Letztes Jahr im August habe ich ja mal darüber geschrieben, wie schwer es uns Frauen fällt, den Stecker zu ziehen und uns eine Auszeit zu gönnen. An diesem Wochenende musste ich das einfach mal, denn ich war krank. Weil ich aber so schlecht tagsüber schlafen kann, habe ich einen Trick angewendet. Ich habe mich in das Bett meines Sohnes gelegt, zwischen all seine Kuscheltiere direkt unter den blauen Ikeahimmel. Da habe ich geschlafen wie ein Baby, während meine Kinder in ihrem Spielzimmer „Kajüte“ gespielt haben (eigentlich nichts anderes, als Buden bauen, nur dass die Buden eben auf einem vorgestellten Schiff sind). Ein Riesenspaß.

Warum meine Kinder diesen Spaß hatten? Weil ich den Ausschalter gedrückt habe. Das Spielzimmer war nämlich überfrachtet mit Spielzeug, mit dem meine Kinder überhaupt nicht spielen. Wie das? Meine Kinder haben eine äußerst liebenswerte Oma, die eigentlich nie mit leeren Händen kommt. Das ist deshalb ein bisschen schwierig, weil diese Oma jeden Tag kommt (…und jetzt auch sagen würde: „Stimmt doch gar nicht, ich bringe den Kindern gar nicht viel mit.“) Ich liebe meine Mutter heiß und innig. Also wollte ich sie auch nie verletzen und sagen: „Du, das geht gar nicht.“ Aber ich habe schon dann und wann mal gesagt: „Jetzt reicht es aber erstmal, es ist ja auch bald Ostern/Geburtstag/Weihnachten.“

Das ging eine Woche gut und dann hat meine Mutter doch wieder auf irgendeinem Flohmarkt ein Buch für 10 Cent mitgenommen. Als würde es weniger Platz wegnehmen, weil es günstig war. Aber es ist ja gut gemeint.

Wie mein Mann so gerne sagt: „Gut gemeint ist das Gegenteil von gut.“ Im Spielzimmer kriegte man keinen Fuß mehr vor den anderen – und erst Recht keinen auf den Boden. Trotz Virus musste es dieses Wochenende sein. Ich habe den Ausschalter gedrückt und aufgeräumt. Alle Playmobileinzelteile in die richtige Kiste. Müll raus. Bücher gerade gerückt – und bin trotz 6h Dauereinsatzes immer noch nicht fertig.

In der Bilderstrecke oben (einfach durchklicken) seht ihr den Anfang meiner großen Spielzimmeraktion, die immerhin so viel Platz geschaffen hat, dass meine Kinder wieder Kajüte spielen können. Im Laufe der Woche schaffe ich auch noch den Rest – samt Aussortieren aller Spielsachen, für die sie schon zu alt sind und die eh nie benutzt werden.

Vielleicht habt ihr ja diese Woche auch Zeit und Schwung, etwas anzupacken, was es dringend mal nötig hätte? Wenn ich das kann, könnt ihr das auch.

In diesem Sinne einen guten Start

Eure Svenja