Wie ich ein erfolgreiches Jahr plane

Ihr Lieben,

nichts ist besser als ein leerer Kalender, ein innen noch weißes Bullet Journal, ein jungfräuliches Jahr. Wie viele Möglichkeiten so ein Neuanfang birgt! Mich macht das immer glücklich. Denn auch wenn ich jeden Tag mein Leben neu erfinden kann – im Januar ist es anders. Irgendwie heilig.

In meinen 15 Jahren als Mutter und 11 Jahren als Onlinerin, habe ich viel ausprobiert, um mein Jahr positiv zu gestalten. Das hier sind meine besten Tricks und Tipps, die sich herauskristallisiert haben – und die ich jedes Jahr aufs Neue anwende.

1. Finde Dein großes Thema.

Bei mir ist es immer dasselbe: Ich möchte, dass sich mein Leben für meine Familie und mich möglichst rund anfühlt. Dass jeder seinen Platz im anstehenden Jahr findet. Dass wir gefestigt sind. Wenn Herausforderungen kommen, stehen wir ihnen gemeinsam entgegen. Wer traurig ist, findet Trost. Wer Hilfe braucht, den unterstützen viele Arme. Freude und Erfolge werden genauso miteinander geteilt. Und das gilt  nicht nur für meine Familie, sondern auch für Freunde und meine Community. Ich glaube daran, dass wir uns gegenseitig inspirieren können, unser bestes Selbst zu leben. Aber: dafür muss die eigene Tasse voll sein. Mein Refill ist meine Familie. Und Zeit für mich.

2. Organisiere Deine Energie und Zeit rund um dieses Thema.

Meine Kinder schlafen bis 6. Und sind zwischen 7:15 und mindestens 13:30 aus dem Haus. Meine Timeslots arrangiere ich um diese Zeiten herum. Was heißt das? Dass meine Wochentage eine feststehende Struktur haben. Das Besondere daran ist, dass ich diese Struktur jederzeit für mein großes Thema verändern kann. Geht ein Kind später zur Schule, beginne ich später zu arbeiten. Ist mein Mann zuhause, unterstütze ich ihn einige Stunden lang. Oder wir gehen gemeinsam eine Runde spazieren oder zum Sport. Trotzdem ist es wichtig für mich, ein klares Grundgerüst zu haben.

4:30 – 6:00 Aufstehen, schreiben.

6:00 – 7:15 Frühstück, Butterbrotdosen und Zeit mit den Kindern.

7:15 – 8:00 Aufräumen, duschen, Haushalt.

8:00 – 12:45 Deep work (ohne Ablenkung, also kein Social Media, keine Mails).

12:45 – 13:30 Kochen.

13:30 – 14:00 Gemeinsames Mittagessen.

14:00 – 14:30 Mittagsschlaf (ja, jeden Tag).

14:30 – 15:30 Mails, Social Media, Buchhaltung.

Nachmittags: Einkäufe, Haushalt, Schulaufgaben, Fahrdienste.

Abends: Abendessen, Hobbies, Lesen, Zeichnen, Paarzeit oder Me-Time. Meditation, Yoga.

22:00 Ab ins Bett.

3. Setze Dir messbare Ziele ohne Deadlines.

Wie jedes Jahr habe ich auch 2019 persönliche und berufliche Ziele. Mein wichtigstes Learning ist, dass ich alles erreichen kann, wenn ich im Ziel starr und im Weg flexibel bin.

Ich weiß z.B., dass ich in 2019 neue Online Kurse veröffentlichen möchte. Aber da ich meine Familie an erste Stelle setze, weiß ich noch nicht, wann ich damit rauskomme. Wichtig ist nur, dass ich schon mal auf dem Schirm habe, was ich am Ende des Jahres erreicht haben will. Wofür ich lange gebraucht habe: zu begreifen, dass etwas erst fertig ist, wenn es fertig ist. Und nicht, wenn eine Deadline naht. Dieses Wissen nimmt irre viel Stress raus.

Ein weiteres Geheimnis erfolgreicher Jahresplanungen: Sehr realistisch an den eigenen Talenten und positiven Eigenschaften entlang zu planen. Dann kann man viel schaffen.

4. Tue Dinge, die sich gut anfühlen.

Gute Vorsätze hören sich oft an wie der absolute Horror. “Ich will in drei Monaten 10 Kilo abnehmen.” Warum so schnell? Und so viel? Das kann ja nicht gut gehen. Wer 10 Kilo zu viel auf den Rippen hat, der isst gerne und bewegt sich nicht viel. Das sind gleich zwei Sachen, die er jetzt auf einmal radikal ändern muss. Da schätze ich die Chancen auf Erfolg nicht sehr hoch ein. Das ist ja fast ein Bestrafungsvorsatz.

Besser funktionieren würde sicher eine langfristige Ernährungsumstellung, die auf Genuss setzt. Darauf, sich etwas Gutes zu tun. Auf das Entdecken neuer Geschmäcker und das damit Einhergehen einer neuen Leichtigkeit.

Egal was ich erreichen möchte, wie kann ich es so erreichen, dass es sich von Anfang an wie eine Belohnung anfühlt? Ihr möchtet mehr Geld verdienen? Wie wäre es mit einem Job, der euch Freude bereitet und in dem ihr mit euren Talenten strahlen könnt?

Ihr wollt mehr Sport treiben? Warum startet ihr nicht sanft ein? Mit regelmäßigen Spaziergängen, Yin-Yoga und einmal die Woche schwimmen gehen?

Es ist doch klar, dass wir nicht dranbleiben an Themen, die uns nicht liegen. Deshalb ist es ganz wichtig, überwiegend Dinge zu tun, die sich gut anfühlen. So erreiche ich meine Ziele leicht.

5. Sei dankbar für jeden Tag.

Manche Tage laufen hervorragend – und manche GAR nicht nach Plan. Ich bin mittlerweile für beide Arten von Tagen dankbar. Oft begreife ich erst, wenn etwas nicht klappt, wie ich es das nächste Mal besser lösen kann. Wenn also etwas schiefgeht, schaut immer, welches neue Tool für euch bereitliegt. Welches Learning ihr mitnehmen könnt, für die nächste Aufgabe. Wie könnt ihr euch Dank eurer Erfahrung aufrüsten für euer weiteres Leben?

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die uns an solchen Tagen wieder in die Komfortzone bringen. Ein erfrischender Schluck Wasser. Die warme Decke von Oma Hilde. Eine Umarmung. Eine Badewanne mit lecker duftendem Badezusatz.

Wir dürfen uns jeden Tag schön machen, den wir auf dieser Erde sind. Jedes Jahr aufs Neue.

In diesem Sinne – habt einen guten Start.

Eure Svenja

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