Unser klassisches Pflaumenmus Thermomix Rezept ohne viel Schnickschnack. Schmeckt, wie Pflaumenmus schmecken muss - und dauert nur 13 Minuten. Ein echtes Traditionsrezept. http://www.meinesvenja.de/2011/10/24/suesses-und-saures/

Heute muss ich euch dringend mal was sagen. Mein Blog wird immer größer. Das seht ihr vielleicht gar nicht unbedingt, weil ich nach außen hin brav jeden Tag meinen Post schreibe. Aber hintendran sieht alles ganz anders aus. Ihr schreibt mir nämlich sehr viel und fleißig über Themen, die ich so überhaupt nicht erwartet habe. Viele Sachen sind ganz schön traurig und haben mit Poübungen und Superrezepten gar nichts gemeinsam. Ganz im Gegenteil: Oft habe ich das Gefühl, dass ihr mir gerade deshalb schreibt, weil ich hier versuche, die Stimmung oben zu halten und Spaß mit euch zu haben. Ich fühle mich sehr geehrt, dass ihr gerade mir so viel anvertraut. Und ich freue mich darüber.

Ihr müsst auch nicht am Ende der Mails immer schreiben: „Wenn Du es jetzt blöd findest, dass ich Dir das alles erzählt habe, brauchst Du mir auch nicht zurück zu schreiben.“ Denn ich schreibe euch sehr gerne zurück. Nur mit den 24 Stunden, innerhalb derer ich eigentlich immer zu antworten versuche, wird es gerade ein bisschen schwierig.

Es ist ja so: Ich habe diesen Blog, weil ich glaube, dass wir Frauen ganz anders ticken. Anders zumindest, als uns die meisten Medien, die extra für Frauen gemacht sind, wie Bücher, Zeitschriften, Serien oder Filme, weismachen wollen. Ich habe schon lange keine Lieblingszeitschrift mehr, die sich auschließlich mit Frauenthemen beschäftigt. Die EINE große Marke, der ich vertraue, ein Magazin, das ich in der Badewanne lese und abonniert habe. Ihr bestätigt mich darin. Wir Frauen sind vielseitiger, als die Medienmacher denken. Wir haben ganz andere Probleme und einen ganz anderen Alltag. All das verbessert sich aber nur, wenn es ganz offen angesprochen wird – ein wichtiger Grund übrigens, warum „Sex and the City“ so wahnsinnig erfolgreich war. Ich möchte keinen Artikel von 27-jährigen Redakteurinnen lesen, die weder verheiratet sind noch Kinder haben. Vor allem nicht, wenn es darin um Ehepaare und ihre Probleme geht. (Gibt’s nicht? Gibt’s doch! Gerne von Praktikantinnen geschrieben, die dafür dann noch nicht mal Geld bekommen und deren Know-how aus Mütterforen kommt. Aber wie soll in so einem Artikel etwas Neues stehen, wenn doch einfach nur ein Medium das andere zitiert? Können die nicht mal beim echten Leben abschreiben, anstatt voneinander?)

Dass ihr von meinen Themen berührt seid, liegt nur daran, dass es eigentlich EURE Themen sind. IHR verratet mir in euren Mails, worüber es sich zu schreiben lohnt – und wenn meine Posts nur dazu dienen, dass ihr einen Moment innehaltet und mal „Uff“ machen könnt und vielleicht ganz kurz lächelt, dann ist das schon mordsviel. Ich lächel ja auch viel mehr, seit es euch in meinem Leben gibt.

Also: Bitte schreibt mir weiter. Ich habe nicht für alles eine Lösung, aber ich kann ja darüber schreiben – vielleicht hat eine Leserin eine gute Idee. Wichtig ist am Ende doch nur, dass unsere Leben wieder ein bisschen bunter geworden sind, für den Moment, den wir uns hier getroffen haben. Alles andere wird sich schon finden. Und wenn ihr eine Frage habt, die euch bewegt und die ihr selbst nicht lösen könnt: Wir sind umgeben von wunderbaren Leserinnen – eine wird die Antwort schon kennen.

Lasst euch nicht unterkriegen vom Alltag – morgen verrate ich euch ein paar Strategien, wie ich dem „überfordert sein“ zur Zeit die Stirn biete. Unter anderem esse ich jeden Morgen ein Brötchen mit wunderbarer selbstgemachter Pflaumenmarmelade. Sie braucht im Thermomix nur 13 Minuten und HIER gibt es das Rezept. Weil das so schnell geht, habe ich am Wochenende gleich 3 Kilo Pflaumen verarbeitet. Der Winter ist ja lang und ich muss dafür sorgen, dass ich hier launemäßig on top bleibe. Hängen lassen gilt nicht.

Morgen mehr von der „Wie wir Frauen das alles schaffen“ Front und mein Monolog zum Thema Burn-Out. Stay tuned – ich freu mich auf euch.

Alles Liebe

Eure Svenja