Im Alter von 5 Jahren lebte Mano Ezoh in den Slums von Nigeria. Eines Nachts träumte er etwas, was sein Leben verändern sollte. Er träumte, dass er vor vielen Menschen stand. In den ganzen Jahren, die immer wieder hart für seine Familie und für Mano waren, hat er sich an seinem Traum festgehalten. Mit Hilfe seiner Mutter entdeckte er nicht nur seine wunderschöne Stimme, sondern auch seine innere Stärke. Als Erwachsener kam Mano nach Bayern und fand in Deggendorf nicht nur eine Heimat, sondern auch Menschen, die ihn unterstützten. Mano wollte seinen Traum umsetzen und mit vielen Menschen zusammen singen. So verrückt sich das jetzt anhört: Mano glaubte so fest an seinen Traum, dass er auf eigene Kosten die Olympiahalle anmietete – als Veranstaltungsort für sein Konzert. Er gewann viele Gospelchöre in Bayern für sein Projekt und reiste jahrelang für Proben über die Dörfer –und plante gleichzeitig den Auftritt des weltgrößten Gospelchores aller Zeiten.

Als unser Freund Florian Weiss von Manos Geschichte las, lud er ihn in seine
Radiosendung „Menschen am Sonntag“ auf Antenne Bayern ein – und war begeistert.
Manos Lebensfreude und die Energie waren unvergleichlich – und ansteckend. Am Ende
bat Mano Florian, das Event für ihn zu moderieren und Florian willigte ein.

Als Florian mir das erste Mal von Mano erzählte, sprühte er nur so vor Begeisterung.
Zum Geburtstag schenkte er mir Karten für das Event – plus Champagner bis zum
Abwinken. Flo – Du weißt einfach was ich mag! Und vergangenes Wochenende war es
dann soweit. Mein Mann Uwe und ich sind zu Manos Konzert gegangen. Es war herrlich.

Florian hat Mano wunderbar anmoderiert und begleitet – durch ihn konnten wir die
besondere Geschichte noch einmal miterleben. Mano war einfach nur in seinem
Element. Aber was noch viel aufregender war – ALLE, aber auch wirklich ALLE
Chorsänger (und das waren immerhin 1198) lebten seinen Traum mit ihm. Für alle
wurde durch ihn ein eigener Traum wahr, nämlich in der Olympiahalle vor Tausenden
von Menschen zu singen. Ein paar Bilder habe ich euch oben in die Bilderstrecke gepackt – das Bild der beiden Chorsänger, die nach dem Event auf die leere Olympiahalle schauen und immer noch ganz mitgenommen von den Ereignissen sind, spricht wohl für sich.

Ich schwöre euch – ich habe so etwas noch nicht erlebt. Eine Halle voller Menschen die
alle stehen, tanzen, singen und feiern – und zwar einen ganzen Abend lang. Das Schönste war allerdings, dass Manos Mutter, die Nigeria noch nie verlassen hatte und noch nie geflogen war, den Abend mit ihm erleben konnte. Sie saß in der ersten Reihe und war
sprachlos und das, was Mütter in solchen Momenten wohl am besten können: EINFACH
NUR GLÜCKLICH.

Mir ist durch dieses Event einmal mehr bewusst geworden, dass JEDER Traum, den wir haben, gelebt werden muss. Wir bekommen nicht umsonst Talente in die Wiege gelegt. Manche Dinge fühlen sich nicht umsonst total falsch und manche goldrichtig an. Zu sehen, wie jemand einen Traum LEBT und damit viele andere Menschen glücklich macht, ist etwas ganz Besonderes. Es steckt an und inspiriert. Es trägt Hoffnung in die Welt. Über 1000 in weiß gekleidete Chorsänger haben auf der Afterparty getanzt und gesungen, waren unbeschwert und wie befreit – und ich war mittendrin. Dafür, Florian: Danke!