Freiheit

Manche Posts kommen zu mir wie ein Schmetterling, der sich im Garten auf meine Hand setzt. Ich kann nichts dafür tun, dass es passiert. Und nichts dagegen.

Genau so war es heute Morgen, und dass wo ich EINMAL später aufgestanden bin. Aber kaum hatte ich zwei Mails von euch gelesen, wusste ich sofort, worüber ich heute schreiben möchte. Während ich also meine Kinder für die Schule fertiggemacht habe, fühlte ich mich so, als wäre ich unter Wasser. Mit angehaltenem Atem habe ich mich möglichst wenig bewegt, um ja keinen Gedanken zu vergessen, den ich euch mit auf den Weg geben möchte.

Denn heute geht es um alles. Um eure Freiheit.

Im Storytelling heißt es “Show, don’t tell”. Deshalb gehe ich mit gutem Beispiel voran.

Ich habe mich vorgestern befreit. Von etwas, das mir am Herzen lag und liegt, aber das für mich gerade nicht mehr funktioniert. Schaut euch um: Es gibt ihn nicht mehr, den Menüpunkt “Erfolgreich bloggen”. Denn ich habe mit Jutta von der RTL Journalistenschule telefoniert und ihr erklärt, warum ich Bloggen in diesem Format im Moment nicht mehr unterrichten möchte. Das hat genau zwei Gründe.

a) Kann ich bei der Geschwindigkeit, in der sich soziale Medien und das Bloggen weiterentwickeln, meine Inhalte für Anfänger einfach nicht mehr in zwei Tage packen, sondern bräuchte vier.

b) Unterrichte ich gerade viel im B2B Bereich und fühle mich da sehr wohl.

Danke Jutta für Deinen Satz “Coole Entscheidung von Dir mal wieder”. Mit Menschen wie Dir zu arbeiten, die mich verstehen, ist ein wahnsinniges Geschenk.

Aber was hat das jetzt mit euren Mails und der Freiheit an sich zu tun? Tja, das ist im Grunde genommen ganz einfach. In euren Mails geht es um “Ich bin in einer Situation, die sich nicht gut anfühlt im Bauch, weiß aber nicht, was ich tun soll.”

Das sind Situationen wie “Ich bin seit Jahren in einer lieblosen Beziehung mit einem Mann, mit dem ich x Kinder habe. Bin aber in einen anderen Mann verliebt, der auch mit mir zusammen sein will.” “Ich brenne für meinen Job, aber oft ist er mir zu viel und die Erfolge sind sehr mäßig und ich habe sogar schon nach einem anderen Job geschaut.”

Also zum einen: Ich bin keine Ferndiagnostikerin. Ich weiß nicht, wie sich eure Situationen objektiv darstellen und ob da noch ganz andere Faktoren reinspielen. ABER was ich durchaus herauslesen kann ist: Euer Bauchgefühl gibt euch ganz deutliche Signale, dass etwas nicht stimmt.

Ihr habt irgendwann einen Weg eingeschlagen, auf dem ihr euch jetzt nicht mehr frei fühlt. Nun hat jede Ehe und jede Beziehung mal schlappe Phasen. Jeder Beruf auch Routinearbeiten, die einfach dazugehören. Sobald ihr eure Gefühle aber nicht mehr in die Kategorie “comes with the package” einsortieren könnt, sondern euch eng in der Brust oder im Herzen fühlt. Sobald ihr nicht mehr ihr selbst seid, ins Kopfkissen heult und das eindeutige Gefühl habt, auf dem falschen Weg zu sein. Sobald das passiert, solltet ihr euch etwas eingestehen.

Ihr seid irgendwo falsch abgebogen und habt jetzt mit Fleiß und Disziplin und alten Glaubenssätzen an dieser Entscheidung festgehalten.

Schließlich wollt ihr durchhalten und was aufbauen und keinen enttäuschen und es echt hinbekommen. Das Problem ist nur: In Gefangenschaft könnt ihr euch nicht entwickeln.

Ich kann so genau in Worte fassen, wie ihr euch fühlt, weil ich das selbst so lange erlebt habe. Ich habe meinen Blog geliebt – so wie er war. Immerhin habe ICH ihn ja erfunden, weiterentwickelt und jeden Tag mit Worten gefüttert. Aber dann hat meinesvenja eine Eigendynamik entwickelt. Es hat sich eine Tür nach der anderen geöffnet. Fernsehen, Bücher, viele Leser, der ganze Zirkus. Nur ich, ich bin irgendwie nicht mitgegangen.

Ich weiß noch genau, wie ich vor meiner Vertragsunterschrift bei meinem Verlag mit meiner Freundin Daniela spazieren ging und eigentlich klar war, dass ich den Vertrag nicht unterschreiben kann. Ich meine HEI, das war im Sommer 2012. So lange weiß ich schon, dass ich mit meinem Herzen nicht vollkommen dabei bin.

Aber wenn sich eine Möglichkeit nach der anderen bietet für Dinge, die nur wenige Menschen je erleben und man sich immer denkt: “Hei, was bin ich für ein Glückspilz. Das muss der richtige Weg sein.” Und Dir auch von außen signalisiert wird: “Wahnsinn, was Du für einen Erfolg hast.” Dann ist es nicht ganz so einfach, das leise, nagende Bauchgefühl wahrzunehmen.

Eine Sache habe ich damals nicht verstanden – und deshalb möchte ich sie euch heute als Gedanken mit auf den Weg geben.

Ich dachte, dass wenn sich außergewöhnliche Chancen präsentieren, genau DAS die berühmten Türen sein müssen, die sich öffnen. Deshalb habe ich die Chancen ergriffen und war vermeintlich auf meinem Weg.

Die Wahrheit ist aber, dass nicht Chancen und Gelegenheiten der Weg zum guten Bauchgefühl sind. Es sind die Türen, die sich nach INNEN öffnen, die wichtig sind.

Wenn ich euch heute schreibe, habe ich das Gefühl, dass ich aufatme. Ich habe das Gefühl von maximaler Lebendigkeit. Ich zeige euch Svenja, den Menschen. Ohne Filter, ohne Basteltipp, ohne Kochrezept.

Jetzt verstehe ich, dass keine der tollen Chancen mir die Chance gegeben hat, mir selbst näher zu sein. Die Tür hat sich nur nach außen geöffnet, nicht nach innen. Und ich habe mich langsam und stetig immer weiter von mir selbst entfernt.

Das ist das Problem mit dem falsch Abbiegen.

Freiheit

Erst kann man sich noch umschauen. Sieht noch den anderen Weg, den man hätte gehen können. Aber je länger man auf dem falschen Weg einen Fuß vor den anderen setzt, desto deutlicher meldet sich das Bauchgefühl.

Die Dinge fühlen sich falscher und falscher an. Und man selbst ist irgendwie weit weg von sich selbst und verloren.

Wenn ihr mich also in euren Mails immer wieder fragt “Was soll ich jetzt tun?” habe ich nur einen Ratschlag. Macht das Beste aus euch.

Öffnet ganz viele Türen nach innen, so dass ihr das Gefühl habt, dass ihr mit EUCH durchs Leben geht.

Nicht mit einer unglücklichen, abgehetzten und kleingemachten Version von euch und euren Träumen. Kein Wunder, dass die euch nicht gefällt.

Aber: PLANT diese Schritte zu euch zurück! Ich weiß, manchmal muss man auch Hau-Ruck ein Pflaster abziehen. Aber wenn ihr eine Familie habt, wenn Kinder betroffen sind oder wenn es um die finanzielle Existenz geht, dann ist das nicht klug. Dann müsst ihr reden und Pläne schmieden. Im Kontakt mit anderen schauen, wie ihr das Leben so um- oder zurückbauen könnt, dass es für euch wieder passt.

Denn es geht nicht darum, das eigene Bauchgefühl mit egoistischen Entscheidungen kurzfristig aufzupeppen. Es geht darum Türen nach innen zu öffnen, mit denen ihr euch langfristig wohlfühlt. Die euch näher an die beste Version von euch selbst heranführen. Denn die kennenzulernen, ist das größte  Geschenk, das ihr euch und der Welt machen könnt.

Also.

Steht auf. Geht los. Fangt an zu rennen. Öffnet die Arme. Schaut euch um. Und seid bereit dafür, dass euer Leben wunderschön ist.

In diesem Sinne

Eure Svenja

34 Kommentare

  1. Liebe Svenja!
    Ich hätte so Lust, mit Dir einen Cappuccino zu trinken, mit Dir und mit Uwe, mit dem ich ja vor einigen Jahren zusammengearbeitet habe und den ich sehr schätze!
    Deine vielen Gedankengänge sind mir vertraut, manchmal sehe oder erlebe ich Dinge ein bißchen anders, aber die große Lust zu leben, Erfahrungen zu machen, zu reflektieren, neugierig zu sein, habe ich auch tief in mir! Nächste Woche werde ich 56, meine Kinder sind 32 und 30, ich lebe alleine in Italien und bin gerade von einer spannenden Reise nach China, der Heimat meiner Schwiegertochter zurückgekehrt! In meinem Leben hat es einige heftige Brüche gegeben! Wenn Du so spannend davon berichtest, für Dich neue Wege gefunden zu haben, kommt mir in den Sinn: Meine Zweifel, das “falsche Abbiegen”… haben mich auf meinen Weg geführt! Und dadurch kann ich ihn sehr bewußt schätzen! Und so ergibt alles einen Sinn! Und so konnte ich mich auch mit einigem aus meiner Vergangenheit gut versöhnen!
    Eigentlich kommentiere ich nur selten im Netz! Aber heute hatte ich den Eindruck, einer Weggefährtin begegnet zu sein!
    Ich wünsch’ Dir alles Liebe! Ursula

    1. Ursula – mein Mann schwärmt immer noch in höchsten Tönen von Dir. Ich bin mir sicher, dass wir uns einmal begegnen werden. Sollte es Dich nach München verschlagen, melde Dich – Du bist immer herzlich willkommen. Mein Weg ist gerade so aufregend, dass ich am liebsten dauernd schnell rennen würde. Mache ich aber nicht – ich will ja nichts verpassen ;-)))) Ich sende Dir ganz liebe Grüße und freue mich, dass Du in Deinem Leben bewusst glücklich unterwegs bist.

  2. Liebe Svenja, Du weiß, dass ich Deinen Blog sehr gerne lese und viel von Dir lerne. Der heutige Text hat mich aber direkt ins Herz getroffen, weil ich mich gerade in so einer Situatipn befinde! Ich nehme Deine Worte mit auf den Weg und fliege mit diesem Rucksack nach Rom. Vielleicht zwischen Cappuccino trinken, dolce vita einatmen und die Sonne auftanken werde ich diese schwere Tür in MEINE Richtung etwas aufmachen können. Danke Dir!

    1. Liebe Dominika, oh, da habe ich eine GANZ tolle Nachricht für Dich. Die Tür, die in DEINE Richtung führt, die ist nicht schwer, wenn Du sie aufmachst. Es ist nur schwer, sie von den anderen Türen zu unterscheiden. Denn das ist mir jetzt klar geworden – wenn sie zu sind, sehen sie alle gleich aus. Ich drücke Dir so die Daumen, dass Du Deinen Weg und Deine Türklinke in die Hand nimmst. Freu mich auf nächsten Freitag und Dich zu sehen.

  3. Ursulas Gedanken fand ich auch sehr interessant! Wären wir genau die, die wir heut sind, wenn wir immer nur geradeaus gegangen wären? Ich bin zwar erst 30, habe aber bisher kein einfaches Leben gehabt… Trotzdem liebe ich das Leben und bin mittlerweile sogar für einige Dinge dankbar, auch wenn sie mir sehr weh getan, oder mich bis zur Erschöpfung gefordert haben. Ich behaupte, wir wären niemals die, die wir sind, wenn wir immer bei uns selbst geblieben wären. Vielleicht wüssten wir nicht mal, wer wir sind. Woher auch? Jede Erfahrung, positiv oder negativ hinterlässt Spuren und macht uns zu dem Menschen, der wir sind. Nicht immer kann man schließlich genau das machen, was man will. Der moralische Kompass und gesunder Menschenverstand sind dabei genauso wichtig, wie die optimale Mischung aus Demut und Egoismus…und natürlich das Timing. Vielen Dank für all die tollen Denkanstöße, die du hier immer bietest! Irgendwie denke ich manchmal, du kannst Gedanken hören/lesen/beantworten…irre!

  4. Der Post heute flasht mich so etwas von…..ich habe einen Kloß im Hals und deine Gedanken sind eineiige Zwillinge zu meinen. Kleiner aber wichtiger Unterschied….ich komme gerade nicht heraus aus meinem inneren Gefängnis, ich muss noch etwas warten, bin aber voller Hoffnung und Zuversicht…meistens. So ein Text wie heute hilft mir sehr.

    1. Monika, das Feedback freut mich sehr – wie schön, dass meine Worte bei Dir was auslösen. Da ich diesen Weg ja jetzt ganz kontinuierlich weitergehe, liest Du vielleicht einfach auch ein bisschen weiter mit. Könnte ja sein, dass wir ein bisschen zusammengehen ;-)

  5. Danke, für diesen tollen Post! Beim letzten Satz kamen mir etwas die Tränchen.
    Ich hatte gestern noch ein Gespräch mit meinem Mann (wir haben auch eine etwas stressige Zeit hinter uns) und haben genau das beschlossen: wir lieben uns, wir haben gesunde Kinder, ein tolles Haus, das Leben ist schön und das genießen wir jetzt auch und gehen nur noch mit einem Lächeln durchs Leben!
    Liebe Grüße Nicole

  6. Ich bin gerade in mich gegangen. Und habe meinen Türen nachgespürt. Ich kann Deinen Weg sehr gut nachvollziehen – wenn sich ungewöhnliche Chancen bieten, ergreift man sie als ambitionierter Mensch immer. Weil man davon ausgeht, man bekommt solche Chancen nur einmal und aus dem Grund, weil man dafür wie gemacht ist. Ich habe dabei so etwas wie einen inneren Wanderführer. Er sitzt ganz tief in meinem Herzen. Wenn sich Türen auftun, frag ich immer ihn. Wenn er mir zuwinkt und nickt, geh ich weiter. Wenn er eher zurückhaltend guckt, bedanke ich mich bei der Tür und mache sie wieder zu. Ich wünsch Dir von Herzen, dass Du ganz schnell den Weg nach innen zurückfindest und dann wieder mit Schwung weitergehst – in Deinem Tempo, durch Deine Türen. Liebe Grüße, Nicole

    1. Also Dein innerer Wanderführer ist ja spannend. So einen habe ich definitiv nicht. Aber eine Menge Typen, die an den falschen Türen rumstehen und laut Beifall klatschen – HAHAHA. Und klar, die sprechen die ambitionierte Svenja voll an. Ich werde jetzt von Dir angeregt auch mal nach diesem Wanderführer Ausschau halten. Wer weiß, vielleicht zeigt der sich, wenn man einfach davon ausgeht, dass er da ist…. Danke!

      1. Ja, ich glaube, jeder hat diesen Wanderführer. Grundsätzlich. Aber wenn Du mit Tempo durch zwei Türen gestürmt bist, bist Du schon zu weit weg, um seinem Urteil zuzuhören. Ich habe meinem Wanderführer auch nicht immer gleich zugehört. Manchmal musste er sehr laut brüllen, zum Beispiel als ich ein Herzensprojekt hingeschmissen habe, weil die Rahmenbedingungen nicht mehr gestimmt haben, manchmal höre ich ihn auch lange rufen, bis ich mich bewege. (Da habe ich mal einen Job aus dem Bauch heraus gekündigt, der mich kaputt gemacht hätte. Hätte ich schon viel früher tun sollen.) Ich begleite DIch auch weiterhin gerne auf Deinem Weg. Finde sehr spannend, was passiert!

      2. AHA – das werde ich alles im Hinterkopf haben, wenn ich mich nach ihm umschaue. Bei mir haben sich diese “besonderen” Türen ja teils so schnell geöffnet, dass ich mir gar keine Zeit genommen habe, mich zu entscheiden. Es wirkte alles einfach immer wie das next big thing, wie die richtige Sache, der nächste Step. War es auch – nur in die falsche Richtung. Lach. Freu mich, wenn Du da bleibst. Schätze, wir erleben hier noch ein paar Sachen zusammen. Wo Du doch jetzt auch auf so einem spannenden Weg bist…

  7. Hallo Svenja, wenn ich Deine Worte lese, wird mir immer klarer, dass ich wohl schon seit vielen Jahren auf dem (beruflichen) Irrweg bin. Das weiß ich eigentlich schon länger, aber Du bringst mich sehr zum Nachdenken. Habe damals einfach das gemacht, was meine Eltern mir geraten haben und wusste es auch nicht besser. Habe meine Interessen und Neigungen (die die gleichen wie heute sind) nicht für voll genommen und war nicht im Stande zu begreifen, dass ich etwas mache, was in die völlig falsche Richtung führt. Durch Deine Worte wird mir bewusster, wie viel Zeit ich eigentlich vergeudet habe. Denn wenn man für etwas brennt und sich interessiert, dann unterscheidet man nicht zwischen Arbeit und Freizeit. Ich verstehe, warum ich nie besonders gut in meinem Job wurde: weil mich das ganze Thema im Grunde nicht interessiert!!! Schade um die vielen Jahre, in denen ich auf anderen Gebieten hätte richtig gut werden können. Was habe ich jetzt: einen guten Job mit netten Kollegen und wenig Wegzeiten, der sich gut mit einer Familie verbinden lässt, der mich aber überhaupt nicht reizt. Auf der anderen Seite viele kreative Ideen und Interessen, die aber breit gestreut sind und in denen ich nicht sonderlich gut bin. Ich weiß im Moment nicht genau, was das für meine Zukunft bedeutet?! Ach Svenja, hätte es diesen Post schon vor 15 Jahren gegeben. *lach*

    1. HAHAHA, genau, vor 15 Jahren wäre der Post super gewesen. Da wäre ich dann auch 30 gewesen und hätte nicht so lange warten müssen. Auf der anderen Seite – WISSEN tue ich das alles schon, seit ich 8 bin. Ich glaube ja, dass auch Berufungen und das wahre Ich eine Halbwertszeit haben. Das dauert alles seine Zeit. Aber super, dass Du ins Nachdenken kommst. Da bleiben wir jetzt gemeinsam dran. Ich gehe auf jeden Fall nicht mehr zurück – ich gehe jetzt vorwärts.

  8. Liebe Svenja, schon lange verfolge ich nun Deinen Blog und immer wieder zieht es mir die Füsse weg, wie passend oft Deine zwischenmenschlichen Beiträge sind! Vor allem Dein heutiger! Er hat mich mitten in meine Seele und in mein Herz getroffen, welches in letzter Zeit nicht ganz so fit gewesen ist und sich sehr bei mir gemeldet hat. Auch ich versuche meinen Weg mal wieder zu finden und bekomme meine Türen nach innen durch Dich immer wieder etwas geöffnet. :-) Stehen bleiben und mal wirklich nachzudenken, in sich zu horchen, was man wirklich! will.
    Lass es Dir gesagt sein, Du hast eine wunderbare Gabe Deine Gedanken in schöne, treffende und passende Worte zu fassen. Und damit erreichst Du Deine Leser! Das ist Deine Berufung!
    GLG Julia

    1. Julia, vielen herzlichen Dank für Deinen liebevollen Kommentar. Ich sehe es auch so: Das ist meine Berufung. Das sehe ich auch daran, was ihr mir zurückschreibt. Ich erreiche euch WIRKLICH. Was für ein schönes Gefühl.

  9. “Die Wahrheit ist aber, dass nicht Chancen und Gelegenheiten der Weg zum guten Bauchgefühl sind. Es sind die Türen, die sich nach INNEN öffnen, die wichtig sind.”
    Und genau für diesen Satz liebe ich dich Svenja!
    Wir sollten uns unbedingt sehen da ist VIEL zu teilen :)
    XXX deine Joan

  10. Liebe Svenja,
    ich schreibe Dir heute zum ersten Mal.
    Ich kenne Deinen Blog seit ein paar Jahren, mag Deine pragmatische fröhliche Art und habe deshalb auch Deine Spiele-Trickkiste im Regal (und oft in der Hand).
    Deine Beiträge zu Internet-Business und Social Media sind (noch nicht) so meins, kleine Kinder und Sales mit “echtem” Kundenkontakt sind z.Zt. mein Leben.
    Dein Post von gestern berührt mich sehr. Ich freue mich für Dich, daß Du Dir Deine Freiheit erkämpft hast und wünsche Dir einen guten Draht zum “inneren Wanderführer”.
    Manchmal ist es übrigens auch ein äußerer. In den letzten Jahren sind manche Dinge in meinem Leben nicht so gelaufen, wie ich es geplant hatte (Krippenplatz nicht bekommen, umziehen müssen, Arbeitszeit nicht aufstocken dürfen) und es hat sich fast immer als Segen herausgestellt.
    Und falls es Dich tröstet: Ich lasse mich gerne von Deinen Bastelideen und Rezepten inspirieren. Sie bleiben ja (hoffentlich!) auf Deinem Blog abrufbar auch wenn Du einen neuen Weg gehst. Du hast nicht falsch gemacht!
    Ganz liebe Grüße aus Mainz!

    1. ABOLUT bleiben die abrufbar und ich stehe auch nach wie vor hinter allen Themen. Und bestimmt wird sich auch ab und zu nochmal was einschleichen – ich brenne ja auch privat dafür. Aber ich mag mich einfach nicht mehr darüber definieren. Und warte jetzt auf den Segen, von dem Du sprichst. Oder besser noch: Stöbere ihn aktiv auf ;-)))) Liebe Grüße, Svenja

  11. Liebe Svenja, Dein Text und Deine Gedanken berühren mich sehr, denn ich erkenne mich sowas von wieder… Ich bin 45, Mutter von zwei 4jährigen und habe das Glück, nach dem Studium meinen Traumjob in einem großen Unternehmen gefunden zu haben. Dort bin ich heute noch, immer wieder haben sich Türen geöffnet, die ich neugierig und mit Lust auf neue Herausforderungen betreten habe. Rückblickend ist es sensationell, was mein Job mir für tolle Erfahrungen und Möglichkeiten eröffnet hat und noch eröffnet. Als die Kinder 2 Jahre alt waren und ich nach der Elternzeit gerade wieder in den Job zurück kam, hat sich wieder eine Tür geöffnet und ich hatte die Chance, eine ganz besondere (Führungs-)position zu bekommen, in meinem Lieblingsbereich, mit tollen Kollegen und einer Aufgabe, die meinen Stärken und Neigungen wie auf den Leib geschneidert ist. Jetzt, nach 2 Jahren und mit einem neuen Chef (kinderlos und workoholic) stelle ich fest, dass die – insbesondere zeitlichen – Anforderungen, die an mich gestellt werden, sich einfach nicht mit Familie und Kinder in diesem Alter vereinbaren lassen. Seit einem halben Jahr probiere ich verschiedene Arbeitszeitmodelle, Vertretungsvarianten, führe Gespräche über Gespräche, grüble, berate mich mit meinem Mann, aber alle möglichen Optionen sind immer auf Übergangslösungen angelegt. Ein paar Monate ginge das so, vielleicht ein Jahr…. Mein Bauchgefühl sagt mir ganz deutlich dass ich so nicht weitermachen kann, aber auch nach vielen vielen Gesprächen, privat und dienstlich, sehe ich einfach keinen Ausweg.
    Insofern bin ich auf auch weiterhin auf der Suche nach der richtigen Tür, nach Innen und nach Außen, aber ratlos, wo und wie ich sie finde…..
    Ich bin sehr gespannt, wie das bei Dir weitergeht und grüße Dich herzlich.

    1. Wow, so ähnliche Geschichten höre ich (leider) oft. Sobald sich die Umstände ändern (egal ob Kinder oder kinderloser Chef) ändert sich auch oft die Vereinbarkeit. Was ich spannend finde, ist, dass es kaum noch Frauen gibt, die da locker durchsegeln, sondern fast jede kann eine ähnliche Geschichte erzählen. Und die Bundesregierung hält das immer noch nicht für ein flächendeckendes Problem. Ich bin ja nicht politisch, aber da könnte ich es werden. Ich wünsche Dir eine Eingebung, eine Lösung und bis dahin viele gute Momente in Deinem jetzigen Job. Mannmannnmann. Alles gar nicht so einfach.

  12. Zu deinem Post passt nach meiner Meinung hervorragend das Buch “Nur ein Tag” und der zweite Teil “und ein ganzes Jahr” (und das letzte Kapitel als Ebook “und eine ganze Nacht”) von Gayle Forman. Man sieht, liebt, sucht – und findet sich selbst! LG Anne

  13. Was für ein wunderbarer, tief gehender Text! Ich habe das Glück, dass sich mir die richtige Tür aufgetan hat, aber beim Lesen stand mir eine enge Freundin überdeutlich vor dem inneren Auge. Schon lange habe ich überlegt, mit welchen Worten ich sie darauf ansprechen kann, dass sie wie eine “unglückliche, abgehetzte und kleingemachte Version von sich” (hätte ich nicht besser beschreiben können) wirkt. Stattdessen habe ich ihr jetzt den Link zu diesem Beitrag geschickt und hoffe sehr, dass deine Worte bei ihr etwas anstoßen können. Vielen Dank dafür!

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