1 lang. Die Küste hoch am Big Sur mit Blick auf das Diamant-funkelnde Meer. Esse ein paar frische Erdbeeren auf der Swanton Berry Farm. Um diese Erinnerungen so lebendig wie möglich zu halten, habe ich mir Parfum mitgebracht, das aus Zutaten und inspiriert von der Küste gemacht wurde. So kann ich mich mit dem Duft schnell an diesen wunderbaren Ort versetzen. Ein paar Tropfen aufs Handgelenk und schon geht’s los….

  4. Ich schaue in solchen Fällen in meinen Lieblingsbildband: A Privileged Live – Celebrating the WASP Style von Susanna Salk!
    Ob ich in so einem Leben glücklicher wäre? Keine Ahnung. Aber ich stelle es mir immer wieder gerne vor…

  5. Wieder mal ein wirklich gelungener Artikel der mich inspiriert.
    Oft fühle ich mich so und ich hatte bisher noch nicht das Rezept was ich dann tun könnte.

    Danke ??
    Ich wünsche dir schöne Ostern!

  6. Carmel by the sea in Kalifornien oder Wilderness oder scarborough, beides in Südafrika sind meine Fernwehorte.
    Aber am besten und direkt wirkungsvollsten funktioniert ein Gang in den Wald um die Ecke oder eine Fahrt nach Langeoog!

  7. Wie passend deine Themen immer sind!!! Ich empfinde oft genauso. Am liebsten hätte ich noch mehr Kinder, weil sie das tollste überhaupt sind, aber dann gäbe es wohl noch mehr solcher Ich-müsste-Mals und der Mann würde bald ein entfernter bekannter, mit dem man den Job Familie meistert – befürchte ich.

    War ein drittes Kind für dich mal Thema?
    (Wenn ich so direkt mal fragen darf?)

    1. Ja, das war ein Thema. Lange. Aber ich habe gemerkt, dass ich mit einem dritten Kind Gefahr laufen würde, meine Ehe nicht hinzubekommen. Deshalb habe ich nur zwei. Und auch weil mein zweites erst nach 3,5 Jahren durchgeschlafen hat. Ich war einfach zu erschöpft und wollte das nicht noch einmal erleben (vor allem, weil das erste nach 8 Wochen durchschlief…)

      1. Ich bekomme das Thema auch irgendwie nicht aus dem Kopf, aber ich sehe da auch eine Gefahr für die Paarbeziehung… und wenn die später dann alle drei Hobbies haben und vielleicht auch die ein oder andere schulische oder soziale oder gesundheitiliche Herausforderung hinzu kommt… grmpf!
        Aber irgendwie ist es schade… ich stöbere gerade auch nach der erlösenden Idee, dem richtungsweisenden Gedanken, damit ich damit irgendwie abschließen kann.

        Meine Kinder schlafen heute auch noch nicht durch und sind sieben und fast vier – haha! man gewöhnt sich dran, dass sie immer nachts angeschlichen kommen. und irgendwie ist es auch in ordnung, dass unser rudel gerne beisammen ist. ;-)

      2. Also, bei mir hat das lange gedauert, bis ich das dritte Kind gedanklich habe gehen lassen können. Bis 40 hat es ganz stark “gerufen”. Jetzt ist es OK. Heute ist mir klar: Ich bin eine prima Mutter für zwei Kinder. Drei habe ich deshalb nicht, weil das – vor allem schnell hintereinander – eben wirklich zu viel gewesen wäre. Das alles funktioniert nur, wenn mein Mann und ich zusammen sind. Jedes Kind ist ein Geschenk und so nehme ich meine beiden Geschenke einfach als die wahr, die ich bekommen habe.

  8. Cool, ich liebe YouTube Viedos so sehr zum kurz abtauchen. Danke für ein paar neue Ideen…
    Und mal ehrlich, wenn man vorher gewusst hätte wie es wirklich ist, mit Kindern, Mann, Job und Haus, dann hätten wir doch gat nich erst eine Familie gegründet. Deshalb bin ich heilfroh, dass ich mir da vorher keine exakte Vorstellung von gemacht habe und nun versuche, das beste draus zu machen .
    Gruß Sandra

  9. Liebe Svenja, du sprichst mir aus dem Herzen. Das Abtauchen in Phantasiewelten erlebe ich auch als erholsame Ausflugsmöglichkeit, um mich vom anspruchsvollen Leben zwischen Familie und Beruf zu entspannen. Da mir auf Youtube immer auch sehr viel Mist begegnet, habe ich mir ein Netflix-Abo geleistet, um Filme streamen zu können. Mit dem Nebeneffekt, dass auch die Kinder mal einen richtigen Film schauen … Auf jeden Fall wünsche ich hier allerseits schöne, friedliche Ostern – real und in euren Herzen.

  10. Oh, da gibt es viele Momente: heißer Asphalt beim Leuchtturm in Plymouth, der Geruch von Regen auf sommerheißem Teer, Omas “Nimm Zwei” Bonbons, Hagebuttentee mit Zucker (trink ich sonst nie so) zum Abendbrot bei Oma, ein Glas mit Limonade auf dem stand “Mein Sonnenschein” geschenkt von meiner Mama, Füße auf der Wiese mit Kleeblättern zwischen den Zehen, Downtown Charlotte N.C. Und seine Alleen, Vancouver an der Uni, Vancouver Island und Victoria, Lake Louise, Sonnenuntergang in den amerik Canyons, muffige, kühle, uralte Flure der Handwerkerhäuser in Florenz, Santo Spirito, ein ruhiger Park in der lauten Stadt mit klassischer Musik, lange Spaziergänge in Mailand, das alberne Lachen meiner Kinder, Mini-Hände ……

    1. KATJA – Vancouver Island und Victoria und die kleinen Hände haben wir gemeinsam. Danke für all die schönen Erinnerungen. Der Geruch von Regen auf sommerheißem Teer – und die blutigen Fahrradstürzeknie die dazugehören. Und die nackten Füße. Und der nienienie enden wollenden Sommer. Alles wieder da, weil Du kommentiert hast. Ich drück Dich, Svenja

  11. Liebe Svenja, ich bin erst vor kurzen auf deinen Blog und deine tollen Videos aufmerksam geworden.
    Ich habe keine Kinder, aber es gibt oft Momente da muss ich mich gedanklich woanders hindenken. Am meisten hat mich eine Nacht in der Sahara vor zwei Jahren geprägt. Diese stille, der feine Sand und der wunderschöne klare Sternenhimmel waren einmalig. Ich liebe Marokko und kaufe dort gerne auf Märkten ein. Wenn ich ganz arg Fernweh bekomme, nehme ich mir aus dem Gewürzregal das Glas mit Kreuzkümmel und rieche dran und schon bin ich wieder in Marokko :-) Schöne Ostern. Levje

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