Ihr Lieben,

der Februar, meine Seminare und meine Reisen liegen hinter mir. Meine täglichen Insta-Stories sind vorbei. Hier meine Learnings aus allem, was ich diesen Monat gemacht habe:

1.) Ran an die Buletten.

Insta-Stories waren für mich lange Zeit ein Rätsel. Durch mein Coaching bei Judith von Madame Story habe ich mich rangetraut und dann meine eigene Challenge aufgesetzt. Im Februar habe ich jeden Tag eine Story gemacht.

Jetzt

a) kann ich es,

b) habe ich keine Hemmungen in der Öffentlichkeit mein iPhone rauszuholen und da reinzuquatschen oder auf Stühle zu steigen, um die bessere Draufsicht zu haben

c) weiß ich, dass ihr meine Stories gerne seht, weil ihr mich so viel besser kennenlernen und begleiten könnt.

(c) 4more: Ich, beim Insta-Stories machen im Kinderkunsthaus

Fazit: Ich mag das Medium und bleibe ihm treu. Gerade ist das die einfachste Möglichkeit, über Bewegtbild regelmäßig Menschen zu erreichen. Und wie Judith sagt: „Mit Stories gehört Dir der ganze Phone Screen – das kann kein anderes Netzwerk oder Tool. Da ist immer noch Werbung an der Seite oder es sind andere Ablenkungen im Bild.“

Das war echt ein Augenöffner. Think about it.

2.) „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, nichts hindert mich, weiser zu werden.“

Nicht nur dank Konrad Adenauer, der übrigens meist ohne den wichtigen Halbsatz hintendran zitiert wird, weiß ich: Dazulernen ist immer erlaubt. Ich habe meinen DIY Channel im Januar mit einem Video pro Tag gestartet, um in den Flow zu kommen. Im zweiten Monat habe ich mittwochs und samstags veröffentlicht und mehr Zeit in die Qualität der Videos gesteckt.

Mittlerweile sind 42 Videos online und ich bin auf jedes einzelne stolz. Nicht weil es die besten Videos der Welt sind, sondern weil ich die Energie aufgebracht habe, alles zu lernen, um das hinzukriegen. Sie online gestellt habe, ohne Perfektionsanspruch. Aber immer so gut gemacht, wie ich es an dem Tag gerade konnte. Und weil ihr mir zeigt, was ihr selbst daraus macht. Eigene Kunstwerke mit eigenen Ideen und vor allem – mit Begeisterung.

Aber: Was mache ich jetzt im März? Ich gehe einen strategischen Schritt weiter. Es wird jeden Mittwoch ein Sammelvideo geben, in dem ich mehrere thematisch ähnliche, bereits online gestellte Clips in einem Video zusammenschneide. Und jeden Samstag veröffentliche ich eine brandneue Bastelidee. Warum ich das so mache – hat hauptsächlich trafficrelevante Gründe – erzähle ich euch in meinem Vortrag bei der Projektin und im April hier auf dem Blog. 

3.) Langsam ist das neue Schnell.

Ich möchte viele Dinge. Oft zu viele Dinge. Gleichzeitig. Aber das schaffe ich nicht.

Natalia von Sei Dir gut hat mir neulich so ein tolles Tool gezeigt. In dem wird das Leben wie eine Tonspur auf dem Mischpult dargestellt. Regelst Du alle Bereiche Deines Lebens hoch, ist es übersteuert. Das Gefühl kennen sicher alle bestens, die hier mitlesen.

Die Frage, die sich jeder stellen muss, lautet: Welche Bereiche möchte ich hochregeln, weil sie mir gerade wichtig sind? Zum Beispiel die Familie. Und welche Bereiche MUSS ich dann aber zwingend runterregeln, damit sich mein „Lebenslied“ noch gut anhört? Vielleicht ist es die Arbeit. Vielleicht ist es ein ehrenamtliches Engagement. Vielleicht sind es Treffen mit Freundinnen, auf die ich erstmal verzichte.

Wenn wir auf uns hören, unser Bauchgefühl immer wahr- und ernst nehmen, funktioniert dieser natürliche Ausgleich ganz von selbst. Tun wir das nicht, übersteuern wir und bezahlen dafür. Meist seelisch.

Für mich ist ganz klar, was ich dieses Jahr alles machen möchte. Aber ich mache es viel langsamer als die Jahre zuvor. Es geht nicht alles in einer Woche. Aber in einem Jahr geht verdammt viel.

Im Zuge dieses Erkenntnisprozesses spreche ich nächste Woche mit Astrid von lieblingsbusiness ganz in Ruhe über meine Onlinekurs-Ideen. Ich nehme mir mit meinem Mann Uwe Zeit für Clemens von Jambo Bukoba, weil wir an ihn und sein Projekt glauben und ihn gern mit unserem Know-how unterstützen möchten. Und: Ich lasse viele Dinge, die ich normalerweise noch reingequetscht hätte in so eine Woche, einfach sein.

Ich möchte nämlich gut drauf sein bei meinen Vorträgen, um den Zuhörern wirklich meine Learnings übertragen zu können. Ich möchte gut drauf sein für die Teilnehmer unseres Moving Pictures Retreats, damit sie mit tiefgehendem Know-how-Zuwachs und gestärktem Macher-Muskel nach Hause fahren.

Ich möchte präsent sein für meine Familie und achtsam mit mir umgehen. Dazu gehören Badewannenzeit, ausgedehnte Spaziergänge, Yoga und gesundes Essen. Das alles ist mir wichtiger, als Haken auf meiner To-do-Liste zu setzen.

4.) Frauen öffnen sich, um miteinander zu lernen.

Ich hatte so unglaublich tolle Begegnungen mit Frauen im Februar. In meinem „Erfolgreich bloggen“ Workshop in der RTL Journalistenschule haben wir am zweiten Tag mit 13 Frauen dagesessen und mit Tränen in den Augen den Lebensgeschichten und Träumen aller zugehört und uns gegenseitig gepusht und bestärkt.

Wir haben ja alle schon so viel geschafft. Und wollen noch so viel erleben. Dass ich Frauen die Tools an die Hand geben kann, ihr eigenes Business mit Reichweite im Internet aufzubauen, schließt bei mir einen schon lange offenstehenden Kreis.

Meine Mutter musste ja nach der Scheidung wieder arbeiten gehen und ab da war ich Schlüsselkind. Wenn ich die Gefühle, die ich damals hatte, nur einem Kind ersparen kann, weil seine Mama von daheim Geld verdienen kann, hat sich mein Leben auf diesem Planeten komplett gelohnt.

Genau so wertvoll waren die Treffen innerhalb unseres Frauennetzwerkes „Frauen verbinden„:

Das kreative Miteinander und die Gespräche beim Arthouse Abend im Kinderkunsthaus:

Mein ganz privater Austausch mit meiner Freundin Mari von babykindundmeer.de und natürlich der Abend mit meinen Münchner Bloggerfreundinnen „The Regulars“:

Claire, Mareike, Betti und ich hatten einen superwitzigen Abend, der sich ziemlich schnell zu einer Debatte über den „state of the nation“ in Bloggerhausen entwickelt hat.

Wie oft bloggen wir eigentlich gerade? Und über was? Und was haben wir eigentlich mit unseren Blogs vor? Am Ende des Abends war klar, dass wir alle um das Potenzial unserer Blogs wissen.

Wir wollen über das schreiben, was uns wichtig ist. Was uns gefällt, interessiert und berührt. Weil das auch immer dazu führt, dass andere berührt sind. Und ich meine: Warum sind wir alle Blogger geworden, wenn nicht genau deshalb? Um mit unserer Stimme etwas ganz Eigenes zu gestalten, was das Vermögen in sich birgt, die Welt ein kleines bisschen zu verändern.

Deshalb auch für euch heute die Losung „Follow your Bauchgefühl“. Tut das, was euch und andere glücklich macht. Denn Leben findet jetzt statt und misst sich nicht an dem, was ihr schafft. Sondern daran, wie gut es euch dabei geht.

Alles Liebe

Eure Svenja